Die Vermehrung und Verbreitung von Bakterien
Die Vermehrung von Bakterien folgt einem charakteristischen Wachstumsmuster, das sich in vier distinkte Phasen unterteilen lässt. In der Anlaufphase erfolgt zunächst eine langsame Vermehrung, während der sich die Bakterien an die Umgebungsbedingungen anpassen. Diese Phase geht in die exponentielle Wachstumsphase über, in der sich die Bakterien mit konstanter Generationszeit teilen und ihre Anzahl rapide zunimmt.
In der stationären Phase erreicht die Bakterienkultur ein Gleichgewicht, bei dem sich Vermehrung und Absterben die Waage halten. Dies wird durch die begrenzte Nährstoffverfügbarkeit und die Anhäufung von Stoffwechselprodukten verursacht. Die letzte Phase ist die Absterbephase, in der aufgrund von Nährstoffmangel und toxischen Stoffwechselprodukten mehr Bakterien sterben als neue entstehen.
Hinweis: Die Generationszeit bezeichnet den Zeitraum, in dem sich die Bakterienpopulation verdoppelt. Diese kann je nach Bakterienart und Umweltbedingungen stark variieren.
Das körpereigene Abwehrsystem steht vor der Herausforderung, diese schnelle Vermehrung einzudämmen. Bei einer Antibiotikaresistenz bei Bakterienstämmen wird diese Aufgabe zusätzlich erschwert, da die üblichen Behandlungsmethoden nicht mehr effektiv sind.