Physiologische und ökologische Potenz
Die physiologische Potenz beschreibt die Toleranz einer Art gegenüber Umweltfaktoren ohne Konkurrenz, während die ökologische Potenz die tatsächliche Toleranz unter Konkurrenzbedingungen darstellt.
Definition: Die ökologische Nische umfasst die Gesamtheit der ökologischen Potenzen einer Art und beschreibt ihren spezifischen Platz im Ökosystem.
Man unterscheidet zwischen:
- Fundamentaler Nische (physiologisches Optimum): Bereich optimaler Lebensbedingungen ohne Konkurrenz
- Realnische (ökologisches Optimum): Tatsächlich genutzter Bereich unter Einfluss von Konkurrenz und anderen Faktoren
Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass Arten mit identischer ökologischer Nische nicht dauerhaft koexistieren können.
Beispiel: Durch Konkurrenzvermeidung können Arten dennoch nebeneinander existieren, indem sie Bereiche außerhalb ihres Präferenzbereichs nutzen.
Die Einnischung beschreibt die evolutionäre Anpassung und Veränderung der ökologischen Nische einer Art.
Bezüglich der Temperaturanpassung unterscheidet man:
- Homoiotherme (gleichwarme) Tiere: Konstante Körpertemperatur, größerer Toleranzbereich, hoher Energiebedarf
- Poikilotherme (wechselwarme) Tiere: Körpertemperatur passt sich der Umgebung an
Highlight: Die Kenntnis der physiologischen und ökologischen Potenz ist essentiell für das Verständnis von Artverbreitung und Koexistenz in der Ökologie.









