Das Haber-Bosch-Verfahren
Das Haber-Bosch-Verfahren ist ein wichtiges industrielles Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. Es nutzt die Prinzipien des chemischen Gleichgewichts.
Die Ammoniaksynthese erfolgt nach der Reaktionsgleichung:
N₂ + 3H₂ ⇌ 2NH₃ ΔH = -92,4 kJ
Highlight: Die Reaktion ist exotherm und führt zu einer Volumenverringerung.
Wichtige Aspekte des Verfahrens:
- Einsatz eines Katalysators zur Beschleunigung der Reaktion
- Druckerhöhung begünstigt die Ammoniakproduktion
- Temperatursenkung begünstigt die Reaktion, verringert aber die Reaktionsgeschwindigkeit
Beispiel: Als Kompromiss wird die Reaktion bei 450°C und 30 MPa durchgeführt.
Die Herstellung des Synthesegas-Gemisches erfolgt in mehreren Schritten:
- CH₄ + H₂O → CO + 3H₂
- 2CH₄ + 4N₂ + O₂ → 2CO + 4N₂ + 4H₂
- CO + H₂O → CO₂ + H₂
Nicht umgesetztes Synthesegas wird in einem Kreisprozess zurückgeführt, während das produzierte Ammoniak kondensiert und abgetrennt wird.




