Oxidationszahlen und Grundlagen der organischen Chemie
Oxidationszahlen helfen dir, Redoxreaktionen zu verstehen. Bei einer Redoxreaktion gibt ein Stoff Elektronen ab (Oxidation) und ein anderer nimmt sie auf (Reduktion). Ein Beispiel: Kupfer (Cu) wird in Salpetersäure zu Cu²⁺ oxidiert.
Regeln zur Bestimmung von Oxidationszahlen:
- Elemente in reiner Form haben immer die Oxidationszahl 0
- Die Summe aller Oxidationszahlen entspricht der Ladung des Teilchens
- Halogene haben meist -1
- Metalle haben immer positive Oxidationszahlen
- Wasserstoff hat fast immer +1, Sauerstoff meist -2
- Bei Bindungen zwischen gleichen Atomen werden Elektronen gleichmäßig aufgeteilt
⚡ Merkhilfe: Bei organischen Verbindungen kann die Oxidationszahl von Kohlenstoff zwischen -4 und +4 liegen, je nachdem, mit welchen Elementen er verbunden ist.
Die organische Chemie beschäftigt sich mit Verbindungen, die aus Kohlenstoff aufgebaut sind. Kohlenstoff kann so viele Verbindungen eingehen, weil er:
- Vier Atombindungen bilden kann (Einfach-, Doppel- und Dreifachbindungen)
- Ketten- und Ringstrukturen bildet
- Sich mit fast allen Elementen verbinden kann
Zu den Kohlenstoffverbindungen zählen nicht nur organische Moleküle wie Alkane, sondern auch anorganische wie Kohlenstoffdioxid (CO₂) oder Kohlensäure.




