Räumlicher Bau von Molekülen und Elektronenpaarabstoßungsmodell
Der räumliche Bau von Molekülen mit mehr als zwei Atomen wird in diesem Abschnitt detailliert erklärt. Während Moleküle aus zwei Atomen immer linear gebaut sind, können Moleküle mit mehr als zwei Atomen unterschiedliche räumliche Anordnungen aufweisen.
Highlight: Moleküle mit mehr als zwei Atomen können verschiedene räumliche Strukturen haben, im Gegensatz zu zweiatomigen Molekülen, die immer linear sind.
Das Kugelwolkenmodell wird am Beispiel des Wassermoleküls vorgestellt. Dieses Modell zeigt die Verteilung der Elektronen um die Atome und hilft, die räumliche Struktur des Moleküls zu verstehen.
Example: Das Wassermolekül (H₂O) hat im Kugelwolkenmodell eine gewinkelte Struktur mit einem Bindungswinkel von 105°.
Das Elektronenpaarabstoßungsmodell (EPA-Modell) wird eingeführt, um die räumliche Anordnung von Molekülen zu erklären. Dieses Modell basiert auf drei Hauptprinzipien:
- Die Anzahl der Elektronenpaare um das Zentralatom wird aus der Valenzstrichformel ermittelt.
- Die Elektronenpaare stoßen sich gegenseitig ab und nehmen die größtmögliche Entfernung zueinander ein, was zu einer tetraedrischen Anordnung führt.
- Nichtbindende Elektronenpaare haben einen stärkeren Abstoßungseffekt als bindende Elektronenpaare und benötigen mehr Raum.
Definition: Das Elektronenpaarabstoßungsmodell (EPA-Modell) ist ein Konzept, das die räumliche Struktur von Molekülen basierend auf der Abstoßung zwischen Elektronenpaaren erklärt.
Verschiedene Molekülstrukturen werden anhand von Beispielen erläutert:
- CH₄ (Methan): tetraedrisch mit einem Bindungswinkel von 109°
- NH₃ (Ammoniak): pyramidal mit einem Bindungswinkel von 107°
- H₂O (Wasser): gewinkelt mit einem Bindungswinkel von 105°
Vocabulary: Räumlicher Bau von Molekülen bezieht sich auf die dreidimensionale Anordnung der Atome in einem Molekül.
Diese Informationen sind grundlegend für das Verständnis der Molekülgeometrie und helfen bei der Vorhersage der Eigenschaften und Reaktivität von Molekülen in der Chemie.