Radikalische Substitution und Halogenierung von Alkanen
Die Radikalische Substitution ist ein fundamentaler Mechanismus in der organischen Chemie, bei dem Wasserstoffatome durch Halogenatome ersetzt werden. Der Prozess läuft in drei charakteristischen Phasen ab.
In der Startreaktion erfolgt zunächst eine homolytische Bindungsspaltung des Halogen-Moleküls (meist Brom oder Chlor) durch Energiezufuhr. Dabei entstehen hochreaktive Halogen-Radikale mit ungepaarten Elektronen.
Definition: Die homolytische Bindungsspaltung ist ein Prozess, bei dem eine kovalente Bindung so gespalten wird, dass jedes Fragment ein Elektron erhält.
Der Kettenfortpflanzungsmechanismus beginnt mit dem Angriff eines Halogen-Radikals auf das Alkan. Dabei wird ein Wasserstoffatom abstrahiert und es entsteht ein Alkyl-Radikal sowie Halogenwasserstoff. Das Alkyl-Radikal reagiert anschließend mit einem weiteren Halogen-Molekül zum gewünschten Halogenalkan.
Beispiel: Bei der Bromierung von Methan entsteht zunächst ein Methyl-Radikal (CH₃•), das dann mit Br₂ zu Brommethan (CH₃Br) weiterreagiert.











































