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1. Halbjahr: Literatur und Sprache um 1800; Gegenwelten in der Romantik; Drama und Kommunikation
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Seite | 1 1. Halbjahr: Literatur und Sprache um 1800; Gegenwelten in der Romantik; Drama und Kommunikation KUNSTMÄRCHEN alleinstehende Merkmale: - Fixierung von Ort und Zeit - künstlerische Sprache - mehrsträngige Handlungen - originelle Handlungen - charakteristische Schauplätze - mehrdimensionale Charaktere - Psychologisieren der Charaktere - gemischte Figuren - kein eindeutiges Happy-End/ schlechter Ausgang - keine Formeln - komplexes Weltbild VOLKSMÄRCHEN Beispiel die Märchensammlung der Gebrüder Grimm im zeitlichen Kontext (1789 und danach; Zeit französische Revolution und Napoleon) Literatur: vieles aus der (deutschsprachigen) Literatur wird unterdrückt/zensiert/gerät in Vergessenheit Geschichten überdauern und blühen vor allem im Volk auf Märchen als Gattung die alle anspricht, eine Flucht aus der Realität bietet (schöne, heile Welt) und zugleich unpolitisch bleibt DER GOLDNE TOPF gemeinsame Merkmale (mit Volksmärchen) - magische Requisiten (Zauberstab, Besen) Kunstmärchen - Untertitel des Textes: "ein Märchen aus der neuen Zeit" > Verknüpfung zweier eigentlich widersprüchlicher Wendungen "Märchen" (historisch nicht verortbar) und "neue Volksmärchen - einfache verständliche Sprache; schlicht und anschaulich - Aufhebung von Naturgesetzen (sprechende Tiere etc.) - Gegenüberstellung vom Magischen und dem Alltagsleben - Gegenüberstellung von Gut und Böse - Tiere können sprechen/ animistische Weltsicht - Verbindung Mythos/Transzendenz - symbolisches Verhalten und Bewältigen alltäglicher Probleme Zeit" (historische Situierung) - Märchenelemente: wundersame Begebenheiten, Kampf zwischen Gut und Böse, magische Dinge (Metallspiegel, goldener Topf), fantastische Figuren und Verwandlungen, Happy End (je nach Leseweise auch tragisches Ende möglich) - kunst- und anspruchsvolle Erzählung; z.T. komplexe Sprache und...

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Passagen Nähe zur Novelle - unerhörte Begebenheit des Kampfes zwischen Lindhorst und Äpfelweib - Dingsymbol des goldenen Topfes Zuordnung zur Epoche der Romantik - typische Epochenmotive: Träume, Sehnsucht, Verwandlungen, Macht des Unbewussten und des Wunderbaren, Natur als Sehnsucht etc. Positive Qualitäten von Märchen - gegen Aufklärung: Betonung des rational nicht zu Erschließenden - Schaffen einer eigenen poetischen Wirklichkeit > mit Selbstreflexion des Erzählens - Illusionsbrüche durch romantische Ironie - Hochschätzung der Gattungen Märchen Jacob und Wilhelm Grimm: Vorrede. (1812, Auszug) -Reinheit, nachvollziehbar und anschaulich und ergreifend -Erzählung in einer abgeschlossenen Welt (beschriebene Situation des Alltags auf Märchenwelt übertragen) -Schönheit, Natur und Tiere eingebunden (Mystik) -klarer Kontrast von Gut und Böse; das Böse wird jedoch besiegt -es gibt eine Moral Wirkung von Märchen -Mensch kann temporär abtauchen; entspannt und glücklich sein; dem Alltag entkommen; „alles Falsche abschütteln" Seite 2 Der goldene Topf, E.T.A. Hoffmann (1814) Erste Vigilie ungeschickter Student Anselmus stolpert am Himmelfahrtstag am Schwarzen Tor in Dresden über Apfelkorb einer alten Marktfrau, für verursachten Schaden kommt er auf, trotzdem verflucht sie ihn, der Fluch besagt, dass er bald in ein Kristall fallen soll. Abends sitzt er, sein Pech bejammernd, am Elbufer unter einem Holunderstrauch, er hört verführerische Klänge von drei grün-goldenen Schlangen, blauäugige Schlange hypnotisiert ihn, er verliebt sich in sie, der Spuk verschwindet, weshalb er den Baum umarmt und die Schlangen anfleht zurückzukommen. Zweite Vigilie Anselmus trifft auf befreundeten Konrektor Paulmann, dessen beiden Töchter und Registrator Heerbrand, gemeinsam überqueren sie die Elbe, wobei der Student fast über Bord geht, weil er im Wasser die Schlangen wiederzuerkennen glaubt, in Paulmanns Haus begleitet er die Älteste, Veronika, auf dem Klavier, Anselmus erhält Arbeitsangebot als Kopierer beim Archivar Lindhorst, als er sich dort vorstellen will, verwandeln sich der Türklopfer in das Gesicht des Apfelweibes und die Klingelschnur in eine Würgeschlange, die ihn umbringen will, er wird bewusstlos und erwacht in seinem Bett, betreut von Paulmann. Dritte Vigilie Anselmus erfährt, dass sich die alte Marktfrau während seiner Ohnmacht um ihn gekümmert habe. Heerbrand arrangiert ein neuerliches Treffen zwischen Anselmus und Lindhorst in einem Kaffeehaus. Dort verkündet Lindhorst, der Nachfahre einer königlichen Feuerlilie und eines Jünglings namens Phosphorus zu sein. Beim Tod seines Vaters vor knapp 400 Jahren habe er sich zudem mit seinem Bruder zerstritten. Der habe sich den Drachen angeschlossen und bewache einen Karfunkelstein. Niemand in der Kaffeehaus-Runde schenkt ihm Glauben, nur Anselmus ist merkwürdig berührt. Heerbrand überredet den Archivar, Anselmus vom nächsten Tag an mit Kopierarbeiten zu betrauen. Vierte Vigilie Hoffmann spricht Leser erstmals an und erklärt sich und seine Geschichte. Sein Liebeskummer hindert Anselmus daran, seine Arbeit als Kopist anzutreten, er hofft, im Holunderbusch die blauäugige Schlange wiederzufinden, dort trifft er auf den Archivar, der sich als Vater der drei Schlangen herausstellt, darunter Serpentina, in die Anselmus verliebt ist, wenn Anselmus bei ihm arbeitet, könne er sie oft sehen, Lindhorst gibt ihm einen Zauberlikör mit, um den Bann der Marktfrau zu brechen. Fünfte Vigilie Veronika Paulmann ist in Anselmus verliebt, dem eine Karriere als Hofrat prophezeit wird, sie lässt sich bei einer Hexe (Frau Rauerin) die Zukunft wahrsagen, die sich verwandeln kann, mal ist sie Marktfrau, mal Veronikas Amme, als die sie verkündet, dass Anselmus die goldgrüne Schlange heiraten wird, beide sorgen dafür, dass Lindhorst keinen Einfluss mehr auf ihn hat und Anselmus die Poesie lässt, indem sie sich in der künftigen Tag- und Nachtgleiche um [elf] Uhr" (S.61 Z.27f.) treffen, um Anselmus aus der „wunderliche[n] Bande" (S. 62 Z. 1) zu erlösen. Sechste Vigilie Dank der geheimen Essenz kommt Anselmus unbehelligt von der Alten an Lindhorsts Türklopfer vorbei und will seine Arbeit bei dem Archivar aufnehmen, ein Spuk scheint über dessen Haus zu liegen; Anselmus nimmt merkwürdige Dinge und Erscheinungen wahr, in einem goldenen Topf entdeckt er Traumbilder und Spiegelungen, die ihn verzücken, dieser Topf soll Serpentinas Mitgift sein, verrät Lindhorst, Anselmus' Aufgabe besteht in der Abschrift fremdsprachiger Texte, er arbeitet wie im Rausch; ein Liebesbann scheint ihn zu beflügeln, Lindhorst ist zufrieden und rät ihm, Serpentina die Treue zu halten. Siebte Vigilie Um Anselmus zu gewinnen, begibt sich Veronika vertrauensvoll in die Hände ihrer vermeintlichen Kinderfrau, die Alte inszeniert ein gespenstisches, nächtliches Hexenritual in der Tag- und Nachtgleiche, Veronika fällt in Ohnmacht und kommt erst in ihrem eigenen Bett wieder zu sich, wegen ihrer Benommenheit rief Paulmann einen Arzt, sie entdeckt bei sich jetzt eine Art Medaillon, einen Metallspiegel, in dem sie Anselmus sehen und mit ihm reden kann. Achte Vigilie Anselmus hat sich bei der Arbeit bewährt. Deshalb unterzieht Lindhorst ihn einer letzten Prüfung: der Abschrift eines unersetzlich kostbaren Schriftstücks, während der Arbeit erscheint Serpentina., sie offenbart Anselmus, ihr Vater sei ein verzauberter Salamander; der Geisterfürst Phosphorus habe ihn zur Strafe für ein Unrecht in ein Leben als einfacher Mensch verbannt, erlöst werden könne er nur, wenn jede seiner drei Schlangen-Töchter einen Mann heirate, der offen ist für die Existenz einer Welt jenseits des Sicht- und Fassbaren. Neunte Vigilie Anselmus ist zu Gast bei Konrektor Paulmann, in Veronikas Metallspiegel erkennt Anselmus den Zauber als Ausgeburt seiner Fantasie, er ist erleichtert und sehr verliebt in Veronika; unter Alkoholeinfluss kehren die inneren Dämonen jedoch zurück. Anselmus fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Realität und der Welt des Phantastischen, er bei der Arbeit unkonzentriert; ruiniert das ihm anvertraute Schriftstück; sofort erscheinen Geister, um ihn zu bestrafen, nach einer Ohnmacht findet sich Anselmus fest eingeschlossen in Kristallflasche wieder. Zehnte Vigilie er Gefangen in der Flasche leidet Anselmus große Qualen, in Gestalt einer Kaffeekanne weist die Alte ihn darauf hin, dass ihr Fluch sich erfüllt habe, der verwirrte Anselmus will sich jedoch nicht von ihr befreien lassen (er solle sich mit Veronika vermählen und Hofrat werden), sich schuldig, er sich von Serpentina abgewendet hat; unterdessen hat die Alte den goldnen Topf gestohlen und will fliehen, Anselmus hört Serpentina stöhnen und will das Kristall sprengen, um sie zu retten, es kommt zu einem erbitterten Kampf zwischen der Hexe und Lindhorst, den Lindhorst für sich entscheidet; die Alte wird vernichtet; Anselmus wird aus der Flasche befreit und schließt seine Geliebte (Serpentina) in die Arme. Seite 3 Elfte Vigilie Anselmus ist seit längerer Zeit verschwunden, da Konrektor Paulmann ihm einen Pakt mit dem Teufel unterstellt, ist er erleichtert, inzwischen ist Heerbrand zum Hofrat ernannt worden und hält um Veronikas Hand an. Glücklich darüber, dass ihre Träume, Frau Hofrätin zu werden, sich erfüllen, schwört sie der Welt des Phantastischen ab und willigt in die Hochzeit ein. Zwölfte Vigilie Lindhorst ermöglicht dem Erzähler des Märchens eine Vision von Anselmus: dieser lebt (glücklich vereint mit Serpentina) auf einem Rittergut, welches Lindhorst gehört, im Zauberreich Atlantis; als der Erzähler Anselmus' Freuden mit seinem eigenen armseligen Leben vergleicht, tröstet ihn Lindhorst: Jeder Mensch habe Zugang zum Geheimnis der Natur, in der sich alle Wesen im Einklang befänden. Der Autor beendet das Märchen mit einer Frage. Figurenkonstellation: Erzählebenen: Liebe Tochter Wünscht sich eine Hochzeit Versucht Anselmus mit Hilfe der Magie (Äpfelweib) für sich zu gewinnen -> Spiegel als Geschenk der Alten Veronika (Reale Welt) ,,da lächelte er ihr freundlich aus dem Spiegel entgegen wie ein lebhaftes Miniaturporträt." (S.61 Z.32/33) (Veronika) Heerbrand (Registrator/ Hofrat) (Reale Welt) Freunde Paulmann (Konrektor) (Reale Welt) Freund Hilft Anselmus einen Job zu finden Schlechter Einfluss= nächtliches Hexenwerk „So wollen wir denn gehen und tun und treiben was ziemlich ist und gedeiht in der Nacht, die dem Werke günstig,..." (S.56 Z.15-17) (Hexe) Verliebt Anselmus (Zwischen den Welten) Freunde Möchte Anselmus heilen, da er denkt, er hätte psychische Probleme ,,ich habe Sie immer für einen soliden jungen Mann gehalten, aber träumen - mit hellen offenen Augen träumen, und dann mit einem Mal ins Wasser springen wollen; das - verzeihen Sie mir, können nur Wahnwitzige oder Narren!" (S.16 Z.5-9) (Paulmann) Lehrmeister 1. Erzählebene 2. Erzählebene 3. Erzählebene wunderbare Welt in Dresden 4. ERZÄHLEBENE mythische Welt 5. ERZÄHLEBENE Atlantis Rivalität = ab Beginn des Märchens Erzähler erzählt von Anselmus und Serpentina in Atlantis; eher auktorial, obwohl als Person betrachtet ...geradezu in einen Korb mit Äpfeln und Kuchen hinein, die ein altes hässliches Weib feil bot,..." (S.5 Z.6/7) (Anselmus) Lindhorst (Salamander/ Archivar) (Zwischen den Welten) Liebe Angestellter Begegnung am Holunderbaum Er-/Sie-Erzähler, magische Welt der Erzählgegenwart (Erklärungen) „O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, ..." (S.12 Z. 12/13) Äpfelweib / Hexe (Fantastische Welt) personaler Erzähler/Ich-Erzähler (Archivarius) erzählt über seine Herkunft; Serpentina erzählt über ihren Vater (Salamander Mythos) kommentierender Erzähler, Figurenrede - bürgerliche Welt in Dresden Rivalität Möchte Anselmus mit Serpentina verheiraten um erlöst zu werden fiktiver, auktorialer Erzähler spricht vertraulich (.du") mit (fiktivem) Leser Hexe möchte Lindhorst daran hindern all seine Töchter zu verheiraten „Serpentina liebt dich, und ein seltsames Geschick, dessen verhängnisvollen Faden feindliche Mächte spannen, ist erfüllt, wenn sie dein wird, ..." (S.54 Z.1-3) (Lindhorst) ... bleibe fein standhaft, und ich schenke dir was Schönes und den Anselmus obendrein!" (S.57 Z.1/2) (Hexe) Serpentina (Schlange) (Fantastische Welt) Tochter Seite 4 Rüdiger Safranski (1984) -> Kritik am Goldenen Topf (E.T.A. Hoffmann) Anselmus erreicht Atlantis nie sondern ist Dichter geworden und arbeitet im Haus des Archivarius ohne dies jemals zu verlassen. Serpentine ist kein Lebewesen sondern seine Muse. Da Anselmus nicht im Stande ist, die Welten zu vermischen, übernimmt Hoffmann diesen undankbaren - schwierigen - Job. Paul-Wolfgang Wührl (1988) -> Kritik am Goldenen Topf (E.T.A. Hoffmann) Hoffmann möchte sein Atlantis (Dichtkunst „Allegorie“) finden und erreichen. Es ist jedoch unerreichbar auf der Insel „Utopia“. Er erlaubt Anselmus zu eskapieren, sein „Leben in der Poesie" zu finden. Sind die Briefe von Archivarius als ironische Brechung zu verstehen? (,,Romantische Ironie" zeigt sich darin, das sich der Dichter selbst als unfähig darstellt, sich über die Wirklichkeit zu heben und das romantische Ideal zu erreichen.) Ja, es ist „Romantische Ironie", da Lindhorsts Kreation ihm selbst sagt, das man Phantastische Ideen nur bekommt, wenn man das Haus verlässt und lebt. „Alleine" schafft er es nicht die 12 Virgilie zu beenden. Der Autor stellt sich durch Lindhorst selbst als unfähig dar und erhebt sich so über die Wirklichkeit und erreicht das romantische - Ideal INHALT: IPHIGENIE AUF TAURIS Vorgeschichte: Diana entführte Iphigenie nach Tauris Preston denkt, er soll die Statue von Diana nach Griechenland bringen, da diese Schwester von Apollon ist Fluch der Atriden: Durch Tantalos ist die Familie von Iphigenie von den Göttern zum Brüdermord verflucht worden, das heißt, dass jeder Mann jemanden aus der Familie, der ihm nahesteht, ermorden wird 3. Akt: - Orest will mit Iphigenie von Tauris fliehen 2. Akt: - Orest und Pylades werden gefangen genommen, weil sie versucht haben die Statue der Diana zu stehlen 1.Akt: - Iphigenie möchte wieder nach Hause - Thoas möchte Iphigenie heiraten -> sie lehnt ab, woraufhin Thoas wütend wird und die Menschenopfer wieder einführt - edle Figuren - 3 Einheiten - kunstvoller Stil -> Blankvers, Jambus, 10/11 Silben, kein Reimschema - Orientierung an der Antike -Stil -> regelmäßig, geordnet (Blankvers) - Figuren: human, mitfühlend, Charakterentwicklung, selbstbestimmt -> zentraler Aspekt der Humanität, Normen - Konflikt zwischen Pflicht und den Gefühl der Neigung -> Moral 4. Akt: - Iphigenie hat einen inneren Konflikt, da sie Thoas nicht verraten möchte -> Arkas will sie überzeugen Thoas zu heiraten 5. Akt: - Iphigenie appelliert an Thoas Menschlichkeit, woraufhin Iphigenie, Orest und Pylades nach Hause gehen dürfen Seite | 5 Kommunikationsquadrat nach von Thun: Menschliche Kommunikation: Sachebene Nachricht DRAMA UND KOMMUNIKATION - Axiom 1: Man kann nicht nicht kommunizieren - Axiom 2: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt - Axiom 3: Struktur durch subjektive Suchtweise von Ursache und Wirkung - Axiom 4: Kommunikation erfolgt digital und analog - Axiom 5: Kommunikation beruht entweder auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit Das Drama geschlossenes Drama - Einheit von Handlung, Ort und Zeit - Linearer Aufbau mit eindeutiger Lösung - Wenige Figuren Selbstkundgabe -Appellseite Komödie - lächerliche und überspitzte Darstellung; Bloßstellung > Zuschauer soll durchaus Erkenntnisse ziehen - „niedrige Menschen Dramentheorie: Lessing: - ohne Furcht und kein Mitleid - Es könnte dem Zuschauer selber auch so passieren [bürgerliche Figuren] Episches Theater nach Brecht: - Zuschauer hinterfragt das, was mit den Figuren passiert und nimmt es als Kunst, nicht selbstverständlich hin - Verstehen des Stückes wird durch die vielen Darstellungen verhindert - Zuschauer wird es unmöglich, sich ohne Kritik in Figuren hineinzuversetzen - Selbstständige Umwelt [Man soll über das Selbstverständliche nachdenken > Distanz zu Figuren] - 4. Wand wird durchbrochen - Figuren sprechen das Publikum direkt an - Publikum denkt mehr über die Worte und Aussagen der Figuren nach [epischer Moment im Drama] = Beziehungsebene Novalis:77. „Blütenstaub" - Fragmente (1798) Philisterkritik in der Romantik; angesprochene Lebensbereiche eines Philister Gewohnheiten und Rituale kehren immer wieder ein Alltagsleben Erscheinung des Lebens nach Außen: alles gewöhnlich, konventionell Religion ist wichtig Sonntag als einzig besonderer Tag; „Parties und Plaisir" - Montag bis Samstag Arbeit Tragödie - edle, törichte Menschen - ernste Handlung > kunstvoller Stil, Verse, musikalisch - 3 Einheiten: ein Ort, eine Zeit und ein Handlungsstrang > Mitleid; Zuschauer soll Kathasis erfahren (innere Reinigung) Reisen, Hochzeiten, Taufen usw. als „Höchstes Dasein"; entspricht Poesie Sonntag Unterbrechung des Alltags, Poesie des Philister und ist der Höhepunkt der Woche Philisterkritik Brentano Philister fühlt sich schuldig für die Unterbrechung Religion: gibt Rituale, Himmel vorgestellt als Alltag, gibt moralische Orientierung/ Wertordnung, strukturiert, wirkt als Opiat: betäubt Lebens- und Arbeitsbereiche rationell organisiert Alltagsleben als einziger Zweck Legt Wert auf Nützlichkeit, Effizienz in der Gesellschaft Unaufregendes, risikofreies Leben, abenteuerunlustig Nicht auffallen Norm der oberen Mittelschicht Möchten alles unter Kontrolle haben Gegen alles was nicht gesund ist, was Spaß macht Altmodisch, verklemmt, pingelig Leben strikt geregelt, alles durchgeplant Halten sich immer an Regeln, auch an kleine; alle anderen sollen sich ebenfalls an die Regeln halten -> lehnt Fantasie und Geheimnisvolles ab -> „Romantiker" lehnen Philistertum ab

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Abends sitzt er, sein Pech bejammernd, am Elbufer unter einem Holunderstrauch, er hört verführerische Klänge von drei grün-goldenen Schlangen, blauäugige Schlange hypnotisiert ihn, er verliebt sich in sie, der Spuk verschwindet, weshalb er den Baum umarmt und die Schlangen anfleht zurückzukommen. Zweite Vigilie Anselmus trifft auf befreundeten Konrektor Paulmann, dessen beiden Töchter und Registrator Heerbrand, gemeinsam überqueren sie die Elbe, wobei der Student fast über Bord geht, weil er im Wasser die Schlangen wiederzuerkennen glaubt, in Paulmanns Haus begleitet er die Älteste, Veronika, auf dem Klavier, Anselmus erhält Arbeitsangebot als Kopierer beim Archivar Lindhorst, als er sich dort vorstellen will, verwandeln sich der Türklopfer in das Gesicht des Apfelweibes und die Klingelschnur in eine Würgeschlange, die ihn umbringen will, er wird bewusstlos und erwacht in seinem Bett, betreut von Paulmann. Dritte Vigilie Anselmus erfährt, dass sich die alte Marktfrau während seiner Ohnmacht um ihn gekümmert habe. Heerbrand arrangiert ein neuerliches Treffen zwischen Anselmus und Lindhorst in einem Kaffeehaus. Dort verkündet Lindhorst, der Nachfahre einer königlichen Feuerlilie und eines Jünglings namens Phosphorus zu sein. Beim Tod seines Vaters vor knapp 400 Jahren habe er sich zudem mit seinem Bruder zerstritten. Der habe sich den Drachen angeschlossen und bewache einen Karfunkelstein. Niemand in der Kaffeehaus-Runde schenkt ihm Glauben, nur Anselmus ist merkwürdig berührt. Heerbrand überredet den Archivar, Anselmus vom nächsten Tag an mit Kopierarbeiten zu betrauen. Vierte Vigilie Hoffmann spricht Leser erstmals an und erklärt sich und seine Geschichte. Sein Liebeskummer hindert Anselmus daran, seine Arbeit als Kopist anzutreten, er hofft, im Holunderbusch die blauäugige Schlange wiederzufinden, dort trifft er auf den Archivar, der sich als Vater der drei Schlangen herausstellt, darunter Serpentina, in die Anselmus verliebt ist, wenn Anselmus bei ihm arbeitet, könne er sie oft sehen, Lindhorst gibt ihm einen Zauberlikör mit, um den Bann der Marktfrau zu brechen. Fünfte Vigilie Veronika Paulmann ist in Anselmus verliebt, dem eine Karriere als Hofrat prophezeit wird, sie lässt sich bei einer Hexe (Frau Rauerin) die Zukunft wahrsagen, die sich verwandeln kann, mal ist sie Marktfrau, mal Veronikas Amme, als die sie verkündet, dass Anselmus die goldgrüne Schlange heiraten wird, beide sorgen dafür, dass Lindhorst keinen Einfluss mehr auf ihn hat und Anselmus die Poesie lässt, indem sie sich in der künftigen Tag- und Nachtgleiche um [elf] Uhr" (S.61 Z.27f.) treffen, um Anselmus aus der „wunderliche[n] Bande" (S. 62 Z. 1) zu erlösen. Sechste Vigilie Dank der geheimen Essenz kommt Anselmus unbehelligt von der Alten an Lindhorsts Türklopfer vorbei und will seine Arbeit bei dem Archivar aufnehmen, ein Spuk scheint über dessen Haus zu liegen; Anselmus nimmt merkwürdige Dinge und Erscheinungen wahr, in einem goldenen Topf entdeckt er Traumbilder und Spiegelungen, die ihn verzücken, dieser Topf soll Serpentinas Mitgift sein, verrät Lindhorst, Anselmus' Aufgabe besteht in der Abschrift fremdsprachiger Texte, er arbeitet wie im Rausch; ein Liebesbann scheint ihn zu beflügeln, Lindhorst ist zufrieden und rät ihm, Serpentina die Treue zu halten. Siebte Vigilie Um Anselmus zu gewinnen, begibt sich Veronika vertrauensvoll in die Hände ihrer vermeintlichen Kinderfrau, die Alte inszeniert ein gespenstisches, nächtliches Hexenritual in der Tag- und Nachtgleiche, Veronika fällt in Ohnmacht und kommt erst in ihrem eigenen Bett wieder zu sich, wegen ihrer Benommenheit rief Paulmann einen Arzt, sie entdeckt bei sich jetzt eine Art Medaillon, einen Metallspiegel, in dem sie Anselmus sehen und mit ihm reden kann. Achte Vigilie Anselmus hat sich bei der Arbeit bewährt. Deshalb unterzieht Lindhorst ihn einer letzten Prüfung: der Abschrift eines unersetzlich kostbaren Schriftstücks, während der Arbeit erscheint Serpentina., sie offenbart Anselmus, ihr Vater sei ein verzauberter Salamander; der Geisterfürst Phosphorus habe ihn zur Strafe für ein Unrecht in ein Leben als einfacher Mensch verbannt, erlöst werden könne er nur, wenn jede seiner drei Schlangen-Töchter einen Mann heirate, der offen ist für die Existenz einer Welt jenseits des Sicht- und Fassbaren. Neunte Vigilie Anselmus ist zu Gast bei Konrektor Paulmann, in Veronikas Metallspiegel erkennt Anselmus den Zauber als Ausgeburt seiner Fantasie, er ist erleichtert und sehr verliebt in Veronika; unter Alkoholeinfluss kehren die inneren Dämonen jedoch zurück. Anselmus fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Realität und der Welt des Phantastischen, er bei der Arbeit unkonzentriert; ruiniert das ihm anvertraute Schriftstück; sofort erscheinen Geister, um ihn zu bestrafen, nach einer Ohnmacht findet sich Anselmus fest eingeschlossen in Kristallflasche wieder. 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(S.61 Z.32/33) (Veronika) Heerbrand (Registrator/ Hofrat) (Reale Welt) Freunde Paulmann (Konrektor) (Reale Welt) Freund Hilft Anselmus einen Job zu finden Schlechter Einfluss= nächtliches Hexenwerk „So wollen wir denn gehen und tun und treiben was ziemlich ist und gedeiht in der Nacht, die dem Werke günstig,..." (S.56 Z.15-17) (Hexe) Verliebt Anselmus (Zwischen den Welten) Freunde Möchte Anselmus heilen, da er denkt, er hätte psychische Probleme ,,ich habe Sie immer für einen soliden jungen Mann gehalten, aber träumen - mit hellen offenen Augen träumen, und dann mit einem Mal ins Wasser springen wollen; das - verzeihen Sie mir, können nur Wahnwitzige oder Narren!" (S.16 Z.5-9) (Paulmann) Lehrmeister 1. Erzählebene 2. Erzählebene 3. Erzählebene wunderbare Welt in Dresden 4. ERZÄHLEBENE mythische Welt 5. ERZÄHLEBENE Atlantis Rivalität = ab Beginn des Märchens Erzähler erzählt von Anselmus und Serpentina in Atlantis; eher auktorial, obwohl als Person betrachtet ...geradezu in einen Korb mit Äpfeln und Kuchen hinein, die ein altes hässliches Weib feil bot,..." (S.5 Z.6/7) (Anselmus) Lindhorst (Salamander/ Archivar) (Zwischen den Welten) Liebe Angestellter Begegnung am Holunderbaum Er-/Sie-Erzähler, magische Welt der Erzählgegenwart (Erklärungen) „O nur noch einmal blinket und leuchtet, ihr lieblichen goldnen Schlänglein, ..." (S.12 Z. 12/13) Äpfelweib / Hexe (Fantastische Welt) personaler Erzähler/Ich-Erzähler (Archivarius) erzählt über seine Herkunft; Serpentina erzählt über ihren Vater (Salamander Mythos) kommentierender Erzähler, Figurenrede - bürgerliche Welt in Dresden Rivalität Möchte Anselmus mit Serpentina verheiraten um erlöst zu werden fiktiver, auktorialer Erzähler spricht vertraulich (.du") mit (fiktivem) Leser Hexe möchte Lindhorst daran hindern all seine Töchter zu verheiraten „Serpentina liebt dich, und ein seltsames Geschick, dessen verhängnisvollen Faden feindliche Mächte spannen, ist erfüllt, wenn sie dein wird, ..." (S.54 Z.1-3) (Lindhorst) ... bleibe fein standhaft, und ich schenke dir was Schönes und den Anselmus obendrein!" (S.57 Z.1/2) (Hexe) Serpentina (Schlange) (Fantastische Welt) Tochter Seite 4 Rüdiger Safranski (1984) -> Kritik am Goldenen Topf (E.T.A. Hoffmann) Anselmus erreicht Atlantis nie sondern ist Dichter geworden und arbeitet im Haus des Archivarius ohne dies jemals zu verlassen. Serpentine ist kein Lebewesen sondern seine Muse. Da Anselmus nicht im Stande ist, die Welten zu vermischen, übernimmt Hoffmann diesen undankbaren - schwierigen - Job. Paul-Wolfgang Wührl (1988) -> Kritik am Goldenen Topf (E.T.A. Hoffmann) Hoffmann möchte sein Atlantis (Dichtkunst „Allegorie“) finden und erreichen. Es ist jedoch unerreichbar auf der Insel „Utopia“. Er erlaubt Anselmus zu eskapieren, sein „Leben in der Poesie" zu finden. Sind die Briefe von Archivarius als ironische Brechung zu verstehen? (,,Romantische Ironie" zeigt sich darin, das sich der Dichter selbst als unfähig darstellt, sich über die Wirklichkeit zu heben und das romantische Ideal zu erreichen.) Ja, es ist „Romantische Ironie", da Lindhorsts Kreation ihm selbst sagt, das man Phantastische Ideen nur bekommt, wenn man das Haus verlässt und lebt. „Alleine" schafft er es nicht die 12 Virgilie zu beenden. Der Autor stellt sich durch Lindhorst selbst als unfähig dar und erhebt sich so über die Wirklichkeit und erreicht das romantische - Ideal INHALT: IPHIGENIE AUF TAURIS Vorgeschichte: Diana entführte Iphigenie nach Tauris Preston denkt, er soll die Statue von Diana nach Griechenland bringen, da diese Schwester von Apollon ist Fluch der Atriden: Durch Tantalos ist die Familie von Iphigenie von den Göttern zum Brüdermord verflucht worden, das heißt, dass jeder Mann jemanden aus der Familie, der ihm nahesteht, ermorden wird 3. Akt: - Orest will mit Iphigenie von Tauris fliehen 2. Akt: - Orest und Pylades werden gefangen genommen, weil sie versucht haben die Statue der Diana zu stehlen 1.Akt: - Iphigenie möchte wieder nach Hause - Thoas möchte Iphigenie heiraten -> sie lehnt ab, woraufhin Thoas wütend wird und die Menschenopfer wieder einführt - edle Figuren - 3 Einheiten - kunstvoller Stil -> Blankvers, Jambus, 10/11 Silben, kein Reimschema - Orientierung an der Antike -Stil -> regelmäßig, geordnet (Blankvers) - Figuren: human, mitfühlend, Charakterentwicklung, selbstbestimmt -> zentraler Aspekt der Humanität, Normen - Konflikt zwischen Pflicht und den Gefühl der Neigung -> Moral 4. Akt: - Iphigenie hat einen inneren Konflikt, da sie Thoas nicht verraten möchte -> Arkas will sie überzeugen Thoas zu heiraten 5. Akt: - Iphigenie appelliert an Thoas Menschlichkeit, woraufhin Iphigenie, Orest und Pylades nach Hause gehen dürfen Seite | 5 Kommunikationsquadrat nach von Thun: Menschliche Kommunikation: Sachebene Nachricht DRAMA UND KOMMUNIKATION - Axiom 1: Man kann nicht nicht kommunizieren - Axiom 2: Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt - Axiom 3: Struktur durch subjektive Suchtweise von Ursache und Wirkung - Axiom 4: Kommunikation erfolgt digital und analog - Axiom 5: Kommunikation beruht entweder auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit Das Drama geschlossenes Drama - Einheit von Handlung, Ort und Zeit - Linearer Aufbau mit eindeutiger Lösung - Wenige Figuren Selbstkundgabe -Appellseite Komödie - lächerliche und überspitzte Darstellung; Bloßstellung > Zuschauer soll durchaus Erkenntnisse ziehen - „niedrige Menschen Dramentheorie: Lessing: - ohne Furcht und kein Mitleid - Es könnte dem Zuschauer selber auch so passieren [bürgerliche Figuren] Episches Theater nach Brecht: - Zuschauer hinterfragt das, was mit den Figuren passiert und nimmt es als Kunst, nicht selbstverständlich hin - Verstehen des Stückes wird durch die vielen Darstellungen verhindert - Zuschauer wird es unmöglich, sich ohne Kritik in Figuren hineinzuversetzen - Selbstständige Umwelt [Man soll über das Selbstverständliche nachdenken > Distanz zu Figuren] - 4. Wand wird durchbrochen - Figuren sprechen das Publikum direkt an - Publikum denkt mehr über die Worte und Aussagen der Figuren nach [epischer Moment im Drama] = Beziehungsebene Novalis:77. „Blütenstaub" - Fragmente (1798) Philisterkritik in der Romantik; angesprochene Lebensbereiche eines Philister Gewohnheiten und Rituale kehren immer wieder ein Alltagsleben Erscheinung des Lebens nach Außen: alles gewöhnlich, konventionell Religion ist wichtig Sonntag als einzig besonderer Tag; „Parties und Plaisir" - Montag bis Samstag Arbeit Tragödie - edle, törichte Menschen - ernste Handlung > kunstvoller Stil, Verse, musikalisch - 3 Einheiten: ein Ort, eine Zeit und ein Handlungsstrang > Mitleid; Zuschauer soll Kathasis erfahren (innere Reinigung) Reisen, Hochzeiten, Taufen usw. als „Höchstes Dasein"; entspricht Poesie Sonntag Unterbrechung des Alltags, Poesie des Philister und ist der Höhepunkt der Woche Philisterkritik Brentano Philister fühlt sich schuldig für die Unterbrechung Religion: gibt Rituale, Himmel vorgestellt als Alltag, gibt moralische Orientierung/ Wertordnung, strukturiert, wirkt als Opiat: betäubt Lebens- und Arbeitsbereiche rationell organisiert Alltagsleben als einziger Zweck Legt Wert auf Nützlichkeit, Effizienz in der Gesellschaft Unaufregendes, risikofreies Leben, abenteuerunlustig Nicht auffallen Norm der oberen Mittelschicht Möchten alles unter Kontrolle haben Gegen alles was nicht gesund ist, was Spaß macht Altmodisch, verklemmt, pingelig Leben strikt geregelt, alles durchgeplant Halten sich immer an Regeln, auch an kleine; alle anderen sollen sich ebenfalls an die Regeln halten -> lehnt Fantasie und Geheimnisvolles ab -> „Romantiker" lehnen Philistertum ab