Die Epoche der Aufklärung und ihre literarischen Merkmale
Die Literatur um 1800 war maßgeblich von der Aufklärung geprägt, die sich zwischen 1720 und 1800 entfaltete. Diese Epoche zeichnete sich durch ihre charakteristische Hinwendung zur Vernunft und dem kritischen Denken aus. Im Zentrum stand die Emanzipation des Menschen von überkommenen Autoritäten und Denkweisen.
Definition: Die Aufklärung war eine geistige Bewegung, die den Menschen durch Vernunft und Bildung zur Mündigkeit führen wollte. Der Wahlspruch "Sapere aude!" (Wage es, weise zu sein!) wurde zum Leitmotiv der Epoche.
Die wichtigsten literarischen Formen dieser Zeit waren das bürgerliche Drama, moralische Wochenschriften und Lehrgedichte. Besonders das deutsch-abitur relevante bürgerliche Trauerspiel thematisierte die gesellschaftlichen Konflikte zwischen Bürgertum und Adel. Werke wie Lessings "Emilia Galotti" oder Schillers "Kabale und Liebe" sind bis heute zentrale Deutsch Abitur Beispiele.
Die Aufklärung hatte weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen: Sie bereitete den Weg für die Französische Revolution, verbesserte die Stellung der Frau und führte zur Einführung der Schulpflicht. Diese Entwicklungen spiegeln sich in den Deutsch-Abitur Aufgaben wider, die häufig die Analyse von Texten aus dieser Epoche verlangen.











