Handlung und Figurenanalyse
Die Kurzgeschichte von Peter Stamm beginnt mit der Rückkehr des Ich-Erzählers in seine Heimatstadt für ein Wochenende. Mit seinen Freunden, darunter sein bester Freund Urs und dessen Freundin Stefanie, begibt er sich zum Eisweiher zum abendlichen Schwimmen. Als Stefanies Fahrradreifen einen Platten bekommt, fährt Urs zurück, um Flickzeug zu holen.
In Urs' Abwesenheit gehen der Ich-Erzähler und Stefanie alleine schwimmen. Ihre zwischenmenschliche Kommunikation wandelt sich schnell zu Flirterei, wobei Stefanie die aktive Verführerin spielt. Auf dem Steg eines Bootshauses haben sie Geschlechtsverkehr, werden dabei von Urs erwischt, der daraufhin verzweifelt ins Wasser springt und sich auf spitzen Pfählen tödlich verletzt.
Der Ich-Erzähler wird als junger Mann dargestellt, der erste Schritte in die Unabhängigkeit macht, aber noch nicht vollständig auf eigenen Beinen steht – symbolisiert durch die ungewaschene Wäsche, die er nach Hause bringt. Seine innere Ambivalenz zeigt sich in der Aussage, dass er Stefanie eigentlich nicht mochte, sich aber dennoch verführen lässt.
💡 Achtung: Die symbolische Ebene ist bei dieser Kurzgeschichten-Interpretation besonders wichtig! Stamm nutzt die Umgebung, besonders den Eisweiher selbst, um die Gefühlswelt der Figuren zu spiegeln.




