Seite 2: Veits Panikattacke und Kriegserinnerungen
Die Textstelle beschreibt detailliert Veits Erfahrung während seiner Panikattacke. Er empfindet ein Gefühl, das er weder verhindern noch beeinflussen kann. Seine körperlichen Reaktionen umfassen Nervosität und Zittern, was ihn dazu veranlasst, in die Kälte zu flüchten.
Highlight: Veit stützt sich an einem zugefrorenen Ablaufbrunnen ab, vermutlich um nicht zu stürzen - ein deutliches Zeichen für die Intensität seiner Panikattacke.
Die Leitmotive Unter der Drachenwand werden hier besonders deutlich: Kriegstrauma, Erinnerung und der Versuch, mit der Vergangenheit umzugehen. Veit wird von bekannten Bildern und Ängsten heimgesucht, darunter Erinnerungen an den Brand in Jawkino und verstümmelte Leichen.
Quote: "Bekannt ist nicht das richtige Wort, weil mir alles, was ich im Krieg erfahren hatte, fremd geblieben war" (Z.1457)
Diese Aussage zeigt Veits bewusste Distanzierung von seinen Kriegserlebnissen und seinen Versuch, diese zu verdrängen. Er verwendet wiederholt den Begriff "Dinge" für seine Erinnerungen, um sie nicht als Erlebnisse bezeichnen zu müssen - eine Form der sprachlichen Beschönigung.
Vocabulary: Repetition - die Wiederholung bestimmter Wörter oder Phrasen, hier als stilistisches Mittel zur Verdeutlichung von Veits Verdrängungsmechanismus.




