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Analyse einer Textstelle „Unter der Drachenwand“

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 Analyse einer Textstelle: „Unter der Drachenwand"
Bei der vorliegenden Textstelle handelt es sich um einen
Auszug des Romans ,,Unter der Dr

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Buch der der Abibox; S.50f. Z.1452-1470

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Analyse einer Textstelle: „Unter der Drachenwand" Bei der vorliegenden Textstelle handelt es sich um einen Auszug des Romans ,,Unter der Drachenwand", welcher von dem österreichischen Autor Arno Geiger verfasst und 2018 erstmals veröffentlich wurde. Die Handlung des fiktiven Romans schildert die historische Realität des ersten Weltkrieges aus vier verschiedenen Erzählperspektiven. Die Erzähler berichten rückblickend von ihren Handlungen, Gedanken und Gefühlen während der Kriegszeit. Diese Textstelle wird von dem Soldat Veit Kolbe erzählt, welcher sich zu dem Zeitpunkt auf Genesungsurlaub am Mondsee befindet. In der mir vorliegenden Textstelle befindet sich Veit in seinem Quartier und beginnt zu kochen, bis er einen Anfall, eine Folge seiner im Krieg erlittenen Posttraumatischen Belastungsstörung erleidet. Der Ich-Erzähler berichtet hier im Präteritum aus der Innensicht, da er den Leser an seinen Emotionen teilhaben lässt. Der junge Soldat scheint gerade in sein Quartier zurückgekommen zu sein, um sich Kartoffelpuffer machen zu wollen. Da die Quartiersfrau aber ihr Geschirr zurückforderte, muss Veit Kolbe kurzerhand aus einer Blechbüchse eine Reibe bauen, um die Kartoffeln zu raspeln. Diese Situation ist der Auslöser für seine Panikattacke, das Umfunktionieren der Dose erinnert ihn an die im Krieg gewöhnte spartanische Lebenssituation und die Notwendigkeit Dinge umfunktionieren. Das Erleben des Anfalls beschreibt er als ein Gefühl, welches er nicht verhindern könnte und es nicht beeinflussen kann (vgl.Z.1453 f.). Er wird nervös und beginnt zu zittern, weshalb er sich in die Kälte flüchtet. Dort...

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stützt er sich zugefrorenen Ablaufbrunnen ab, um vermutlich nicht zu stürzen (vgl.Z.1455). Er erkennt ihm bekannte Bilder und Ängste, Erlebnisse, wie der Brand in Jawkino oder verstümmelten Leichen spielen sich erneut in seinem Kopf ab. Veit Kolbe versucht bewusst den Krieg zu verdrängen, als er von den ihn bekannten Bilder spricht, die er gleichzeitig als „bekannt ist nicht das richtige Wort, weil mir alles, was ich im Krieg erfahren hatte, fremd geblieben war" (Z.1457), betitelt. Diese bewusste Distanzierung zu dem Krieg und seinen Erlebnissen zeigt, dass er den Krieg bewusst verdrängen möchte. Zudem verwendet er eine Repetition für seine Erinnerungen an den Krieg, um diese nicht als Erlebnisse zu betiteln benutzt er den Ausdruck ,,Dinge", wodurch er versucht diese ebenfalls zu beschönigen (vgl. Z. 1463 ff.). Nach diesem Anfall fühlt Kolbe sich schreckhaft und sein Onkel vergleicht ihn mit einem alten Mann, wenn er durch die Straßen am Mondsee schleicht (vgl. Z.1467). Anhand dieses Vergleichs wird klar deutlich, dass er an einer Posttraumatischen Belastungsstörung durch den Krieg leidet. Ebenfalls hinterlassen die Attacken bei ihm einen bitteren Geschmack im Mund und die Attacken kommen wellenförmig. Anhand dieser Textstelle wird klar deutlich, dass der zweite Weltkrieg enorme emotionale Auswirkungen auf die Menschen hatte. Trotz dessen, dass Veit Kolbe am Mondsee zur Ruhe kommt leidet er weiterhin an Panikattacken, welche als eine Folge seiner posttraumatischen Belastungsstörung auftreten.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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