Mundarten und regionale Umgangssprachen
Die Mundart, auch als Dialekt bekannt, stellt die älteste Form der Sprache dar und weist einige charakteristische Merkmale auf:
Definition: Mundart ist eine regional begrenzte Sprachvarietät mit eigenen Ausspracheregeln und Wortschatz.
- Aussprachen variieren stark zwischen verschiedenen Dialekten.
- Sie hat eine begrenzte Reichweite und wird hauptsächlich gesprochen.
- Orthografie und Grammatik sind nicht normiert, was sie leichter veränderlich macht.
- Die Aussprache enthält viele Assimilationen und Abschwächungen.
- Mundarten sind reich an expressiven und anschaulichen Ausdrücken.
- Sie verfügen über einen differenzierten und handlungsbezogenen Wortschatz.
Highlight: Obwohl die Anzahl der Mundart-Sprechenden zurückgegangen ist, erlebt die Mundart derzeit eine "Renaissance".
Die regionale Umgangssprache nimmt eine Zwischenposition zwischen Mundart und Standardsprache ein:
Definition: Regiolekt oder regionale Umgangssprache ist eine Sprachvarietät, die zwischen Mundart und Standardsprache steht und regionale Merkmale aufweist.
- Sie entstand in frühneuhochdeutscher Zeit und entwickelte sich in der sozialen Oberschicht der Städte.
- Sie ist unterschiedlich in verschiedenen Teilen Deutschlands ausgeprägt.
- Hauptsächlich wird sie gesprochen und ist überregional verständlich.
- Sie weist starke landschaftliche Züge in Bezug auf Intonation und Aussprache auf.
Example: Regiolekt Beispiele zeigen sich in der regionalen Färbung der Aussprache, wie z.B. süddeutsch "sein" und "sitzen" im Gegensatz zu norddeutsch bzw. mitteldeutsch "haben".
In den letzten Jahren ist eine Tendenz zum überlandschaftlichen Ausgleich im Wortgebrauch zu beobachten, beispielsweise durch den Einfluss von Werbung.
Vocabulary: Regiolekt Merkmale umfassen regionale Aussprachebesonderheiten, spezifischen Wortschatz und grammatikalische Eigenheiten, die sich von der Standardsprache unterscheiden.



