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Interpretation des Schlusses von Dürrenmatts 'Der Besuch der alten Dame'

15

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Klaus Schenck

12.8.2025

Deutsch

"Besuch der alten Dame"/ Dürrenmatt: Interpretation des Schlusses

1.019

12. Aug. 2025

11 Seiten

Interpretation des Schlusses von Dürrenmatts 'Der Besuch der alten Dame'

In Dürrenmatts Drama "Der Besuch der alten Dame" sehen wir... Mehr anzeigen

WG TBB / Schenck / Deutsch / 12.1: Sara Treptau/ Seite 1 von11
Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Parallelen zwischen Sophokles und Dürrenmatt

Dürrenmatt stellt in seinem Drama "Der Besuch der alten Dame" einen bewussten Bezug zur antiken Tragödie "Antigone" von Sophokles her. Dieser intertextuelle Verweis ist kein Zufall, sondern verstärkt die dramatische Wirkung des Stücks.

Die Chorstruktur in beiden Werken zeigt einen interessanten Kontrast: Während der Chor bei Sophokles den Machtmissbrauch Kreons kritisch kommentiert und vor falschen Werten warnt, bestätigen die Güllener als Chor sich gegenseitig in ihrem fragwürdigen Handeln. Die fehlende warnende Instanz in Dürrenmatts Drama unterstreicht die moralische Verwahrlosung der Gemeinschaft.

Achtung: Die Chorstruktur ist ein wichtiges groteskes Element in "Der Besuch der alten Dame". Während der antike Chor als moralische Instanz fungierte, verkehrt Dürrenmatt diese Funktion ins Gegenteil - der Chor wird zum Komplizen des Verbrechens.

WG TBB / Schenck / Deutsch / 12.1: Sara Treptau/ Seite 1 von11
Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Das Chorlied - Erster Teil

Der erste Teil des Chorlieds beginnt mit dem bedeutungsschweren Vers "Ungeheuer ist viel". Diese zeitlose Aussage im Präsens deutet bereits an, dass niemand vor dem Ungeheuren sicher ist. Die Verwendung des unbestimmten "viel" lässt bewusst Interpretationsspielraum für die Leser.

In einer eindrucksvollen Aufzählung werden zunächst Naturkatastrophen wie "gewaltige Erdbeben" und "feuerspeiende Berge" genannt, denen Menschen hilflos ausgesetzt sind. Der Kontrast folgt unmittelbar: "Kriege auch, Panzer durch Kornfelder rasselnd" - hier sind es die Menschen selbst, die das Ungeheure verursachen. Das Bild der Panzer, die rücksichtslos durch lebenswichtige Kornfelder rasen, symbolisiert die menschliche Selbstzerstörung.

Die Klimax steigert sich zum "sonnenhaften Pilz der Atombombe" - ein paradoxes Bild, das zunächst positive Assoziationen (Sonne, Wärme) weckt, um sie dann in ihr Gegenteil zu verkehren. Doch die entscheidende Wende erfolgt mit dem Satz: "Doch nichts ist ungeheurer als die Armut." Dieser Ausspruch ist der ausdrucksstärkste Satz der Güllener und enthüllt ihre tiefste Motivation für den Mord an Ill.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Das Chorlied - Fortsetzung erster Teil

Die Armut wird als trostlose, unentrinnbare Kraft beschrieben, die "das Menschengeschlecht umfängt". Die Formulierung betont ihre Unerbittlichkeit - sie macht vor niemandem Halt, egal ob schuldig oder unschuldig. Der Ausdruck "reiht öde Tage an öden Tagen" illustriert die Monotonie und Hoffnungslosigkeit des Lebens in Armut.

Besonders eindringlich ist das Bild der hilflosen Mütter, die zusehen müssen, wie ihre Kinder - "Liebes, Dahinsiechendes" - in der Armut untergehen. Im Gegensatz dazu reagiert "der Mann" mit Empörung und Verrat. Diese geschlechtsspezifische Reaktion zeigt unterschiedliche Bewältigungsstrategien in der Not.

Die bittere Realität wird durch alltägliche Details verdeutlicht: "In schlechten Schuhen geht er dahin / Stinkendes Kraut zwischen den Lippen". Die Ursache wird klar benannt: "Denn die Arbeitsplätze, die brotbringenden einst sind leer." Das "einst" schafft einen Rückbezug zur besseren Vergangenheit Güllens, bevor die Stadt in den Teufelskreis der Armut geriet.

Wichtig für die Interpretation: Die Formulierung "die sausenden Züge meiden den Ort" ist symbolisch für die Isolation Güllens. Die vorbeifahrenden Züge repräsentieren das Leben, das an der Stadt vorüberzieht, während Güllen in Tristesse verharrt.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Das Chorlied - Fortsetzung erster Teil

Die detaillierte Schilderung der Armut erreicht ihren Höhepunkt in der Beschreibung ihrer alltäglichen Manifestationen. Die "öden Tage" reihen sich aneinander in einer monotonen Abfolge, die die Zeitlosigkeit und Ausweglosigkeit der Armut betont. Die undefinierbare Anzahl kommender Tage verstärkt das Gefühl der Endlosigkeit.

Die menschliche Dimension dieser Not wird durch das Bild der hilflosen Mütter veranschaulicht, die ihre Kinder - das "Liebes, Dahinsiechendes" - dem Elend ausgeliefert sehen. Diese emotionale Komponente steht im Kontrast zur Reaktion der Männer, die mit "Empörung" und "Verrat" auf ihre Situation antworten, was typische Geschlechterrollen der Entstehungszeit des Stücks widerspiegelt.

Die sprachlichen Mittel verstärken die Eindringlichkeit: Die "schlechten Schuhe" und das "stinkende Kraut zwischen den Lippen" sind sinnliche, konkrete Bilder der Armut. Der Rückbezug auf die "brotbringenden" Arbeitsplätze, die "einst" existierten, schafft eine historische Dimension und deutet auf den wirtschaftlichen Niedergang Güllens hin.

Die Isolierung der Stadt wird durch das Bild der Züge symbolisiert, die "den Ort meiden" - ein zentrales Motiv für die Abgeschnittenheit Güllens von der prosperierenden Außenwelt.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Das Chorlied - Zweiter Teil

Mit dem Ausruf "Wohl uns" beginnt die entscheidende Wende im Chorlied. Nach der schonungslosen Darstellung der Armut folgt nun das Eigenlob der Güllener, die stolz verkünden, der Armut entkommen zu sein. Der Euphemismus "freundlich Geschick" für den Mord an Ill zeigt ihre Verdrängungsstrategie - die grauenvolle Tat wird beschönigt und rationalisiert.

Der zweite Teil des Chorlieds zelebriert den neu gewonnenen Wohlstand durch konkrete Bilder: "Ziemende Kleidung", "sportliche Wagen" und dampfendes "Abendessen". Der direkte Kontrast zum ersten Teil wird besonders deutlich in der Zeile "Zufrieden und wohlbeschuht schmaucht ein jeglicher besseres Kraut" - eine bewusste Gegenüberstellung zu den früheren "schlechten Schuhen" und dem "stinkenden Kraut".

Die wirtschaftliche Wiederbelebung wird durch die "lernbegierigen" Bürger und den "emsigen Industriellen" versinnbildlicht. Der kulturelle Aufschwung zeigt sich in Kunstwerken: "Rembrandt auf Rubens". Sogar die religiöse Praxis erlebt eine Renaissance - die Kirche "berstet" an Feiertagen "vom Andrang der Christen".

Der für die Güllener bedeutsamste Aspekt ist jedoch die Wiedereingliederung in die Gesellschaft: "Und die Züge, die blitzenden, hehren [...] halten wieder." Das Wort "wieder" unterstreicht die Rückkehr zu vergangenen besseren Zeiten.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
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Das Chorlied - Fortsetzung zweiter Teil

Die Güllener zelebrieren die Abreise ihrer "Wohltäterin" Claire Zachanassian mit ihrem "edlen Gefolge". Die Wortwahl "reich uns beschenkte" und "Wohltäterin" offenbart ihre verzerrte Wahrnehmung – sie sehen nur das materielle Geschenk, während sie den Preis dafür – den Mord an Ill – ausblenden. Diese Wendepunkte in der moralischen Haltung der Güllener zeigen, wie vollständig sie ihre Tat verdrängen.

Die Formulierung "Teures führt sie mit sich, ihr Anvertrautes" hat eine doppelte Bedeutung: Einerseits ist Ills Leiche buchstäblich "teuer" – eine Milliarde wert. Andererseits offenbart sich die Naivität der Güllener, die Claire zunehmend Vertrauen schenkten und glaubten, Reichtum sei gleichbedeutend mit Vertrauenswürdigkeit.

Das chorische "Es bewahre uns aber / Ein Gott" zeigt die fortbestehende Unsicherheit trotz des neuen Wohlstands. Die Güllener beten um den Erhalt ihrer materiellen Güter, des Friedens und der Freiheit. Diese abendländischen Prinzipien werden jedoch nicht aus moralischer Überzeugung hochgehalten, sondern aus Angst vor dem Verlust des Wohlstands.

Beachte: Der Kontrast zwischen dem Begriff "Wohltäterin" und Claires tatsächlicher Rolle als Rächerin ist ein Beispiel für die grotesken Elemente im Stück. Diese Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität ist typisch für Dürrenmatts Dramaturgie.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
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Das Chorlied - Ende zweiter Teil

Der Schlussteil des Chorlieds offenbart die tiefe Angst, die unter der Oberfläche des neuen Wohlstands lauert. Die Bitte "Nacht bleibe fern / Verdunkle nimmermehr unsere Stadt / Die neuerstandene prächtige" zeigt, dass die Güllener trotz ihres materiellen Reichtums von Furcht geplagt werden. Die Nacht wird zur Metapher für Unglück und möglichen Verlust – so "schwarz wie das Unglück" selbst.

Die Sorge, dass "eine einzige Nacht der Dunkelheit" ihr Leben erneut zerstören könnte, verrät die Fragilität ihres Glücks. Ihre Angst ist ein ständiger Begleiter ihrer Freude, was die psychologische Belastung durch ihre moralische Schuld andeutet. Der Wendepunkt zwischen Armut und Wohlstand ist mit dem hohen Preis der Schuld verbunden.

Dennoch halten die Güllener an der Hoffnung fest, dass ihnen "das neu erstandene Leben bewahrt bleibt". Der Glaube an einen schützenden Gott dient als Trost und Rechtfertigung zugleich – die Hoffnung, dass göttliche Gnade ihre Tat vergeben oder zumindest den daraus resultierenden Wohlstand nicht wieder nehmen wird.

Die abschließende Zeile "Damit wir das Glück glücklich genießen können" enthält eine subtile Ironie: Kann man Glück wirklich "glücklich" genießen, wenn es auf einem Mord basiert? Diese Frage bleibt als unbeantwortete moralische Herausforderung für die Leser stehen.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
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Gesamtüberblick und Interpretation

Die Gesamtstruktur des Dramas weist eine geschlossene Handlung auf: Sowohl Anfang als auch Ende finden am Bahnhof mit einem Auftritt von Claire statt. Diese Kreisstruktur symbolisiert die Unvermeidbarkeit des Geschehens. Zu Beginn herrscht Vorfreude auf die Verbannung der Armut, am Ende feierliche Stimmung trotz Ills tragischem Tod – die Freude über den Wohlstand überwiegt alles.

Die Regieanweisungen tragen wesentlich zur Interpretation bei. Die "einst graue Welt" hat sich "in Reichtum verwandelt", doch der äußere Schein trügt. Das "technisch blitzblank[e]" Güllen wirkt oberflächlich von Armut befreit und rein, während darunter moralische Verkommenheit lauert. Besonders bedeutsam ist der Begriff "Apotheose" (Vergöttlichung eines Menschen), der Claire als quasi-göttliche Macht positioniert.

Die zwei Chöre der Güllener bilden eine Parallele zu Sophokles' "Antigone", allerdings mit entscheidendem Unterschied: Während Kreon vom Chor gewarnt wird, erhalten die Güllener keine Warnung vor ihrem moralischen Fehlverhalten. Sie bestätigen sich vielmehr gegenseitig in ihrem Tun.

Die Metapher des "havarierten Schiffes", das "weit abgetrieben, die letzten Signale" gibt, verdeutlicht Güllens Zustand: Trotz Wohlstand bleibt die Stadt von der Tristesse der Armut geprägt. "Weit abgetrieben" von Moral und christlichen Werten, geben sie "die letzten Signale" - möglicherweise in fälschlichem Glauben an Rettung.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Armut als das Ungeheuerste?

Warum hat Dürrenmatt ausgerechnet die Armut als das Ungeheuerste dargestellt? Diese Frage führt zum Kern seiner Gesellschaftskritik. Obwohl Armut zweifelsohne tragisch, trist und monoton sein kann, dient sie im Drama als Spiegel für eine tiefere Problematik.

Dürrenmatt kritisiert das menschliche Verhalten, materielle Werte über humanistische zu stellen. Er bezieht sich dabei auf die Wirtschaftswunderzeit der fünfziger Jahre, als Deutschland einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. In dieser Epoche verfielen viele Menschen dem Konsumismus und der Überzeugung, mit Geld sei alles machbar – ungeachtet des moralischen Preises.

Die Güllener verkörpern dieses Verhaltensmuster exemplarisch: Sie sind so sehr von der Trostlosigkeit der Armut geprägt, dass sie bereit sind, alles für materiellen Wohlstand zu opfern. Obwohl sie anfangs über Claires Angebot entsetzt sind, führt ihre Verschuldung dazu, dass der Mord an Ill zunehmend akzeptabel erscheint. Der Einfluss des Geldes schaltet ihren moralischen Verstand aus.

Merke: Die wahre Armut in "Der Besuch der alten Dame" ist nicht materieller, sondern geistiger Natur. Trotz ihres neuen Reichtums bleiben die Güllener moralisch verarmt – eine Tatsache, die sie durch die Verdrängung ihrer schrecklichen Tat zu ignorieren versuchen.

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Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

Hat sich der hohe Preis für den Wohlstand gelohnt?

Dürrenmatts Drama wirft eine zentrale Frage auf: Werden die Güllener trotz ihrer Verdrängung des Mordes dauerhaft glücklich im Wohlstand leben können? Oder wird ihre Fassade irgendwann unter dem moralischen Druck zusammenbrechen?

Diese Fragen bleiben bewusst unbeantwortet, da jeder Mensch seine eigene Individualität besitzt und unterschiedlich mit solchen Situationen umgeht. Die Güllener scheinen zunächst über Ills Tod hinwegzukommen, doch die Möglichkeit später einsetzender Reue ist nicht auszuschließen. Ihre scheinbar stabile Fassade könnte jederzeit einstürzen, was zu Selbstvorwürfen und tiefer Reue führen würde.

Zudem ist auch der materielle Wohlstand nicht garantiert. In wenigen Jahren könnte das Geld aufgebraucht sein, und Güllen könnte erneut in Armut versinken. Spätestens dann würde sich der Gewissenskonflikt bei jedem Einzelnen einstellen.

Die gestaltende Interpretation des Dramas legt nahe, dass die Güllener letztlich in einer anderen Form von Armut gefangen bleiben – einer moralischen und geistigen Armut, aus der selbst das meiste Geld sie nicht befreien kann. Die Symbole und Motive des Stücks unterstreichen diese tiefere Bedeutungsebene: Der Wohlstand ist nur oberflächlich, während darunter die moralische Verkommenheit weiter existiert.



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Hans T

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12. Aug. 2025

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Interpretation des Schlusses von Dürrenmatts 'Der Besuch der alten Dame'

In Dürrenmatts Drama "Der Besuch der alten Dame" sehen wir eine beißende Gesellschaftskritik, die den Konflikt zwischen Moral und Materialismus entblößt. Das Chorlied am Ende des Stücks fasst die zentrale Botschaft zusammen: Wie die Bewohner Güllens für Wohlstand ihre Menschlichkeit... Mehr anzeigen

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Parallelen zwischen Sophokles und Dürrenmatt

Dürrenmatt stellt in seinem Drama "Der Besuch der alten Dame" einen bewussten Bezug zur antiken Tragödie "Antigone" von Sophokles her. Dieser intertextuelle Verweis ist kein Zufall, sondern verstärkt die dramatische Wirkung des Stücks.

Die Chorstruktur in beiden Werken zeigt einen interessanten Kontrast: Während der Chor bei Sophokles den Machtmissbrauch Kreons kritisch kommentiert und vor falschen Werten warnt, bestätigen die Güllener als Chor sich gegenseitig in ihrem fragwürdigen Handeln. Die fehlende warnende Instanz in Dürrenmatts Drama unterstreicht die moralische Verwahrlosung der Gemeinschaft.

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Das Chorlied - Erster Teil

Der erste Teil des Chorlieds beginnt mit dem bedeutungsschweren Vers "Ungeheuer ist viel". Diese zeitlose Aussage im Präsens deutet bereits an, dass niemand vor dem Ungeheuren sicher ist. Die Verwendung des unbestimmten "viel" lässt bewusst Interpretationsspielraum für die Leser.

In einer eindrucksvollen Aufzählung werden zunächst Naturkatastrophen wie "gewaltige Erdbeben" und "feuerspeiende Berge" genannt, denen Menschen hilflos ausgesetzt sind. Der Kontrast folgt unmittelbar: "Kriege auch, Panzer durch Kornfelder rasselnd" - hier sind es die Menschen selbst, die das Ungeheure verursachen. Das Bild der Panzer, die rücksichtslos durch lebenswichtige Kornfelder rasen, symbolisiert die menschliche Selbstzerstörung.

Die Klimax steigert sich zum "sonnenhaften Pilz der Atombombe" - ein paradoxes Bild, das zunächst positive Assoziationen (Sonne, Wärme) weckt, um sie dann in ihr Gegenteil zu verkehren. Doch die entscheidende Wende erfolgt mit dem Satz: "Doch nichts ist ungeheurer als die Armut." Dieser Ausspruch ist der ausdrucksstärkste Satz der Güllener und enthüllt ihre tiefste Motivation für den Mord an Ill.

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Das Chorlied - Fortsetzung erster Teil

Die Armut wird als trostlose, unentrinnbare Kraft beschrieben, die "das Menschengeschlecht umfängt". Die Formulierung betont ihre Unerbittlichkeit - sie macht vor niemandem Halt, egal ob schuldig oder unschuldig. Der Ausdruck "reiht öde Tage an öden Tagen" illustriert die Monotonie und Hoffnungslosigkeit des Lebens in Armut.

Besonders eindringlich ist das Bild der hilflosen Mütter, die zusehen müssen, wie ihre Kinder - "Liebes, Dahinsiechendes" - in der Armut untergehen. Im Gegensatz dazu reagiert "der Mann" mit Empörung und Verrat. Diese geschlechtsspezifische Reaktion zeigt unterschiedliche Bewältigungsstrategien in der Not.

Die bittere Realität wird durch alltägliche Details verdeutlicht: "In schlechten Schuhen geht er dahin / Stinkendes Kraut zwischen den Lippen". Die Ursache wird klar benannt: "Denn die Arbeitsplätze, die brotbringenden einst sind leer." Das "einst" schafft einen Rückbezug zur besseren Vergangenheit Güllens, bevor die Stadt in den Teufelskreis der Armut geriet.

Wichtig für die Interpretation: Die Formulierung "die sausenden Züge meiden den Ort" ist symbolisch für die Isolation Güllens. Die vorbeifahrenden Züge repräsentieren das Leben, das an der Stadt vorüberzieht, während Güllen in Tristesse verharrt.

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Die detaillierte Schilderung der Armut erreicht ihren Höhepunkt in der Beschreibung ihrer alltäglichen Manifestationen. Die "öden Tage" reihen sich aneinander in einer monotonen Abfolge, die die Zeitlosigkeit und Ausweglosigkeit der Armut betont. Die undefinierbare Anzahl kommender Tage verstärkt das Gefühl der Endlosigkeit.

Die menschliche Dimension dieser Not wird durch das Bild der hilflosen Mütter veranschaulicht, die ihre Kinder - das "Liebes, Dahinsiechendes" - dem Elend ausgeliefert sehen. Diese emotionale Komponente steht im Kontrast zur Reaktion der Männer, die mit "Empörung" und "Verrat" auf ihre Situation antworten, was typische Geschlechterrollen der Entstehungszeit des Stücks widerspiegelt.

Die sprachlichen Mittel verstärken die Eindringlichkeit: Die "schlechten Schuhe" und das "stinkende Kraut zwischen den Lippen" sind sinnliche, konkrete Bilder der Armut. Der Rückbezug auf die "brotbringenden" Arbeitsplätze, die "einst" existierten, schafft eine historische Dimension und deutet auf den wirtschaftlichen Niedergang Güllens hin.

Die Isolierung der Stadt wird durch das Bild der Züge symbolisiert, die "den Ort meiden" - ein zentrales Motiv für die Abgeschnittenheit Güllens von der prosperierenden Außenwelt.

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Das Chorlied - Zweiter Teil

Mit dem Ausruf "Wohl uns" beginnt die entscheidende Wende im Chorlied. Nach der schonungslosen Darstellung der Armut folgt nun das Eigenlob der Güllener, die stolz verkünden, der Armut entkommen zu sein. Der Euphemismus "freundlich Geschick" für den Mord an Ill zeigt ihre Verdrängungsstrategie - die grauenvolle Tat wird beschönigt und rationalisiert.

Der zweite Teil des Chorlieds zelebriert den neu gewonnenen Wohlstand durch konkrete Bilder: "Ziemende Kleidung", "sportliche Wagen" und dampfendes "Abendessen". Der direkte Kontrast zum ersten Teil wird besonders deutlich in der Zeile "Zufrieden und wohlbeschuht schmaucht ein jeglicher besseres Kraut" - eine bewusste Gegenüberstellung zu den früheren "schlechten Schuhen" und dem "stinkenden Kraut".

Die wirtschaftliche Wiederbelebung wird durch die "lernbegierigen" Bürger und den "emsigen Industriellen" versinnbildlicht. Der kulturelle Aufschwung zeigt sich in Kunstwerken: "Rembrandt auf Rubens". Sogar die religiöse Praxis erlebt eine Renaissance - die Kirche "berstet" an Feiertagen "vom Andrang der Christen".

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Die Güllener zelebrieren die Abreise ihrer "Wohltäterin" Claire Zachanassian mit ihrem "edlen Gefolge". Die Wortwahl "reich uns beschenkte" und "Wohltäterin" offenbart ihre verzerrte Wahrnehmung – sie sehen nur das materielle Geschenk, während sie den Preis dafür – den Mord an Ill – ausblenden. Diese Wendepunkte in der moralischen Haltung der Güllener zeigen, wie vollständig sie ihre Tat verdrängen.

Die Formulierung "Teures führt sie mit sich, ihr Anvertrautes" hat eine doppelte Bedeutung: Einerseits ist Ills Leiche buchstäblich "teuer" – eine Milliarde wert. Andererseits offenbart sich die Naivität der Güllener, die Claire zunehmend Vertrauen schenkten und glaubten, Reichtum sei gleichbedeutend mit Vertrauenswürdigkeit.

Das chorische "Es bewahre uns aber / Ein Gott" zeigt die fortbestehende Unsicherheit trotz des neuen Wohlstands. Die Güllener beten um den Erhalt ihrer materiellen Güter, des Friedens und der Freiheit. Diese abendländischen Prinzipien werden jedoch nicht aus moralischer Überzeugung hochgehalten, sondern aus Angst vor dem Verlust des Wohlstands.

Beachte: Der Kontrast zwischen dem Begriff "Wohltäterin" und Claires tatsächlicher Rolle als Rächerin ist ein Beispiel für die grotesken Elemente im Stück. Diese Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Realität ist typisch für Dürrenmatts Dramaturgie.

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Das Chorlied - Ende zweiter Teil

Der Schlussteil des Chorlieds offenbart die tiefe Angst, die unter der Oberfläche des neuen Wohlstands lauert. Die Bitte "Nacht bleibe fern / Verdunkle nimmermehr unsere Stadt / Die neuerstandene prächtige" zeigt, dass die Güllener trotz ihres materiellen Reichtums von Furcht geplagt werden. Die Nacht wird zur Metapher für Unglück und möglichen Verlust – so "schwarz wie das Unglück" selbst.

Die Sorge, dass "eine einzige Nacht der Dunkelheit" ihr Leben erneut zerstören könnte, verrät die Fragilität ihres Glücks. Ihre Angst ist ein ständiger Begleiter ihrer Freude, was die psychologische Belastung durch ihre moralische Schuld andeutet. Der Wendepunkt zwischen Armut und Wohlstand ist mit dem hohen Preis der Schuld verbunden.

Dennoch halten die Güllener an der Hoffnung fest, dass ihnen "das neu erstandene Leben bewahrt bleibt". Der Glaube an einen schützenden Gott dient als Trost und Rechtfertigung zugleich – die Hoffnung, dass göttliche Gnade ihre Tat vergeben oder zumindest den daraus resultierenden Wohlstand nicht wieder nehmen wird.

Die abschließende Zeile "Damit wir das Glück glücklich genießen können" enthält eine subtile Ironie: Kann man Glück wirklich "glücklich" genießen, wenn es auf einem Mord basiert? Diese Frage bleibt als unbeantwortete moralische Herausforderung für die Leser stehen.

WG TBB / Schenck / Deutsch / 12.1: Sara Treptau/ Seite 1 von11
Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
1. Paralle

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Gesamtüberblick und Interpretation

Die Gesamtstruktur des Dramas weist eine geschlossene Handlung auf: Sowohl Anfang als auch Ende finden am Bahnhof mit einem Auftritt von Claire statt. Diese Kreisstruktur symbolisiert die Unvermeidbarkeit des Geschehens. Zu Beginn herrscht Vorfreude auf die Verbannung der Armut, am Ende feierliche Stimmung trotz Ills tragischem Tod – die Freude über den Wohlstand überwiegt alles.

Die Regieanweisungen tragen wesentlich zur Interpretation bei. Die "einst graue Welt" hat sich "in Reichtum verwandelt", doch der äußere Schein trügt. Das "technisch blitzblank[e]" Güllen wirkt oberflächlich von Armut befreit und rein, während darunter moralische Verkommenheit lauert. Besonders bedeutsam ist der Begriff "Apotheose" (Vergöttlichung eines Menschen), der Claire als quasi-göttliche Macht positioniert.

Die zwei Chöre der Güllener bilden eine Parallele zu Sophokles' "Antigone", allerdings mit entscheidendem Unterschied: Während Kreon vom Chor gewarnt wird, erhalten die Güllener keine Warnung vor ihrem moralischen Fehlverhalten. Sie bestätigen sich vielmehr gegenseitig in ihrem Tun.

Die Metapher des "havarierten Schiffes", das "weit abgetrieben, die letzten Signale" gibt, verdeutlicht Güllens Zustand: Trotz Wohlstand bleibt die Stadt von der Tristesse der Armut geprägt. "Weit abgetrieben" von Moral und christlichen Werten, geben sie "die letzten Signale" - möglicherweise in fälschlichem Glauben an Rettung.

WG TBB / Schenck / Deutsch / 12.1: Sara Treptau/ Seite 1 von11
Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
7. Interpretation des Schlusses
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Armut als das Ungeheuerste?

Warum hat Dürrenmatt ausgerechnet die Armut als das Ungeheuerste dargestellt? Diese Frage führt zum Kern seiner Gesellschaftskritik. Obwohl Armut zweifelsohne tragisch, trist und monoton sein kann, dient sie im Drama als Spiegel für eine tiefere Problematik.

Dürrenmatt kritisiert das menschliche Verhalten, materielle Werte über humanistische zu stellen. Er bezieht sich dabei auf die Wirtschaftswunderzeit der fünfziger Jahre, als Deutschland einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. In dieser Epoche verfielen viele Menschen dem Konsumismus und der Überzeugung, mit Geld sei alles machbar – ungeachtet des moralischen Preises.

Die Güllener verkörpern dieses Verhaltensmuster exemplarisch: Sie sind so sehr von der Trostlosigkeit der Armut geprägt, dass sie bereit sind, alles für materiellen Wohlstand zu opfern. Obwohl sie anfangs über Claires Angebot entsetzt sind, führt ihre Verschuldung dazu, dass der Mord an Ill zunehmend akzeptabel erscheint. Der Einfluss des Geldes schaltet ihren moralischen Verstand aus.

Merke: Die wahre Armut in "Der Besuch der alten Dame" ist nicht materieller, sondern geistiger Natur. Trotz ihres neuen Reichtums bleiben die Güllener moralisch verarmt – eine Tatsache, die sie durch die Verdrängung ihrer schrecklichen Tat zu ignorieren versuchen.

WG TBB / Schenck / Deutsch / 12.1: Sara Treptau/ Seite 1 von11
Dürrenmatt: „Besuch d. alten Dame"
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Hat sich der hohe Preis für den Wohlstand gelohnt?

Dürrenmatts Drama wirft eine zentrale Frage auf: Werden die Güllener trotz ihrer Verdrängung des Mordes dauerhaft glücklich im Wohlstand leben können? Oder wird ihre Fassade irgendwann unter dem moralischen Druck zusammenbrechen?

Diese Fragen bleiben bewusst unbeantwortet, da jeder Mensch seine eigene Individualität besitzt und unterschiedlich mit solchen Situationen umgeht. Die Güllener scheinen zunächst über Ills Tod hinwegzukommen, doch die Möglichkeit später einsetzender Reue ist nicht auszuschließen. Ihre scheinbar stabile Fassade könnte jederzeit einstürzen, was zu Selbstvorwürfen und tiefer Reue führen würde.

Zudem ist auch der materielle Wohlstand nicht garantiert. In wenigen Jahren könnte das Geld aufgebraucht sein, und Güllen könnte erneut in Armut versinken. Spätestens dann würde sich der Gewissenskonflikt bei jedem Einzelnen einstellen.

Die gestaltende Interpretation des Dramas legt nahe, dass die Güllener letztlich in einer anderen Form von Armut gefangen bleiben – einer moralischen und geistigen Armut, aus der selbst das meiste Geld sie nicht befreien kann. Die Symbole und Motive des Stücks unterstreichen diese tiefere Bedeutungsebene: Der Wohlstand ist nur oberflächlich, während darunter die moralische Verkommenheit weiter existiert.

Wir dachten, du würdest nie fragen...

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Stefan S

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Marcus B

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Hans T

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