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Das Buch "Ruhm",welches 2009 von Daniel Kehlmann, geschrieben wurde - wie der Untertitel
bereits sagt - ist ein Rom

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11/12/10

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Blogeintrag zum Buch Ruhm Über das Interview und einzelne Geschichten sowie eigene Meinung

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Blogeintrag Blogeintrag Das Buch "Ruhm",welches 2009 von Daniel Kehlmann, geschrieben wurde - wie der Untertitel bereits sagt - ist ein Roman bestehend aus neun Geschichten. Der Autor thematisiert in diesem Fragestellungen und Probleme, die ihn beschäftigen und seiner Ansicht nach derzeit allgegenwärtig sind. Somit weist er mit seinem Werk auf mögliche Gefahren hin, die mit der ansteigenden Medialisierung einhergehen und möchte Leser für die aktuelle Thematik der mehr und mehr an Einfluss gewinnenden Kommunikationstechnologien sensibilisieren, die zunehmend über unser Leben bestimmen. Ganz bewusst ist sein Roman "Ruhm" wie ein Episodenfilm aus einzelnen Episoden, kurzen Geschichten,aufgebaut, die größtenteils für sich stehen können, zusammen aber auch ein Ganzes ergeben. Kehlmanns Werk ist ein postmoderner Roman, der verschiedene Deutungsmöglichkeiten eröffnet. Die Vermischung von Realität und Fiktion spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Von besonderer Bedeutung ist die Doppelfunktion des Protagonisten Leo Richter, der sowohl als literarische Figur als auch als Autor einiger Geschichten auftritt. Dies zeugt ein Spiel zwischen einer Thematisierung der Produktion von Literatur und ein Spiel mit verschiedenen Erzählperspektiven und - Techniken. Die Verschmelzung von Fiktion und Realität wirft die Frage nach der wahren Identität der Protagonisten bzw. Des Erzählers auf. Dem Leser wird stets vor Augen geführt, dass die Handlung ausgedacht, also eine Fiktion ist. Unklar bis zum Schluss bleibt, wer der Autor der einzelnen Geschichten ist -...

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Daniel Kehlmann als Autor des Romanes oder Leo Richter, der Schriftsteller, der gleichsam als Figur innerhalb der Handlung erscheint. Im Zentrum stehen der Text und der Leser, der nun eine viel größere Bedeutung hat als zuvor. Weiterhin verändern sich die einzelnen Figuren in Kehlmanns Roman, führen ein Parallelleben oder verschwinden gänzlich. Die Ironie, die vielleicht nicht alle Leser als interessant empfinden, dient als Mittel zur Unterhaltung. Der Autor schafft beim Leser eine ironisch-distanzierte Haltung zur Handlung, sodass sich dieser mit keiner bestimmten Figur identifiziert. In den Geschichten spielen die (damals) neuen Medien wie das Mobiltelefon und Internet sowie der Computer und somit die Kommunikation eine ausschlaggebende Rolle. So beeinflussen diese die Figuren der Handlungen in Ihrem Denken und Handeln entscheidend. Ferner spielt das Auftauchen und Verschwinden ebenso wie die Fragestellung nach Ihrem Verbleib der Figuren bei Kehlmanns Roman eine große Rolle und lässt beim Leser viele Fragen offen. Hierzu tragen vor allem die vertauschten und anonymen sowie wieder vergessenen Identitäten Wesentliches bei. Rosalie ist eine erfundene Figur, des Schriftstellers, eine pensionierte Lehrerin, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Sie nimmt Kontakt zu einem Verein in der Schweiz auf, der Sterbehilfe leistet. Dort meldet sich ein Herr Freytag. Er ist ebenfalls eine erfundene Person. In der folgenden Nacht bittet Rosalie ihren Schöpfer, den Schriftsteller, sie weiterhin am Leben zu lassen, doch vergeblich. Also bereitet Rosalie in die Schweiz vor. Nur ihrer Nichte Lara Gaspard erzählt sie davon. Auf dem Weg dorthin sucht Rosalie immer wieder das Gespräch. Sie versucht den Schriftsteller die Geschichte im "Happy End" ausgehen zu lassen. Doch dieser lehnt ab. Im Laufe der Geschichte taucht ein Mann auf, den weder Rosalie noch der Schriftsteller kennen. Zum Schluss der Geschichte lässt der Schriftsteller Rosalie jung langsam an Existenz verlieren. Die sprachliche Gestaltung von" Rosalie geht sterben" ist durch eine umgangssprachliche Beschreibung der Ereignisse eines Ich - bzw. personalen Erzählers ("In der Nacht träumt sie wie sie seit Jahren nicht mehr ",S. 54 ) gekennzeichnet, der sich als Autor der Geschichte zu erkennen gibt("Von all meinen Figuren ist sie die klügste ",S.51 ), selbst zunächst jedoch kein Teil der Handlung zu sein scheint. Auffällig ist, dass er den Leser direkt anspricht: „Wahrscheinlich wissen Sie, dass es den wirklich gibt"(S.52). Der Erzähler beginnt mit einem Seite 1 von 3 Blogeintrag Rückblick auf das Leben der ehemaligen Lehrerin Rosalie("Vor beinahe siebzig Jahren war Rosalie jung und gut in der Schule ", S. 51) und einer kurzen Schilderung der Ausgangssituation ("[...]darum ist sie auch nicht erstaunt gewesen, als ihr der Arzt vorige Woche gesagt hat, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht heilbar ist und dass es nun sehr schnell zu Ende gehen wird", S. 51). Die Protagonistin Rosalie wird unmittelbar in die Handlung eingeführt. Wie der Titel der Geschichte vermuten lässt, ist sie die Hauptfigur dieser. Die Erzählung übernimmt eine Schlüsselfunktion für das Verständnis des gesamten Romans, da in Rosalie geht sterben erstmalig eine fiktionale Erzählebene markiert wird. Die Erzählung über die pensionierte Rosalie entpuppt sich als eine Kurzgeschichte, die der fiktionale Autor Leo Richter geschrieben hat oder genauer: gerade zu schreiben im Begriff ist. Von dieser Erzählung aus lassen sich Rückschlüsse auf die Fiktionalitätsebene der anderen Geschichten ziehen. Ich habe diese Geschichte gewählt, weil ich diese Geschichte durch das Verbinden mit dem „Autor“ besonderes finde, denn so etwas habe ich, obwohl ich viel lese, noch nie gehabt. In dem Buch „ Ruhm“ welches wie schon anfangs gesagt von Daniel Kehlmann veröffentlicht wurde, ist der nächste Bestseller des Autors nach „ Die Vermessung der Welt“. In nur 256 Seiten neun Geschichten unterbringen und daraus einen Roman machen? Kein leichtes Unterfangen. Doch Daniel Kehlmann hat es geschafft. Seinen Roman habe ich durch den Deutsch Unterricht entdeckt und es war nicht wie die anderen Bücher, die man sonst in der Schule liest. Wie aber klappt das Meisterwerk? Tatsächlich über mehrere Ebenen. Einerseits sind alles Geschichten verbunden. Da ist der Autor, der mit einer neuen Geliebten auf Lesereise ist. Sie sehen ein Plakat eines Schauspielers, der sein Schauspielerdasein in einer anderen Geschichte für das Unbekannt sein an den Nagel hängt. Möglich hat dies erst die Tatsache gemacht, dass ein Mobilfunkanbieter seine Nummer neu vergeben hat. Darum konnte sich ein Unbekannter kurz geheimnisvoll fühlen. Doch auch im Mobilfunkunternehmen geht es rund. Der Chef führt ein Doppelleben, sein Angestellter irgendwie auch. Denn da ist der nächste Zusammenhang. Es geht immer um Selbstkonstruktion, Selbst-de- konstruktion. Kehlmanns Figuren verlieren sich selbst, sind mit ureigenen Ängsten konfrontiert und finden doch nirgends das Leben, das sie sich wünschen. Wir sind nie zufrieden. Weder als Filmstar, noch als glücklicher Familienvater oder als Frau, die zufrieden auf ihr Leben blicken kann. Immer gibt es ein Aber. Aber, ich will nicht so sein. Aber, ich will nicht sein. Aber, ich will so etwas nicht. Jeder und alles steht dabei auf dem Prüfstand. Jeder für sich selbst in seinem Leben, aus dem er ausbrechen will und am Ende doch an sich selbst scheitert. Gerade dabei verlieren sich die Figuren und wissen keinen Halt mehr. Wie kann es etwas Neues geben, wenn wir uns des Alten nicht mehr sicher sind? Und alles um uns herum ist genauso angezweifelt. Unsere Gesellschaft, die sich auf Medien stützt. Selbst Bücher werden enttarnt als Imaginationen, die Hoffnung bieten, beinahe schon sakralisiert (bedeutet so viel wie weihen oder mit der Würde des Heiligen ausstatten) werden, aber nicht die Wahrheit liefern können. Doch Film, Telefon, Internet, die modernen Medien unserer Zeit sind Auslöser und gleichzeitig Zufluchtsort. Wenn sie versagen, wo sind wir dann, was sind wir dann? Verschollen, wie die Autorin, die bei der Lesereise vergessen wird und deren leerer Mobiltelefon Akku sie stranden lässt. Kein einzelnes Schicksal hätte diese Kritik so prägnant übermitteln können, wie diese neun Geschichten, die zu einer einzigen werden. Seite 2 von 3 Blogeintrag Immerhin steht auch darin schon die Frage, ob nicht jeder Roman aus mehreren Geschichten besteht. Nur dass sie nicht hintereinander erzählt werden, wie in Ruhm, sondern miteinander. Was noch eine Frage an das Buch auf wirft: Wo liegt der Ruhm? Beim Autor? Bei den Figuren? Oder gar beim Leser? Vielleicht bei allen zusammen. Oder, was wahrscheinlicher ist, auch dieser Titel ist Teil der Kritik. Kritik am vermeintlichen Ruhm der Medialisierung, der modernen Technik und unserer „zivilisierten" Welt. Ob der Titel Ironie ist hat der Autor in dem Interview mit Felicitas von Lovenberg welches „ Im Gespräch: Daniel Kehlmann in wie vielen Welten schreiben Sie, Herr Kehlmann?“ wird genau das angesprochen. Was ich mich selber, genau wie der Autor selber, das auch tut, schon seid ich das Buch gelesen habe, frage ich mich wer dieser seltsame Mann ist, der Rosalie gefahren hat und irgendwann wieder kurz auftaucht und dann verschwindet. Insgesamt finde ich, dass das Buch wirklich ein sehr geringen Preis hat für eine solche Art von Roman. Ich empfehle es aufjedenfall weiter! Seite 3 von 3

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Blogeintrag Blogeintrag Das Buch "Ruhm",welches 2009 von Daniel Kehlmann, geschrieben wurde - wie der Untertitel bereits sagt - ist ein Roman bestehend aus neun Geschichten. Der Autor thematisiert in diesem Fragestellungen und Probleme, die ihn beschäftigen und seiner Ansicht nach derzeit allgegenwärtig sind. Somit weist er mit seinem Werk auf mögliche Gefahren hin, die mit der ansteigenden Medialisierung einhergehen und möchte Leser für die aktuelle Thematik der mehr und mehr an Einfluss gewinnenden Kommunikationstechnologien sensibilisieren, die zunehmend über unser Leben bestimmen. Ganz bewusst ist sein Roman "Ruhm" wie ein Episodenfilm aus einzelnen Episoden, kurzen Geschichten,aufgebaut, die größtenteils für sich stehen können, zusammen aber auch ein Ganzes ergeben. Kehlmanns Werk ist ein postmoderner Roman, der verschiedene Deutungsmöglichkeiten eröffnet. Die Vermischung von Realität und Fiktion spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Von besonderer Bedeutung ist die Doppelfunktion des Protagonisten Leo Richter, der sowohl als literarische Figur als auch als Autor einiger Geschichten auftritt. Dies zeugt ein Spiel zwischen einer Thematisierung der Produktion von Literatur und ein Spiel mit verschiedenen Erzählperspektiven und - Techniken. Die Verschmelzung von Fiktion und Realität wirft die Frage nach der wahren Identität der Protagonisten bzw. Des Erzählers auf. Dem Leser wird stets vor Augen geführt, dass die Handlung ausgedacht, also eine Fiktion ist. Unklar bis zum Schluss bleibt, wer der Autor der einzelnen Geschichten ist -...

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Ferner spielt das Auftauchen und Verschwinden ebenso wie die Fragestellung nach Ihrem Verbleib der Figuren bei Kehlmanns Roman eine große Rolle und lässt beim Leser viele Fragen offen. Hierzu tragen vor allem die vertauschten und anonymen sowie wieder vergessenen Identitäten Wesentliches bei. Rosalie ist eine erfundene Figur, des Schriftstellers, eine pensionierte Lehrerin, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. Sie nimmt Kontakt zu einem Verein in der Schweiz auf, der Sterbehilfe leistet. Dort meldet sich ein Herr Freytag. Er ist ebenfalls eine erfundene Person. In der folgenden Nacht bittet Rosalie ihren Schöpfer, den Schriftsteller, sie weiterhin am Leben zu lassen, doch vergeblich. Also bereitet Rosalie in die Schweiz vor. Nur ihrer Nichte Lara Gaspard erzählt sie davon. Auf dem Weg dorthin sucht Rosalie immer wieder das Gespräch. Sie versucht den Schriftsteller die Geschichte im "Happy End" ausgehen zu lassen. Doch dieser lehnt ab. Im Laufe der Geschichte taucht ein Mann auf, den weder Rosalie noch der Schriftsteller kennen. Zum Schluss der Geschichte lässt der Schriftsteller Rosalie jung langsam an Existenz verlieren. Die sprachliche Gestaltung von" Rosalie geht sterben" ist durch eine umgangssprachliche Beschreibung der Ereignisse eines Ich - bzw. personalen Erzählers ("In der Nacht träumt sie wie sie seit Jahren nicht mehr ",S. 54 ) gekennzeichnet, der sich als Autor der Geschichte zu erkennen gibt("Von all meinen Figuren ist sie die klügste ",S.51 ), selbst zunächst jedoch kein Teil der Handlung zu sein scheint. Auffällig ist, dass er den Leser direkt anspricht: „Wahrscheinlich wissen Sie, dass es den wirklich gibt"(S.52). Der Erzähler beginnt mit einem Seite 1 von 3 Blogeintrag Rückblick auf das Leben der ehemaligen Lehrerin Rosalie("Vor beinahe siebzig Jahren war Rosalie jung und gut in der Schule ", S. 51) und einer kurzen Schilderung der Ausgangssituation ("[...]darum ist sie auch nicht erstaunt gewesen, als ihr der Arzt vorige Woche gesagt hat, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht heilbar ist und dass es nun sehr schnell zu Ende gehen wird", S. 51). Die Protagonistin Rosalie wird unmittelbar in die Handlung eingeführt. Wie der Titel der Geschichte vermuten lässt, ist sie die Hauptfigur dieser. Die Erzählung übernimmt eine Schlüsselfunktion für das Verständnis des gesamten Romans, da in Rosalie geht sterben erstmalig eine fiktionale Erzählebene markiert wird. Die Erzählung über die pensionierte Rosalie entpuppt sich als eine Kurzgeschichte, die der fiktionale Autor Leo Richter geschrieben hat oder genauer: gerade zu schreiben im Begriff ist. Von dieser Erzählung aus lassen sich Rückschlüsse auf die Fiktionalitätsebene der anderen Geschichten ziehen. Ich habe diese Geschichte gewählt, weil ich diese Geschichte durch das Verbinden mit dem „Autor“ besonderes finde, denn so etwas habe ich, obwohl ich viel lese, noch nie gehabt. In dem Buch „ Ruhm“ welches wie schon anfangs gesagt von Daniel Kehlmann veröffentlicht wurde, ist der nächste Bestseller des Autors nach „ Die Vermessung der Welt“. In nur 256 Seiten neun Geschichten unterbringen und daraus einen Roman machen? Kein leichtes Unterfangen. Doch Daniel Kehlmann hat es geschafft. Seinen Roman habe ich durch den Deutsch Unterricht entdeckt und es war nicht wie die anderen Bücher, die man sonst in der Schule liest. Wie aber klappt das Meisterwerk? Tatsächlich über mehrere Ebenen. Einerseits sind alles Geschichten verbunden. Da ist der Autor, der mit einer neuen Geliebten auf Lesereise ist. Sie sehen ein Plakat eines Schauspielers, der sein Schauspielerdasein in einer anderen Geschichte für das Unbekannt sein an den Nagel hängt. Möglich hat dies erst die Tatsache gemacht, dass ein Mobilfunkanbieter seine Nummer neu vergeben hat. Darum konnte sich ein Unbekannter kurz geheimnisvoll fühlen. Doch auch im Mobilfunkunternehmen geht es rund. Der Chef führt ein Doppelleben, sein Angestellter irgendwie auch. Denn da ist der nächste Zusammenhang. Es geht immer um Selbstkonstruktion, Selbst-de- konstruktion. Kehlmanns Figuren verlieren sich selbst, sind mit ureigenen Ängsten konfrontiert und finden doch nirgends das Leben, das sie sich wünschen. Wir sind nie zufrieden. Weder als Filmstar, noch als glücklicher Familienvater oder als Frau, die zufrieden auf ihr Leben blicken kann. Immer gibt es ein Aber. Aber, ich will nicht so sein. Aber, ich will nicht sein. Aber, ich will so etwas nicht. Jeder und alles steht dabei auf dem Prüfstand. Jeder für sich selbst in seinem Leben, aus dem er ausbrechen will und am Ende doch an sich selbst scheitert. Gerade dabei verlieren sich die Figuren und wissen keinen Halt mehr. Wie kann es etwas Neues geben, wenn wir uns des Alten nicht mehr sicher sind? Und alles um uns herum ist genauso angezweifelt. Unsere Gesellschaft, die sich auf Medien stützt. Selbst Bücher werden enttarnt als Imaginationen, die Hoffnung bieten, beinahe schon sakralisiert (bedeutet so viel wie weihen oder mit der Würde des Heiligen ausstatten) werden, aber nicht die Wahrheit liefern können. Doch Film, Telefon, Internet, die modernen Medien unserer Zeit sind Auslöser und gleichzeitig Zufluchtsort. Wenn sie versagen, wo sind wir dann, was sind wir dann? Verschollen, wie die Autorin, die bei der Lesereise vergessen wird und deren leerer Mobiltelefon Akku sie stranden lässt. Kein einzelnes Schicksal hätte diese Kritik so prägnant übermitteln können, wie diese neun Geschichten, die zu einer einzigen werden. Seite 2 von 3 Blogeintrag Immerhin steht auch darin schon die Frage, ob nicht jeder Roman aus mehreren Geschichten besteht. Nur dass sie nicht hintereinander erzählt werden, wie in Ruhm, sondern miteinander. Was noch eine Frage an das Buch auf wirft: Wo liegt der Ruhm? Beim Autor? Bei den Figuren? Oder gar beim Leser? Vielleicht bei allen zusammen. Oder, was wahrscheinlicher ist, auch dieser Titel ist Teil der Kritik. Kritik am vermeintlichen Ruhm der Medialisierung, der modernen Technik und unserer „zivilisierten" Welt. Ob der Titel Ironie ist hat der Autor in dem Interview mit Felicitas von Lovenberg welches „ Im Gespräch: Daniel Kehlmann in wie vielen Welten schreiben Sie, Herr Kehlmann?“ wird genau das angesprochen. Was ich mich selber, genau wie der Autor selber, das auch tut, schon seid ich das Buch gelesen habe, frage ich mich wer dieser seltsame Mann ist, der Rosalie gefahren hat und irgendwann wieder kurz auftaucht und dann verschwindet. Insgesamt finde ich, dass das Buch wirklich ein sehr geringen Preis hat für eine solche Art von Roman. Ich empfehle es aufjedenfall weiter! Seite 3 von 3