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„Brief zur Beförderung der Humanität“-Analyse

1.5.2021

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Analyse ,,Brief zur Beförderung der Humanität"
In dem Ausschnitt aus dem 32. Brief zur Beförderung der Humanität von Johann
Gottfried Herder
Analyse ,,Brief zur Beförderung der Humanität"
In dem Ausschnitt aus dem 32. Brief zur Beförderung der Humanität von Johann
Gottfried Herder

Analyse ,,Brief zur Beförderung der Humanität" In dem Ausschnitt aus dem 32. Brief zur Beförderung der Humanität von Johann Gottfried Herder, geschrieben von 1793-1797, geht es um die Humanität im Sinne des Autors, die Definition, die Gefahren und die Selbstverwirklichung. Der Text beschäftigt sich mit dem Begriff Humanität. Der Autor erläutert diesen Begriff ausführlich und stellt dar, wie man mit der Humanität umgehen sollte. Herder möchte dem Leser deutlich machen, was human sein aus seiner Sicht bedeutet und appelliert an den Leser, wie man diese Eigenschaft nach außen leben sollte. Der Text lässt sich in sechs Sinnabschnitte unterteilen. Im ersten Sinnabschnitt (Z. 1-10) wird das Wort der Humanität definiert. Der Autor nennt drei drei feste Grundbausteine. Zum einen die Empathie, das bedeutet, dass sich der Mensch in andere Personen hineinversetzen und Verständnis sowie Mitleid zeigen kann. Im Zuge dessen steht die Sympathie im Vordergrund. Diese steht im direkten Bezug zur Empathie (vgl. Z.4ff.). Als letzten großen Punkt nennt Herder die Gleichberechtigung jedes Menschens. Fühlt sich ein Mensch besser als alle anderen, wird er von jenen kein Verständnis mehr erhalten und bleibt allein. Die Mitmenschen fangen an, Hass zu verspüren. Im darauffolgenden Abschnitt (Z. 11-..) geht es um die Gefahren übertriebener Humanität. Erhält ein Mensch zu viel Mitleid, leidet diese noch mehr als sie es ohnehin schon tut. Das liegt...

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daran, dass das Problem nicht gelöst ist, sondern nur beiseitegeschoben wird, denn nicht jedes Problem kann direkt gelöst werden. Dann spricht man von der Verweichlichung oder einer Unterentwicklung, weil die Person nicht erkennt, wie schlimm das Problem ist, sondern von dem Mitleid mitgezogen wird. Der dritte Teil des Textes beschäftigt sich mit der Humanität als angeborene Eigenschaft. Laut Herder ist die Humanität bei jedem Menschen biologisch vorhanden, jedoch anders ausgeprägt. Um diese zu zeigen, muss der Mensch aktiv werden. Diese Aktivität sei laut dem Autor sehr wichtig, wie er im nächsten Sinnabschnitt sagt. Durch das Heraustragen der Humanität an die Öffentlichkeit, kann die Gemeinschaft verbessert werden. Somit sieht er die Humanität als gewisse Verantwortung, da dieser Vorlebeprozess aktiv stattfinden muss. Im nächsten Teil wird anhand einer Metapher die Wichtigkeit der Selbstverwirklichung dargestellt (Z. Wee, ,,jeder also muss den Garten der ...."). Mit dem Beet ist die Grundlage der Humanität gemeint und der Baum oder die Blume ist das eigene Individuum. Bevor man anderen Menschen helfen kann, muss jedoch der eigene ,,Garten" blühen und in Ordnung sein. Durch dieses sprachliche Mittel wird deutlich, dass die Selbstverwirklichung ein langer Prozess ist und es nicht von jetzt auf gleich perfekt sein kann. Außerdem ist die Humanität ein individueller Entwicklungsprozess. Jeder Garten sieht anders aus, manche Blumen wachsen schneller, bei manchen ist mehr Unkraut als bei anderen. Der letzte Abschnitt behandelt die Humanisierung. Da sich Menschen untereinander humanisieren ist Humanität die Aufgabe jeglicher Institutionen. Dabei ist es egal, ob es sich hierbei um die Schule oder um ein Theater oder Literatur handelt. Herder geht in seinem Text strukturiert vor. Er beginnt mit einer Definition des Wortes Humanität, was den Leser langsam an das Thema heranführt. Danach spricht er direkt einen sehr negativen Punkt an, nämlich die Gefahren zu übertriebener Humanität. Diese Reihenfolge hat er taktisch klug gewählt, denn nun folgen nur noch positive Punkte zu dem Thema. So hat der Leser am Ende des Textes ein positives Gefühl dem Thema gegenüber, obwohl es auch Gefahren gibt. Diese treten jedoch in den Hintergrund. Außerdem schreibt der Autor weder in Fachsprache noch in Umgangssprache, was es dem Leser nicht zu schwer macht, Erden Text zu verstehen, es ihn aber trotzdem nicht glauben lässt, dass es sich bei dem Text um eine unseriöse Quelle handeln mag. Die Verwendung von Hypotaxen und Parataxen gibt dem Text ebenfalls ein gutes Gleichgewicht zwischen anspruchsvoll und leicht verständlich. Mit dem Text verfolgt Johann Gottfried Herder die Absicht, dem Leser zum einen die Humanität vorzustellen, zum anderen ihn in gewisser Weise dazu aufzufordern, seine Humanität auszuleben um die Gesellschaft zu verbessern. Obwohl er den Leser nicht direkt anspricht und auch nicht explizit ausdrückt, dass der Text seine Meinung beinhaltet, schafft es der Autor, dem Leser durch seine Struktur und Erklärungen die Humanität nah zu bringen.