Charakterisierung Michael Berg
Michael Berg ist ein nachdenklicher Junge, der zu Beginn des Romans mit 15 Jahren an Gelbsucht erkrankt. In der Beziehung zu Hanna zeigt er sich anfangs naiv und unsicher, entwickelt aber im Laufe der Geschichte mehr Selbstbewusstsein.
Michael ist sehr intelligent – trotz verpassten Schulstoffs schafft er seinen Abschluss und lernt im Studium schnell. Seine emotionale und sensible Seite zeigt sich in seiner tiefen Verbundenheit zu Hanna. Er reflektiert ständig über philosophische Fragen und Schuld, besonders in Bezug auf seine Beziehung zu Hanna.
Mit der Zeit entwickelt Michael viele Stärken: Er wird unabhängiger, plant selbstständig eine Fahrradtour und übernimmt später Verantwortung für Hanna, indem er ihr nach ihrer Haftzeit eine Wohnung und Arbeit besorgt. Seine Schwächen liegen in seiner Unentschlossenheit und seiner Angst vor neuen Bindungen, die aus seiner ersten Beziehungserfahrung mit Hanna resultieren.
Wusstest du? Michael wird im Roman auch „der Vorleser" genannt, weil er Hanna regelmäßig vorliest – ein symbolischer Akt, der später eine tiefere Bedeutung bekommt, als Hannas Analphabetismus enthüllt wird.



