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Roman der Vorleser von Bernhard Schlink

Roman der Vorleser von Bernhard Schlink

 Arbeitsauftrag Deutsch / 12. Woche
Stephanie Mandernach EP2
Roman/ ,,Der Vorleser" von Bernhard Schlink
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Ausarbeitung

Charakterisierung Hanna Schmitz

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Arbeitsauftrag Deutsch / 12. Woche Stephanie Mandernach EP2 Roman/ ,,Der Vorleser" von Bernhard Schlink Aufgabe: 1. Entscheide dich für Michael oder Hanna. 2. Schreibe EINE Charakterisierung zu der von dir gewählten Figur. Charakterisierung von Hanna Schmitz Der Roman ,,Der Vorleser" aus dem Jahr 1995, geschrieben von Bernhard Schlink, thematisiert einerseits die Liebesbeziehung zwischen der erwachsenen Frau Hanna Schmitz und dem jungen Schüler Michael Berg und andererseits die Themen Schuld und Scham angesichts der Verbrechen an den Juden während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Im folgendem werde ich näher auf die Person Hanna Schmitz eingehen und sie charakterisieren. Hanna Schmitz ist die weibliche Hauptfigur in dem Roman ,,Der Vorleser" von Bernhard Schlink. Da man in dem Buch nur aus der Sicht Michaels Informationen über Hanna erfährt, erschwert dies eine gründliche Charakterisierung. Im ersten Teil schildert er Hannas Gestalt. Hanna Schmitz ist am 21. 10. 1922 in Hermannstadt geboren und ist zu Beginn des Romans 36 Jahre alt (S.40/70). Sie wohnt, als sie mit Michael eine Affäre beginnt, in der Bahnhofsstraße in Berlin. Sie hat eine kleine Wohnung im dritten Stock in einem Mehrfamilienhaus, dessen größter Raum die Küche ist (S. 13). Außerdem hält sie ihre Wohnung stets ordentlich sauber. Hannas Aussehen wird im ersten Teil des Romans beschrieben mit ,,schulterlanges, aschblondes Haar" (S. 14), ,,hohe Stirn, hohe Backenknochen, blassblaue...

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Augen, volle [...] Lippen [...], kräftiges Kinn [...]. Ein großflächiges, herbes, frauliches Gesicht“, (S. 14). Außerdem sind ihre nackten Arme sehr blass. (S.14) Hanna hat einen schönen geformten Körperbau, sprich ihre Brüste waren laut dem Ich-Erzähler groß und ihr Po ebenfalls (S.15). Ihr Körper war also sehr kräftig und vor allem weiblich. Außerdem wirkten ihre Körperhaltung und ihre Bewegungen manchmal schwerfällig (S.17). Hanna hatte eine glatte und weiche Haut und ihr Körper darunter kraftvoll und verlässlich (S.68). Hanna riecht nach einer Mischung aus Parfum, frischem Schweiß und Straßenbahn. Den Geruch bringt sie von der Arbeit mit. (S. 33) Außerdem kann Hanna weder lesen noch schreiben. Ihren Analphabetismus verbirgt sie jedoch vor anderen Menschen, wenngleich es so erscheint, als habe sie ein großes Interesse an Literatur (S. 60). Auch die Bildung des jungen Michael ist ihr wichtig, denn ihre Vergangenheit war ein wenig kompliziert. Hanna ist in Siebenbürgen aufgewachsen und dann mit siebzehn nach Berlin gezogen, wo sie bei der Firma Siemens gearbeitet hat. Daraufhin ist sie mit einundzwanzig zu den Soldaten gegangen. Sprich sie hatte sich nach dem Krieg mit allmöglichen Jobs durchgeschlagen (S.40). Seid paar Jahren arbeitet sie als Straßenbahnschaffnerin allerdings redet sie diesen Job ausschließlich schlecht (,,Blöd ist Arbeit? Blöd? Was meinst du, was Fahrscheine verkaufen und lochen ist?", S. 36). Das Einzige, was ihr daran doch gefällt, ist die Arbeitsuniform und die Bewegung der Bahn, den Wechsel der Bilder und das Rollen unter den Füßen (S. 40). Ihre Arbeitsuniform bestand aus einer Jacke und einem Rock, somit erkannte man direkt welschen Beruf sie ausübte (S.24). Zur Familie kann man nicht viel sagen da sie angeblich keine hatte. (S.40) Hanna ist ein Mensch, der sehr hilfsbereit ist und sich gerne um Meschen kümmert und ihnen Sicherheit gibt. (S. 6/41) Sie ist bei der Ausführung von gewissen Tätigkeiten sehr konzentriert und langsam, aber auch ausführlich. (S. 14) Außerdem hatte sie eine sehr enge Verbindung zu dem Ich- Erzähler Michael, sie war in dieser Beziehung eher bestimmend (S. 33). Hanna zeigte Michael ihr spielerisches Vergnügen und sagte ihm was er wie und wann machen sollte, sie gab ihm auch oft Tipps (S. 33/34). Hanna nannte Michael immer „Jungchen“ (S. 35) und sie liebte seine Stimme beziehungsweise liebte sie es, wenn er ihr was vorlas. Sie war eine Aufmerksame Zuhörerin, dies merkte man an ihrer Lache, ihr verächtliches Schnauben und ihre empörten oder beifälligen Ausrufe während es zuhören (S. 43). Hanna hatte aber auch eine zweite Seite wo sie ironisch war oder Michael als einen Eindringling behandelt (S. 48). Wobei sie auch in manchen Momenten Erkalten und erstarrt war und die Nähe und die Wärme ihrer Affäre braucht und vor allem das Michael sich immer entschuldigt, sie beteuert und sie beschwört (S. 50). Die Beziehung zwischen den beiden hatte ein bestimmtes Ritual denn erst las er ihr was vor, dann waren sie duschen, sie liebten und lagen beieinander. Dies tat beiden besonders gut (S. 51). Man merkt das sie vor einer Reise besonders aufgeregt und unruhig beziehungsweise überfordert ist (S. 52). In Streit oder in schwierigen Situationen zittert sie vor Wut und ihr Gesicht wird ganz blass und verliert alle Form. Oft wurde sie dann auch gewalttätig gegenüber Michael. Außerdem weint sie manchmal, was sie sonst nie macht und Ihr Gesicht wir auch noch mit „Aufgerissene Augen, aufgerissener Mund, [...] rote Flecken auf Wange und Hals. Aus ihrem Mund [...] wir uns liebten." beschrieben (S.54/55). Sie mochte besonders beim Vorlesen die eingestreuten Gedichte und die Verkleidungen, Verwechslungen, Verwirrungen und Nachstellungen, in die sich der Held in Italien verstrickt (S.56). Hanna zeigte ihrer Affäre eine sanfte Seite von sich, sie war sehr fürsorglich gegenüber ihm (S. 56/57). Wie sie zu ihrer Affäre allerdings gefühlsmäßig stand wird im ersten Teil nicht klar (S. 67). Hanna nannte Michael nach einer Zeit nicht mehr „Jungchen“, sondern mit verschiedenen Attributen und Diminutiven, Frosch oder Kröte, Welpe, Kiesel und Rose (S. 68). Sie machte mit Michael ihren ersten Theaterbesuch und sie genoss alles von der Aufführung bis zum Sekt in der Pause (S.69). In dem Roman wird beschrieben das Hanna und Michael nicht viele Gemeinsamkeiten haben, jedoch gab Hanna ihm den Platz in ihrem Leben den sie für ihn bestimmt hatte (S.75). Im Letzen Teil wird erkennbar das sie Michael verlässt beziehungsweise umzieht, ohne etwas zu sagen (S. 79). Meiner Meinung nach ist Hanna Schmitz recht widersprüchlich, wenn man bedenkt, dass sie als moralische Figur gegenüber Michael auftritt, jedoch selbst undurchschaubar ist. Hanna lebt in ständiger Angst, dass ihre Schwäche, der Analphabetismus, entdeckt wird. Sie ist fast panisch und steht unter ständigem psychischem Druck. Die andere Seite der Figur der Hanna Schmitz ist jedoch ordnungsliebend und sehr moralisch. Sie arbeitet und ordnet sich den Regeln und Gesetzen unter. Nur wenn es um ihre Schwäche geht, verliert Hanna den festen Boden unter den Füßen und schwankt zwischen Flucht und Anpassung. Hanna ist sehr rebellisch, was den Umgang mit der Gesellschaft angeht. Sie hat kein Verständnis für die Regeln der Gesellschaft, sie meidet Öffentlichkeit, Kultur und gesellschaftliche Kommunikation. Hanna ist eine Einzelgängerin, die gerne auf Distanz zu anderen Menschen lebt und nur durch Michael eine gewisse soziale Annäherung erfährt. Sie lässt ihn vorlesen, badet ihn und schläft mit ihm. Der Charakter der Hanna Schmitz erfährt durch Michael eine Art Wandel, wenn man bedenkt, dass sie jegliche Kommunikation und jeglichen Kontakt vermeidet, einen Fremden jedoch aufnimmt und ihn badet und sexuellen Kontakt mit ihm pflegt.

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Augen, volle [...] Lippen [...], kräftiges Kinn [...]. Ein großflächiges, herbes, frauliches Gesicht“, (S. 14). Außerdem sind ihre nackten Arme sehr blass. (S.14) Hanna hat einen schönen geformten Körperbau, sprich ihre Brüste waren laut dem Ich-Erzähler groß und ihr Po ebenfalls (S.15). Ihr Körper war also sehr kräftig und vor allem weiblich. Außerdem wirkten ihre Körperhaltung und ihre Bewegungen manchmal schwerfällig (S.17). Hanna hatte eine glatte und weiche Haut und ihr Körper darunter kraftvoll und verlässlich (S.68). Hanna riecht nach einer Mischung aus Parfum, frischem Schweiß und Straßenbahn. Den Geruch bringt sie von der Arbeit mit. (S. 33) Außerdem kann Hanna weder lesen noch schreiben. Ihren Analphabetismus verbirgt sie jedoch vor anderen Menschen, wenngleich es so erscheint, als habe sie ein großes Interesse an Literatur (S. 60). Auch die Bildung des jungen Michael ist ihr wichtig, denn ihre Vergangenheit war ein wenig kompliziert. 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(S. 6/41) Sie ist bei der Ausführung von gewissen Tätigkeiten sehr konzentriert und langsam, aber auch ausführlich. (S. 14) Außerdem hatte sie eine sehr enge Verbindung zu dem Ich- Erzähler Michael, sie war in dieser Beziehung eher bestimmend (S. 33). Hanna zeigte Michael ihr spielerisches Vergnügen und sagte ihm was er wie und wann machen sollte, sie gab ihm auch oft Tipps (S. 33/34). Hanna nannte Michael immer „Jungchen“ (S. 35) und sie liebte seine Stimme beziehungsweise liebte sie es, wenn er ihr was vorlas. Sie war eine Aufmerksame Zuhörerin, dies merkte man an ihrer Lache, ihr verächtliches Schnauben und ihre empörten oder beifälligen Ausrufe während es zuhören (S. 43). Hanna hatte aber auch eine zweite Seite wo sie ironisch war oder Michael als einen Eindringling behandelt (S. 48). Wobei sie auch in manchen Momenten Erkalten und erstarrt war und die Nähe und die Wärme ihrer Affäre braucht und vor allem das Michael sich immer entschuldigt, sie beteuert und sie beschwört (S. 50). 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Wie sie zu ihrer Affäre allerdings gefühlsmäßig stand wird im ersten Teil nicht klar (S. 67). Hanna nannte Michael nach einer Zeit nicht mehr „Jungchen“, sondern mit verschiedenen Attributen und Diminutiven, Frosch oder Kröte, Welpe, Kiesel und Rose (S. 68). Sie machte mit Michael ihren ersten Theaterbesuch und sie genoss alles von der Aufführung bis zum Sekt in der Pause (S.69). In dem Roman wird beschrieben das Hanna und Michael nicht viele Gemeinsamkeiten haben, jedoch gab Hanna ihm den Platz in ihrem Leben den sie für ihn bestimmt hatte (S.75). Im Letzen Teil wird erkennbar das sie Michael verlässt beziehungsweise umzieht, ohne etwas zu sagen (S. 79). Meiner Meinung nach ist Hanna Schmitz recht widersprüchlich, wenn man bedenkt, dass sie als moralische Figur gegenüber Michael auftritt, jedoch selbst undurchschaubar ist. Hanna lebt in ständiger Angst, dass ihre Schwäche, der Analphabetismus, entdeckt wird. Sie ist fast panisch und steht unter ständigem psychischem Druck. Die andere Seite der Figur der Hanna Schmitz ist jedoch ordnungsliebend und sehr moralisch. Sie arbeitet und ordnet sich den Regeln und Gesetzen unter. Nur wenn es um ihre Schwäche geht, verliert Hanna den festen Boden unter den Füßen und schwankt zwischen Flucht und Anpassung. Hanna ist sehr rebellisch, was den Umgang mit der Gesellschaft angeht. Sie hat kein Verständnis für die Regeln der Gesellschaft, sie meidet Öffentlichkeit, Kultur und gesellschaftliche Kommunikation. Hanna ist eine Einzelgängerin, die gerne auf Distanz zu anderen Menschen lebt und nur durch Michael eine gewisse soziale Annäherung erfährt. Sie lässt ihn vorlesen, badet ihn und schläft mit ihm. Der Charakter der Hanna Schmitz erfährt durch Michael eine Art Wandel, wenn man bedenkt, dass sie jegliche Kommunikation und jeglichen Kontakt vermeidet, einen Fremden jedoch aufnimmt und ihn badet und sexuellen Kontakt mit ihm pflegt.