Die Dystopische Welt von Juli Zehs "Corpus Delicti"
Der Roman "Corpus Delicti" von Juli Zeh spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Gesundheit und Körperlichkeit zum höchsten Staatsprinzip erhoben wurden. Das 2009 erschienene Werk gehört zur Postmoderne und thematisiert die zunehmende Überwachung und Kontrolle des Menschen.
Definition: Der Begriff Corpus Delicti bezeichnet den Gegenstand, der als Beweismittel in einem Gerichtsverfahren dient. Im Roman wird der menschliche Körper selbst zum Beweisstück.
Die Protagonistin Mia Holl entwickelt sich im Laufe der Handlung zur Systemkritikerin. Ihr Körper wird dabei zum Ausdruck ihres inneren Widerstands gegen den totalitären "Methodenstaat". Die DNA-Analyse spielt eine zentrale Rolle bei der Aufklärung eines mutmaßlichen Mordes.
Der zeitgeschichtliche Kontext des Romans ist geprägt vom wachsenden Einfluss des Internets und der damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen. Die Individualisierung der Gesellschaft und das Verschwinden gemeinsamer Werte sind wichtige Themen der Corpus Delicti Interpretation.




































