Spracherwerbstheorien und der Sprachinstinkt nach Steven Pinker
Der renommierte Wissenschaftler Steven Pinker präsentiert in seinem Werk "Der Sprachinstinkt" eine fundamentale Kritik an behavioristischen Spracherwerbstheorien und entwickelt seine eigene nativistische Position. Seine Argumentation basiert auf der These, dass Sprache ein biologisch verankerter Instinkt ist.
Definition: Der Nativismus Spracherwerb geht davon aus, dass Menschen über eine angeborene Sprachfähigkeit verfügen, die sich von tierischer Kommunikation grundlegend unterscheidet.
In seiner Analyse der Spracherwerbstheorien kritisiert Pinker besonders die behavioristische Annahme, dass Tiere wie Schimpansen eine dem Menschen vergleichbare Sprachfähigkeit entwickeln könnten. Er belegt dies anhand detaillierter Untersuchungen der Gebärdensprach-Experimente mit Affen, die seiner Ansicht nach fundamentale Defizite in Grammatik, Syntax und echtem Sprachverständnis aufweisen.
Highlight: Die wichtigsten Spracherwerbsmodelle nach Pinker:
- Sprache als biologische Ausstattung des Gehirns
- Spontane Entwicklung ohne formale Unterweisung
- Unbewusste Beherrschung komplexer sprachlicher Regeln
Der Kognitivismus im Spracherwerb wird von Pinker mit dem Konzept des "mentalen Organs" verbunden. Er vergleicht die menschliche Sprachfähigkeit mit dem Instinkt einer Spinne beim Netzbau - eine angeborene, hochspezialisierte Fähigkeit, die sich fundamental von erlerntem Verhalten unterscheidet.











