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Das zerbrochene Ringlein

Das zerbrochene Ringlein

 In einem kühlen Grunde a
Da geht ein Mühlenrad, b
Meine Liebste ist verschwunden, a
Die dort gewohnet hat. b
Sie hat mir Treu versprochen,

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11/12/10

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In diesem Know seht ihr eine stichpunktartige Interpretation des Gedichtes "das zerbrochene Ringlein"

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In einem kühlen Grunde a Da geht ein Mühlenrad, b Meine Liebste ist verschwunden, a Die dort gewohnet hat. b Sie hat mir Treu versprochen, c Gab mir ein'n Ring dabei, d Sie hat die Treu gebrochen, c Mein Ringlein sprang entzwei. d Ich möchte als Spielmann reisen e Weit in die Welt hinaus, f Und singen meine Weisen, e Und gehn von Haus zu Haus. Ich möcht als Reiter fliegen g Wohl in die blut'ge Schlacht, h Um stille Feuer liegen g Im Feld bei dunkler Nacht. h Hör ich das Mühlrad gehen: i Ich weiß nicht, was ich will - j Ich möcht am liebsten sterben, i Da wär's auf einmal still! "Das zerbrochene Ringlein" Autor: Joseph Freiherr von Eichendorff Titel: "das zerbrochene Ringlein" -> deutet auf die Zerbrechlichkeit, Einheit und Wertschätzung des Ehebegriffs hin Erscheinungsjahr: 1813 Thema: Scheidung und Untreue, es geht um einen betrogenen Menschen, der tiefen seelischen Betroffenheit und der daraus resultierenden Ambivalenz des lyrischen Ichs Textsorte: Gedicht (man könnte daraus auch ein Volkslied komponieren) erster Eindruck: das Gedicht handelt von tiefer seelischen Betroffenheit und den daraus zwiegespaltenen Gefühlen des lyrischen Ichs und kann so auch auf allgemein betrogene Menschen bezogen werden Stimmung: (hier hat das Wort Mühlrad eine besondere Bedeutung, es steht für ein "innerliches Mühlrad" = wiederkehrende Kreisbewegung und Gleichförmigkeit im monotonen Alltag des lyrisches Ichs [zusammenhang zum Metrum, Reimschema und der Struktur des...

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Gedichts]) -> alle verstärken die negativen Auswirkungen der Trennung auf das Leben und Seelenzustand des lyrischen Ichs lyrischer Sprecher: männlich, deutlich durch die Anapher "Sie" in Vers 5 und 7, womit die Geliebte gemeint ist Sprecherabsicht: der Autor versucht, Emotionen und Gefühle zu vermitteln um die Welt zu "romantisieren" Motive: viele romantische Motive, Liebe, Sehnsucht, Verzweiflung literarische Epoche: Romantik (zeichnet sich durch das Maß- und regellose Sprengen wollen von Grenzen und dem Drang nach Fernweh und Naturverbundenheit aus) Verse: 20 (4 Verse pro Strophe) Strophen: 5 Reimschema: gleichmäßiger Kreuzreim (abab,cdcd....) gedichtinterpretation -> erzeugt eine durchgängige Regelmäßigkeit Rhythmus: fließend, guter Lesefluss ohne Unterbrechungen bis Vers 3 (hier gilt eine Besonderheit, dieser einschub passt nicht gänzlich in das vorherige Satzgefüge, Metrum ist hier ein 3- hebiger Trochäus -> Unterbrechung Lesefluss und Rhythmus) Metrum: 3- hebiger Jambus -> dadurch wirkt das Gedicht auf formaler Ebene insgesamt sehr rund und stimmig Stilmittel: Allegorie: "Mühlenrad" (Vers 2) = diese bildliche Art des Vorgangs deutet auf eine Zweideutigkeit des Verses hin, einerseits steht das Mühlrad in dem kühlen Grund für den lokalen Wohnort der verlorenen Liebe und ist somit real existent. Im anderen Falle steht ein kühler Grund für sowas wie einen Ehebetrug, eventuell mit einem anderen Mann. Anapher: "Sie" (Vers 5 und 7) = Verdeutlichung des männlichen Geschlechts des lyrischen Ichs "Und" (Vers 11 und 12) = Regelmäßigkeit und Monotonie, jedoch ändert sich die Gemütslage des lyrischen Ichs zum positiven. Es fängt an zu träumen und redet von Freiheit = Loslösung der starren Form von Strophe 1 und 2 Fernweh (vgl. V. 10) in Form einer Alliteration = optimistischen, vielversprechenden Neuanfang nach der Trennung "Ich möcht'" (Vers 9 und 13) = Euphorie und Drang und Wunsch nach einer kreativen, künstlerischen Auslebung und dem Rittertum "Ich möcht" " und "Ich weiß" (V. 18 und 19) = verdeutlicht die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, Sehnsucht nach dem unbedingten Willen, grenzen sprengen zu wollen Symbol: "Ring" (erstmalige Erwähnung in Vers 6 und 8) = steht für Ehe, Liebe, emotionale Bindung und Unendlichkeit Paradoxon: "blut'ge Schlacht" (V. 13) = metaphorisch fliegender Ritter, Phantasie und das lyrische Ich beginnt zu schwärmen / möchte viel erreichen und selbst in einem harten Kampf (= Scheidung) leichtfüßig durchs Leben gehen Klimax: "Feld" (V. 16) = gefühlsüberschwänglichkeit gipfelt in der Vorstellung, mit der Natur in der Nacht vereint zu sein Oxymoron: "Stille Feuer" (V. 15)= verbindet in metaphorischer Weise zwei Gegensätze und steht für die irrealen Vorstellungen des lyrischen Ichs Pleonasmus: "Die dunkle Nacht" = Möglichkeit, Umrisse verschwinden zu lassen und sich mit der Natur zu vereinen Metapher: "Mühlrad" (V. 2) = innere Sehnsucht und symbolisiert die gequälte Seele Satzbau: hypotaktisch Zeitform: Konjunktiv II "wärs" (V. 20) = Verdeutlichung der Unmöglichkeit des Vorhabens und gleichzeitig das damit verbundene, obligatorische Verweilen auf der Erde und das seelische Leiden, das immer wiederkehrt, genau wie das Mühlrad, immer im kreis Deutungshypothese: Das Mühlrad symbolisiert das Leiden, die Sehnsucht und vor allem die gequälte Seele des lyrischen Ichs. Der Ring steht hier für Liebe, Unendlichkeit, emotionalisierte Paarbeziehung und Sentimentalität. Der Drang zu Reisen steht für das Fernweh nach fremden Welten und Erfahrungen. Die Tätigkeit des kreativen Künstlerlebens erinnert an Minnesänger aus dem Mittelalter. Die dunkle Nacht symbolisiert die Mystik und das Geheimnissvolle der Natur auf Erden, denn nachts verlaufen die Umrisse und Mensch und Natur beginnen sich zu vereinen, man so also nicht mehr klar zwischen hell und dunkel unterscheiden. In den beiden letzten Strophen werden das Surreale, das Übersinnliche und die unterbewusste Bewusstseinsebene herausgestellt. Das Träumen und Phantasieren erzeugt automatisch schwärmerische, romantische Gefühle, die die Romantik zum Ziel hat. Die Naturverbundenheit ist also ein weiteres, zentrales Motiv, genau wie der Drang nach Erlösung. Das lyrische Ich wünscht sich den Tod, sehnt sich nach Lösung vom irdischen Laster.

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