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"der Sandmann" - Abiturzusammenfassung

16.12.2021

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die bürgerliche Welt Vater erleidet Tod bei einer Explosion Mutter Clara Geschwister Lothar lieb Siegmund fremd Freunde Freunde häufiger Gast machen Experimente zusammen NATHANAEL die märchenhafte Welt glaubt, er sei der Sandmann und für den Tod des Vaters verantwortlich besucht und verkauft später Fernglas Student Coppelius Advokat/ Alchemist Coppola Wetterglashändler Olympia Puppe Tochter Schöpfer Spalanzani Professor der Physik Naturforscher Doppelgänger Figuren - Figurenkonstellation Dritter Brief - Nathanael an Lothar (letzter Brief und somit das Ende des dokumentarischen Teils) • Nathanael zeigt sich in seinem Brief Enttäuscht angesichts der als kühl empfundenen Reaktion von Clara, aber auch die Gespräche der beiden über ihn lassen ihn Wut und Enttäuschung spüren • auch seine Behauptung, Coppola sei mit Coppelius identisch, nimmt er zurück und ist sich nicht mehr sicher, ob dies stimmte -> dennoch keine Beruhigung • wechselt das Thema und berichtet nun über den Physik- Professor Spalanzani und dessen schöne Tochter Olimpia, die er jedoch unheimlich finden, da ihre "Augen etwas Starres" hätten • Nathanael kündigt an, in vierzehn Tagen zurück nach Hause zu kommen Die erste Zwischenrede des Erzählers: es folgt nun eine Ansprache des Erzählers an den Leser, er begründet die Wahl der Briefe und warum er sie an den Anfang gesetzt hat, es folgt nun auch ein Wechsel des Erzählers (Repräsentation eines multiperspektivischen Erzählers in den drei vorangegangenen Briefen) zu Beginn reicht der Erzähler wichtige Informationen über das Aufwachsen von Clara und Nathanael nach, so seien sie schon seit Kindertagen zusammen und waren schon immer wie...

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Geschwister, die heftige Zuneigung zwischen den beiden habe wohl schon von Anfang an existiert und auch auf Claras Charakter wird näher eingegangen: einerseits habe Clara "die lebenskräftige Fantasie des heitern, unbefangenen, kindischen Kindes" sowie "ein tiefes weiblich zartes Gemüt" andererseits "einen gar hellen scharf sichtenden Verstand", sie werde darum von den einen, besonders natürlich von Nathanael, geschätzt und geliebt, allerdings auch "von vielen kalt, gefühllos, prosaisch gescholten" Nathanael und Clara: (eine gefährdete Beziehung: die Liebesgeschichte zwischen Nathanael und Clara) • der Erzähler übernimmt nun endlich die erwartete Rolle und ergreift Initiative, um als allwissender Gewährsmann dem Leser die Geschichte Nathanaels weiterzuerzählen • Nathanael kehrt zu Clara zurück doch es hat eine umfassende Wesensveränderung stattgefunden • seine dunklen Gedanken seien verschwunden, doch er spricht oft von bösen, finsteren Mächten und leugnet die Möglichkeit der menschlichen Selbstbestimmung Clara wird zunehmend von Nathanaels Dichtungen gelangweilt und auch Nathanaels Unmut über Claras negative Reaktion wächst > die beiden Leben sich zunehmend auseinander Unverständnis Claras für Nathanael: Erklärung, der vorgestellte Dämon sei nur in seinem Innern -> fortwährende Versuche Nathanaels, Clara an seinen Vorstellungen teilhaben zu lassen, beginnt so auch, seine Gedichte o ä Vorzulesen ● • Clara bittet Nathanael, diese Gedichte zu verbrennen -> beleidigte Reaktion Nathanaels und weitere Entzweiung der beiden es kommt zu einem offenen Zerwürfnis: Nathanael beschimpft Clara als ein "lebloses, verdammtes Automat" und Lothar als einen "miserablen, gemeinen Alltagsmenschen" • anschließender Streit von Nathanael und Lothar = Verhinderung eines Duells der beiden -> Versöhnung • Nathanael kehrt in seine Universitätsstadt G zurück Sandmann ➤ ➤ ➤ ▶ Figuren - Coppola und Coppelius böser, abscheulich Mann kommt, wenn Kinder zu Bett gehen wenn nicht, wirft ihn eine Handvoll Sand in die Augen Augen springen blutig aus dem Körper heraus Augen wirft er in einen Sack Coppelius experimentierte zusammen mit Nathanaels Vater ist ein abscheulicher, hässlicher Mann ▸ hasst Kinder und ärgert Nathanael und seine Geschwister wird von Nathanael mit dem Sandmann verknüpft ► Trägt sie zu den Halbmond zur Fütterung für seine Kinderchen gibt es nicht wirklich Figur aus Geschichte Coppola ist Händler verkauft Nathanael ein Fernrohr ►hat Ähnlichkeit mit Coppelius hat kleine Augen, ein hässliches Lächeln und eine widerwärtige Stimme Gleiche Personen? Indiz Nummer 1: sehr gleich klingende Namen Indiz Nummer 2: Aussehen, Figur, Gesichtszüge, Stimmen = sehr ähnlich Indiz Nummer 3: (Szene Streit um Olimpia) erst Coppola genannt dann Coppelius Fazit: es bleibt weiterhin fragwürdig - Doppelgängermotiv kann nicht aufgelöst werden frühe Kindheit Psychische Belastung (Erzählungen des Sandmanns Seite 7) ▸ späte Kindheit schwere körperliche Erkrankungen (Seite 12) Erfahrung mit Coppelius (Seite 9) Tod des Vaters mit II Jahren (Seite 14) Überfürsorgliche Mutter (Seite 7) ➤ ➤ Nathanael - Lebensgeschichte Jugend / Erwachsenenalter Äußere klare Verfassung innerlich von frühen Erfahrungen geprägt verliebt sich in eine andere Frau (Olimpia) will Clara heiraten ▸ ▶ ➤ Rückkehr des Traumas Sturz vom Rathausturm (Selbstmord) ▶ Fehlhandlungen ▸ Zum Beispiel: falschen Absender (Brief an Clara anstatt Lothar) Fehlhaltung Fehlerhafte Einstellung zu sich und seiner Umwelt Nathanael und Clara Nathanael spricht nicht gerne mit ihr über seine Probleme (Brief an Lothar adressiert, nicht an Clara) Clara nimmt ihn nicht ernst- versucht ihm seine Gedanken über Coppelius und Coppola auszureden, sie seien nur in seinem Geiste) Clara versucht, ihm mit rationalem Denken zu helfen ▸ Nathanael - Verhältnisse und Beziehungen ➤ Nathanael wünscht sich eine Frau, die ihm zuhört, ihn versteht und nicht wiederspricht Clara ist das Gegenteil davon - hört ihm nicht richtig zu, widerspricht ihm, da sie vernünftig denkt Nathanael und Olimpia Nathanael verliebt sich in sie nach mehrfachen beobachten ▸ Trifft sie auf dem Fest - schätzt es sehr, dass sie ihm zuhört und nicht widerspricht Gegenteil von Clara Genau das, was Nathanael möchte Plant, ihr einen Heiratsantrag zu machen Wahnsinn bricht bei ihm aus, nachdem er bemerkt, dass Olimpia eine Puppe ist Trauma, sein Seelenverwandte gefunden zu haben, platzt ▸ ▸ ▶ ➤ ➤ ➤ ➤ ➤ ➤ ➤ 24. Januar 1776: Geburt in Königsberg Eltern getrennt im Alter von 2 Jahren wächst bei Mutter auf ETA Hoffmann - Lebenslauf karikierte hochstellende Gesellschaftsmitglieder und wurde dafür gerichtlich belangt Interesse an Naturwissenschaft, Naturphilosophie und Medizin (psychische Erkrankungen) keine Stetigkeit im Leben aufgelöste Verlobung, Liebschaften, Alkoholexzesse, Erfolg und Anerkennung Not und Armut 1792 bis 1800: Jura - Studium und anschließende Referendariat am Obergericht Königsberg 1792 bis 1806: verschiedene Ortswechsel (auch aufgrund von Straf - Versetzungen) 1807 bis 1814: Aufenthalt in Berlin 1814/15: Veröffentlichung der Fantasiestücke in "Callots Manier" (verstärkte öffentlichen Beachtung) 1814 bis 1821: Anstellung im Berliner Gericht ab 1819 erste Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung ► 25 Juni 1822: Tod Hoffmanns aufgrund der Folgen seiner Rückenmarkserkrankung ► 814 bis 1821: literarisch produktive Lebensphase (Der Sandmann 1816) künstlerisch begabt (Kunst, Musik, Literatur) Der am 24. Januar 1776 in Königsberg geborene Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit und wegen seiner vielseitigen Interessen in Malerei, Musik und Literatur eine treibende Kraft der Romantik Bekannte Werke Der Sandmann ▸ Der goldene Topf Das Fräulein von Scuderi Das Majorat Der studierte Jurist war von der Aufbruchstimmung zu Beginn des 19 Jahrhunderts begeistert und verfasste davon inspiriert seine ersten Stücke, die allerdings nie verlegt wurden Seine künstlerischen (zunächst musikalischen) Neigungen lebte Hoffmann wegen seiner Anstellung bei verschiedenen Gerichten in Posen (Poznan), Plock (Plock) und Warschau nur in der Freizeit aus, wechselte aber 1808 an das Bamberger Theater. Zuvor hatte er im Alter von 29 Jahren seinen Vornamen Wilhelm in Amadeus abgeändert, um den 14 Jahre zuvor verstorben Mozart zu ehren Mit der Arbeit an verschiedenen deutschen Bühnen rückte immer mehr die Literatur in den Mittelpunkt. Erste Erfolge stellten sich 1815 mit der Geschichten-Sammlung »Fantasiestücke in Callots Manier« (»Ritter Gluck«, »Der goldene Topf<<) ein Auch spätere Werke bestanden oft aus einer Sammlung von Erzählungen, so beispielsweise die 1817 veröffentlichten >>Nachtstücke« (»>Der Sandmann<<, »Das steinerne Herz«<) oder auch »Die Serapionsbrüder«< von 1821 (>>Das Fräulein von Scuderi<<, >>Zacharias Werner«<) Sein bekanntestes Werk ist der Roman »Die Elixiere des Teufels<< von 1816. ET. A Hoffmann starb am 25. Juni 1822 in Berlin und hinterließ über 50 Romane und Erzählungen, ein Dutzend Bühnenstücke sowie knapp 20 Instrumental- und Gesangswerke. ➤ ➤ Epoche - Aufklärung Stilideal der Klarheit und Verständlichkeit Orientierung an der menschlichen Vernunft Stärkung des Menschen beziehungsweise seines Selbstbewusstseins Clara versucht Nathanael aufzuklären / zu helfen, um zu verstehen, dass seine Schilderungen bloß Ereignisse psychischer Verarbeitungsprozesse in seinem inneren sein, die keine reale Entsprechung zur Außenwelt hätten Sobald er versteht, kann er selbstbestimmter werden (Seite 17 IZ 6) ▸ Nathanael soll wieder mündig/ vernünftig / rational werden ▸ Schien bis zum Selbstmord zu wirken ▸ Ähnlichkeit zu Kants Definition der Aufklärung: "Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmüdigkeit" ETA Hoffmann - Werk "Der Sandmann" Entstehung und Wirkung ▸ Der Sandmann ist eine Erzählung in der Tradition des Kunstmärchens der Schwarzen Romantik (häufig auch als Schauerroman bezeichnet) von E T. A Hoffmann, die erstmals 1816 veröffentlicht wurde. Sie erschien ohne bestimmte Autorenangabe in Berlin, Realschulbuchhandlung, als erste Erzählung in dem Zyklus Nachtstücke. Entstehung Die erste Fassung des »>Sandmanns<< entstand im Jahr 1815, als Hoffmann in Berlin lebte. Der zu dieser Zeit als Kammergerichtsrat beschäftigte Hoffmann soll das Konzept der Erzählung während einer langweiligen Sitzung im Gericht entwickelt haben Biografie von Hoffmann prägte "Der Sandmann" ► Wirkung Mit dem Nachtstück ,,Der Sandmann" sollen die inneren Erlebnisse, Zustände und Emotionen von Nathanael nicht nur dargestellt, sondern für den Leser erlebbar gemacht werden Das innere Erleben weicht von der Realität ab und ist oftmals nicht logisch aufgebaut. Lachen denkt, dass Clara und Lothar über ihn lachen, wenn er nicht dabei ist höhnisches / teuflisches Lachen Coppelius Spöttisches Lachen der Leute über Nathanael und Olimpia ► Für jeder Person hat lachen eine andere Funktion Coppola, Coppelius und Nathanael drücken damit den Wahnsinn aus Spott und Unverständnis ➤ ▶ ➤ ➤ Wahnsinn ➤ ▶ ▸ Definition: ohne Sinn und Verstand Angst vor dem Sandmann und Coppelius / Coppola traumatisiert durch den Tod des Vaters beim Blick durch das Fernrohr nach Herausfinden, dass Olimpia eine Puppe ist hält Olimpia für einen Mensch Blick vom Turm auf Coppelius Automattenmotiv Beispiel Olimpia: technische Fortschritte im 19 Jahrhundert Olimpia aus den Augen von... Nathanael schöne Olimpia verführerischer Anblick schön geformtes Gesicht voll Liebe und Sehnsucht O du herrliche, himmlische Frau der Gesellschaft todesstarr, stumme Olimpia Wachsgesicht, Holzpuppe starr und seelenlos unheimlich stumpfsinnig Gesellschaft nimmt Olimpia als das war, was sie ist (Puppe) Gesellschaft schließt Olimpia aus, weil sie nicht normal ist bewertende, beurteilende Gesellschaft, in die sich jeder einfügen muss Treppe Übergang zwischen dem Bewussten und Es Puppe Projektions- und Kompensationsobjekt der weiblichen Gesellschaft Nathanael und Olimpia (die Liebe zum Automaten - Menschen) • Nathanael kehrt in seine Universitätsstadt zurück n findet seine Wohnung niedergebrannt vor -> seine Bücher, Manuskripte usw. waren aber vollständig in seine neue Wohnung getragen wurden, die sich gegenüber des Zimmers von Olimpia befindet • zunächst empfindet Nathanael nur Desinteresse an Olimpia, die er häufig nur reglos am Tisch sitzen sieht gerade als er Clara einen Brief schreiben möchte, tritt Coppola in sein Zimmer, der seine Ware verkaufen möchte -> Nathanael ist entsetzt, da ihm durch Coppola Ware "tausend Augen" entgegenzublicken scheinen, die "blutrote Strahlen in seine Brust" schießen Coppola preist seine Fernrohre mit dem nun charakteristischen Spruch "sköne Oke" an -> führt zum Kauf eines kleinen Perspektivs (Fernrohr) • mit diesem neuen Perspektiv beginnt Nathanael nun, Olimpia zu beobachten, ist er "wie festgezaubert" und es erschließt sich ihm jetzt erst ihre ganze Schönheit = Änderung der Wahrnehmung • Nathanael scheint es, "als gingen in Olimpias Augen feuchte Mondesstrahlen auf", als würde in den einstmals so starren und toten Augen "nun erst die Sehkraft entzündet" -> Nathanael verliebt sich so doll in Olimpia, dass ein neuer "herrlicher Liebesstern" aufgeht und Claras Bild "ganz aus seinem Innern entweicht" • Professor Spalanzani veranstaltet einen Ball um seine Tochter Olimpia in der Gesellschaft vorzustellen -> Nathanael ist weiterhin wie besessen von Olimpia und tanzt den ganzen Abend mit ihr • erste Freunde von Nathanael hegen Zweifel gegenüber Olimpia, sie sei zu unecht, Entgegnung Nathanael "Wohl mag euch, ihr kalten, prosaischen Menschen, Olimpia unheimlich sein Nur dem poetischen Gemüt entfaltet sich das gleich organisierte! - Nur mir ging ihr Liebesglück auf und durchstrahlte Sinn und Gedanken, nur in Olimpias Liebe finde ich mein Selbst wieder." Nathanael denkt, Olimpia sei die einzige die ihn versteht (da sie ihm nicht antwortet/widerspricht) beginnt er einen Heiratsantrag zu planen • kurz vor dem besagten Antrag wird Nathanael Zeuge eines Streites zwischen Coppola und Spalanzani, wobei Coppola dabei als Sieger hervorgeht ● sie haben wohl um Olimpia gekämpft und Nathanael muss so erfahren, dass es sie nur eine Puppe ist →> bei der Auseinandersetzung fallen Olimpias Augen heraus und Coppola flieht so mit dem augenlosen Körper währenddessen Spalanzani Nathanael die herumliegenden Augen zuwirft -> aufgrund dieses Ereignisses bricht bei Nathanael der Wahnsinn aus Nathanael beginnt nun, auf Spalanzani loszugehen Der Erzähler an den Leser (der Olimpia Betrug und sein moralisch - didaktischer Nutzen, die zweite Zwischenrede des Erzählers) • der Erzähler unterbricht die Geschichte an seinem Höhepunkt, um in einem satirisch - ironischen Exkurs zu beschreiben, wie der Olimpia - Skandal in den ästhetischen Teegesellschaften verarbeitet wird • dort sind alle getäuscht wurden und haben die Puppe durchaus für einen lebendigen Menschen gehalten, behaupten aber, sie hätten von beginn an bestimmte Hinweise wahrgenommen (Olimpia habe häufiger geniest als gegähnt) mit boshafter Ironie vermerkt der Erzähler, wie die Gesellschaft an ihren mechanisch - automatenhaften Konventionen festhält, diese aber durch geplante Spontaneität auflockern will, indem neuerdings "unglaublich gegähnt und niemals geniest [wird], um jedem Verdacht zu begegnen" man selbst sei kein richtiger Mensch Rückfall in den Wahnsinn und der Tod Nathanaels (der letzte Auftritt des Coppelius: die Katastrophe) Nathanael erwacht nach längerer Zeit im Kreis seiner Familie und scheint zunehmend zu genesen Titel Autor ▸ E T. A. Hoffmann (Ernst Theodor Amadeus Hoffmann) Jahr ► 1816 Textsorte ▸ Erzählung / Novelle Der Sandmann Originalsprache ➤ Deutsch Literarische Epoche oder Strömung ▸ Romantik Protagonisten Nathanael ➤ Clara ➤ ► ➤ ➤ Allgemeine Fakten - grob im Überblick Lothar Coppelius Coppola Olimpia Professor Spalanzi, Vater Mutter Geschichtlicher Hintergrund ➤ Das 18 Jahrhundert war maschinentechnisch revolutionär ▸ Das Zeitalter der Aufklärung stellt den rationalen Verstand in den Vordergrund ▸ Die menschen streben nach Freiheit und Vollkommnen, wie Nathanel auch Nathanaels Leben steht im Gegensatz zum Idealbild der damaligen Männer Nathanael fühlt sich einer Macht unterstellt ➤ Epoche - historischer Hintergrund und zeitliche Einordnung ▸ über 20 Kriege in Europa geführt bedeutendsten Königshäuser in Europa regierten in Frankreich, Österreich, Spanien, Preußen, England, Russland und Schweden Zeitliche Eiordnung ETA Hoffmanns Erzählung entstand 1816 und gehört zur Epoche der Romantik, die etwa die Zeit von 1795 bis 1840 umfasst. Der Sandmann spiegelt die Angst dieser Zeit vor der Rationalisierung und Mechanisierung des Menschen wider. Hoffmann (1776-1822) war als Jurist auf den preußischen Staat als Arbeitgeber angewiesen und von seinem Umbruch existenziell betroffen Das Dienstverhältnis war durch Maßnahmen wie Zensur, Strafversetzung usw. belastet; dennoch blieb er in seinem Denken und Handeln unabhängig Nach dem Zusammenbruch des Staates 1806 war er viele Jahre arbeitslos Als Jurist und Künstler ist E T. A Hoffmann eine Mehrfachbegabung Er komponiert, dichtet, malt Das Theater ermöglicht ihm, seine Fähigkeiten einzusetzen Zeitweise kann er durch Tätigkeit am Theater, durch Musikunterricht und durch Karikaturen seinen Lebensunterhalt bestreiten >>Der Sandmann<< ist im Jahre 1816 in dem zweibändigen Zyklus »Nachtstücke<< erschienen Inhalt - Chronologie Wird in den Briefen nicht beachtet zeigt, dass die Handlung Nathanael immer noch beschäftigt Spannung wird aufgebaut Mythos / Schauergeschichten / Erzählungen vom Sandmann als Analogie ▸ Gefühle der Figuren hautnah Nathanaels Wahn wird verdeutlich ► Die Erzählung beschreibt in Szenen zusammengerafft das Leben der Hauptfigur Nathanael Sie spielt an zwei Schauplätzen, in Nathanaels irgendwo in einer Provinzstadt gelegenem Elternhaus und in einer nicht näher bezeichneten Universitätsstadt. In zwei Hauptteilen werden die Ereignisse aus Nathanaels Leben dargestellt und durch verschiedene Erzähler und damit verbundene Zeit-, Orts- und Perspektivenwechsel vielfältig aufeinander bezogen Kinderfrau erzählt das Ammenmärchen des Sandmanns macht den Kindern Angst ➤ Mutter ▸ "Sandmann" als Metapher fürs Zubettgehen Eltern ▸ Nathanael - Entstehung des Traumas ➤ komisches Verhalten der Eltern, wenn der Sandmann kommt (Vater stumm und starr / Mutter sehr traurig (Seite 6) laute Gespräche in der Nacht (Seite 71Z 24) "Mit Angst und Ersetzen" Steigende Interesse am Wunderbaren (Seite 8 Z. 113) ▸ mit steigendem Alter: Verzweifelt an Richtigkeit des Märchens (Seite 7 1 Z 29) ► möchte ihn sehen und bekommt mehr Mut (Seite 8 IZ 28) Entdeckung von Nathanael beim spionieren (Seite 12 IZ 5) Angst ▸ Wird an Ammenmärchen erinnert (Seite 121Z) ► Folge: wochenlanges Fieber (Seite 12 IZ 33) Schmerz Misshandlung von Nathanael (Seite 12 IZ 32) ➤ Tod des Vaters Schrecklichster Moment in seiner Jugend (Seite 13 IZ 6) Nach Nathanael trägt Coppelius Sdchuld (Seite 14 IZ 15) Das Unheimliche Definition: Jene Art des Schreckhaften, welche auf das altbekannte, längst Vertraute zurück geht Nathanaels Angst vor dem Verlust seiner Augen - Kastrationsangst ▸ Personale Identität bei Nathanael zu stark ausgeprägt - Wirklichkeitsverlust Liebe zu Olipmpia: Kinderwunsch / Kinderglauben, da Kinder das unbelebte und belebte oft nicht unterscheiden können ▸ ➤ Coppelius / Coppola als "Störer der Liebe" zu beiden Frauenfiguren und dem Vater seine frühkindlichen Erfahrungen werden ins Unbewusste verdrängt, aber nicht vergessen ▸ Im Erwachsenenalter kommen diese wieder zum Vorschein ▶ Sigmund Freud - Freud "Die lebensrettende Funktion der Verdrängung in der Kindheit verwandelt sich beim Erwachsenen zu einer Lebens zerstörenden Macht." ➤ Das Bewusste Alle seelischen Inhalte, die unmittelbar zugänglich sind ▸ Wünsche Sigmund Freud- Eisbergmodell Differenzierung der menschlichen Psyche nach dem Grad der menschlichen Zugänglichkeit Einteilung der Psyche in: Bewusste, Vorbewusste, Unbewusste Gedanken Gefühle ▸ Vorbewusste Alle seelischen Inhalte, die aktuell nicht bewusst. Sind, auf die aber zugegriffen werden kann ▸ persönlichkeits Merkmale Erfahrungen (Sandmann vergessen als er bei Clara, Lothar und Mutter ist) Ängste (Sandmann, Augen) Zwischenmenschliche Beziehungen (Liebe an Clara ersetzt durch Olimpia) Unbewusste Alle seelischen Inhalte, die dem Bewusstsein nicht direkt. Zugänglich sind Instinkte Erbanlagen Dramatische Ereignisse (Erzählungen aus der Kindheit) I. HAUPTTEIL Clara Lothar Sitz im bürgerlichen Leben betrachten Nathanael als kranken aufgeklärte Einstellung Coppelius Auffällig - in die bürgerliche Welt integriert Aufklärerische Züge - Sandmann Nathanael Gefährdung, kur stertum, Suizid verschieden oder identisch? 2. HAUPTTEIL Olimpia-Spalanzani Automat - in die bürgerliche Welt integriert Coppola - Existenz am Rande der bürgerlichen Welt ▸ neugierig ▸ veränderte Stimmung und Gefühl im Elternhaus ▸ Angst vor Coppelius, weshalb er sich Coppola vielleicht als ihn vorstellt ▸ Flucht nach dem er den Wandschrank sieht ll herausfinden wer der Sandmann ist, um seine Angst zu überwinden Nathanael-Angstmerkmale Erklärung Eine Sache lässt sich von verschiedenen Seiten betrachten Einblick in unterschiedliche Sichtweisen Beim Sandmann: 3 Briefe als unvermittelte Wiedergabe der Perspektive zweier Figuren ▶ Motive - Multiperspektivität Perspektiven Briefe: ich- Form in den Briefen - wirkt wie realer Brief, daher erzählerlos nach den Briefen: auktorialer Erzähler (Leserlenkung) Leseransprechung: suggeriert, dass Leser kein Teil der Erzählung ist aber der Erzähler ▸ Rest der Erzählung: auktorialer Erzähler gerät in den Hintergrund ▸ personale Perspektive von Nathanael wie präsenter ➤ Intention ▸ Hoffmann entzieht sich klarer Einordnung Spannung wird durch den zunehmenden personalen Erzähler hervorgerufen ➤ Unklarheit über Fiktion und Wirklichkeit ➤ Modernität ▸ Ähnelt " Verfremdungseffekt" von Brecht (20. Jahrhundert) Ansprache des Lesers E.T.A. Hoffmann verwendet in seinem Nachtstück ein multiperspektivisches Erzählen, bei welchem es somit die unterschiedlichen Wahrnehmungen der einzelnen Figuren beziehungsweise des Ich-Erzählers aufweist. Dies sorgt zum einen dafür, dass der Leser selbst nicht mehr zwischen beschriebener Fiktion und Realität unterscheiden kann, und zum anderen, zu einer widersprüchlichen, subjektiven Wahrnehmung des Protagonisten Nathanael Weitere genutzte Ebene, um die Wahrnehmungsproblematik, am Beispiel des Lesers, zu verstehen Die Vieldeutigkeit des Textes verweist auf die Wirklichkeit, die Erzählung erfolgt mit wechselnder Erzählweise und beinhaltet zentrale Motive er weiß genau, dass Kinder ihn besonders abstoßend finden • kann Kinder ebenfalls nicht leiden und macht sich so einen Spaß daraus, sie zu ärgern = bezeichnet sie so auch als kleine Bestien Coppelius/ Coppola Figur erinnert Nathanael stets an die nächtlichen Experimentierszene in der er Menschengesichter zu sehen glaubte • erwischt Nathanael, als er ihn und seinen Vater beim experimentieren beobachtet • darauf hin misshandelt er ihn und droht, ihm Glut in die Augen zu werfen und ihm seine Augen so wegzunehmen • bei den Experimenten nimmt er die dominantere Rolle ein und hat so auch das sagen • die besondere Skrupellosigkeit des Advokaten zeigt sich in besonderer Weise, als Nathanaels Vater ums leben kommt statt sich um ihn zu kümmern und Verantwortung für seine taten zu übernehmen, macht e sich aus dem Staub und taucht unter ● COPPOLA ein Wetterglashändler der ich als italienischer Optiker ausgibt, er ist in Wahrheit aber en Forscher, der mit Professor Spalanzani eine Automatenpuppe gebaut hat, die sie als richtigen Menschen ausgeben wollen um ihre Lebensechtheit zu überprüfen, manipuliert er den Studenten Nathanael mit Hilfe eines Taschenfernrohrs ● dieses Verhalten zeigt, dass ihm seine Mitmenschen völlig egal sind und er sogar über Leichen geht, um seine eigenen Ziele zu erreichen • diese Manipulation verändert die Sichtweise von Nathanael auf die Puppe so stark, dass er sie für eine reale junge Frau hält und sich sogar in sie verliebt • der Höhepunkt des Experiments spiegelt sich darin wieder, dass niemand auf den Schwindel hereinfällt und Nathanael sogar fest entschlossen ist, die Puppe zu heiraten verfügt über eine große Skrupellosigkeit er benutzt die Menschen, wie er sie braucht, ohne darauf zu achten oder einen Gedanken daran zu verschwenden, ob diese danach physische oder psychische Schäden davontragen • ist impulsiv und jederzeit bereit, für seine Ziele über Leichen zu gehen = als er mit Professor Spalanzani darüber streitet, wem die Puppe gehört, entreißt er dem Professor diese einfach und versetzt ihm damit einen heftigen Schlag, der Professor stürzt dabei schwer und zerschlägt viel Glas, was so eine noch größere Gefahr darstellt Coppola ist das aber egal, und er rennt wieder davon um erneut unterzutauchen DER PROFESSOR SPALANZANI: ist ein berühmter Professor aus Italien der seit kurzem Physik an der Universität unterrichtet, die Nathanael besucht •hat heimlich mit Coppola eine Automatenpuppe gebaut, die er als seine Tochter Olimpia ausgibt = er führt sie so auch in die Gesellschaft ein, um zu testen, ob sie als Mensch überzeugen kann Seite 8 Traumatischer Hintergrund Tod von Nathanaels Vater bei Experiment mit... Augen raubender Sandmann! Kinderfrau Identitätszusammenhang? Advokat Coppelius Wetterglashändler Coppola Miterfinder große Angst Nathanaels Mutter Verlobte Clara Entfremdung durch Kennenlernen Olimpias Nathanael Freunde Puppe Olimpia Studiert bei.. Bruder Verliebt sich nach Blick durch Perspektiv - Grund für Zusammenbruch Erfinder Lothar Siegmund Physikprofessor Spalanzani Figuren - Zentralfiguren Einbildung und Realität Motiv der Phantasie / Einbildung Hoffmann lässt in seiner Erzählung Fantasie und Wirklichkeit immer mehr miteinander verschmelzen, sodass der Leser selbst nicht mehr unterscheiden kann, was was ist. Das Motiv begleitet vor allem Nathanael durch die Erzählung Wechsel von Realität und Fantasie ► Coppelius wirft Nathanael auf den Herd Coppelius greift in die Flamme (ohne Schmerzen) und streut Nathanael "glutrote Körner" in die Augen Coppelius schraubt Nathanaels Beine und Arme ab und an Wechsel von Realität und Fantasie - Deutung Nathanael kann nicht mehr zwischen Realität und Fantasie unterscheiden Er hält Phänomene, die nicht real sind, für möglich Er ist offen für das Geheimnisvolle Vorstellung der Romantik Allgemeine Fakten - Gattung / Nachtstück Nachtstück von Hoffmann selbst so betitelt Erzählung gehört zu der Sammlung "Nachtstücke" Begriff auch in anderen Kunstformen vertreten Definition Nachtstück Als Nachtstück bezeichnet man eine Darstellung, die eine nächtliche Szenerie bei natürlicher oder künstlicher Beleuchtung zeigt. Bei religiösen Darstellungen sind auch übernatürliche Lichtquellen möglich Bedeutung in der Romantik ▸ Eine kurze Erzählung, die recht zum Teil mit Spuk-beziehungsweise Geistererscheinungen und zum Teil mit merkwürdigen seelischen Erkrankungen auseinandersetzt. Es zeigt also die "Nachtseite" (dunkle / negative) der Dinge, wobei sich das fantastische mit dem realistischen vermischt. In der Novelle Sandmann: Figur der Nacht, hilft beim einschlafen ▸ Weihnachtsmann AL eine schreckliche gestellt, durch welche eher ein Trauma erleidet ▸ Tatsächliche Nacht wird somit im Erwachsenen Alter symbolisch ▸ Thematische Wortwahl: "düster" (Seite 27 Z II) Doppeldeutigkeit: Besuch Coppolas um 12 Uhr (mittags) und 12 Uhr (nachts) ist auch "Geisterstunde" Nachtstücke / Epoche Phänomene werden teilweise naturwissenschaftlich, psychologisch oder medizinisch erklärt - Erklärung führen oft in die Irre Leser wird verunsichert, da der Erzähler ihm selten Hinweise gibt, wie der das Geschehen verstehen soll Thema: Unfreiheit des Menschen, durch Bedrohung durch das Unbegreifliche und Unheimliche Spannung und Unterhaltsamkeit Inhalt - grob im Überblick "Der Sandmann" stellt die Lebensgeschichte des Studenten Nathanael dar, welcher als Kind die Geschichte des Sandmanns erzählt bekommen hat und darauf hin ein Trauma leidet, sich aber wieder erholt. Jahre später fällt er, durch das Auftreten einer ihm bekannt vorkommen in Person, zurück in sein Trauma und schafft es nicht mehr Realität und Wahnsinns unterscheiden Ebenfalls begegnet er Olimpia, welche er zunächst durch ein gekauftes Fernrohr, das Wetterglashändlers Coppola, beobachtet und für welche er ausschließlich seine Verlobte Clara vergisst. Als sich herausstellt, dass es sich bei Olympia bloß um eine Holzpuppe handelt, packt Nathanael der Wahnsinn, wird dennoch bei seiner Familie zu Hause scheinbar wieder gesund Eines Tages bei einem Stadtbesuch auf dem Ratsturm, schaut er jedoch Clara durch das Fernrohr an und glaubt, dass sie ebenfalls eine Puppe sei, worauf hin Nathanael versucht Clara umzubringen, wo kann er jedoch scheitert. Schließlich springt er selbst vom Turm in den Tod ● ● Epoche der Aufklärung: Stärkung des Selbstbewusstseins, aufklärerischer Blick auf die Außenwelt = kann sie so beherrschen, kritisiert die Romantik Charaktereigenschaften: ● ▸ einerseits: pragmatisch, rational, gefühlskalt ► andererseits: kindisch, weiblich zartes Gemüt, heller scharfsinniger Verstand DER VATER: • hat auch über den Tod hinaus um Nathanael Einfluss Familienmensch: nimmt seine Familie nach dem Abendessen mit in sein Arbeitszimmer = dort rauscht er pfeife, trinkt ein Glas Bier und erzählt voller Eifer Geschichten ausgeprägter Forschungsdran führt zusammen mit dem alten Advokat Coppelius alchemistische Versuche durch verfügt über ein verstecktes Labor in seinem Arbeitszimmer, die Kinder sollen davon nichts mitbekommen und werden daher an den Abenden, an denen Coppelius kommt, früher ins Bett geschickt • besonders schweigsam an den Abenden der Experimente • nach Coppelius vorletzten Besuch, scheint der Vater fest entschlossen, nicht mehr an den Experimenten teilzunehmen stirbt am Abend des letzten Versuches durch eine alchemistische Explosion GEBROCHENE FIGUR ● versucht Nathanael, wieder mündig zu machen Leserbezug: bietet Lesern logische Erklärungen, am Ende jedoch genau wie der Leser hilflos, da Coppelius wirklich und unerwartet auftaucht DIE MUTTER: liebe und fürsorgliche Frau, der ihre Familie besonders wichtig ist sie kümmert sich um alle (besonders Haushalt und Kinder) und wirkt ausgleichend • bekommt Unterstützung vom Hauspersonal und der Amme für die jüngste Tochter • abends genießt sie es, wenn die ganze Familie versammelt ist und der Vater Geschichten erzählt genau wie Nathanael verabscheut sie den Advokat Coppelius und duldet ihn nur, weil ihr Mann möchte das er kommt wenn er anwesend ist, ist ihre Stimmung gedrückt und sie wird • schickt die Kinder immer kurz bevor er kommt ins Bett • sie erzählt ihnen dann, dass der Sandmann kommt und den Kindern Sand in die Augen streut, damit diese schlafen können ganz ernst auch den Experimenten ihres Mannes und Coppelius steht sie negativ gegenüber, da sie zum innen viel Geld verschlingen und nicht ungefährlich sind DER ADVOKAT COPPELIUS: • die Namen Coppelius oder Coppola, Enthalten beide das italienische Wort coppo, was soviel wie "Augenhöhle" bedeutet, so wird auch der Bezug auf Nathanaels Angst vor dem Verlust seiner Augen deutlich, denn die Seite 7 Spannungsfeld zwischen stabilisierenden und destabilisierenden Einflüssen Stabilisierend: Eltern, Sigmund Freud, Lothar und Clara wenn er Zeit mit ihnen verbringt, scheint er frei von seinen Wahnvorstellungen und Ängsten zu sein Nathanael - Einflüsse auf Nathanael ► Destabilisierend Coppelius, Coppola, Olimpia und Spalanzani diese Personen lösen die Wahnvorstellungen aus Coppelius Forschung Vater destabilisierende Wirkung Coppola Angst Forschung sobiekt Entfremdung d. Vaters Sandmann Angst P Mutter zu früher Tod Liebe, Fürsorge Liebe, Bewunderung, Forschung Olimpia perfekte Frau Liebe (Narzissmus) Nathanael Freunde, Brüder "Tochter" Siegmund Vertrauter Ziehbruder. Rationalität Verlobte, Liebe. Forschung Student / Prof Lothar stabilisierende Wirkung Spalanzani Clara Geschwister Bedeutung in der Romantik Stehe in der Romantik in einem gegenseitigen Abhängigkeitsmotiv Subjektiv erlebte Persönlichkeit, die die Identität ihres Prototyps reflektiert ➤ Doppelgänger kannst wohl das Produkt der Fantasie oder Illusion eines Prototyps, als auch eine reale Person sein ► Fächert sich in der Romantik über den rational / erklärbaren hin zum spukhaften Doppelgänger Projektion der Bewusstseinsspaltung eines Individuums ▸ Steht für Wünsche, Ängste, Fantasien Doppelgänger als Schatten und Spiegelbild ➤ Einbildung und Realität - Verschränkung zweier Welten / Doppelgänger Motiv Inwiefern passt dies zu Merkmalen der Epoche? Rationale ist mit Irrationalen vermischt Schattenseite der menschlichen Psyche ➤ Begriffe Identität und Angst Identifizierung mit dem eigenen Doppelgänger (man sieht sich selbst) Eigene Identität wird reflektiert ▸ Es kommt zur Verdopplung des Ichs Zur Verdopplung der Identität ▶ ▶ Biografische Deutung Einblick Hoffmanns in schizophrene Psychen durch seine Arbeit als Jurist Übersteigerung der eigenen Fantasie und der eigenen Ängste ins Krankhafte Philosophische Deutung Betonung des Irrationalen entgegen dem Menschenbild der Aufklärung, das die Rationalität und die Vernunft hervorhebt ► Weltbild: Verunsicherung der Überzeugung, dass nur die normale und gewohnte Alltagswelt existiert, durch Andeutung einer dämonischen Welt Subjektivität von Wahrheit: Nathanaels Wirklichkeitskonstruktion (Coppola = Coppelius) nicht eindeutig ▸ Gefahren der Technik: Ersetzung des Menschen durch eine Maschine Psychologische Deutung Interpretation der Erzählung durch Sigmund Freud Nathanaels Angst vor Verlust der Augen = Kastrationsangst Der Sandmann (Coppelius und Coppola) als "Störer der Liebe" zu Clara und Olimpia Liebe zu Olimpia als narzisstische Liebe (Selbstliebe) Nathanael als ein an Schizophrenie erkrankter Mensch mit verschiedenen Symptomen Verfolgungswahl: Nathanael glaubt das Coppelius und Coppola ihn verfolgen Wahnvorstellungen: Coppelius / Coppola als Vertreter eines bösen Prinzips Wirklichkeitsverlust: Liebe zur Puppe Olimpia Rückzug aus sozialen Beziehungen: Abwendung von Clara Plötzliche Aggressionen: Angreifen Spalanzani und Clara Narzissmus (Selbstverliebtheit) und Egozentrik: Begeisterung für Olimpia, eigentlich Begeisterung für sichelst ➤ ▶ Einbildung und Realität - Deutungsansätze Soziologische Deutung Tauschbarkeit der Menschen durch "Maschienenmenschen" ➤ ▶ ➤ Genderorientierte Lesart Schaffung einer schönen Idealfrau durch 2 Männer Mann als Schöpfer ➤ Krankheit und Gesundheit Wahnsinn und Normalität Künstlertum und Bürgertum Aufklärung und Romantik ► Historizität und Modernität Frau als Objekt für den Menschen Bevorzugung Olympias durch Nathanaelals Ausdruck für Sexismus (Wahl einer passiven, nicht wiederständigen Frau) Innenwelt und Außenwelt Selbst- und Fremdwahrnehmung Kindheitstrauma Das Kindheitstrauma Von Nathanael, die Zusammenführung des Märchens über den Sandmann mit der Person Coppelius, führt Jahre später zu seinem Wahnsinn und schließlich zu seinem Tod ➤ ➤ Sigmund Freud - Psychoanalyse Passen würde hier Freuds Theorie, dass frühe Kindheitserfahrungen im Unterbewusstsein behalten und verarbeitet werden, diese Erlebnisse wirken sich auch Jahre später auf die Persönlichkeit aus Psychoanalyse Vergleichbar mit einem Eisberg (Schichtenmodell / Eisbergmodell) ➤ Verhalten nur ein kleiner Teil Gefühle, Wahrnehmung und Wille viel größer aber nicht sichtbar SICHTBAR UNSICHTBAR VERHALTEN Worte,Taten Körpersprache Gefühle - Emotionen - Stimmungen - Gedanken Einstellungen - Ziele Bedürfnisse Wahnnehmung Wille Vorstellungen - Absichten -Interpretationen - Motive - Antriebe BEWUSSTES UNBEWUSSTES Allgemeines Erzähler beeinflusst den Leser ➤ ➤ Zeitgestaltung Erzählzeit mehrere Jahre nach dem Geschehen (Rückblick) Formelles Erzählweise ➤ unbeteiligter Ich-Erzähler Wirklichkeits- / Authentizitäts-Suggestion durch Leser Ansprache Züge auktorialen Erzählers: durch großes Wissen über die Figuren und die Vorgänge in ihrem Inneren aber auch oft Tendenzen zu personalen Erzähler: Beschränkung auf Nathanaels Wahrnehmung - Verunsicherung des Lesers, zum Beispiel im Hinblick darauf, ob Coppola und Coppelius die gleichen Personen sind teilweise multiperspektivisches Erwählen, zum Beispiel die drei Briefe als und vermittelnde Wiedergabe der Perspektive der Figuren ▶ Darbietungsformen Vielfalt in der Wiedergabe von Gedanken: direkte Rede, erlebte Rede, indirekte Rede und Bewusstseinsbericht Direkte und indirekte Rede auch als Wiedergabe von Gesprochenen Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit: zurückhaltendes zeitraffendes erzählen mit gelegentlicher Tendenz zur Zeitdeckung bei der Darstellung wichtiger Szenen (zum Beispiel: Streit zwischen Coppola und Spalanzani um Olimpia) fiktiver Ich-Erzähler - ,,verwendet" die angeblich authentischen Briefe: Nathanaels Perspektive - Claras Sicht - erzählt selbst aus der Sicht Nathanaels (personal) - geht auf Distanz zu den Ereignissen; ist ironisch, kritisch, weiß mehr als die Personen (auktorial) - tritt als eigene (Erzähl-)Person auf, erläutert das Erzählverfahren spricht den ,,Leser" direkt an: Herstellung von Glaubwürdigkeit der Leser als ,,fiktiver" Leser; demgegenüber wird die Authentizität der Briefe, der Ereignisse insgesamt be- hauptet (,,Umriss des Gebil- des", das dann ,,gefüllt“ wird) Wahrnehmung der Erzählung: ,,Irritation" als ,,realer" Leser (außerhalb der Erzählung): Zweifel an der Authentizität durch Auf- deckung des Erzählverfahrens Wann? ▸ Ca 1795 bis 1830 Hintergrund Themen und Motive ▸ Natur als Bereich des unendlichen ► Sehnsucht ➤ Traum ▸ Wahnsinn ▸ Einsamkeit ➤ ► Reisen ▶ ➤ Merkmale Alchemie und parapsychologische Inhalte Depression Verzweiflung ➤ ➤ Französische Revolution ➤ ➤ Vergänglichkeit ➤ ➤ Suizid Betonung der Gefühle Epoche Schauerromantik Schauplätze Friedhof Ruinen Höhlen alte Burgen ► Andere Naturlandschaften hervorgehobene Darstellung des Inneren Gestaltung des menschlichen Wahnsinns Epoche wurde durch gesellschaftliche Umbrüche und technischen sowie wissenschaftlichen Neuerungen geprägt Rückzug in Fantasie - und Traumwelt Nathanael lässt sich von seinen Gefühlen leiten, beginnt düstere Geschichten zu verfassen, möchte Claras aufklärerische Sichtweise nicht annehmen (Seite 27 IZ II) Nachtstücke Phänomene werden teilweise naturwissenschaftlich, psychologisch oder medizinisch erklärt - Erklärung führen oft in die Irre Leser wird verunsichert, da der Erzähler ihm selten Hinweise gibt, wie der das Geschehen verstehen soll Thema: Unfreiheit des Menschen, durch Bedrohung durch das Unbegreifliche und Unheimliche Spannung und Unterhaltsamkeit es scheint eine komplette Wandlung des Gemütszustandes von Nathanael gegeben zu haben, da nun zunehmend von Heirat, Glück und Erbschaft gesprochen wird • Nathanael möchte nun doch Clara heiraten und mit ihr auf ein geerbtes Gut ziehen ("Gütchen in einer angenehmen Gegend unfern der Stadt") auch Nathanael's Wahnsinn ist verschwunden und es ist alles so, wie es sein soll • auf Claras Vorschlag hin besteigen die beiden bei einem Stadtbesuch auf den Rathausturm und die Katastrophe nimmt ihren Lauf: • Clara macht Nathanael auf einen "sonderbaren kleinen grauen Busch" aufmerksam und als Nathanael "mechanisch" nach Coppolas Perspektiv greift schaut er zufällig, oder einem bestimmten Zwang gehorchend seitwärts auf Clara • er hatte sie schon einmal mit wütender Übertreibung "lebloses verdammtes Automat" gennant und erblickt nun das "holzpüppchen" und will seine "Todesbeute" vom Turm stürzen Clara wird gerettet, doch als dem rasenden der Advokat Coppelius in den Blick kommt, stürzt er sich "mit dem gellenden Schrei: Ha! Sköne Oke - Sköne Oke" in den Tod • mit dem letzten Bild der Erzählung, welches das spätere Familienglück Claras skizziert, führt der Erzähler den Leser in die Idylle zurück, aber so, als würde er ihr selbst nicht so recht trauen . ➤ Dramatisierung spannender Kernszenen durch kurze, zum Teil elliptische Sätze Abwechslungsreiche Syntax: praktisch geprägte Satzstruckturen und hypotaktische Satzstruckturen Intentionen: stilistische Abwechslung und Betonung wichtiger Worte intensive, anschauliche und genaue Beschreibung von Menschen, Gegenständen und Situationen anschauliche Metaphern, bildhafte Umschreibungen und Vergleiche von Wahrnehmungen und Gefühle Lautliche Untermalung durch Alliterationen vor allem für die Darstellung von Wahrnehmungen ▸ Szenische Darstellungsweise Passende Stilmittel Ellipsen Ausrufe ▶ ➤ ▸ ► ▸ ▸ Inversion Interjektionen Parenthesen ▸ Akkumulation ➤ ➤ Formelles Sprache und Stil Wiederholungen Hypotaxen Ironie - Deutschland Anhang- Rezension Sehr viele negative Kritik Konrad Schenk: die Liebe Nathanaels zu Olimpia, die er als und motivierend und lächerlich bezeichnete Tieck, Goethe und Walter Scott: Hoffmann als psychopathische Grusel Autor bezeichnet Nur ein paar positive Aspekte Johann Heinrich Voß: lobte Olimpia als in Begriff des Unheimlichen In anderen Ländern deutlich positiver ▸ Walters Scotts Aufsatz zum Sandmann prägte das Bild Hoffmanns in England, Russland und Voralpen in Frankreich auf positive Weise ▸ wurde zum viel gelesenen Autor und prägte weitere Autoren Anhang - persönlicher Bezug / heutige Zeit Meiner Meinung nach, gibt es auch heute eine große Aktualität durch soziale Medien Unsere Wahrnehmung wird heutzutage von vielen Faktoren (zum Beispiel Filtern, etc) beeinflusst, so dass wir gar nicht mehr richtig wissen, wie die echte (ungeschönte) Realität manchmal aussieht. Anstatt zwischen Realität und Wahnsinns unterscheiden, müssen wir heute eher lernen uns zwischen Realität und Fake zurechtzufinden Anhang - Kritik an Hoffmann Romantik Keine Idealisierung der Gefühlsbetonung ▸ Trauma verschlimmert sich durch das Gedicht über Coppelius (Seite 27) funktioniert nicht alleine Aufklärung ▸ Ist nicht das einzig wahre, der Körper es nicht schafft, sich auf die Ängste und die Gefühlswelt Nathanaels einzulassen (Seite 26 Z 26) ➤ Aufgeklärt zu sein heißt also nicht perfekt zu sein Aufklärung funktioniert nicht alleine Frauenbild der Gesellschaft Frauen sollen sich die Puppen benehmen "hätte sie Olimpia, noch für eine echte Frau gehalten etwas angemessenes und steifes" (Seite 33 IZ 33) Wandlung des Frauenbildes nach Enttarnung Olympias Frauen sollten sich nicht mehr die Puppenbenehmen (Seite 45 IZ 6) Was kritisiert Hoffmann? Hoffmann übt also auch Kritik an der Romantik und idealisiert nicht deren Gefühlsbetontheit. Er übt aber auch Kritik an der Aufklärung, die ebenfalls nicht das Maß aller Dinge ist. Genau dies macht auch Hoffmann im Sandmann, da Nathanaels inneres Erleben Hauptgegenstand der Erzählung ist. die Figuren aus der Sandmann" NATHANAEL: die Bedeutung: auffällig ist die Häufung von "sprechenden" Namen in der Erzählung, Nathanael kommt aus dem hebräischen und bedeutet soviel wie "Gott hat gegeben" oder "Gottesgeschenk", dieser Name wurde aber nicht aus Zufall gewählt sondern hat die Funktion, besonders fremd, unüblich und auffallend wirken, da auch Nathanael anders ist als seine Freunde, die so altdeutsch- vertraute Namen wie Lothar oder Sigmund tragen zentrale Persönlichkeitsmerkmale: unkonzentriert, neugierig, willensschwach und leicht beeinflussbar Selbstbewusstsein: anfangs (verunsichert), später (scheinbar stabil und ausgeprägt) geistige Fähigkeiten: gebildet, reflektiert, teilweise irrational, uneinsichtig, dickköpfig und blind soziale Aspekte: angeberisch, selbstherrlich, einzelgängerisch, zurückgezogen und unzuverlässig Gemütslage: erregbar, aufbrausend, melancholisch, launenhaft, verliebt • moralische Aufrüstung: ehrlich, treu bis er Olimpia kennenlernt, danach hat er kein Problem, Clara zu hintergehen ● . ● geistige Orientierung: romantisch, lebensfern, kultiviert, gesellschaftskritisch emotionale Aspekte: sensibel, empfindlich, dünnhäutig, erregbar, hitzig, leidenschaftlich, öfter niedergeschlagen erlebt radikalen Realitätsverlust und lebt nur noch in einer Fantasiewelt er ist der Auffassung: sein künstlerisches Wesen ist ihm von Gott gegeben Künstler, Maler und Dichter: malt den Sandmann zu Beginn auf Tische und Schränke und schreibt später Gedichte an seine Verlobte eine geborene Begabung wird später zu seinem eigenen Fluch = er kommt als Künstler nicht aus seiner Haut er ist in seinem sozialen Umfeld als intelligenter und akademisch gebildeter junger Mann integriert Kindheitserfahrungen: ▸ harmonisch, intaktes Elternhaus ► die Geschichten von geistigen Abenteuern prägen sein ganzen Leben und seine Fantasie die vorgestellte Schreckgestalt des Sandmanns beunruhigt ihn, bereits bei der ersten Begegnung fantasiert er einen vermeintlichen Todeskampf ► erleidet Trauma, als sein Vater bei alchemistischen Experimenten ums leben kommt = er aufgedrehte Junge kann die komplexe und gewalttätige Situation nicht zutreffend analysieren und gibt so dem verschwundenen Sandmann die Schuld daraus entwickelt sich ein nicht bewältigtes Trauma Entwicklung des Protagonisten: als junger Erwachsener (in Briefen): intaktes soziales Umfeld hat zu Verlobten, seiner Mutter und mehreren Geschwistern eine gute Beziehung umso mehr die Geschichte fortschreitet, umso komplizierter werden auch seine Beziehungen die innere Einstellung: hat zunehmend das Gefühl, dass er von einer dunklen, mächtigen Macht bedroht wird ► die Begegnung mit der Angstfigur aus seiner Kindheit setz eine verhängnisvolle Bewegung in Gang, die schlussendlich zu seinem Tod führt ▸ ▸ zunehmende Isolation, da er während seines Studium auf sich allein gestellt ist fühlt sich von der geheimnisvollen Olimpia angezogen Wahrnehmung der sozialen Umwelt: ► erkennt Maschinen nicht verwirft zunehmend die Wahrnehmungen seiner Umwelt Selbstbild: sein Isolationsprozess wird durch seinen Egozentrismus unterstützt, als romantische Künstlernatur beschäftigt er sich mit großer Befriedigung m liebsten mit sich selbst, Olimpia ist dabei nur eine selbstverliebte Beschäftigung = kann Imagination und Realität so nicht mehr auseinander halten Seite 5 Äußere Struktur drei Briefe - Nathanael an Lothar Clara an Nathanael Nathanael an Lothar ▸ Erzählereinschub Nathanaels Aufenthalt bei Clara zu seinem Wahnsinnsanfall wieder ein Erzählereinschub Handlung bis zu seinem Suizid ▸ Zwei mit strich voneinander abgehobene Erzählerabschnitte ▸ I. Erzählerreflektion und Nathanaels Aufenthalt bei Clara 2. Liebe zu Olimpia, geistige Verwirrung, Genesung, Heiratsvorhaben, Sturz vom Turm Formelles - Äußere und Innere Struktur Innere Struktur drei Briefe als Exposition (Einführung der Figuren) ➤ retardierender Erzähler ▸ Erzählerabschnitt 1: Nathanaels Aufenthalt bei Clara (Beruhigung zu Beginn mit zunehmender Eskalation) Erzählerabschnitt 2: Verschärfung des türkischen Zustandes (denkt Olympia wer ein Mensch) ► Erzählerabschnitt 3: retardierender Moment (Genesung Nathanaels) und schlussendliche Katastrophe (Suizid) ▸ retardierender Moment als Mittel zur Spannungssteigerung ➤ ➤ Leitmotive als zentrales Strukturelement: Augen als Spiegel der Seele und Wahrnehmungsorgan, Automaten Mensch Formelles - Steigungsprinzip ▸ Erzählerabschnitt I: Verdeutlichung der psychischen Disposition Nathanaels Erzählerabschnitt 2: Verschärfung des psychischen Zustandes ▸ Erzählerabschnitt 3: Höhe- und Schlusspunkt ▸ Leitmotive als zentrales Struckturmotiv: Augen als vermenschlichen Spiegel der Seele und als nicht immer objektives Wahrnehmungsorgan die Entwicklung der Figur: ► der Isolationsprozess wird unterbrochen, da er nach der Rückkehr ins Elternhaus scheinbar vom Wahnsinn befreit zu sein scheint die unvorhersehbare Konfrontation mit Coppelius verändert ihn wieder und wirft ihn in seinem ursprünglichen Wahnsinn zurück (ohne Selbstkontrolle) ▸ am Ende wird Nathanael selbst zu einem Automaten, da er von der Außenwelt beliebig gesteuert werden kann Sprachgebrauch/-verhalten: zunehmend im Feuerkreis gefangen ▸ Viele Wiederholungen, deutet darauf hin das er nicht mehr autonom über sein Leben entscheidet ist ein Getriebener, der durch seine unverarbeiteten Ängste beeinflusst wird, motiert so immer weiter zu einem Automat • die epochale Einordnung: ► stellt eine Kritik an den Postulanten der Epoche der Romantik da • formuliert Philister-Kritik: deutsche Spießbürgerschaft • Nathanael verkörpert ein künstliches Lebenskonzept zeigt, wohin ein radikalisierter Egozentrismus führen kann Nathanael folgt narzisstisch seinem Trieb = geht daran zu Grunde stellt eigene Epoche da = höchstes Ziel, Reise in das innere selbst CLARA: • die Bedeutung: steht symbolisch nicht nur für alles helle, klare und vernünftige, sondern dies entspricht auch ihrem Wunsch und Selbstverständnis. Mit der oft beschworenen Klarheit ihre Blickes hat es allerdings eine besondere Bewandtnis: sie kann auch auf das fehlen eines seelischen Ausdrucks bzw. Auf mangelnde Tiefe verweisen, und nicht nur deshalb ist es strittig, inwieweit Clara als eindeutig positive Figur gelten soll • Verlobte von Nathanael und ist mit ihm wie eine Schwester aufgewachsen Gegenfigur zum selbstverliebten, fantasiebegabten Nathanael • zeichnet sich durch besondere Klarheit im Leben aus großes Selbstbewusstsein, da sie überzeugt ist, dass der Mensch kraft seiner Vernunft, Klarheit und Eindeutigkeit in sein Leben bringen kann • Nathanael beschreibt Clara mit den Adjektiven: helles Wesen, freundliche Gestalt und Anmut, gebildet, Heiterkeit, Sorglosigkeit, Unbefangenheit, rational denkend, emphatisch (mitfühlend) • Briefe: hält nichts von Nathanaels Ängsten, rational und empathisch, sind nur Ergebnisse psychischer Verarbeitungsprozesse im Innern keine reale Entsprechung in der Außenwelt erläutert psychische Mechanismen systematisch Kritikpunkte: einseitig in der Übertonung der Vernunft, Ratschläge an Geliebten entbehren auch nicht einer gewissen Naivität große Naivität, da sie Zusammenhänge analysiert und sie bannen möchte, Nathanaels Glaube an dunkle Macht = eigene Schuld ▸ muss diese lösen, unterschätzt die Gefahr des Traumas, optimistische Weltansicht = naiv, wird von der komplexen Wirklichkeit widerlegt Hilflosigkeit: einseitiges Harmoniebedürfnis lässt sie nicht zu ihm durchdringen, Hilflosigkeit wegen aufklärerischen Denkansatz, will die Probleme weg reden (funktioniert nicht), entfremdet sich zunehmend von Nathanael und lässt seine Isolation zu ➤ Seite 6 „. der Sandmann" - Inhalt Erster Brief - Nathanael an Lothar (Beginn des dokumentarischen Teils und wichtigster Teil der Exposition) • der Student Nathanael schreibt einen Brief an seine Familie und entschuldigt sich zunächst, dass er sich so lange nicht gemeldet hat ("so lange - lange nicht geschrieben") • nennt nun den Grund für das lange ausbleiben der Briefe und beruft sich auf etwas "entsetzliches", dass in sein Leben getreten ist und nie "zerrissene Stimmung seines Geistes verursacht hat" er beginnt zu berichten: beängstigender Besuch des Wetterglashändlers Coppola bei Nathanael Nathanael ahnt, Coppola sei der Advokat Coppelius aus seiner Kindheit ('der Sandmann, der fürchterliche Sandmann ist der alte Advokat Coppelius, der manchmal bei uns zu Mittage isst!") • Nathanael erinnert sich an seine Kindheit: Coppelius ist eine bedrohliche Figur die in unregelmäßigen Abständen seinen Vater besucht und mit ihm geheime Experimente durchführt • Nathanael verknüpft Coppelius mit der Kinderschreckensfigur des Sandmannes, wird durch die Erzählungen der Kinderfrau bestärkt →> "Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehen wollen, und wirft ihnen Hände voll Sand in die Augen, dass sie blutig zum Kopf herausspringen, die wirft er dann in den Sack und trägt sie in den Halbmond zur Atzung für seine Kinderchen; die sitzen dort im Nest und haben krumme Schnäbel, wie die Eulen, damit picken sie der unartigen Menschenkindlein Augen auf." diese Vorstellung macht Nathanael sehr große Angst • Nathanaels Neugier überwiegt der Angst und er beschließ, den Experimenten heimlich zuzusehen -> schleicht in das Arbeitszimmer seines Vaters und wird kurze Zeit später von Coppelius entdeckt, dieser droht ihm die Augen zu nehmen und er fällt vor angst in Ohnmacht, ein langer, fieberhafter Schlaf folgt • ein Jahr später: erneuter Besuch Coppelius = Tod des Vaters bei einem der Experimente • Nathanaels Überzeugung wächst, dass Coppola mit Coppelius identisch ist Zweiter Brief - Clara an Nathanael (Rationale Erklärung der Begebenheiten und zweiter Teil des dokumentarischen Teils) Clara gesteht Nathanael, sie habe den falsch adressierten Brief gelesen, der eigentlich an Lothar geschickt werden sollte, so aber sie erreichte • Clara drückt ihr Entsetzen und ihre Erschütterung gegenüber den Erzählungen Nathanaels aus, macht aber auch keinen Hehl aus ihrer Meinung, dass "alles Entsetzliche und Schreckliche" nur in seinem Innern vorgegangen sei, "die wahre wirkliche Außenwelt aber daran wohl wenig Teil habe" • nach dem Gespräch mit dem Bruder Lothar gibt es aber eine rationalisierende Reaktion: • rationale Entzauberung: Verknüpfung Coppelius` mit dem Sandmann als Einbildung Erklärung Claras, dass dunkle Mächte nur wirken können, wenn der Mensch sie im Innern ● . wirken lässt -> dunkle Macht nur als innere, psychische und nicht als äußere, wirkliche Macht Meinung Claras: es sei möglich, dass Nathanaels Vater durch eine, bei chemischen Experimenten entstandene Explosion getötet wurde, dämonisch- teuflische Einwirkungen habe es dabei nicht gegeben • Claras Argumentation ist sachlich, plausibel und psychologisch schlüssig, sie leugnet nicht einmal das Vorhandensein dunkler Mächte, sondern erklärt deren Wirkungsmechanismus damit, dass "nur der Glaube an ihre feindliche Gewalt " sie entstehen lässt, und ihre Gefährlichkeit damit, dass sie "unser selbst werden Leitmotive Häufig wiederkehrender Gegenstand, Formulierung oder Person, welcher über die Situation hinaus auf das Thema der gesamten Erzählung verweist Augenmotiv Ventil zwischen Fantasie und Wirklichkeit psychische und physische Funktion Augen Ausdruck von Ängsten Charakterisieren die Figur können wahre aber auch falsche eindrücke zeigen Geschichte des Kindermärchens: Sandmann nimmt Kindern die Augen ➤ ➤ ➤ ▸ Charakterisierung Figuren durch Augen Bedeutung der Augen für Nathanael Motive Merkmale und Motive rollende Augen, als um Olimpia gestritten wird Augen sind das Fenster der Seele über sie werden Emotionen erkannt ohne Augen: eingeschränktes Ausdrücken von Gefühlen und Wahrnehmungen Bei anderen Perspektiv ➤ ➤ Coppelius: hinterlistig, böse, angsteinlösend Clara: aufrichtig, positiv, weitsichtig Spalanzani: seltsam, geheimnisvoll Olimpia: starr vs lebendig Er charakterisiert Menschen durch ihre Augen Augen sind mit Ängsten verbunden Augen verwirren ihn Wirkung der Augen der einzelnen Personen Clara: helle Augen - sieht Wirklichkeit ganz klar und deutlich Coppelius: wirken Hinterhältig und böse, stechend, hervorfunkeln Coppola: wirken Hinterhältig und böse, stechend, hervorfunkeln Spalanzani: kleine stechende Augen, wunderlicher Kauz, seltsam und geheimnisvoll Olimpia: erst: starr (Wirklichkeit), dann blick durchs Fernrohr: lebendig (Täuschung) Lässt Realität und Phantastisches verschwimmen Löst Handlungen aus: Liebe zu Olimpia, Selbstmord Feuermotiv Symbol für Wahnsinn, Tod und Zerstörung ▸ Nathanaels Wohnung brennt ab - zieht gegenüber von Olimpia ein Experiment von Coppelius und Nathanels Vater - Explosion und Tod des Vaters ▸ Feuerkreis - Inhalt in Nathanaels Gedicht