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Der Schrei – Gustav Sack - Gegenüberstellung Sehnsucht

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 Der Schrei - Gustav Sack
Der Schrei - kurze Zusammenfassung
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Thore Sörensen

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- Inhaltlich - Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Der Schrei vs. Die Sehnsucht - Der Vergleich – Sehnsucht vs. Der Schrei

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Der Schrei - Gustav Sack Der Schrei - kurze Zusammenfassung Kein durchgängiger Rhythmus 5 Strophen a 2 Verse Einfache Reime Paarreim 1 Strophe - Jambus + Anapäst 3 Strophe - Daktylus + Zäsur 4 Strophe Inhaltlich Gegenüberstellung Sehnsucht 1. Als erstes sollte man immer die Überschrift ernstnehmen - sie taucht in Zeile 3,2 noch einmal auf und macht das Thema des Gedichtes deutlich. Erinnert wird man an das berühmte gleichnamige Bild von Edvard Munch. 2. Dann sind da die vielen Elemente, die die “Not” des Sprechers deutlich machen, hier spielen "Stein", "Erz", "Blei”, “Staub”, “Schmutz" und "Gewimmel" die entscheidende Rolle. Der Sprecher fühlt sich unwohl, besonders eingeengt, auch von anderen Menschen, weshalb er sich "Einsamkeiten" wünscht. 3. Er empfindet seine Umgebung zugleich als “laut” und leblos ("Totenstadt"). Dem begegnet er mit “Sehnsucht" und einem Aufsprudeln, Absprung des Lebens ("quellend empor") in Richtung der Meere (als Ausgangspunkt des Lebens) und "Weiten”. Hier hat man eine Anspielung an romantische Motive, nur eben expressionistisch gesteigert in Richtung "Wut". 4. Wichtig ist dabei das “Ungeheure", das die Kompromisslosigkeit und Risikobereitschaft deutlich werden lässt. 5. Zusammenfassung: Das Gedicht zeigt die "Not" der Menschen angesichts einer "toten" Umgebung, die auch die Menschen erfasst hat. Heraus kommt ein Schrei der Sehnsucht nach Lebensweite- und Intensität. Sehnsucht Ruhige und träumerische Sehnsucht Muss dafür nichts tun Positive Assoziationen Der Schrei erzwungene Sehnsucht Überwindung von Hindernissen negative Assoziationen Gemeinsamkeiten und Unterschiede - Der Schrei...

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vs. Die Sehnsucht Gemeinsamkeiten Motiv der Sehnsucht Natur (Felsenklüfte, Wälder, Quellen - Meer) Motiv der Weite, der Ferne Motiv der Einsamkeiten Motiv des Aufbruchs, des Ausbruchs aus der Wirklichkeit Metrum wechselnd Geordnete Struktur 8Strophe, Reime Unterschiede Der Schrei: Befreiung von der Last der Großstadt vs. Sehnsucht: Fenster-/Schwellensituation, nur Andeutungen von Beengtheit Der Schrei: Einsamkeit als Wunschvorstellung VS. Eichendorff: Voraussetzung für Entwicklung der Sehnsucht Der Vergleich - Sehnsucht vs. Der Schrei Das Gedicht "Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff, 1834, während der Epoche der Romantik, entstanden, handelt von einem lyrischen Ich, dass voller Sehnsucht am Fenster steht und zwei Wanderer beobachtet, die singend an ihm vorbeiziehen, wobei in ihm die unerfüllte Reiselust und Sehnsucht entfacht werden. In der ersten Strophe steht das lyrische Ich in der Nacht am Fenster und berichtet von seiner Sehnsucht nach der Ferne und dem Reisen, geweckt durch den Klang des Posthorns. In der nächsten Strophe dann, hört es zwei Gesellen auf Wanderschaft, die von der Natur singen. Der Gesang wird in der letzten Strophe fortgeführt, handelt jetzt aber von einer Gartenlandschaft bei Nacht. Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je acht Versen, wobei es sich um je zwei Kreuzreime, also das Reimschema ABAB CDCD, handelt. Auffällig hierbei ist, dass der sechste und achte Vers aller Strophen die gleiche Reimendung besitzen, nämlich „-acht“. Die einzelnen Verse und Strophen haben die gleiche Länge, sodass eine syntaktische Regelmäßigkeit herrscht. Das Gedicht ist durchgängig in der ersten Person Singular verfasst. Der Modus jedoch wechselt im vorletzten Vers der ersten Strophe kurzzeitig vom Indikativ zum Konjunktiv und wieder zurück. Bei der Wiedergabe von wörtlicher Rede – die hier nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet ist – findet ebenfalls ein Tempus Wechsel vom Präteritum zum Präsens statt. Im Gegensatz dazu sind beim Versmaß keine eindeutigen Aussagen machbar, außer dass jeder Vers drei Hebungen besitzt, wobei sich männliche und weibliche Kadenzen abwechseln. Durch dies, im Gegensatz zur vorherigen klassischen Epoche freieren Form erhält dieses Gedicht zudem einen volksliedartigen Charakter. Auch zu erkennen ist eine klare Zweiteilung des Gedichtes. Von Zeile 1-12 handelt es von der Wahrnehmung des lyrischen Ichs am Fenster und von Zeile 13-24 wird der Inhalt des Liedes, welches die zwei Wanderer singen, erfasst. Es herrscht ein steter Wechsel zwischen akustischen und visuellen Wahrnehmungen. Die Substantive, die Natur und Nacht, wirken auf den Leser geradezu ruhig und idyllisch. Die Verben hingegen stellen stürmische Vorgänge dar, hingegen dazu drücken die Adjektive Schönheit und Stille aus. Somit stehen die Verben im Widerspruch zu Adjektiven und Nomen. Gleich zu Beginn des Gedichtes wird der Leser in Strophe 1 mit dem lyrischen Ich konfrontiert, das durch ein Fenster von der Außenwelt abgeschottet ist ("Am Fenster ich einsam stand", Z.2). Es beschreibt, was es von außen hört und sieht, wobei eine gewissen Melancholie und Sehnsucht zum Ausdruck kommt. Die Nacht scheint schön, wertvoll und drückt eine positive Stimmung aus ("Es schienen so golden die Sterne, Z.1), jedoch steht im Kontrast dazu, das einsame lyrische Ich, das qualvoll in die Dunkelheit sieht. Die räumliche Abgrenzung des lyrischen Ichs verdeutlicht zusätzlich die genannte Einsamkeit. Durch das akustische Zeichen eines Posthorns (Z.4) wird in ihm die Reiselust geweckt. Durch die Inversion "Das Herz mir im Leib entbrennte" (Z.5) wird dieses schmerzliche Verlangen, reisen zu wollen, bildlich dargestellt. Ein Feuer oder eine Verbrennung sind ein stechender Schmerz, welcher sich nun im Körper des lyrischen Ichs bemerkbar macht und durch das seelische Leiden ausgelöst wurde. Jedoch scheint es diesen Wunsch nicht aussprechen zu wollen, wie "heimlich gedacht" (V. 6) preisgibt, womöglich, da dessen Erfüllung zu utopisch erscheint. Die Interjektion "Ach" und der Konjunktiv II "könnte" in Zeile 7 drücken ebenfalls die Unmöglichkeit einer Reise aus und verstärken den Eindruck der Sehnsucht und des Herzschmerzes. Die Worte "Sterne" (V.1) und Sommernacht (V.8) repräsentieren das romantische Motiv der Nacht. In Strophe II beschreibt das lyrische Ich zwei Gesellen, die es vermutlich gern begleiten würde, wie in den letzten Versen der vorangehenden Strophe deutlich wird. Diese Wanderer symbolisieren die Freiheit und Ungebundenheit, von einem Ort zum anderen Wandern zu können und lösen so gesehen auch eine gewisse Aufbruchsstimmung beim lyrischen Ich aus. Das Motiv des Gesangs verbindet sich mit dem der Natur, von der das Lied handelt. Diese wird idealisiert dargestellt (V. 14: „rauschen so sacht“), bildet aber gleichzeitig auch das Gegenstück zur Einsamkeit des lyrischen Ichs. Der Inhalt des Liedes klingt nach Abenteuer (V. 16: „stürzen in die Waldesnacht") und weckt beim lyrischen Ich Interesse nach dieser fernen, wilden Natur. Auffällig ist, dass die Natur durchgehend personifiziert wird und somit eigenständig und menschlich erscheint. Im letzten Vers dieser Strophe werden - wie in den anderen beiden auch wieder die Motive der Nacht und der Natur aufgeführt. In der dritten Strophe wird der Gesang fortgeführt, wobei diesmal nicht die reine Natur, sondern die vom Menschen gestaltete, besungen wird. Die Natur ist nun nicht mehr wild, sondern durch Gärten, Marmorbilder[n] (Z.17), Palästen (Z.20) und Menschen bezwungen. Das Lied ist eine typische Flucht aus der Realität, welche ebenfalls für die Epoche der Romantik typisch ist. Es wird von Mädchen gesungen, die am Fenster lauschen (V. 21: "Wo die Mädchen am Fenster lauschen"). Hier kann man eine Verbindung zum ebenfalls wartenden und träumenden am Fenster sitzenden lyrischen Ich ziehen. Die Brunnen werden personifiziert (V.23: "Und die Brunnen verschlafen rauschen") und drücken somit eine Art magische Stille aus, indem sie leise dahinplätschern. Der letzte Vers der dritten Strophe ist derselbe wie der letzte der ersten, eine formale und inhaltliche Verbindung wird geschaffen. Am Ende der ersten Strophe steht ein Ausrufezeichen, da es sich um einen gedanklichen sehnsüchtigen Ausruf des lyrischen Ichs handelt. Am Gedichtsende jedoch werden ein Punkt sowie ein Gedankenstrich verwendet. Der Gedankenstrich am Ende des letzten Verses zeigt auf, dass die Sehnsucht niemals enden wird; denn immer wird es Menschen geben, bei denen Anspruch und Wirklichkeit uneins sind. Das Gedicht,,Der Schrei" wurde von Gustav Sack geschrieben. Dem Titel ist zu entnehmen, dass es sich um das gleichnamige Bild handeln könnte. Scheinbar ist dies aber nicht direkt darauf zurückzuführen, es geht eher um die Sehnsucht nach Einsamkeit. Beim Lesen des Gedichts hat man das Gefühl zwei Handlungen gleichzeitig zu verfolgen. Die erste Handlung vollzieht sich von Strophe eins, über drei, dann bis hin zur fünften Strophe. In der ersten Handlung wird das bedrückende Gefühl des lyrischen Ichs behandelt. Formal lässt sich erkennen, dass beide Gedichte eine geordnete Struktur aufweisen, die sich darin begründen lässt, dass es Strophen und Reime gibt. Auch inhaltlich gibt es Ähnlichkeiten. Beide Gedichte vertreten das Motiv der Sehnsucht, die erwähnt wird. Außerdem spielt die Natur eine wichtige Rolle in beiden Gedichten: ,,Felsenklüfte" vs. ,,Meer". Ebenfalls deutlich zu erkennen ist, dass beide Gedichte die Weite und Ferne als Motiv verwenden. Damit häufig einher geht auch die Einsamkeit, die in beiden Gedichten zu finden ist. Als letztes Motiv lässt sich bei beiden Gedichten noch das des Aufbruchs bzw. des Ausbruchs aus der Wirklichkeit finden. Trotz aller dieser Gemeinsamkeiten gibt es auch viele Unterschiede zwischen den beiden Gedichten. Bei Sack ist die Rede von einem Aufbruch, aber dieser soll von der Großstadt befreien, während bei Eichendorff die Beengtheit nur durch den Blick aus dem Fenster ausgedrückt wird. Außerdem sind die Grundsätze der Gedichte unterschiedlich. Bei Sack ist die Einsamkeit eine Wunschvorstellung, bei Eichendorff hingegen ist sie die Grundlage dieser Gedankenvorstellungen und für die Entwicklung der Sehnsucht benötigt. Eichendorffs Gedicht „Sehnsucht“ beinhaltet zahlreiche typische Motive für die Epoche der Romantik, die von menschlichen Gefühlen und der Flucht aus der rauen Wirklichkeit der französischen Revolution und der beginnenden Industrialisierung geprägt war. Die Dichter sehen sich nun nicht mehr als Ratgeber für die Gesellschaft, sondern als Außenseiter, was in Eichendorffs Werk verdeutlicht wird, indem sich das lyrische Ich sich einsam am Fenster befindet. Es herrschte Sehnsucht nach idyllischer Natur, die es scheinbar so nicht mehr gab, womit das Fernweh und die Idealisierung des Mittelalters zu begründen sind. Die Sinne des Menschen werden an zahlreichen Stellen angesprochen, denn es wird nicht nur das Visuelle beschrieben, sondern auch das Akustische und - typisch romantisch - auch der sensitive Sinn. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Gedichte viele Ähnlichkeiten haben, die sich vor allem in den Motiven wiederspiegeln, aber „Der Schrei" ist dennoch dem Expressionismus zuzuordnen, da hierbei die Flucht eine größere Rolle spielt und die Einsamkeit keine Voraussetzung sondern ein Ziel ist.

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vs. Die Sehnsucht Gemeinsamkeiten Motiv der Sehnsucht Natur (Felsenklüfte, Wälder, Quellen - Meer) Motiv der Weite, der Ferne Motiv der Einsamkeiten Motiv des Aufbruchs, des Ausbruchs aus der Wirklichkeit Metrum wechselnd Geordnete Struktur 8Strophe, Reime Unterschiede Der Schrei: Befreiung von der Last der Großstadt vs. Sehnsucht: Fenster-/Schwellensituation, nur Andeutungen von Beengtheit Der Schrei: Einsamkeit als Wunschvorstellung VS. Eichendorff: Voraussetzung für Entwicklung der Sehnsucht Der Vergleich - Sehnsucht vs. Der Schrei Das Gedicht "Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff, 1834, während der Epoche der Romantik, entstanden, handelt von einem lyrischen Ich, dass voller Sehnsucht am Fenster steht und zwei Wanderer beobachtet, die singend an ihm vorbeiziehen, wobei in ihm die unerfüllte Reiselust und Sehnsucht entfacht werden. In der ersten Strophe steht das lyrische Ich in der Nacht am Fenster und berichtet von seiner Sehnsucht nach der Ferne und dem Reisen, geweckt durch den Klang des Posthorns. In der nächsten Strophe dann, hört es zwei Gesellen auf Wanderschaft, die von der Natur singen. Der Gesang wird in der letzten Strophe fortgeführt, handelt jetzt aber von einer Gartenlandschaft bei Nacht. Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit je acht Versen, wobei es sich um je zwei Kreuzreime, also das Reimschema ABAB CDCD, handelt. Auffällig hierbei ist, dass der sechste und achte Vers aller Strophen die gleiche Reimendung besitzen, nämlich „-acht“. Die einzelnen Verse und Strophen haben die gleiche Länge, sodass eine syntaktische Regelmäßigkeit herrscht. Das Gedicht ist durchgängig in der ersten Person Singular verfasst. Der Modus jedoch wechselt im vorletzten Vers der ersten Strophe kurzzeitig vom Indikativ zum Konjunktiv und wieder zurück. Bei der Wiedergabe von wörtlicher Rede – die hier nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet ist – findet ebenfalls ein Tempus Wechsel vom Präteritum zum Präsens statt. Im Gegensatz dazu sind beim Versmaß keine eindeutigen Aussagen machbar, außer dass jeder Vers drei Hebungen besitzt, wobei sich männliche und weibliche Kadenzen abwechseln. Durch dies, im Gegensatz zur vorherigen klassischen Epoche freieren Form erhält dieses Gedicht zudem einen volksliedartigen Charakter. Auch zu erkennen ist eine klare Zweiteilung des Gedichtes. Von Zeile 1-12 handelt es von der Wahrnehmung des lyrischen Ichs am Fenster und von Zeile 13-24 wird der Inhalt des Liedes, welches die zwei Wanderer singen, erfasst. Es herrscht ein steter Wechsel zwischen akustischen und visuellen Wahrnehmungen. Die Substantive, die Natur und Nacht, wirken auf den Leser geradezu ruhig und idyllisch. Die Verben hingegen stellen stürmische Vorgänge dar, hingegen dazu drücken die Adjektive Schönheit und Stille aus. Somit stehen die Verben im Widerspruch zu Adjektiven und Nomen. Gleich zu Beginn des Gedichtes wird der Leser in Strophe 1 mit dem lyrischen Ich konfrontiert, das durch ein Fenster von der Außenwelt abgeschottet ist ("Am Fenster ich einsam stand", Z.2). Es beschreibt, was es von außen hört und sieht, wobei eine gewissen Melancholie und Sehnsucht zum Ausdruck kommt. Die Nacht scheint schön, wertvoll und drückt eine positive Stimmung aus ("Es schienen so golden die Sterne, Z.1), jedoch steht im Kontrast dazu, das einsame lyrische Ich, das qualvoll in die Dunkelheit sieht. Die räumliche Abgrenzung des lyrischen Ichs verdeutlicht zusätzlich die genannte Einsamkeit. Durch das akustische Zeichen eines Posthorns (Z.4) wird in ihm die Reiselust geweckt. Durch die Inversion "Das Herz mir im Leib entbrennte" (Z.5) wird dieses schmerzliche Verlangen, reisen zu wollen, bildlich dargestellt. Ein Feuer oder eine Verbrennung sind ein stechender Schmerz, welcher sich nun im Körper des lyrischen Ichs bemerkbar macht und durch das seelische Leiden ausgelöst wurde. Jedoch scheint es diesen Wunsch nicht aussprechen zu wollen, wie "heimlich gedacht" (V. 6) preisgibt, womöglich, da dessen Erfüllung zu utopisch erscheint. Die Interjektion "Ach" und der Konjunktiv II "könnte" in Zeile 7 drücken ebenfalls die Unmöglichkeit einer Reise aus und verstärken den Eindruck der Sehnsucht und des Herzschmerzes. Die Worte "Sterne" (V.1) und Sommernacht (V.8) repräsentieren das romantische Motiv der Nacht. In Strophe II beschreibt das lyrische Ich zwei Gesellen, die es vermutlich gern begleiten würde, wie in den letzten Versen der vorangehenden Strophe deutlich wird. Diese Wanderer symbolisieren die Freiheit und Ungebundenheit, von einem Ort zum anderen Wandern zu können und lösen so gesehen auch eine gewisse Aufbruchsstimmung beim lyrischen Ich aus. Das Motiv des Gesangs verbindet sich mit dem der Natur, von der das Lied handelt. Diese wird idealisiert dargestellt (V. 14: „rauschen so sacht“), bildet aber gleichzeitig auch das Gegenstück zur Einsamkeit des lyrischen Ichs. Der Inhalt des Liedes klingt nach Abenteuer (V. 16: „stürzen in die Waldesnacht") und weckt beim lyrischen Ich Interesse nach dieser fernen, wilden Natur. Auffällig ist, dass die Natur durchgehend personifiziert wird und somit eigenständig und menschlich erscheint. Im letzten Vers dieser Strophe werden - wie in den anderen beiden auch wieder die Motive der Nacht und der Natur aufgeführt. In der dritten Strophe wird der Gesang fortgeführt, wobei diesmal nicht die reine Natur, sondern die vom Menschen gestaltete, besungen wird. Die Natur ist nun nicht mehr wild, sondern durch Gärten, Marmorbilder[n] (Z.17), Palästen (Z.20) und Menschen bezwungen. Das Lied ist eine typische Flucht aus der Realität, welche ebenfalls für die Epoche der Romantik typisch ist. Es wird von Mädchen gesungen, die am Fenster lauschen (V. 21: "Wo die Mädchen am Fenster lauschen"). Hier kann man eine Verbindung zum ebenfalls wartenden und träumenden am Fenster sitzenden lyrischen Ich ziehen. Die Brunnen werden personifiziert (V.23: "Und die Brunnen verschlafen rauschen") und drücken somit eine Art magische Stille aus, indem sie leise dahinplätschern. Der letzte Vers der dritten Strophe ist derselbe wie der letzte der ersten, eine formale und inhaltliche Verbindung wird geschaffen. Am Ende der ersten Strophe steht ein Ausrufezeichen, da es sich um einen gedanklichen sehnsüchtigen Ausruf des lyrischen Ichs handelt. Am Gedichtsende jedoch werden ein Punkt sowie ein Gedankenstrich verwendet. Der Gedankenstrich am Ende des letzten Verses zeigt auf, dass die Sehnsucht niemals enden wird; denn immer wird es Menschen geben, bei denen Anspruch und Wirklichkeit uneins sind. Das Gedicht,,Der Schrei" wurde von Gustav Sack geschrieben. Dem Titel ist zu entnehmen, dass es sich um das gleichnamige Bild handeln könnte. Scheinbar ist dies aber nicht direkt darauf zurückzuführen, es geht eher um die Sehnsucht nach Einsamkeit. Beim Lesen des Gedichts hat man das Gefühl zwei Handlungen gleichzeitig zu verfolgen. Die erste Handlung vollzieht sich von Strophe eins, über drei, dann bis hin zur fünften Strophe. In der ersten Handlung wird das bedrückende Gefühl des lyrischen Ichs behandelt. Formal lässt sich erkennen, dass beide Gedichte eine geordnete Struktur aufweisen, die sich darin begründen lässt, dass es Strophen und Reime gibt. Auch inhaltlich gibt es Ähnlichkeiten. Beide Gedichte vertreten das Motiv der Sehnsucht, die erwähnt wird. Außerdem spielt die Natur eine wichtige Rolle in beiden Gedichten: ,,Felsenklüfte" vs. ,,Meer". Ebenfalls deutlich zu erkennen ist, dass beide Gedichte die Weite und Ferne als Motiv verwenden. Damit häufig einher geht auch die Einsamkeit, die in beiden Gedichten zu finden ist. Als letztes Motiv lässt sich bei beiden Gedichten noch das des Aufbruchs bzw. des Ausbruchs aus der Wirklichkeit finden. Trotz aller dieser Gemeinsamkeiten gibt es auch viele Unterschiede zwischen den beiden Gedichten. Bei Sack ist die Rede von einem Aufbruch, aber dieser soll von der Großstadt befreien, während bei Eichendorff die Beengtheit nur durch den Blick aus dem Fenster ausgedrückt wird. Außerdem sind die Grundsätze der Gedichte unterschiedlich. Bei Sack ist die Einsamkeit eine Wunschvorstellung, bei Eichendorff hingegen ist sie die Grundlage dieser Gedankenvorstellungen und für die Entwicklung der Sehnsucht benötigt. Eichendorffs Gedicht „Sehnsucht“ beinhaltet zahlreiche typische Motive für die Epoche der Romantik, die von menschlichen Gefühlen und der Flucht aus der rauen Wirklichkeit der französischen Revolution und der beginnenden Industrialisierung geprägt war. Die Dichter sehen sich nun nicht mehr als Ratgeber für die Gesellschaft, sondern als Außenseiter, was in Eichendorffs Werk verdeutlicht wird, indem sich das lyrische Ich sich einsam am Fenster befindet. Es herrschte Sehnsucht nach idyllischer Natur, die es scheinbar so nicht mehr gab, womit das Fernweh und die Idealisierung des Mittelalters zu begründen sind. Die Sinne des Menschen werden an zahlreichen Stellen angesprochen, denn es wird nicht nur das Visuelle beschrieben, sondern auch das Akustische und - typisch romantisch - auch der sensitive Sinn. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beiden Gedichte viele Ähnlichkeiten haben, die sich vor allem in den Motiven wiederspiegeln, aber „Der Schrei" ist dennoch dem Expressionismus zuzuordnen, da hierbei die Flucht eine größere Rolle spielt und die Einsamkeit keine Voraussetzung sondern ein Ziel ist.