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Der Trafikant

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Analyse
Der Trafikant
Juli 2021
Aufgabe
Analysiere das Ende des Romans im Hinblick auf die Frage, wie Anezka hier dargestellt wird.
Berücksi
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Aufgabe
Analysiere das Ende des Romans im Hinblick auf die Frage, wie Anezka hier dargestellt wird.
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• Autor • Historie • Schlüsselereignisse • Inhalt • Figuren • Romanstruktur • Erzählerische Gestaltung • Sprachliche Gestaltung • Handlungssituation • Ortswechsel • Rolle der Medien • Entwicklungsstadien • Adoleszenz • Deutungsansätze • Erwartungshorizont

Analyse Der Trafikant Juli 2021 Aufgabe Analysiere das Ende des Romans im Hinblick auf die Frage, wie Anezka hier dargestellt wird. Berücksichtige dabei ihre Darstellung im übrigen Roman. Nimm auch Bezug auf die Erzählhaltung. Im Folgenden analysiere ich das Ende des Romans ,,Der Trafikant" von Robert Seethaler, veröffentlicht 2009, im Hinblick auf die Frage, wie Anezka dort dargestellt wird. Dabei berücksichtige ich sowohl Anezkas Darstellung im übrigen Roman als auch die von Seethaler verwendete Erzählhaltung. Meine Deutungshypothese in Bezug auf die Fragestellung lautet, dass am Ende des Romans deutlich wird, dass Anezka in Franz verliebt war, sie diese Liebe aufgrund verschiedener Aspekte, wie beispielsweise ihrer Beziehung zu einem SS-Mann, nicht ausleben konnte. Das Ende des Romans spielt kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, weshalb sich annehmen lässt, dass Anezkas Freund, aufgrund seiner Zugehörigkeit zu der SS, bald von den Alliierten verhaftet werden wird und Franz bereits von den Nationalsozialisten umgebracht worden ist. Aufgrund dieser aussichtslosen Situation wird am Ende des Romans dem Leser Anezkas Liebe zu Franz anhand verschiedener Aspekte verdeutlicht. Am Ende des Romans, im Jahre 1945, sieben Jahre, nachdem Anezka Franz das letzte Mal gesehen hat, geht sie noch einmal zur Trafik. Dort findet sie jedoch nur einen leeren Verkaufsraum vor, nur an der Scheibe klebt ein Zettel. Sie bleibt eine Weile vor dem Trafik stehen, nimmt dann den...

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Alternativer Bildtext:

Zettel und verschwindet, da sich alliierte Bomber nähern. Auffällig am Ende des Romans ist der Wechsel der Erzählperspektive. Während Anezka ihre Wange an die Scheibe des Trafiks hält, wechselt Seethaler vom Er-Erzähler in den personalen Erzähler. Dies deutet darauf hin, dass der Leser nun zumersten Mal einen Einblick Anezka: Gefühle und Gedanken erhält. Nachdem sie mit ihrem Mund gegen die Scheibe gehaucht hat, sodass diese beschlug, streicht sie mit ihren Fingern zwei Linien auf das Fenster. Sind diese Linien so angeordnet, dass man ein Herz erkennen kann, ist dies ein erstes Indiz für ihre Liebe. Unterstützt wird dies durch die Tatsache, dass Anezka die Schrift auf dem Zettel erkennt, ,,ohne sie je zuvor gesehen zu haben" (S.249). Sie hat Franz' Schrift noch nie zuvor gesehen, dennoch erkennt sie allein durch ihr Unterbewusstsein, dass es sich um Franz' Schrift handelt, was ebenfalls darauf hindeutet, dass sie Gefühle für Franz spürt. Außerdem hat sie bei dem Anlehnen an die Trafikscheibe das Gefühl, alles würde vibrieren. Dies ist jedoch nureine Einbildung, da es wenig später erneut vibriert und dies keine Täuschung war (vgl. S.250). Die Vibration zeigt ihre innere Unruhe, wenn sie an Franz denkt. Sie ist aufgebracht, da sie womöglich in einem eigenen Gewissenskonflikt steht, da sie es einerseits bereut, Franz ihre Liebe nicht gestanden zu haben, auf der anderen Seite aber froh ist, da sie aufgrund der Kontaktschuld verhaftet worden wäre. Hinzu kommt, dass sie den Zettel des Trafiks behutsam abnimmt und in ihre Manteltasche steckt. Neben ihren Erinnerungen ist dies das einzig greifbare, weshalb sie damit so behutsam umgeht, als wäre es Franz selbst. Auch dies unterstreicht die anfangs aufgestellte Hypothese - Anezkas Liebe zu Franz. Analyse Der Trafikant Juli 2021 Im Vergleich zum übrigen Roman wird Anezka hier deutlich gefühlvoller dargestellt. Als sie sich an das Trafikfenster lehnt, schließt sie ihre Augen. Dadurch möchte sie der Realität entfliehen und einen Augenblick in Gedanken leben, da dies der einzige Ort ist, an dem Franz noch lebt. Außerdem wird die Schrift auf dem Zettel wie eine Schrift aus ,,Kinderhand" (S.250) beschrieben. Dies stellt einen Bezug auf den gesamten Roman her, da Franz von Anezka überwiegend ,,Burschi" genannt wurde und die Briefe seiner Mutter immer mit ,,Deine Mutter" endeten. Gegen Ende des Romans wehrt sich Franz zwar zunehmend gegen die Anrede "Burschi" und freut sich, dass seine Mutter mit "Deine Mutter" und nicht mit "Deine Mama" unterschrieben hat. Die Schrift wie aus einer Kinderhand lässt die Entwicklung Franz' im Roman noch einmal Revuepassieren und erinnert Anezka an das Kennenlernen mit Franz und ihre gemeinsame Entwicklung. Sie schwelgt in Nostalgie und erinnert sich gerne an die gemeinsame Zeit mit Franz. Des Weiteren wirft Anezka am Ende noch einmal einen Blick in den leeren Trafik, tippt einmal gegen die Scheibe und geht. Der letzte Blick war ihre letzte, vergebliche, Hoffnung, im Trafik Franz zu sehen. Sie tippt auf die Fensterscheibe, was wie eine Art Abschiedskuss gesehen werden kann. Ihre Beziehung mit Franz endet dort, da sie von nun an getrennte Wege gehen, Franz ist tot und ihre Zukunft ist ebenso ungewiss, sie kann durch die alliierten Bomber sterben oder auch aufgrund ihrer Kontaktschuld mit ihrem Freund verhaftet werden.