Sprache und Dichtkunst im Barock
Die Barock-Literatur zeichnete sich durch eine besondere Betonung der Form und Regelkonformität aus. Dichter mussten über fundiertes Wissen zum Aufbau von Gedichten verfügen und mit den Themen der Zeit sowie stilistischen Mitteln vertraut sein.
Example: Das bekannteste Lehrbuch der Dichtkunst stammte von Martin Opitz: "Buch von der Deutschen Poeterey".
Martin Opitz spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der deutschen Literatursprache. Er führte nicht nur die Ständeklausel im Drama ein, sondern etablierte auch das Akzentgesetz, das Hebungen und Senkungen in der Verskunst regelte.
Definition: Die Ständeklausel besagte, dass in Tragödien nur hochgestellte Personen auftreten durften, während Komödien dem einfachen Volk vorbehalten waren.
Barockdichter hielten sich streng an die Vorschriften poetischer Lehrbücher. Das Dichten galt als erlernbare Kunstfertigkeit gelehrter Männer, wobei nicht der Inhalt (das Was), sondern die Form (das Wie) im Vordergrund stand. Die dichterische Sprache sollte sich deutlich von der Alltagssprache abheben und einen feierlichen, würdevollen und glanzvollen Ausdruck aufweisen.
Highlight: Die strikte Trennung zwischen poetischer und alltäglicher Sprache ist ein charakteristisches Merkmal der Barock-Literatur, das sie von der modernen Literatur unterscheidet.





























