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Diskriminierung im Kinderbuch

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Diskriminierung im Kinderbuch

 Kinder werden zu Rassisten wegen bedeutsamer
Autoren
Astrid Lindgren und Otfried Preußler- Vertreter der Diskriminierung
statt Literatur
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Ausarbeitung, Informativer Text, Sachtext verfassen anhand von verschiedenen Materialien •Kinder werden zu Rassisten wegen bedeutsamer Autoren •Astrid Lindgren und Otfried Preußler- Vertreter der Diskriminierung statt Literatur

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Kinder werden zu Rassisten wegen bedeutsamer Autoren Astrid Lindgren und Otfried Preußler- Vertreter der Diskriminierung statt Literatur Wir kennen sie alle. Wenn wir sie nicht gelesen haben, dann haben wir die Verfilmungen geschaut, wenn ich nicht sogar durch Hörbücher gehört. Pippi Langstrumpf, Jim Kopf, die kleine Hexe und viele weitere Klassiker, in denen sich der versteckte Rassismus zeigt. Astrid Lindgren und Otfried Preußler, beide zwei sehr anerkannte und bedeutsame Autoren. Doch nun stellt sich die Frage, hätten sie diese Anerkennung verdient? Unterstützten sie das rassistische Erziehen durch ihre diskriminierende Wortwahl? Dialika Neufeld, erklärt in ihrem Zeitungsartikel „Neger" aus der Spiegel Zeitung, dass sie in ihrem Leben deutlich zu spüren wusste bekam, dass sie anders war, aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe. Ihre Spielkameraden betitelten sie als „Neger“, ohne sich dessen bewusst zu sein, was für eine Geschichte sich hinter diesem Begriff befindet. Doch Dialika Neufeld sieht den Verursacher, nicht bei den Kindern,sondern bei den Autoren Astrid Lindgren und Otfried Preußler, da diese in ihren Werken Begriffe wie „Neger“ oder „Negerlein“ verwendeten, oft so, dass diese Worte sehr harmlos und als spaßig angesehen werden. Doch auch Jahre später werden die Werke „Pippi Langstrumpf“ und „die kleine Hexe" von einigen Verlagen ohne Überarbeitungen veröffentlicht. Die rassistische Erziehung in unserer derzeitigen Gesellschaft wird also vorangetrieben. Für viele Kinder sind diese Geschichten die ersten Bücher,...

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die sie lesen, dabei eigenen sie sich unbewusst falsches Wissen an und fangen an, ohne darüber nachzudenken, welche Hintergründe das Wort ,,Neger" hat, ihre Kameraden so zu betiteln und gleichzeitig auch auszugrenzen. Es gibt Eltern, die sich nicht im Klaren darüber sind, dass sie durch den Kauf solch eines unverändert diskriminierenden Werkes ihr Kind zu einem rassistischen Wesen erziehen. Gerade deswegen ist es sehr bemerkenswert, wenn zum Beispiel wie der Oetinger Verlag bei Pippi Langstrumpf, den Begriff „Negerkönig“ durch „Südseekönig“ ersetzt hat. D.h. solche Begriffe dem Kontext entsprechend durch neutrale Begriffe ersetzt, um Minderheiten zu schützten. Wenn solche Bücher in Umlauf geraten, ist es sehr schwer, sie aus der Gesellschaft zu nehmen, da es oft viele verschiedene Versionen gibt und nicht alle bereit sind, die Bücher zu überarbeiten. Grund dafür ist, dass viele Menschen wenig Verständnis beziehungsweise nicht über ausreichend Wissen verfügen bezüglich des Wortes ,Neger" und dessen Hintergründe. Was hat es mit dem Begriff ,,Neger“ auf sich und welche Geschichte dahinter steckt? Mit dem Begriff verbindet man einen schrecklichen Zeitraum für dunkelhäutige Menschen. Es bedeutet bzw. leitet sich von den Begriffen ,,negro" (Spanisch) und „niger" (Lateinisch) ab, und bedeutet beides jeweils schwarz. Man erkannte den Wert dieser Menschen nicht an, aufgrund dessen dass sie etwas anders aussahen und trennte dunkelhäutige Menschen von den Weißen. Die Weißen folterten, versklavten die Dunkelhäutigen nur wegen des Unterschieds der Hautfarben. Jede Verwendung bzw. Erwähnung des Wortes ,,Neger" erinnert an diese schrecklichen Taten und an die jahrelange Gefangenschaft. Auch wenn es einige Jahre her ist, lässt es bei vielen Betroffenen - egal welcher Kultur - alte Narben erwecken aufreißen und ein weiteres Mal wird dieser Mensch (absichtlich oder nicht) auf sein Äußerliches reduziert, auf etwas, wofür man nichts kann. Im Klassiker ,, Jim Knopf und der Lokomotivführer" zeigen sich auch schreckliche Formulierungen bzw. Ausdrücke, die den Menschen auf das Äußerliche reduzieren, da man nicht menschlich auf das gefundene Baby zugeht, sondern es nach der Hautfarbe abschwächt, gerade durch den Begriff „Negerbaby“ und zugleich in Kontakt mit den Gräueltaten bringt. Zudem wurde auch starke Kritik gegenüber dem Cover der Erstauflage von ,,Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ geäußert, da durch dieses Cover die dunkelhäutige Person als anders wahrgenommen wird anstatt einfach als Menschen. Die starke Diskriminierung wird auch bei Pippi Langstrumpf vor allem deutlich,da das afrikanische Land Kongo (dort wo überwiegend dunkelhäutige Menschen lebend) stark mit Vorurteilen zu kämpfen hat, denn laut der von Astrid Lindgren erfundenen Figur „Pippi“ würden im Kongo alle Menschen täglich lügen. Für Kinder haben solche Aussagen starke Folgen, denn obwohl es man wie der Literaturkritiker Ulrich Greiner das Buch „Pippi Langstrumpf" als ,,literarisches Meisterwerk" bezeichnen kann, weist es eindeutige Unterstützungen auf für eine rassistische Erziehung. Kinder glauben bzw. nehmen aufgrund ihres naiven Vertrauens tatsächlich an, dass Menschen aus dem Kongo lügen würden bzw Dunkelhäutige. Dies ist der entscheidende Ansatz, wieso man solche Wörter dringend in den Kinderbüchern als auch in anderen Textformen ersetzen sollte, denn diese greifen die Erziehung an. Im Interview von Kristina Schröder wird deutlich, dass es auch Eltern gibt, die ihre Kinder rassistische Kinderbuchklassiker wie „Pippi Langstrumpf“ lesen lassen, aber bereit sind, ihre Kinder bezüglich diskriminierender Begriffen ausreichend aufzuklären beziehungsweise diese neutral zu übersetzen. Allerdings wird anhand der Grafik des Meinungsforschungsinstituts YouGov bezüglich der Frage, ob diskriminierende Wörter aus Kinderbücherklassikern entfernt werden sollen aus dem Jahr 2013 deutlich, dass 70 % der Menschen gegen eine Entfernung sind und nur 22 % der Menschen Verständnis haben beziehungsweise Rücksicht nehmen für die betroffenen Menschen. 8 % der Befragten haben keine Meinung zu diesem Thema. Hinzu kommt, dass sich die Mehrheit gegen eine Entfernung entschieden hat. Gründe dafür sind nicht bekannt, aber man könnte annehmen, dass sich viele nicht im Klaren über die Hintergründe dieser diskriminierenden Wörter sind und dementsprechend sich nicht in die Menschen hinein versetzen können. Hierbei spielt das Wissen über die Vergangenheit bezüglich des Zusammenlebens zwischen Weißen und Dunkelhäutigen eine wichtige Rolle. Jedoch sind viele Menschen nicht ausreichend darüber informiert und sehen die Nutzung solcher Wörter als eine neue Sprache wie Jugendsprache oder als Slang bzw. spaßige Rassentrennung eines Freundes. Diesbezüglich gerät aber immer in Vergessenheit, welch schreckliche Erinnerungen/ Taten diese Wörter umfassen. Um einen erneuten Konflikt zwischen Weißen und Dunkelhäutigen zu vermeiden, sollte die Verwendung dieser Begriffe von beiden Seiten stattfinden. Auch Dunkelhäutige sollen sich gegenseitig nicht so nennen, da es außerordentlich unangebracht ist, sich über die Geschehnisse dieses Wortes zu belustigen bzw zu bespaßen. 7 Jahre später wird in der Gesellschaft deutlich mehr Verständnis und Rücksicht auf solche Begriffe genommen. Anhand des Liedes „Mensch ist Mensch", welches im Jahre 2019 veröffentlicht wurde von dem berühmten Künstler Moe Phoenix, welcher mit seinem Lied auf Spotify 80 Millionen Aufrufe erzielt hat, wird deutlich, dass immer mehr Menschen verstehen, dass diese Begriffe in dem heutigen Sprachgebrauch nichts zu suchen haben und, dass man Menschen nicht auf Äußerliches oder den sozialen Stand reduzieren soll. Dies wird besonders durch den Refrain „[...] Egal, ob schwarz oder weiß (phh), Egal, ob arm oder reich, Egal, ob hart oder weich [...] jaja, Mensch ist Mensch“ unterstützt. Immer mehr Personen des öffentlichen Lebens versuchen darauf hinzuweisen und lehnen die Nutzen bzw. die Diskriminierung an. Besonders nach dem Mord im Mai 2020 an George Floyd zeigen sich viele Menschen verständnisvoll und fangen an die versteckte Diskriminierung zu verabscheuen und dieser keinen Platz in der Gesellschaft zu lassen. Schlussfolgernd kann man sagen, dass die diskriminierenden Wörter in Kinderbuchklassikern besonders für Kinder erhebliche Folgen haben können, nichtsdestotrotz sollte man diese Wörter nicht entfernen, sondern im Gegenteil man sollte mit ihnen arbeiten, für Aufklärung sorgen und deutlich machen, in welchen Konflikten beziehungsweise wie sich die Betroffenen von damals gefühlt haben/befanden und was für Folgen die Nutzung dieser Wörter in der heutigen Zeit haben können. Hinzu kommt, dass man solchen Werken, auch wenn es von bedeutsamen Autoren stammt, nicht immer allzu viel Bedeutung schenken sollte, da diese nicht ausreichend aufklären beziehungsweise falsche Infos in die Welt setzen oder Sachen verharmlosen.

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Astrid Lindgren und Otfried Preußler- Vertreter der Diskriminierung
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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Kinder werden zu Rassisten wegen bedeutsamer Autoren Astrid Lindgren und Otfried Preußler- Vertreter der Diskriminierung statt Literatur Wir kennen sie alle. Wenn wir sie nicht gelesen haben, dann haben wir die Verfilmungen geschaut, wenn ich nicht sogar durch Hörbücher gehört. Pippi Langstrumpf, Jim Kopf, die kleine Hexe und viele weitere Klassiker, in denen sich der versteckte Rassismus zeigt. Astrid Lindgren und Otfried Preußler, beide zwei sehr anerkannte und bedeutsame Autoren. Doch nun stellt sich die Frage, hätten sie diese Anerkennung verdient? Unterstützten sie das rassistische Erziehen durch ihre diskriminierende Wortwahl? Dialika Neufeld, erklärt in ihrem Zeitungsartikel „Neger" aus der Spiegel Zeitung, dass sie in ihrem Leben deutlich zu spüren wusste bekam, dass sie anders war, aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe. Ihre Spielkameraden betitelten sie als „Neger“, ohne sich dessen bewusst zu sein, was für eine Geschichte sich hinter diesem Begriff befindet. Doch Dialika Neufeld sieht den Verursacher, nicht bei den Kindern,sondern bei den Autoren Astrid Lindgren und Otfried Preußler, da diese in ihren Werken Begriffe wie „Neger“ oder „Negerlein“ verwendeten, oft so, dass diese Worte sehr harmlos und als spaßig angesehen werden. Doch auch Jahre später werden die Werke „Pippi Langstrumpf“ und „die kleine Hexe" von einigen Verlagen ohne Überarbeitungen veröffentlicht. Die rassistische Erziehung in unserer derzeitigen Gesellschaft wird also vorangetrieben. Für viele Kinder sind diese Geschichten die ersten Bücher,...

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Grund dafür ist, dass viele Menschen wenig Verständnis beziehungsweise nicht über ausreichend Wissen verfügen bezüglich des Wortes ,Neger" und dessen Hintergründe. Was hat es mit dem Begriff ,,Neger“ auf sich und welche Geschichte dahinter steckt? Mit dem Begriff verbindet man einen schrecklichen Zeitraum für dunkelhäutige Menschen. Es bedeutet bzw. leitet sich von den Begriffen ,,negro" (Spanisch) und „niger" (Lateinisch) ab, und bedeutet beides jeweils schwarz. Man erkannte den Wert dieser Menschen nicht an, aufgrund dessen dass sie etwas anders aussahen und trennte dunkelhäutige Menschen von den Weißen. Die Weißen folterten, versklavten die Dunkelhäutigen nur wegen des Unterschieds der Hautfarben. Jede Verwendung bzw. Erwähnung des Wortes ,,Neger" erinnert an diese schrecklichen Taten und an die jahrelange Gefangenschaft. Auch wenn es einige Jahre her ist, lässt es bei vielen Betroffenen - egal welcher Kultur - alte Narben erwecken aufreißen und ein weiteres Mal wird dieser Mensch (absichtlich oder nicht) auf sein Äußerliches reduziert, auf etwas, wofür man nichts kann. Im Klassiker ,, Jim Knopf und der Lokomotivführer" zeigen sich auch schreckliche Formulierungen bzw. Ausdrücke, die den Menschen auf das Äußerliche reduzieren, da man nicht menschlich auf das gefundene Baby zugeht, sondern es nach der Hautfarbe abschwächt, gerade durch den Begriff „Negerbaby“ und zugleich in Kontakt mit den Gräueltaten bringt. Zudem wurde auch starke Kritik gegenüber dem Cover der Erstauflage von ,,Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ geäußert, da durch dieses Cover die dunkelhäutige Person als anders wahrgenommen wird anstatt einfach als Menschen. Die starke Diskriminierung wird auch bei Pippi Langstrumpf vor allem deutlich,da das afrikanische Land Kongo (dort wo überwiegend dunkelhäutige Menschen lebend) stark mit Vorurteilen zu kämpfen hat, denn laut der von Astrid Lindgren erfundenen Figur „Pippi“ würden im Kongo alle Menschen täglich lügen. Für Kinder haben solche Aussagen starke Folgen, denn obwohl es man wie der Literaturkritiker Ulrich Greiner das Buch „Pippi Langstrumpf" als ,,literarisches Meisterwerk" bezeichnen kann, weist es eindeutige Unterstützungen auf für eine rassistische Erziehung. Kinder glauben bzw. nehmen aufgrund ihres naiven Vertrauens tatsächlich an, dass Menschen aus dem Kongo lügen würden bzw Dunkelhäutige. Dies ist der entscheidende Ansatz, wieso man solche Wörter dringend in den Kinderbüchern als auch in anderen Textformen ersetzen sollte, denn diese greifen die Erziehung an. 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Auch Dunkelhäutige sollen sich gegenseitig nicht so nennen, da es außerordentlich unangebracht ist, sich über die Geschehnisse dieses Wortes zu belustigen bzw zu bespaßen. 7 Jahre später wird in der Gesellschaft deutlich mehr Verständnis und Rücksicht auf solche Begriffe genommen. Anhand des Liedes „Mensch ist Mensch", welches im Jahre 2019 veröffentlicht wurde von dem berühmten Künstler Moe Phoenix, welcher mit seinem Lied auf Spotify 80 Millionen Aufrufe erzielt hat, wird deutlich, dass immer mehr Menschen verstehen, dass diese Begriffe in dem heutigen Sprachgebrauch nichts zu suchen haben und, dass man Menschen nicht auf Äußerliches oder den sozialen Stand reduzieren soll. Dies wird besonders durch den Refrain „[...] Egal, ob schwarz oder weiß (phh), Egal, ob arm oder reich, Egal, ob hart oder weich [...] jaja, Mensch ist Mensch“ unterstützt. Immer mehr Personen des öffentlichen Lebens versuchen darauf hinzuweisen und lehnen die Nutzen bzw. die Diskriminierung an. Besonders nach dem Mord im Mai 2020 an George Floyd zeigen sich viele Menschen verständnisvoll und fangen an die versteckte Diskriminierung zu verabscheuen und dieser keinen Platz in der Gesellschaft zu lassen. Schlussfolgernd kann man sagen, dass die diskriminierenden Wörter in Kinderbuchklassikern besonders für Kinder erhebliche Folgen haben können, nichtsdestotrotz sollte man diese Wörter nicht entfernen, sondern im Gegenteil man sollte mit ihnen arbeiten, für Aufklärung sorgen und deutlich machen, in welchen Konflikten beziehungsweise wie sich die Betroffenen von damals gefühlt haben/befanden und was für Folgen die Nutzung dieser Wörter in der heutigen Zeit haben können. Hinzu kommt, dass man solchen Werken, auch wenn es von bedeutsamen Autoren stammt, nicht immer allzu viel Bedeutung schenken sollte, da diese nicht ausreichend aufklären beziehungsweise falsche Infos in die Welt setzen oder Sachen verharmlosen.