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"Effi Briest" / Fontane

"Effi Briest" / Fontane

 Literaturhausarbeit
"Ein junges Lämmchen, weiß wie Schnee"
Dichter: Theodor Fontane
Titel: Effi Briest
Verfasser der Hausarbeit: Sarah
Klas
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Dichter: Theodor Fontane
Titel: Effi Briest
Verfasser der Hausarbeit: Sarah
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Dichter: Theodor Fontane
Titel: Effi Briest
Verfasser der Hausarbeit: Sarah
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Klaus Schenck

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Literaturhausarbeit "Ein junges Lämmchen, weiß wie Schnee" Dichter: Theodor Fontane Titel: Effi Briest Verfasser der Hausarbeit: Sarah Klasse: WG 11.1 Schule: Wirtschafts-Gymnasium an der Kaufmännischen Schule Fach: Deutsch Fachlehrer: OSR. Schenk Abgabetermin: 10. November 2009 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Biographie 2.1 Leben des Theodor Fontane 2.2 Werke 3. Inhaltsangabe 4. Thematik 4.1 Die Ehegeschichte: Der Chinese und die Angst 4.2 Prinzipientreue, Ehrenkodex und das Duell 4.3 Frauen im 19. Jahrhundert, Ehebruch und Gerechtigkeit 5. Personen 5.1 Personenkonstellation 5.2 Personencharakterisierung 5.2.1 Effi Briest 5.2.2 Die Eltern Briest 5.2.3 Geert von Innstetten 5.2.4 Major von Crampas 5.2.5 Wüllersdorf 5.2.6 Johanna 5.2.7 Roswitha 5.2.8 Gieshübler 5.2.9 Der Landadel Seite 3 Seite 4 Seite 4 - 5 Seite 6-8 Seite 9 Seite 10 Seite 10-11 Seite 12-13 Seite 14 Seite 15 Seite 15 Seite 16 Seite 16 Seite 17 Seite 18 Seite 19 Seite 19 Seite 20 Seite 20 Seite 21 Seite 22 6. Gesamtüberblick 6.1 Wer ist schuld am Schicksal Effis? 6.2 Erzählhaltung, Sprache, Aufbau, Vorausdeutungen 6.3 Chronologie der Ereignisse 6.4,,Effi Briest" als Gesellschaftsroman 7. Autobiographischer Hintergrund 7.1 Entstehungsgeschichte des Romans 7.2 Die wahre Geschichte der Effi Briest 7.2.1 Vergleich der Personen zwischen Roman und tatsächlichem Geschehen 7.3 Rezeption des Romans 7.3.1 Verfilmungen 7.3.1.1 Vergleich zwischen Buch und Film (1974) 7.3.2 Theaterstücke 8. Textinterpretation 8.1 Buchseiten 234 – 236 (eingescannt) - 8.2 Textinterpretation der Seiten 234 - 236 10. Anhang 9. Eigene Stellungnahme 10.1 Literaturverzeichnis 10.2 Selbstständigkeitserklärung Seite 22 Seite 22 Seite 23-25 Seite 26-27 Seite 28 Seite 29 Seite 29 Seite 30 Seite 31 Seite 32 Seite 32 Seite 33 Seite 33 Seite 34 Seite 34 - 35 Seite 36-38 Seite 39 - 40 Seite 41 Seite 41 Seite 42 www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Fontane: ,,Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 3 von 42...

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(urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 1. Einleitung ,,Effi Briest" von Theodor Fontane, das ist der Titel des Werkes, welches ich mir für meine erste Hausarbeit ausgesucht habe. Die Entscheidung für dieses Buch ist mir nicht sehr schwer gefallen, da ich von vielen Bekannten und Freunden zuvor schon gehört habe, dass das Buch bzw. die Handlung sehr interessant sein soll. Doch dies allein beeinflusste mich nicht, denn als ich mich über die drei möglichen Lektüren informierte (Dürrenmatt: "Der Besuch der alten Dame"; Schiller: “Kabale und Liebe"), fand ich heraus, dass “Effi Briesť" eines der bedeutendsten Bücher von Theodor Fontane ist und ich so meine Entscheidung sicherlich nicht bereuen werde. Meine einzige Angst war jedoch, dass das Werk, erschienen im 19. Jahrhundert, in veralteter Sprache geschrieben ist, doch meine Angst war meist unbegründet, auch wenn ich mich teilweise durch Fontanes detaillierten Stil durcharbeiten musste. Da der Autor sich sehr dem Realismus und den Gesellschaftsromanen verschrieben hatte, konnte ich mich sehr gut in das Buch und somit auch in die verschiedenen Charaktere versetzen.¹ Teilweise hinterließ der Roman sogar Gefühle wie Trauer, Wut und Unverständnis bei mir. Ich finde, dass ,,Effi Briest” ein echter Klassiker ist, den man gelesen haben sollte. Auch wenn die stets wilde Effi sowohl damals als auch heute wenig geschätzt wäre, da sie ihre sonst so intakte Familie durch ihre Affäre zu Major von Crampas zerstörte, zeigt Fontane ein völlig anderes Bild von ihr. Er lässt Effi zu einer Betroffenen der Zwänge im19. Jahrhundert werden und stellt sie so in einem anderen Licht dar. 2 1 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch ,,Effi Briest“. Stark Verlag, Freising 2007, S. 1 - 2 2 http://images.buch.de/images-adb/c2/75/c2756df2-f92f-47f5-adb4-200e5fc346fe.jpg, den 23.10.09 Theodor Fontane Effi Briest Klett www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Fontane: ,,Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 4 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 2. Biographie 2.1 Leben des Theodor Fontane → Henri Theodore Fontane erblickte das Licht der Welt am 30. Dezember 1819 in Neuruppin, als erstes Kind von Louis Henri, von Beruf Apotheker und seiner Frau Emilie, geb. Labry. Da die Familie finanzielle Schwierigkeiten hatte, zog sie im Jahr 1827 nach Swinemünde, wo der damals 8 - jährige Fontane kurze Zeit die städtische Schule besuchte, dann jedoch von privaten Lehrern zuhause unterrichtet wurde. → Im Jahr 1832, zurück in Neuruppin, besuchte Fontane das Gymnasium, das er ein Jahr später wieder verließ, um auf die Gewerbeschule nach Berlin zu gehen. Dort erhielt er 1836 ein ,,Einjähriges - Zeugnis", das mit dem in Deutschland gängigen Realschulabschluss vergleichbar ist. als Im Jahr nach seinem Abschluss schloss Theodor Fontane eine Apothekerlehre in Berlin ab und verdiente so in den darauf folgenden Jahren sein Geld Apothekergehilfe. → Seine erste Novelle "Geschwisterliebe" brachte Theodor Fontane im Jahr 1840 heraus. Nebenher versuchte er intensiver 3 in die Welt der Schriftsteller einzudringen, indem er Kontakte zu bekannten Literaturkreisen pflegte. → 1845 verlobte er sich nach seinem Militärdienst mit seiner langjährigen Jugendfreundin Emilie Rouanet - Kummer. Drei Jahre später beteiligte sich Fontane dann an den Barrikadenkämpfen der Revolutionäre. → Bald darauf kündigte er jedoch seinen Apothekerberuf, um freier Schriftsteller zu werden. Dies erwies sich anfangs noch recht schwer, bis er dann 1850 seine ersten Romanerscheinungen publizierte, die ihm später Weltruhm einbringen sollten. Doch zuvor heiratete er seine Verlobte Emilie. Die beiden hatten große Schicksalsschläge im Laufe der Jahre zu verkraften, denn zwei Söhne der beiden verstarben kurz nach der Geburt. → 1860 erschienen Fontanes erste Reisebücher ( ,,Jenseits des Tweed' und „Aus England'). Diese sollten aber nicht die letzten bleiben. Die aus mehreren Bänden bestehenden Reiseberichte,, Wanderungen durch die Mark Brandenburg" folgten in den Jahren 1862 bis 1882. 4 3 http://www.theodor-fontane-schule.de/images/Schuleinrichtung/Fontane.jpg, 23.10.09 4 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch,, Effi Briest", Stark Verlag, Freising 2007, S. 3-5 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 5 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) → Zwischendurch arbeitete Fontane während den Kriegen, die in den Jahren 1861, 1866 und 1870 geschahen, als Berichterstatter. Über diese Konflikte schrieb er Bücher, die erst 1872 fertig waren. Vier Jahre später wandte sich Theodor Fontane dann endgültig dem Schriftstellerberuf zu. In den Jahren danach verreisten Theodor und Emilie in zahlreiche Länder, wie zum Beispiel in die Schweiz, Österreich oder nach Italien. → Ein weiterer Schicksalsschlag traf die Familie dann im Jahr 1887. Der gemeinsame Sohn George starb nach einem Blinddarmdurchbruch und so kam es, dass sich Fontane noch mehr in seine Schriftstellerarbeit stürzte. Das musste der nun weltbekannte Schriftsteller jedoch schnell bereuen, denn als er gerade an seinem heute weltbekannten Werk ,,Effi Briesť schrieb, erkrankte er so schwer, dass die Ärzte sich um seine Psyche sorgten. 5 Doch durch einen großartigen Einfall seines Arztes konnte Fontane gerettet werden. Er sollte seine Kindheit in einem Roman niederschreiben und sich so ablenken. 1893 erschien dann sein Buch, das den passenden Namen ,,Meine Kinderjahre" trägt. 39 → 1895 erschien dann eines seiner letzten, aber anerkanntesten Werke ,,Effi Briest". In der Zwischenzeit wurde Fontane mit dem Ehrendoktortitel von der Universität in Berlin ausgezeichnet. → Ein weiteres Jahr später schrieb er sein Alterswerk ,,Der Stechlin", das aber erst nach seinem Tod erschien. → Am 20. September 1898 starb der berühmte Schriftsteller Theodor Fontane im Alter von 79 Jahren in seiner Berliner Wohnung. 6 5 http://www.preussen-chronik.de/bilder/880_Theodor_Fontane.jpeg, den 23.10.09 6 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch,, Effi Briest“, Stark Verlag, Freising 2007, Seite 3 - 5 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest“ Sarah: Literaturhausarbeit / 6 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 2.2 Werke des Theodor Fontane Neben seinen weltberühmten Werken schrieb Theodor Fontane früher auch als Journalist und Übersetzer. Seine berühmteste Übersetzung war Shakespeares ,,Hamlet". Erst ab seinem 60. Lebensjahr entstand der größte Teil seiner Werke. In seinen jungen Jahren schwankte er noch zwischen Klassik und Vormärz. Später wurde er dann aber zum Klassiker des deutschen Realismus. Die Hauptthemen seiner Werke sind das Misslingen menschlicher Beziehungen aufgrund gesellschaftlicher Zwänge und die Darstellung preußischer Originale, die Freiheit und Loyalität, Natürlichkeit und Disziplin miteinander verbinden. 7 Werke: ● ● ● ● ● L'Adultera, (Novelle, 1882) ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Geschwisterliebe, (Erzählung, 1839) Zwei Post-Stationen, (unveröffentlichte Erzählung, entstanden ca. 1845) James Monmouth, (Novelle, 1854) Tuch und Locke, (Erzählung, 1854) Goldene Hochzeit, (Erzählung, 1854) Vor dem Sturm, (1878) Grete Minde, (Nach einer altmärkischen Chronik, 1880) ● Schach von Wuthenow, (1882) Graf Petöfy, (Roman, 1884) Unterm Birnbaum, (1885) Cécile, Roman (1887) Irrungen, Wirrungen, (Roman, 1888) Die Poggenpuhls, (Roman, 1897) Der Stechlin, (Roman, 1898) Mathilde Möhring, (1906, unvollendet) Wanderungen durch die Mark Brandenburg : Band 1: Die Grafschaft Ruppin (1862) Band 2: Das Oderland (1863) Band 3: Haveland (1873) Band 4: Spreeland (1882) ● Band 5: Fünf Schlösser 9 8 Quitt, (Roman, 1891) Unwiederbringlich, (Roman, 1891) Frau Jenny Treibel oder 'Wo sich Herz zum Herzen findt' (Roman, 1892) Von vor und nach der Reise. Plaudereien und kleine Geschichten, (1894) Effi Briest, (Roman, 1895) Th. Fantane. Irrungen, Cirrungen. FENUGROH Erstausgabe von "Irrungen, Wirrungen" im Jahr 1888 7 Vgl. Dr. Rainer Lorenz, Lektüre Durchblick,,Effi Briest", Mentor, München 2005, S. 15 8 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Theodor_Fontane_Irrungen_Wirrungen.jp, den 24.10.09 9 http://de.wikisource.org/wiki/Theodor_Fontane, den 24.10.09 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest“ Sarah: Literaturhausarbeit / 7 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) Fragmente: ● Wolsey, (1854) ● Bret-Harte, (1874) Melusine, (Novellenfragment, 1878) Allerlei Glück, (Gegenwartsroman, entstanden etwa 1877/1878) Sidonie von Borcke, (entworfen zwischen 1879-1882) Eleonore, (Novellenfragment, entworfen 1880) ● ● ● ● ● ● Balladen und Gedichte: ● ● Storch von Adebar, (Novellenfragment, 1881-1882) Oceane von Parceval, (Novellenfragment, 1882) Die preußische Idee, (1894) Die Likedeeler, (Romanfragment, entstanden 1878-1880, 1882, Hauptentwurf 1895) Melusine von Cadoudal, (Novellenfragment, 1895) ● ● Gedichte (1851) Gedichte (10. Aufl. 1905 Gedichte (12.-14. Aufl. 1908) Gedichte aus dem Nachlass: - An meinem Fünfundsiebzigsten - Summa Summarum - Mein Leben - An Lischen Gedichte in Prosatexten: - Verse zum Advent Übersetzungen: Einzelnes : - Wo Bismarck liegen soll William Shakespeare, Hamlet (1842) Ein Freiheitslied des Naturdichters John Critschley Prince, A Fragment for the People. By John Chritchley Prince Lyrics for the People. By John Prince 1."Let the Boisterous Bacchanal" 2."Man of Toil" 3."There is Beauty on Earth" 4."Sad and Sick unto Death" 5."Feder und Presse" 10 10 http://de.wikisource.org/wiki/Theodor_Fontane, den 24.10.09 www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen Literaturhausarbeit Auswahlbücher: Johann Wolfgang von Goethe: ,,Faust I" (Reclam Nr. 1 / € 2,10) Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther" (Reclam Nr. 67, € 3,00) Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" (Hamburger Lesehefte, 5. Heft, € 1,60) Diese schriftliche Hausarbeit zählt voll als Klassenarbeit und kann zu- sätzlich als GFS gewertet werden! Umfang: Erfahrungswert in den letzten Jahren in Klasse 11: 18 - 22 Seiten Computer (Schriftgröße 12 / Arial) (Durchschnitt) ➤ nach Möglichkeit keine Arbeit über 30 Seiten keine reinen Fotoseiten!! Abgabetermin: Mittwoch, 29. Januar 2014 Mit Notenbonus: Mittwoch, 8. Januar 2014 Eine verspätete Abgabe führt zu Notenabzug. Zielsetzung: ● • Nicht nur eine gute Note, sondern auch Freude am eigenständigen Arbeiten an einem selbst gewählten Thema. • Erste Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. 1.Vorgehensweise Überlege dir, ob du den Dichter schon kennst, vielleicht von einem Werk schon et- was gehört hast und wie du innerlich zu beiden stehst, das ist der einfachste Weg, Entscheidungen zu fällen. Gehe ins Internet und schaue unter dem Werk nach, vermutlich findest du recht schnell Arbeiten, aus denen du leicht den Inhalt und die Thematik ersehen kannst, noch,nen' ➜ Tipp: Notiere dir gleich die verschiedenen Internet-Adressen mit Da- tum, vielleicht brauchst du sie noch später! www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 2 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 1. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Einführung in die Mediothek / speziell in Blick auf die Hausarbeit Treffpunkt: 13.15 Uhr in der Mediothek TBB (Ende: ~ 14.30 Uhr) Schüler- / Personalausweis für Leseausweis mitbringen! 2. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Entscheidung für ein Werk Du hast deine Wahl getroffen, dann kaufe dir das Buch, damit du darin unterstrei- chen und arbeiten kannst. Nicht am falschen Platz sparen! Nun informiere dich ein wenig über den Dichter, die Zeit, in der das Stück spielt und in der der Dichter es schrieb. Vielleicht gibt es auch sonst noch einige inhaltliche Un- klarheiten. Um hier weiter zu kommen, brauchst du die sogenannte Sekundärlitera- tur, die über das Werk schreibt. Also gehe in eine Bibliothek / Mediothek TBB und leihe dir die Sekundärliteratur aus. Wenn du clever bist, und das bist du doch, nimmst du am Besuchstag gleich die Bücher aus der Mediothek mit! Diese Bücher dürfen nur drei Tage ausgeliehen werden, so dass auch deine Mitschüler noch eine Chance bekommen! Wieder,nen' ➜ Tipp: Kopiere dir zackig die entscheidenden Stellen und das Deck- blatt, damit du korrekt zitieren kannst! Nicht am Kopieren sparen! Hier einige Bücher der Sekundärliteratur, die die Werke schülergerecht erläutern: 1. Diesterweg: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dra- mas und der erzählenden Literatur. (z.T. sehr anspruchsvoll, besonders gut in der reinen Textinterpretation des Werkes) 2. Klett: Lektürehilfen Deutsch. (z. Z. mit das Beste auf dem Markt!) 3. Stark: Interpretationshilfe Deutsch (sehr gut und übersichtlich) 4. Reclam: Lektüreschlüssel (sehr preisgünstig, vermittelt sehr gut einen ersten Überblick, reicht für die Anforderungen einer HA nicht) 5. Oldenbourg Interpretationen. (oft schwer geschrieben) 6. Reclams Universal-Bibliothek. Erläuterungen und Dokumente. (Inter- pretationen zu einzelnen Passagen oft nicht schlecht, meist guter Kurz-Überblick über verschiedene Gedanken und Probleme des Werkes, anspruchsvoll) 7. Analysen und Reflexionen (Beyer-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, teilweise sprachlich schwer) 8. Mentor-Lektüre (sehr prägnant, z.T. sehr guter Überblick, weniger für eine Hausarbeit geeignet) 9. Königs Erläuterungen und Materialien und Materialien (Bange-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, recht gut verständlich) 10. EinFach Deutsch Unterrichtsmodell (Schöningh im Westermann) (relativ teuer, aber sehr gut mit tollen Diagrammen, Überblicken und Materialien, gedacht für Lehrer!) 2-3 Bücher der Sekundärliteratur reichen, noch bist du nicht an der Uni. In WG 12 (J1) musst du dann schon ein wenig mehr lesen, ausleihen und natürlich auch inhalt- www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 3 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen lich bieten! Falls du bei mir in J1 sein solltest, werden wir die Uni-Bibliothek in Würz- burg (Hubland) besuchen. 3. Terminvorgabe: Mittwoch, 18. Dezember 2013 Abgabe einer vorläufigen Gliederung deiner Hausarbeit mit den Titeln der herausgesuchten Sekundärliteratur und Internet-Adressen (eine Seite!) Wenn du das alles im Griff hast, dann bist du schon sehr weit! Weiter unten erläutere ich kurz, welche Punkte in der Hausarbeit behandelt werden müssen. Natürlich kannst du über diese hinausgehen, wenn es sich bei deinem Thema anbietet. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und deiner Begeisterung natürlich auch nicht! Aber auch nichts mit Seitenzahl und Einsatz übertreiben! Auswahl an Sekundärliteratur 1. Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu

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"Ein junges Lämmchen, weiß wie Schnee"
Dichter: Theodor Fontane
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Literaturhausarbeit "Ein junges Lämmchen, weiß wie Schnee" Dichter: Theodor Fontane Titel: Effi Briest Verfasser der Hausarbeit: Sarah Klasse: WG 11.1 Schule: Wirtschafts-Gymnasium an der Kaufmännischen Schule Fach: Deutsch Fachlehrer: OSR. Schenk Abgabetermin: 10. November 2009 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Biographie 2.1 Leben des Theodor Fontane 2.2 Werke 3. Inhaltsangabe 4. Thematik 4.1 Die Ehegeschichte: Der Chinese und die Angst 4.2 Prinzipientreue, Ehrenkodex und das Duell 4.3 Frauen im 19. Jahrhundert, Ehebruch und Gerechtigkeit 5. Personen 5.1 Personenkonstellation 5.2 Personencharakterisierung 5.2.1 Effi Briest 5.2.2 Die Eltern Briest 5.2.3 Geert von Innstetten 5.2.4 Major von Crampas 5.2.5 Wüllersdorf 5.2.6 Johanna 5.2.7 Roswitha 5.2.8 Gieshübler 5.2.9 Der Landadel Seite 3 Seite 4 Seite 4 - 5 Seite 6-8 Seite 9 Seite 10 Seite 10-11 Seite 12-13 Seite 14 Seite 15 Seite 15 Seite 16 Seite 16 Seite 17 Seite 18 Seite 19 Seite 19 Seite 20 Seite 20 Seite 21 Seite 22 6. Gesamtüberblick 6.1 Wer ist schuld am Schicksal Effis? 6.2 Erzählhaltung, Sprache, Aufbau, Vorausdeutungen 6.3 Chronologie der Ereignisse 6.4,,Effi Briest" als Gesellschaftsroman 7. Autobiographischer Hintergrund 7.1 Entstehungsgeschichte des Romans 7.2 Die wahre Geschichte der Effi Briest 7.2.1 Vergleich der Personen zwischen Roman und tatsächlichem Geschehen 7.3 Rezeption des Romans 7.3.1 Verfilmungen 7.3.1.1 Vergleich zwischen Buch und Film (1974) 7.3.2 Theaterstücke 8. Textinterpretation 8.1 Buchseiten 234 – 236 (eingescannt) - 8.2 Textinterpretation der Seiten 234 - 236 10. Anhang 9. Eigene Stellungnahme 10.1 Literaturverzeichnis 10.2 Selbstständigkeitserklärung Seite 22 Seite 22 Seite 23-25 Seite 26-27 Seite 28 Seite 29 Seite 29 Seite 30 Seite 31 Seite 32 Seite 32 Seite 33 Seite 33 Seite 34 Seite 34 - 35 Seite 36-38 Seite 39 - 40 Seite 41 Seite 41 Seite 42 www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Fontane: ,,Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 3 von 42...

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(urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 1. Einleitung ,,Effi Briest" von Theodor Fontane, das ist der Titel des Werkes, welches ich mir für meine erste Hausarbeit ausgesucht habe. Die Entscheidung für dieses Buch ist mir nicht sehr schwer gefallen, da ich von vielen Bekannten und Freunden zuvor schon gehört habe, dass das Buch bzw. die Handlung sehr interessant sein soll. Doch dies allein beeinflusste mich nicht, denn als ich mich über die drei möglichen Lektüren informierte (Dürrenmatt: "Der Besuch der alten Dame"; Schiller: “Kabale und Liebe"), fand ich heraus, dass “Effi Briesť" eines der bedeutendsten Bücher von Theodor Fontane ist und ich so meine Entscheidung sicherlich nicht bereuen werde. Meine einzige Angst war jedoch, dass das Werk, erschienen im 19. Jahrhundert, in veralteter Sprache geschrieben ist, doch meine Angst war meist unbegründet, auch wenn ich mich teilweise durch Fontanes detaillierten Stil durcharbeiten musste. Da der Autor sich sehr dem Realismus und den Gesellschaftsromanen verschrieben hatte, konnte ich mich sehr gut in das Buch und somit auch in die verschiedenen Charaktere versetzen.¹ Teilweise hinterließ der Roman sogar Gefühle wie Trauer, Wut und Unverständnis bei mir. Ich finde, dass ,,Effi Briest” ein echter Klassiker ist, den man gelesen haben sollte. Auch wenn die stets wilde Effi sowohl damals als auch heute wenig geschätzt wäre, da sie ihre sonst so intakte Familie durch ihre Affäre zu Major von Crampas zerstörte, zeigt Fontane ein völlig anderes Bild von ihr. Er lässt Effi zu einer Betroffenen der Zwänge im19. Jahrhundert werden und stellt sie so in einem anderen Licht dar. 2 1 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch ,,Effi Briest“. Stark Verlag, Freising 2007, S. 1 - 2 2 http://images.buch.de/images-adb/c2/75/c2756df2-f92f-47f5-adb4-200e5fc346fe.jpg, den 23.10.09 Theodor Fontane Effi Briest Klett www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Fontane: ,,Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 4 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 2. Biographie 2.1 Leben des Theodor Fontane → Henri Theodore Fontane erblickte das Licht der Welt am 30. Dezember 1819 in Neuruppin, als erstes Kind von Louis Henri, von Beruf Apotheker und seiner Frau Emilie, geb. Labry. Da die Familie finanzielle Schwierigkeiten hatte, zog sie im Jahr 1827 nach Swinemünde, wo der damals 8 - jährige Fontane kurze Zeit die städtische Schule besuchte, dann jedoch von privaten Lehrern zuhause unterrichtet wurde. → Im Jahr 1832, zurück in Neuruppin, besuchte Fontane das Gymnasium, das er ein Jahr später wieder verließ, um auf die Gewerbeschule nach Berlin zu gehen. Dort erhielt er 1836 ein ,,Einjähriges - Zeugnis", das mit dem in Deutschland gängigen Realschulabschluss vergleichbar ist. als Im Jahr nach seinem Abschluss schloss Theodor Fontane eine Apothekerlehre in Berlin ab und verdiente so in den darauf folgenden Jahren sein Geld Apothekergehilfe. → Seine erste Novelle "Geschwisterliebe" brachte Theodor Fontane im Jahr 1840 heraus. Nebenher versuchte er intensiver 3 in die Welt der Schriftsteller einzudringen, indem er Kontakte zu bekannten Literaturkreisen pflegte. → 1845 verlobte er sich nach seinem Militärdienst mit seiner langjährigen Jugendfreundin Emilie Rouanet - Kummer. Drei Jahre später beteiligte sich Fontane dann an den Barrikadenkämpfen der Revolutionäre. → Bald darauf kündigte er jedoch seinen Apothekerberuf, um freier Schriftsteller zu werden. Dies erwies sich anfangs noch recht schwer, bis er dann 1850 seine ersten Romanerscheinungen publizierte, die ihm später Weltruhm einbringen sollten. Doch zuvor heiratete er seine Verlobte Emilie. Die beiden hatten große Schicksalsschläge im Laufe der Jahre zu verkraften, denn zwei Söhne der beiden verstarben kurz nach der Geburt. → 1860 erschienen Fontanes erste Reisebücher ( ,,Jenseits des Tweed' und „Aus England'). Diese sollten aber nicht die letzten bleiben. Die aus mehreren Bänden bestehenden Reiseberichte,, Wanderungen durch die Mark Brandenburg" folgten in den Jahren 1862 bis 1882. 4 3 http://www.theodor-fontane-schule.de/images/Schuleinrichtung/Fontane.jpg, 23.10.09 4 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch,, Effi Briest", Stark Verlag, Freising 2007, S. 3-5 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest" Sarah: Literaturhausarbeit / 5 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) → Zwischendurch arbeitete Fontane während den Kriegen, die in den Jahren 1861, 1866 und 1870 geschahen, als Berichterstatter. Über diese Konflikte schrieb er Bücher, die erst 1872 fertig waren. Vier Jahre später wandte sich Theodor Fontane dann endgültig dem Schriftstellerberuf zu. In den Jahren danach verreisten Theodor und Emilie in zahlreiche Länder, wie zum Beispiel in die Schweiz, Österreich oder nach Italien. → Ein weiterer Schicksalsschlag traf die Familie dann im Jahr 1887. Der gemeinsame Sohn George starb nach einem Blinddarmdurchbruch und so kam es, dass sich Fontane noch mehr in seine Schriftstellerarbeit stürzte. Das musste der nun weltbekannte Schriftsteller jedoch schnell bereuen, denn als er gerade an seinem heute weltbekannten Werk ,,Effi Briesť schrieb, erkrankte er so schwer, dass die Ärzte sich um seine Psyche sorgten. 5 Doch durch einen großartigen Einfall seines Arztes konnte Fontane gerettet werden. Er sollte seine Kindheit in einem Roman niederschreiben und sich so ablenken. 1893 erschien dann sein Buch, das den passenden Namen ,,Meine Kinderjahre" trägt. 39 → 1895 erschien dann eines seiner letzten, aber anerkanntesten Werke ,,Effi Briest". In der Zwischenzeit wurde Fontane mit dem Ehrendoktortitel von der Universität in Berlin ausgezeichnet. → Ein weiteres Jahr später schrieb er sein Alterswerk ,,Der Stechlin", das aber erst nach seinem Tod erschien. → Am 20. September 1898 starb der berühmte Schriftsteller Theodor Fontane im Alter von 79 Jahren in seiner Berliner Wohnung. 6 5 http://www.preussen-chronik.de/bilder/880_Theodor_Fontane.jpeg, den 23.10.09 6 Vgl. Gabrielle Steinbach, Interpretationshilfe Deutsch,, Effi Briest“, Stark Verlag, Freising 2007, Seite 3 - 5 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest“ Sarah: Literaturhausarbeit / 6 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) 2.2 Werke des Theodor Fontane Neben seinen weltberühmten Werken schrieb Theodor Fontane früher auch als Journalist und Übersetzer. Seine berühmteste Übersetzung war Shakespeares ,,Hamlet". Erst ab seinem 60. Lebensjahr entstand der größte Teil seiner Werke. In seinen jungen Jahren schwankte er noch zwischen Klassik und Vormärz. Später wurde er dann aber zum Klassiker des deutschen Realismus. Die Hauptthemen seiner Werke sind das Misslingen menschlicher Beziehungen aufgrund gesellschaftlicher Zwänge und die Darstellung preußischer Originale, die Freiheit und Loyalität, Natürlichkeit und Disziplin miteinander verbinden. 7 Werke: ● ● ● ● ● L'Adultera, (Novelle, 1882) ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Geschwisterliebe, (Erzählung, 1839) Zwei Post-Stationen, (unveröffentlichte Erzählung, entstanden ca. 1845) James Monmouth, (Novelle, 1854) Tuch und Locke, (Erzählung, 1854) Goldene Hochzeit, (Erzählung, 1854) Vor dem Sturm, (1878) Grete Minde, (Nach einer altmärkischen Chronik, 1880) ● Schach von Wuthenow, (1882) Graf Petöfy, (Roman, 1884) Unterm Birnbaum, (1885) Cécile, Roman (1887) Irrungen, Wirrungen, (Roman, 1888) Die Poggenpuhls, (Roman, 1897) Der Stechlin, (Roman, 1898) Mathilde Möhring, (1906, unvollendet) Wanderungen durch die Mark Brandenburg : Band 1: Die Grafschaft Ruppin (1862) Band 2: Das Oderland (1863) Band 3: Haveland (1873) Band 4: Spreeland (1882) ● Band 5: Fünf Schlösser 9 8 Quitt, (Roman, 1891) Unwiederbringlich, (Roman, 1891) Frau Jenny Treibel oder 'Wo sich Herz zum Herzen findt' (Roman, 1892) Von vor und nach der Reise. Plaudereien und kleine Geschichten, (1894) Effi Briest, (Roman, 1895) Th. Fantane. Irrungen, Cirrungen. FENUGROH Erstausgabe von "Irrungen, Wirrungen" im Jahr 1888 7 Vgl. Dr. Rainer Lorenz, Lektüre Durchblick,,Effi Briest", Mentor, München 2005, S. 15 8 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Theodor_Fontane_Irrungen_Wirrungen.jp, den 24.10.09 9 http://de.wikisource.org/wiki/Theodor_Fontane, den 24.10.09 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Fontane: „Effi Briest“ Sarah: Literaturhausarbeit / 7 von 42 (urheberrechtlich relevante Fotos wurden entfernt) Fragmente: ● Wolsey, (1854) ● Bret-Harte, (1874) Melusine, (Novellenfragment, 1878) Allerlei Glück, (Gegenwartsroman, entstanden etwa 1877/1878) Sidonie von Borcke, (entworfen zwischen 1879-1882) Eleonore, (Novellenfragment, entworfen 1880) ● ● ● ● ● ● Balladen und Gedichte: ● ● Storch von Adebar, (Novellenfragment, 1881-1882) Oceane von Parceval, (Novellenfragment, 1882) Die preußische Idee, (1894) Die Likedeeler, (Romanfragment, entstanden 1878-1880, 1882, Hauptentwurf 1895) Melusine von Cadoudal, (Novellenfragment, 1895) ● ● Gedichte (1851) Gedichte (10. Aufl. 1905 Gedichte (12.-14. Aufl. 1908) Gedichte aus dem Nachlass: - An meinem Fünfundsiebzigsten - Summa Summarum - Mein Leben - An Lischen Gedichte in Prosatexten: - Verse zum Advent Übersetzungen: Einzelnes : - Wo Bismarck liegen soll William Shakespeare, Hamlet (1842) Ein Freiheitslied des Naturdichters John Critschley Prince, A Fragment for the People. By John Chritchley Prince Lyrics for the People. By John Prince 1."Let the Boisterous Bacchanal" 2."Man of Toil" 3."There is Beauty on Earth" 4."Sad and Sick unto Death" 5."Feder und Presse" 10 10 http://de.wikisource.org/wiki/Theodor_Fontane, den 24.10.09 www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen Literaturhausarbeit Auswahlbücher: Johann Wolfgang von Goethe: ,,Faust I" (Reclam Nr. 1 / € 2,10) Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther" (Reclam Nr. 67, € 3,00) Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" (Hamburger Lesehefte, 5. Heft, € 1,60) Diese schriftliche Hausarbeit zählt voll als Klassenarbeit und kann zu- sätzlich als GFS gewertet werden! Umfang: Erfahrungswert in den letzten Jahren in Klasse 11: 18 - 22 Seiten Computer (Schriftgröße 12 / Arial) (Durchschnitt) ➤ nach Möglichkeit keine Arbeit über 30 Seiten keine reinen Fotoseiten!! Abgabetermin: Mittwoch, 29. Januar 2014 Mit Notenbonus: Mittwoch, 8. Januar 2014 Eine verspätete Abgabe führt zu Notenabzug. Zielsetzung: ● • Nicht nur eine gute Note, sondern auch Freude am eigenständigen Arbeiten an einem selbst gewählten Thema. • Erste Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. 1.Vorgehensweise Überlege dir, ob du den Dichter schon kennst, vielleicht von einem Werk schon et- was gehört hast und wie du innerlich zu beiden stehst, das ist der einfachste Weg, Entscheidungen zu fällen. Gehe ins Internet und schaue unter dem Werk nach, vermutlich findest du recht schnell Arbeiten, aus denen du leicht den Inhalt und die Thematik ersehen kannst, noch,nen' ➜ Tipp: Notiere dir gleich die verschiedenen Internet-Adressen mit Da- tum, vielleicht brauchst du sie noch später! www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 2 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 1. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Einführung in die Mediothek / speziell in Blick auf die Hausarbeit Treffpunkt: 13.15 Uhr in der Mediothek TBB (Ende: ~ 14.30 Uhr) Schüler- / Personalausweis für Leseausweis mitbringen! 2. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Entscheidung für ein Werk Du hast deine Wahl getroffen, dann kaufe dir das Buch, damit du darin unterstrei- chen und arbeiten kannst. Nicht am falschen Platz sparen! Nun informiere dich ein wenig über den Dichter, die Zeit, in der das Stück spielt und in der der Dichter es schrieb. Vielleicht gibt es auch sonst noch einige inhaltliche Un- klarheiten. Um hier weiter zu kommen, brauchst du die sogenannte Sekundärlitera- tur, die über das Werk schreibt. Also gehe in eine Bibliothek / Mediothek TBB und leihe dir die Sekundärliteratur aus. Wenn du clever bist, und das bist du doch, nimmst du am Besuchstag gleich die Bücher aus der Mediothek mit! Diese Bücher dürfen nur drei Tage ausgeliehen werden, so dass auch deine Mitschüler noch eine Chance bekommen! Wieder,nen' ➜ Tipp: Kopiere dir zackig die entscheidenden Stellen und das Deck- blatt, damit du korrekt zitieren kannst! Nicht am Kopieren sparen! Hier einige Bücher der Sekundärliteratur, die die Werke schülergerecht erläutern: 1. Diesterweg: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dra- mas und der erzählenden Literatur. (z.T. sehr anspruchsvoll, besonders gut in der reinen Textinterpretation des Werkes) 2. Klett: Lektürehilfen Deutsch. (z. Z. mit das Beste auf dem Markt!) 3. Stark: Interpretationshilfe Deutsch (sehr gut und übersichtlich) 4. Reclam: Lektüreschlüssel (sehr preisgünstig, vermittelt sehr gut einen ersten Überblick, reicht für die Anforderungen einer HA nicht) 5. Oldenbourg Interpretationen. (oft schwer geschrieben) 6. Reclams Universal-Bibliothek. Erläuterungen und Dokumente. (Inter- pretationen zu einzelnen Passagen oft nicht schlecht, meist guter Kurz-Überblick über verschiedene Gedanken und Probleme des Werkes, anspruchsvoll) 7. Analysen und Reflexionen (Beyer-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, teilweise sprachlich schwer) 8. Mentor-Lektüre (sehr prägnant, z.T. sehr guter Überblick, weniger für eine Hausarbeit geeignet) 9. Königs Erläuterungen und Materialien und Materialien (Bange-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, recht gut verständlich) 10. EinFach Deutsch Unterrichtsmodell (Schöningh im Westermann) (relativ teuer, aber sehr gut mit tollen Diagrammen, Überblicken und Materialien, gedacht für Lehrer!) 2-3 Bücher der Sekundärliteratur reichen, noch bist du nicht an der Uni. In WG 12 (J1) musst du dann schon ein wenig mehr lesen, ausleihen und natürlich auch inhalt- www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 3 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen lich bieten! Falls du bei mir in J1 sein solltest, werden wir die Uni-Bibliothek in Würz- burg (Hubland) besuchen. 3. Terminvorgabe: Mittwoch, 18. Dezember 2013 Abgabe einer vorläufigen Gliederung deiner Hausarbeit mit den Titeln der herausgesuchten Sekundärliteratur und Internet-Adressen (eine Seite!) Wenn du das alles im Griff hast, dann bist du schon sehr weit! Weiter unten erläutere ich kurz, welche Punkte in der Hausarbeit behandelt werden müssen. Natürlich kannst du über diese hinausgehen, wenn es sich bei deinem Thema anbietet. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und deiner Begeisterung natürlich auch nicht! Aber auch nichts mit Seitenzahl und Einsatz übertreiben! Auswahl an Sekundärliteratur 1. Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu