Der Expressionismus in der deutschen Literatur
Der Expressionismus prägte die deutsche Literaturgeschichte zwischen 1910 und 1925 maßgeblich. Diese Epoche war geprägt von einer tiefen Verunsicherung der Menschen angesichts der rasanten Industrialisierung und Verstädterung.
Der Ich-Zerfall ist eines der zentralen Themen des Expressionismus. Die Menschen fühlten sich von der modernen Großstadt überfordert und erlebten einen Verlust ihrer Individualität. Diese Ich-Zerstörung manifestierte sich besonders in der expressionistischen Lyrik durch die Darstellung von Tod, Zerfall und existenzieller Angst.
Definition: Der Ich-Zerfall bezeichnet im Expressionismus die Auflösung der individuellen Identität durch die Überforderung mit der modernen Großstadtwelt.
Die Expressionismus Lyrik Merkmale zeigen sich besonders in der radikalen Abkehr von traditionellen Formen. Typisch sind der Verzicht auf feste Metren und Reimschemata sowie die Sprengung herkömmlicher Grammatik. Die Sprache wird zum Instrument, um innere Visionen, Träume und ekstatische Zustände auszudrücken.
Beispiel: Expressionismus Gedichte wie Georg Heyms "Der Hunger" nutzen Neologismen und ungewöhnliche Metaphern, um neue Sinngehalte zu transportieren.











