Die Literatur der Jahrhundertwende: Eine Epoche des Umbruchs
Die Literatur der Jahrhundertwende markiert eine bedeutende Übergangsphase in der deutschsprachigen Literaturgeschichte zwischen 1890 und 1914. Diese Zeit war geprägt von tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die sich in verschiedenen literarischen Strömungen widerspiegelten.
Definition: Die Jahrhundertwende bezeichnet keine eigenständige Epoche, sondern eine geistige Haltung, die sich in verschiedenen Stilrichtungen manifestierte: Wiener Moderne, Symbolismus, Impressionismus, Jugendstil, Décadence und Neuromantik.
Die Merkmale der Literatur der Jahrhundertwende zeichnen sich besonders durch die Abkehr vom Naturalismus und Rationalismus aus. Stattdessen rückte die Subjektivität in den Vordergrund. Diese neue Orientierung begann 1886 in der französischen Literatur und breitete sich rasch im deutschsprachigen Raum aus.
Die Wiener Moderne entwickelte sich zu einem zentralen Brennpunkt dieser literarischen Bewegung. In Wien entstanden wegweisende Werke, die sich durch ihre innovative Formsprache und thematische Vielfalt auszeichneten. Die Literatur der Jahrhundertwende Autoren experimentierten mit neuen Ausdrucksformen und schufen eine einzigartige kulturelle Atmosphäre.











