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-Freie-Erörterung ・Textgebundene Erörterung Literarische-Erörterung Erörterung (Behauptung/Werturkeil/Empfelung bzw. Förderung) 7 ✓ These Argumente (Fakten/Grundsätze bzw. Normen) Stützen die These ↑ Ñ Bspeisp. Veranschaulichen Arg. These Belege Erländsungen Sichern Argumented verdentliche Argumeda / These These as Texagebundene Erörder -Zwei Schritte Aufbuut einer Textge. A Textanalyse Untersuchung des Argumentations saties u. der Argumutations des Teɣdes: Bestimmung der zentralen Problem Stellung; erfassen des gedankliche grundrisses; Analyse der Thesen u. Argumente sowie die Sprachlich-rhetorischen Middel B Uridische Stellungnahme - Argumentative Entfaltung des Problems; Auseinander setenung mit den vom Autor/von der Autorin vertretendi Position; Entwicklung u. Begründung des eigenen Standpunkts Dicelektischer Aufbau: 1. Ich behaupte, dass... (These) 2. Zwar... / Gewiss. (Gegnargurent) 3. Abs.... (understütze des Augumed für die Thase, Entkräftung das gegenargamuts) 4. Vergleicht man beide Aspelede (Gewichtung der Argumente) 5. Es wäre Woricht, wenn.... /Man sollte also.. (Schlussfolgerung (Empfehlung) бан Steigender And bar 1. Ich behaupte, dass... (These) 2. Ich erinnere har an... 4 ↓ 5 (Fadden argument) 3. Ein Bsp. dafür ist ... (Bsp.) 4. Auch die Wissenschaft bestätigt... (Autoritätsargument) 5. Daraus ergibt sich... (Schlussfolgerung) ^ ↓ 2 ↓ 3 ५ Die grenzenmeiner Sprache bedeuteten die grenzen maner welt er ordern sie die aussage des Philosophen ... Wittgenstein W-Fragen -Dick schreiben weld menschliches Leben u. Welt sind keine festen Größen Grenzen des Uleinkindes (eng), aber mit zunehmender sozialer Integration des Heranwachsenden zunehmend Normen ue. Interessen Weltbild Sprache=wordschatz liedert Zeichen, mit denen Welt erfahren, festgeleget u. Verändert wird Grenzen der Sprache u. Auswirkungen auf das Weltbild. î zeile Freichlüter Mundart Hochsprach Grenzen durch Sach zwang, Gruppen willen ụ. Macht interessen Sonder Sprachen (sozio lekte) Jugend jargon Spruch code (Mittel-u. Oberschicht Verwaltung (Juristendeutsch) politisch extreme Sprach (Sprache u. ideologic in Dikta duren) Wirtschaft (Werbung) Medien (Massenmedien Wirtschaftsunternehmen Wissenschaft...

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(Fuchsprache) ↑ Fazit Zeile Frei drūder & insungeht, wird an Se sicherer man Sprache behörscht u. je verantwortungs udler man mit ihrungeht Die eigene Zukunst hängt in entscheidender Weise von des eigenen Sprache as des do dreier Lösung Aus weidung der Fremdsprachen Kenntnisse Abban des Jugend jargons Präzision / Ein deutig heit der Verwaltungsprache lideradus ist Machd los, aber sie ist nicht unmão -eigent gegensätze -weider tildung bildung, apelfunktion -kann aufrütteln, kan ansichten verändern nächtig" absatz für assate analysiesen Textgebundene Erörterung Ulrich Greiner (geb.1945 ): Bücher für das ganze Leben Erörtern Sie den Text, mit dem der Autor die Diskussion über die Notwendigkeit eines Lesekanons eröffnete. 1. Folie, Folienstift 2. Konzept, Aufsatzform 3. Präsentation- Ergänzung alt Sprachl.m. pisa-studie •Zeitungsartikel •11 assainitte . •Bücher-> lebensl. Bedendung -2.1-4 Zidat: Aufmerksan heit ·2.5-7 Begrift Schöne • hipotaxen elipse (2.5) pard taxen ・rethorische Fragen ·ausrufe (2.21) •Sprichwort (2.13) nur lesent mark. is unkommentiert, Ангедину 2.8-15 Überleidung 2.10-12 Freude positiv Lesehanon ・ Orientierungshilfe ·Kulturelle Identität Bundesliga von auße gesteuert In Peter Handkes jüngstem Drama ,,Zurüstungen für die Unsterblichkeit" tritt der Dichter in Gestalt einer spöttischen Erzählerin auf die Bühne und herrscht das Volk an, also uns alle: ,,Du sollst mich anschaun, Volk, wenn ich noch zu dir spreche- oder weißt du nicht einmal mehr, was schön ist?" 5 Gute Frage. Und was wäre es, das Schöne? Bei Rilke, in den ,,Duineser Elegien", ist das Schöne ,,nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, / und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, / uns zu zerstören". Reden wir mal zur Abwechslung über Literatur. Sie ist der Ort des Schönen, wenn damit nicht das Gefällige und das Geläufige gemeint sein soll, sondern der Hereinbruch des 10 erschreckend anderen. Dieses andere kann das Verdrängte sein und das Vergessene, die nachtschwarze Fantasie ebenso wie das helle Entzücken, das Abenteuer der Seele ebenso wie der heldenhafte Konflikt des Individuums mit der Gesellschaft. Wissen wir das noch? Oder sind wir, wie Hölderlin klagte, nur noch Handwerker und keine Menschen, nur noch blind beschäftigt mit den Kleinlichkeiten und Widrigkeiten des schieren 15 Augenblicks? Es ist wahr: Hölderlins ,,Brot und Wein" helfen nicht gegen die Arbeitslosigkeit, und Goethes Mondlied ist kein Beitrag zur Lösung der Rentenkrise. Wer sich heutzutage beruflich behaupten will, tut besser daran, Englisch zu lernen, Computertechnik und Mathematik. Belesenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Die Schüler 20 lesen im Deutschunterricht eher Bild als ,,Faust", und sie diskutieren lieber über ,,Liebe Sünde" als ,,Kabale und Liebe". Das ist ein Fehler! uridisch 25 Die weiland untergegangene DDR hatte sich die Pflege und Aneignung des ,,kulturellen Erbes" zum Ziel gesetzt. Dies geschah bekanntlich mit dem Vorsatz der Parteilichkeit und mit dem Zusatz der Zensur. Aber es entsprang auch dem Willen, die Überlieferung nicht abreißen zu lassen. Geschichte ist nicht nur die Geschichte der Könige und der Generäle und nicht nur die der Bauern und der Arbeiter, sie ist auch die Geschichte der Dichter und der Philosophen, die Geschichte von Büchern, von Dramen, von Gedichten. Darin sind die Träume aufbewahrt, die Ängste und die Hoffnungen der Menschen. •umgangssprache (2.8) Wer den „Faust" nicht mag, und welcher Schüler hat ihn je gemocht, muss die Chance erhalten, den eigenen Widerstand an ihm auszubilden. Wo keine Verbindlichkeit mehr Schlagworde ·antithese (Bild zeidung o. Faust) (2.20-21) 40 herrscht, gähnt die geschichtsvergessene Leere. In die stolpert hinein, wer sprachlos ist •Bildhadde ausdrüche (2.40) •subjektiver Standpunkt Wer diese Geschichte nicht kennt, der kennt die Kultur nicht, der er angehört, der kennt 30 sich selber nicht. ,,Besinn dich. Entsinn dich. Lass dir erzählen", sagt Handkes Erzähle- rin. Aber hört noch jemand zu? Wen kümmert das kulturelle Erbe? [...] Das alte Bildungsbürgertum - vielleicht ist es längst tot. [...] Aber darauf kommt es nicht unbedingt an. Denn in diesem Land gibt es Bibliotheken und Buchhandlungen genug, das 35 Reich der Literatur steht jedem offen, der lesen kann, und selbst im Internet lockt die Gutenberg-Galaxis mit den Texten der Weltliteratur. Aber Lesen muss man lernen. Und dazu bedarf es der Anleitung, der Verführung anhand der kanonischen Werke. G 55 45 Ein Gedicht von Stefan George (gehört es zum Kanon?) beginnt so: ,,Komm in den tot- Wein Inderp. / Der reinen Wol- ken unverhofftes Blau / Erhellt die Weiher und die bunten Pfade." Und Hofmannsthal, in seinem über Gedichte", lässt seine beiden Redner, den Clemens d. Zidade & seid den Gabriel, darüber diskutieren. Clemens spricht aus, was auf der Hand liegt und 50 also nur die Hälfte ist: dass die Poesie, voll von Bildern und Symbolen, vielleicht nur eine gesteigerte Sprache sei, weil sie eine Sache für die andere setze. IRONIE und dem Müll der Bilder nicht das Eigene entgegenzusetzen weiß. Das Eigene? Es bestünde darin, dass eine oder einer, geschult an der von den Dichtern erzählten Erfah- rung, ihre oder seine Erfahrung erzählen könnte, um der eigenen Geschichte bewusst zu werden. Darauf entgegnet Gabriel: ,,Niemals setzt die Poesie eine Sache für die andere, denn es ist gerade die Poesie, welche fieberhaft bestrebt ist, die Sache selbst zu setzen.“ Und er fügt hinzu: ,,Wollen wir uns finden, so dürfen wir nicht in unser Inneres hinabsteigen: draußen sind wir zu finden, draußen. Wie der wesenlose Regenbogen spannt sich unsere Seele über den unaufhaltsamen Sturz des Daseins. Wir besitzen unser Selbst nicht: von außen weht es uns an." Wir besitzen unser Selbst nicht. In den Werken der Literatur weht es uns an. Manches stünde besser, wenn wir sie läsen und darüber sprächen. Obgleich damit die Frage des 60 Spitzensteuersatzes immer noch nicht endgültig beantwortet ist. Aus: Greiner, Ulrich: Bücher für das ganze Leben. In: DIE ZEIT Nr. 21, 16.5.1997 Zendral aussage des Texts: Lesen mussman Lernen!"

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Sie ist der Ort des Schönen, wenn damit nicht das Gefällige und das Geläufige gemeint sein soll, sondern der Hereinbruch des 10 erschreckend anderen. Dieses andere kann das Verdrängte sein und das Vergessene, die nachtschwarze Fantasie ebenso wie das helle Entzücken, das Abenteuer der Seele ebenso wie der heldenhafte Konflikt des Individuums mit der Gesellschaft. Wissen wir das noch? Oder sind wir, wie Hölderlin klagte, nur noch Handwerker und keine Menschen, nur noch blind beschäftigt mit den Kleinlichkeiten und Widrigkeiten des schieren 15 Augenblicks? Es ist wahr: Hölderlins ,,Brot und Wein" helfen nicht gegen die Arbeitslosigkeit, und Goethes Mondlied ist kein Beitrag zur Lösung der Rentenkrise. Wer sich heutzutage beruflich behaupten will, tut besser daran, Englisch zu lernen, Computertechnik und Mathematik. Belesenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. Die Schüler 20 lesen im Deutschunterricht eher Bild als ,,Faust", und sie diskutieren lieber über ,,Liebe Sünde" als ,,Kabale und Liebe". Das ist ein Fehler! uridisch 25 Die weiland untergegangene DDR hatte sich die Pflege und Aneignung des ,,kulturellen Erbes" zum Ziel gesetzt. Dies geschah bekanntlich mit dem Vorsatz der Parteilichkeit und mit dem Zusatz der Zensur. Aber es entsprang auch dem Willen, die Überlieferung nicht abreißen zu lassen. Geschichte ist nicht nur die Geschichte der Könige und der Generäle und nicht nur die der Bauern und der Arbeiter, sie ist auch die Geschichte der Dichter und der Philosophen, die Geschichte von Büchern, von Dramen, von Gedichten. Darin sind die Träume aufbewahrt, die Ängste und die Hoffnungen der Menschen. •umgangssprache (2.8) Wer den „Faust" nicht mag, und welcher Schüler hat ihn je gemocht, muss die Chance erhalten, den eigenen Widerstand an ihm auszubilden. Wo keine Verbindlichkeit mehr Schlagworde ·antithese (Bild zeidung o. 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Darauf entgegnet Gabriel: ,,Niemals setzt die Poesie eine Sache für die andere, denn es ist gerade die Poesie, welche fieberhaft bestrebt ist, die Sache selbst zu setzen.“ Und er fügt hinzu: ,,Wollen wir uns finden, so dürfen wir nicht in unser Inneres hinabsteigen: draußen sind wir zu finden, draußen. Wie der wesenlose Regenbogen spannt sich unsere Seele über den unaufhaltsamen Sturz des Daseins. Wir besitzen unser Selbst nicht: von außen weht es uns an." Wir besitzen unser Selbst nicht. In den Werken der Literatur weht es uns an. Manches stünde besser, wenn wir sie läsen und darüber sprächen. Obgleich damit die Frage des 60 Spitzensteuersatzes immer noch nicht endgültig beantwortet ist. Aus: Greiner, Ulrich: Bücher für das ganze Leben. In: DIE ZEIT Nr. 21, 16.5.1997 Zendral aussage des Texts: Lesen mussman Lernen!"