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Erörterung zu Echo der Gerechtigkeit

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Hannah Löffler

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Erörterung zu Echo der Gerechtigkeit

 Erörterung: Das Echo der Geschwätzigkeit
Direkt nach dem Abitur haben viele noch keine Lust auf ein Studium oder eine Ausbildung.
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Ein Beispiel zur Erörterung von dem Text Echo der Gerechtigkeit

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Erörterung: Das Echo der Geschwätzigkeit Direkt nach dem Abitur haben viele noch keine Lust auf ein Studium oder eine Ausbildung. Sie wollen stattdessen neue Erfahrungen machen, sich selbst und eine Orientierung für ihren weiteren Lebensweg finden und selbstständiger werden. Doch ist man wirklich weg? Durch neuartige Technologien ist man doch eigentlich dauerhaft in Verbindung mit Freunden und Familie im Heimatland. Mit diesem dauerhaften Onlinesein, dem damit einhergehenden Wandel der Sprache und fehlender Innovation beschäftigt sich Bernd Graff in dem Artikel ,,Das Echo der Geschwätzigkeit“, erschienen am 23.12.2012 in der Süddeutschen Zeitung. Der Autor setzt sich zunächst mit dem globalen historischen Wandel auseinander: Wer früher ins Ausland reiste war weg, nicht nur physisch sondern auch kommunikationstechnisch. Um Kontakt mit dem Heimatland zu halten gab es nur den Weg des Briefes, bei welchem man einen ganzen Monat auf Antwort warten musste. Heutzutage gibt es soziale Medien und Videochats, ein „beständig(es) (...) digitales Echo" (Z.19) führe zu einem Bewusstsein ständiger Erreichbarkeit (Z.1-20) und weltweit entstehe ein Phänomen dauerhafter Verbindungen (Z.21-24). Der Autor sieht kritische Folgen für die Selbst und Welterfahrung, durch die permanente Kommunikation diagnostiziert er einen Verlust des Erlebens der konkreten Gegenwart und stattdessen ständiges Orientieren am Bewusstsein der Kommunikationstechnik (Z.24-30). Als besonders betroffen sieht der Autor drei Bereiche: Der Ersatz von verbaler Kommunikation durch Bilder und Aktionswörter führe zu...

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einer „Verflachung der Sprache“ (Z.31-37; ,,spracharm", Z.51). Kommunikation im Netz heiße auffinden und weiterleiten, um so seinen Status zu heben, was dazu führe, dass Kommunikation zur Selbstspiegelung wird, woraus letztendlich ,,Selbstsucht im Netz“ (Z.50) resultiert (Z.38-48). Darüber hinaus führe die CVK zum Abkehren von eigenem Denken, zur Selbstdarstellung durch Kopieren statt Innovation. Unselbstständige Kopisten seien möglicherweise erfolgreicher als schöpferische Erfinder, zitiert der Autor den Evolutionsbiologen Pagel, welcher die angesprochene Entwicklung als neu du einmalig in der gesamten Weltgeschichte des menschlichen Denkens bewertet. (Z.49- 52) Der Text wirkt zunächst wie ein Vorwurf an die heutige Generation, die Jugendlichen seien Kopisten und es gibt keine wahren Erfinder mehr. Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein Angriff wirkt ist aber tatsächlich nachvollziehbar und es lassen sich berechtigte Sorgen erkennen. Der Begriff ,,Influencer ,,ist in aller Munde. Übersetzt bedeutet dies nichts anderes als Beeinflusser, Meinungsmacher. Die Hauptaufgabe von Influencern besteht darin, Videos sowie Bilder zu posten und damit Follower am Leben teilhaben zu lassen, die Meinung zu teilen und Produkte, Orte oder Menschen zu bewerben, beliebt zu machen. Es wird also die Meinung weitergereicht, um Orientierung zu geben und Anreiz zu schaffen. Besonders auffallend in den sozialen Medien ist das Wiederholen von Mustern der Selbstdarstellung welches von dem Autor erwähnt wird. Sobald eine Person ein Foto von einem besonderen Ort postet ist dieser am nächsten Tag überfüllt von Touristen, durch die Orientierungsstandards werden dadurch Wiederholungen und somit Trends erschaffen. Man sucht nicht nach etwas neuem, präsentiert eine neue Ansicht oder erfindet Dinge neu, denn der Trend ist das Erwartbare. So entsteht ein Kreislauf des Kopierens, der Innovation unterdrückt. Mit Sorge wird im Artikel außerdem der Wandel der Sprache erwähnt. Immer mehr Wörter des Alltagsgebrauchs werden in Chats abgekürzt oder durch Emoticons ersetzt. Die Sprache in den sozialen Netzwerken ist auffallend von diesen Verkürzungen und Auslassungen geprägt und das Geschriebene wird immer informeller. So hat die Umgangssprache nicht nur in der mündlichen Interaktion ihren festen Platz, sondern vermehrt auch in der schriftlichen Kommunikation. Zu diesem Wandel haben besonders WhatsApp und ähnliche Kommunikationsdienste beigetragen, wo es auf schnelle Antworten ankommt. Charakteristisch für die neue, digitale Ausdrucksform ist daher eine einfache, prägnante Sprache, womit die Kommunikation meist eher in Fragmenten als ganzen Sätzen verläuft. Die Sprache wird immer ,,flacher", komplexe Wörter werden ausgelassen und alles was zu lang ist wird abgekürzt. Aufmerksamen Leser drängt sich nun allerdings die Frage auf, ob diese neue Sprache nicht auch eine Neuschaffung ist und somit eine Innovation der „Generation Z", welche als erste mit Technik aufwuchs, ist. Und werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Alltagskommunikation und Briefkultur sind schließlich zwei unterschiedliche Bereiche. Zunächst ist sicher auch vom Autor mitgedacht worden, dass Verändern von Inhalten im Internet möglich ist. Influencer sind vor allem Orientierungsstandards, welche Jugendlichen oft helfen können da sie Beispiele für kreative Möglichkeiten zeigen, doch sie binden nicht an feste Inhalte. Verändern ist immer möglich. Außerdem setzt auch Kopieren Kreativität voraus. Wenn einem etwas gefällt und man es daher nachmacht zeigt dies besonders die Liebe und Interesse zu dem Thema, da man sich im Prozess des Kopierens besonders mit dem Inhalt auseinandersetzt. Oft entstehen in diesem Prozess auch neue Ideen, Dinge werden abgewandelt oder angepasst, der Prozess des Kopierens bereitet also nicht nur Freude, sondern kann auch Innovationen, neue Denkweisen oder sogar Erfindungen hervorbringen. Ein Bild, welches der Maler von dem eines anderen Künstlers kopiert hat ist daher nicht weniger wert, denn in dem neuen Kunstwerk steckt genauso viel Detailgetreuheit, Zeitaufwand und Liebe wie in dem Original. Diese Innovation und Neuerfindung kann auch in der Sprache beobachtet werden. Sind die Abkürzungen und Emoticons nicht genau das, eine Neuerfindung, eine Innovation, um den Alltag zu erleichtern? Zunächst stellt sich die Frage ob der Wandel der Sprache nicht nur zu einer Simplifizierung führt, doch Sprache steht immer im Dienst der Sprecher. So bereichern Smileys zum Beispiel eine digitale Unterhaltung, indem sie einen geschriebenen Text dialogischer machen, quasi zur Kompensierung der ausbleibenden Mimik, Gestik und der Stimme. Trotz solcher Emoticons kann es bei nonverbalen Botschaften durch fehlende Mimik und Tonlage, die im persönlichen Gespräch ausgetauscht werden, zu Missverständnissen kommen. Daher muss der gegenüber mitdenken, die Konzentration ist nicht zuletzt auch gefordert da User Unterschiede machen. So kann ein „Ok“ im Chat von Jungen zum Beispiel als nichts Weiteres als eine einfache Zustimmung gesehen werden, während Mädchen dies als nichtvorhandenes Interesse oder Abwendung deuten. Daher ist stetig die Aufmerksamkeit und das Mitdenken gefordert. Letztendlich kann die Kommunikationskultur von vor 30 Jahren nicht mit heute verglichen werden. Mitte der Achtziger Jahre wartete man über einen Monat auf Antwort des Briefkontakts, es wurde sogar der Begriff „Snailmail“ erschaffen, um dieses Phänomen zu benennen. Es gab einfach keinen anderen Weg um Kontakt zu halten als der über den Weg des Briefes, dadurch war das Öffnen und Lesen des Briefes aber ein ganz besonderes Ereignis, das Briefeschreiben war eine eigene Kultur. Durch die lange Wartezeit und das seltene Erhalten von Informationen des Bekannten wurde sich beim Schreiben von Briefen besondere Mühe gegeben, und da es nur einmal im Monat geschah waren keine Abkürzungen nötig. Heutzutage werden Nachrichten in weniger als einer Sekunde übertragen und man erhält sofort Antwort. Es geht nicht um das Freude haben am Schreiben und Öffnen von Nachrichten, sondern das Schreiben und Antworten soll schnell und praktisch sein. Daher kann man die beiden Kommunikationsformen „Brief“ und „CVK“ nicht vergleichen und das heutige Nachrichtenschreiben nicht als abgeflacht bezeichnen. Die Sorge, die mit dem Kopieren und dem Wandel der Sprache verbunden ist, ist vermutlich die des Stillstands, oder sogar Rückgangs der Gesellschaft. Immer mehr wird von Intelligenter Technik übernommen, Roboter übernehmen Jobs und Jeder scheint den Idealen von Influencern hinterherzurennen. Doch beim genaueren Betrachten wird deutlich dass auch das Abnehmen von Arbeit und Abkürzen von Begriffen eine Innovation ist, denn beides ermöglicht einen einfacheren Alltag mit mehr Komfort. Der technische Wandel ist in vollem Gange und nicht aufzuhalten. In Zukunft wird es immer weniger zwischenmenschlichen Kontakt geben, Email, Roboter und selbstfahrende Autos sind die Zukunft. Vor dieser sollte man keine Angst haben, denn all dies ist letztendlich vom Menschen geschaffen und wird von ihm kontrolliert. Neue Techniken eröffnen vor allem Jugendlichen viele neue Wege und Berufschancen, doch auch die ältere Generation profitiert von Treppenliften, automatischem Notruf und vielem mehr, und für diese Chancen sollte man dankbar sein.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Der Begriff ,,Influencer ,,ist in aller Munde. Übersetzt bedeutet dies nichts anderes als Beeinflusser, Meinungsmacher. Die Hauptaufgabe von Influencern besteht darin, Videos sowie Bilder zu posten und damit Follower am Leben teilhaben zu lassen, die Meinung zu teilen und Produkte, Orte oder Menschen zu bewerben, beliebt zu machen. Es wird also die Meinung weitergereicht, um Orientierung zu geben und Anreiz zu schaffen. Besonders auffallend in den sozialen Medien ist das Wiederholen von Mustern der Selbstdarstellung welches von dem Autor erwähnt wird. Sobald eine Person ein Foto von einem besonderen Ort postet ist dieser am nächsten Tag überfüllt von Touristen, durch die Orientierungsstandards werden dadurch Wiederholungen und somit Trends erschaffen. Man sucht nicht nach etwas neuem, präsentiert eine neue Ansicht oder erfindet Dinge neu, denn der Trend ist das Erwartbare. So entsteht ein Kreislauf des Kopierens, der Innovation unterdrückt. Mit Sorge wird im Artikel außerdem der Wandel der Sprache erwähnt. Immer mehr Wörter des Alltagsgebrauchs werden in Chats abgekürzt oder durch Emoticons ersetzt. Die Sprache in den sozialen Netzwerken ist auffallend von diesen Verkürzungen und Auslassungen geprägt und das Geschriebene wird immer informeller. So hat die Umgangssprache nicht nur in der mündlichen Interaktion ihren festen Platz, sondern vermehrt auch in der schriftlichen Kommunikation. Zu diesem Wandel haben besonders WhatsApp und ähnliche Kommunikationsdienste beigetragen, wo es auf schnelle Antworten ankommt. Charakteristisch für die neue, digitale Ausdrucksform ist daher eine einfache, prägnante Sprache, womit die Kommunikation meist eher in Fragmenten als ganzen Sätzen verläuft. Die Sprache wird immer ,,flacher", komplexe Wörter werden ausgelassen und alles was zu lang ist wird abgekürzt. Aufmerksamen Leser drängt sich nun allerdings die Frage auf, ob diese neue Sprache nicht auch eine Neuschaffung ist und somit eine Innovation der „Generation Z", welche als erste mit Technik aufwuchs, ist. Und werden hier nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Alltagskommunikation und Briefkultur sind schließlich zwei unterschiedliche Bereiche. Zunächst ist sicher auch vom Autor mitgedacht worden, dass Verändern von Inhalten im Internet möglich ist. Influencer sind vor allem Orientierungsstandards, welche Jugendlichen oft helfen können da sie Beispiele für kreative Möglichkeiten zeigen, doch sie binden nicht an feste Inhalte. Verändern ist immer möglich. Außerdem setzt auch Kopieren Kreativität voraus. Wenn einem etwas gefällt und man es daher nachmacht zeigt dies besonders die Liebe und Interesse zu dem Thema, da man sich im Prozess des Kopierens besonders mit dem Inhalt auseinandersetzt. Oft entstehen in diesem Prozess auch neue Ideen, Dinge werden abgewandelt oder angepasst, der Prozess des Kopierens bereitet also nicht nur Freude, sondern kann auch Innovationen, neue Denkweisen oder sogar Erfindungen hervorbringen. Ein Bild, welches der Maler von dem eines anderen Künstlers kopiert hat ist daher nicht weniger wert, denn in dem neuen Kunstwerk steckt genauso viel Detailgetreuheit, Zeitaufwand und Liebe wie in dem Original. Diese Innovation und Neuerfindung kann auch in der Sprache beobachtet werden. Sind die Abkürzungen und Emoticons nicht genau das, eine Neuerfindung, eine Innovation, um den Alltag zu erleichtern? Zunächst stellt sich die Frage ob der Wandel der Sprache nicht nur zu einer Simplifizierung führt, doch Sprache steht immer im Dienst der Sprecher. So bereichern Smileys zum Beispiel eine digitale Unterhaltung, indem sie einen geschriebenen Text dialogischer machen, quasi zur Kompensierung der ausbleibenden Mimik, Gestik und der Stimme. Trotz solcher Emoticons kann es bei nonverbalen Botschaften durch fehlende Mimik und Tonlage, die im persönlichen Gespräch ausgetauscht werden, zu Missverständnissen kommen. Daher muss der gegenüber mitdenken, die Konzentration ist nicht zuletzt auch gefordert da User Unterschiede machen. So kann ein „Ok“ im Chat von Jungen zum Beispiel als nichts Weiteres als eine einfache Zustimmung gesehen werden, während Mädchen dies als nichtvorhandenes Interesse oder Abwendung deuten. Daher ist stetig die Aufmerksamkeit und das Mitdenken gefordert. Letztendlich kann die Kommunikationskultur von vor 30 Jahren nicht mit heute verglichen werden. Mitte der Achtziger Jahre wartete man über einen Monat auf Antwort des Briefkontakts, es wurde sogar der Begriff „Snailmail“ erschaffen, um dieses Phänomen zu benennen. Es gab einfach keinen anderen Weg um Kontakt zu halten als der über den Weg des Briefes, dadurch war das Öffnen und Lesen des Briefes aber ein ganz besonderes Ereignis, das Briefeschreiben war eine eigene Kultur. Durch die lange Wartezeit und das seltene Erhalten von Informationen des Bekannten wurde sich beim Schreiben von Briefen besondere Mühe gegeben, und da es nur einmal im Monat geschah waren keine Abkürzungen nötig. Heutzutage werden Nachrichten in weniger als einer Sekunde übertragen und man erhält sofort Antwort. Es geht nicht um das Freude haben am Schreiben und Öffnen von Nachrichten, sondern das Schreiben und Antworten soll schnell und praktisch sein. Daher kann man die beiden Kommunikationsformen „Brief“ und „CVK“ nicht vergleichen und das heutige Nachrichtenschreiben nicht als abgeflacht bezeichnen. Die Sorge, die mit dem Kopieren und dem Wandel der Sprache verbunden ist, ist vermutlich die des Stillstands, oder sogar Rückgangs der Gesellschaft. Immer mehr wird von Intelligenter Technik übernommen, Roboter übernehmen Jobs und Jeder scheint den Idealen von Influencern hinterherzurennen. Doch beim genaueren Betrachten wird deutlich dass auch das Abnehmen von Arbeit und Abkürzen von Begriffen eine Innovation ist, denn beides ermöglicht einen einfacheren Alltag mit mehr Komfort. Der technische Wandel ist in vollem Gange und nicht aufzuhalten. In Zukunft wird es immer weniger zwischenmenschlichen Kontakt geben, Email, Roboter und selbstfahrende Autos sind die Zukunft. Vor dieser sollte man keine Angst haben, denn all dies ist letztendlich vom Menschen geschaffen und wird von ihm kontrolliert. Neue Techniken eröffnen vor allem Jugendlichen viele neue Wege und Berufschancen, doch auch die ältere Generation profitiert von Treppenliften, automatischem Notruf und vielem mehr, und für diese Chancen sollte man dankbar sein.