Kommunikationsmodelle verstehen
Warum entstehen eigentlich so viele Missverständnisse, obwohl wir doch alle deutsch sprechen? Die Antwort liegt in den Kommunikationsmodellen, die zeigen, wie komplex unser alltägliches Sprechen wirklich ist.
Schulz von Thuns Vier-Ohren-Modell erklärt, warum derselbe Satz völlig unterschiedlich verstanden werden kann. Jede Nachricht hat vier Ebenen: die Sachebene (reine Information), Selbstkundgabe (was der Sender über sich verrät), Beziehungsebene (wie die Gesprächspartner zueinander stehen) und Appellseite (was der Sender erreichen will).
Watzlawicks fünf Axiome machen klar: Kommunikation passiert immer - auch wenn wir schweigen. Das erste Axiom "Man kann nicht nicht kommunizieren" kennst du sicher aus dem Alltag: Selbst wegschauen oder Kopfhörer aufsetzen ist eine Botschaft. Besonders wichtig ist auch, dass Kommunikation symmetrisch (auf Augenhöhe mit Freunden) oder komplementär (hierarchisch wie bei Eltern und Kindern) ablaufen kann.
Merktipp: Beim nächsten Streit mit Freunden denk an das Ursache-Wirkung-Prinzip - oft entstehen echte Teufelskreise!
































