Spracherwerbstheorien
Wie lernen wir eigentlich sprechen? Diese Frage beschäftigt Forscher schon seit Jahrhunderten, und es gibt drei Haupttheorien dazu.
Der Behaviorismus (nach Skinner und Pawlow) sagt: Kinder lernen durch Imitation und Verstärkung. Sie ahmen Erwachsene nach und bekommen positive Reaktionen, wenn sie's richtig machen. Problem dabei: Warum sprechen Kinder dann Babysprache statt perfektes Erwachsenendeutsch?
Ganz anders sieht's der Nativismus (Chomsky und Pinker): Die Sprachfähigkeit ist angeboren. Wir haben einen natürlichen Spracherwerbsmechanismus im Kopf, der uns hilft, Grammatikregeln automatisch zu verstehen. Die Umwelt liefert nur den Input. Kritik: Ignoriert komplett psychologische und soziale Faktoren.
Der Kognitivismus (Piaget) erklärt: Denken kommt vor Sprechen. Kinder müssen erst die Welt verstehen, bevor sie Wörter dafür finden können. Sie verarbeiten Informationen aktiv und verknüpfen sie mit ihrem Vorwissen.
Merktipp: Behaviorismus = Nachmachen, Nativismus = Angeboren, Kognitivismus = Denken zuerst







