Handlung und Aufbau der Geschichte
Die Kurzgeschichte folgt einem klaren chronologischen Handlungsaufbau. Am Anfang lernst du den einsamen alten Mann kennen, der in seinem Zimmer sitzt und dem ständigen Ticken seines Weckers lauscht. Er führt ein monotones Leben - geht spazieren, kehrt zurück, hört den Wecker ticken.
Der Wendepunkt kommt, als der Mann aus Wut über seine Langeweile beschließt, den Dingen neue Namen zu geben. Zunächst freut er sich über diese Veränderung und benennt immer mehr Objekte um. Doch die Geschichte entwickelt sich zur Tragödie: Der Mann erfindet eine komplette eigene Sprache.
Das offene Ende zeigt die dramatischen Konsequenzen. Der alte Mann hat die richtige Sprache verlernt und kann nicht mehr mit anderen Menschen kommunizieren. Seine Suche nach Veränderung führt ihn in noch größere Einsamkeit.
Merke dir: Die Geschichte zeigt den klassischen Aufbau einer Kurzgeschichte mit unvermitteltem Einstieg und offenem Ende.
Erzähltechnik und Perspektive
Bichsel verwendet einen auktorialen Erzähler, der allwissend ist und zwischen Außen- und Innenperspektive wechselt. Du erkennst das an Stellen wie "Jetzt wird sich alles ändern, dachte er" - hier blickt der Erzähler in die Gedanken des Mannes.
Interessant ist, wie der Erzähler den Protagonisten bewertet. Er beschreibt ihn als unwichtig: "Es lohnt sich fast nicht, ihn zu beschreiben". Diese Wertung zeigt, dass der Mann als austauschbares Individuum dargestellt wird.
Der Erzähler kommentiert auch das Ende der Geschichte direkt: "Aber eine lustige Geschichte ist das nicht. Sie hat traurig angefangen und hört traurig auf." Das macht die tragische Struktur deutlich sichtbar.




























