Gesprächsarten und nonverbale Wirkung
Gespräche lassen sich in drei Kategorien unterteilen: natürliche Gespräche des Alltags, fiktive Gespräche in der Literatur und inszenierte Gespräche wie Talkshows. Der situative Kontext beeinflusst dabei stark, wie wir sprechen - ob in einer kleinen Gruppe oder vor vielen Menschen macht einen großen Unterschied.
Die Konstellation der Gesprächspartner spielt eine entscheidende Rolle: Alter, Status, Bekanntheitsgrad und fachliche Unterschiede bestimmen, wie formal oder locker ein Gespräch verläuft. Je nach Ziel unterscheiden wir zwischen narrativen (Kontakt pflegen), direktiven (Anweisungen geben) und diskursiven (sachliche Auseinandersetzung) Gesprächen.
Besonders wichtig ist das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun: Jede Aussage enthält gleichzeitig vier Botschaften - Sachinformation, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell. Überraschend dabei: 55% unserer Wirkung ist nonverbal, 38% paraverbal (Stimme) und nur 7% verbal (Wortinhalt).
Praxis-Tipp: Achte beim nächsten Gespräch mal bewusst auf deine Körpersprache - sie verrät oft mehr über dich als deine Worte!