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Essay zur Aufklärung "Leben wir in einem „Zeitalter der Aufklärung“ oder einem „aufgeklärten Zeitalter?". Diese Frage hatte sich einer der bekanntesten deutschen Philosophen, Immanuel Kant, gestellt. Und auch heute fragt man sich vielleicht, ob wir schon in einem solchen Zeitalter gelandet sind, wo man denken könnte, dass viele Gebiete durch die Forschung, Wissenschaft und Technologie “aufgeklärt” wurden. Der heutige moderne Mensch ist sehr fortgeschritten, innovativ, besitzt die Möglichkeit sich immer wieder neues Wissen anzueignen und er träumt, ja sogar strebt, nach neuen Ideen bzw. Innovationen und von großen Projekten, die vielleicht die ganze Welt verändern könnten, nach der Zukunft, nach der Welt von Morgen. Sei es nun bei der Forschung von Meerestieren oder auch die Aufklärung von bislang ungelösten Rätseln, die präzise und hoch entwickelte Wissenschaft kann heutzutage viele Themenbereiche abdecken, akkurat erklären und uns neue Erkenntnisse vermitteln. Das, was für unsere Vorfahren damals unmöglich erschien, ist heute Realität geworden. Das Universum und viele Teile unserer Erde sind voller Geheimnisse. Da bleibt aber einem immer noch die Frage offen: “Können wir nun deshalb von einem aufgeklärten Zeitalter sprechen?”. Nun, ich werde Ihnen diese Frage selbstverständlich beantworten, aber spulen wir zunächst noch einige Jahrzehnte zurück - in die Epoche des Mittelalters. Hier finden wir eine ganz andere Art von "Mensch" vor. Es scheint so, als wäre hier...

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der Mensch, kein Mensch, sondern ein unterdrücktes und zerrüttetes Nutztier, dass in Qual, Leid und Eisenketten für seinen Grundherren auf dem Felde harte Arbeit verrichten musste. Tatsächlich herrschte zu dieser Zeit ein hierarchisches System vor, der Feudalismus. Er ordnete klar und deutlich die verschiedenen Menschen in ihre jeweilige Schicht ein, d.h., der König war allen Leuten übergeordnet, die Kronvasallen bzw. Grundherren (Herzöge, Bischöfe, Grafen) herrschten über die Untervasallen bzw. Adeligen (Ritter, Abte, Beamte, Dienstmänner). Und die unterste Schicht der Pyramide gehörte den unfreien Abhängigen (Bauern, Knechte, Tagelöhner etc.). Nur wenige Menschen konnten lesen bzw. schreiben. Dieses Privileg stand eher den Kronvasallen und Adeligen offen. Die untere Bevölkerung konnte aber auch die Möglichkeit wahrnehmen, indem sie in kirchliche Klöster gingen, wo sie über christliche Lehren, Werten, Schriften, Erziehung usw. aufgeklärt und gelehrt wurden. Die Kirche bestimmte ebenso den Tagesablauf, die Ordnung in der Gesellschaft, vermittelte christliche Werte sowie Normen den damaligen Menschen und in Politik und Wirtschaft war sie tätig. Wie eine “stützende Hand” sah man die Kirche an, denn die Angst vor der Hölle war groß und ganz besonders wollte man sich nicht den "teuflischen Versuchungen” hingeben. Auch wenn es um das Thema "Aufklärung” ging, sah man die Kirche als "Aufklärer", als jemanden, der auf alles eine Antwort parat hatte. Man wagte es sich nicht, die Kirche zu kritisieren oder zu hinterfragen, denn das könnte “Gotteslästerung" sein und "Schande und Pech über sein eigenen Haupte" bedeuten. Die Gesellschaft auch die Menschen entwickelte sich zwar weiter, jedoch schien es niemanden zu geben, welcher sich gegen die "Machenschaften" der katholischen Kirche stellte. Außer z.B. Martin Luther und auch anderer wenige Reformatoren. Sie kritisierten stark die Machtstellung der katholischen Kirchen, ihre Lehren und die Angebote, die sie den Bürgerinnen und Bürger kostenpflichtig zur Verfügung stellten (ich verweise auf die “Ablassbriefe", welche die Zeit im Fegefeuer reduzierten sollten und zusätzlich den Menschen schneller von seinen Sünden reinigen sollte). Die Reformationsbewegung gewann sehr viel an Zuspruch. Wir können hier - Essay zur Aufklärung feststellen, dass es ebenfalls Menschen gab, die nach ihrem eigenen Denken strebten und sich nicht weiterhin von der Religion beeinflussen lassen wollten. “Heißt das etwa nun, dass die Religionen ihre Art von Aufklärung ausnutzten, um die Menschen nicht in Versuchung bringen zu lassen, ihren eigenen Verstand zum Denken zu benutzen?” Dies ist nach allem recht nachvollziehbar und die vorherigen Aussagen könnte diese These unterstützen, aber es gibt auch eine Person, welche durch die Lehre einer Religion viele Erkenntnisse und Wissen sammeln konnte und auf das jeweilige wissenschaftliche Gebiet großen Einfluss hatte. Die Rede ist natürlich von Nikolaus Kopernikus (* 19. Februar 1473 in Toruń, Polen; † 1543 in Frauenburg, Polen), einer der bekanntesten und einflussreichsten Astronomen. Der Islam, mit seinen bisherigen Ergebnissen und Vermutungen, beeinflusste seine astronomischen Forschungen und Theorien erheblich. Er begann an der antike Astronomie stark zu zweifeln, jedoch kamen die Muslimen sowie Kopernikus zu dem Schluss, dass diese herausgestellten Ergebnisse nicht physikalisch begründet werden können. Aufgrund dieser Erkenntnis lässt sich erklären, weshalb beide Parteien zu ähnlichen Ergebnissen kamen. "Nachdem ich auf dieses sehr schwierige und fast unlösbare Problem eingegangen war, kam ich zu dem Schluss, dass es mit weniger und viel einfacheren Konstruktionen als den zuvor verwendeten gelöst werden könnte, wenn mir einige Annahmen (die als 1 Axiome bezeichnet werden) gewährt wurden." ~ Nikolaus Kopernikus Durch seine damaligen Ergebnisse konnten auch viele weitere Astronomen neuen Einfluss gewinnen und somit schuff er und der Islam auch ein Grundbaustein für die Aufklärung der Wissenschaft von den Gestirnen. Aber auch eine gewisse Angst und Sorge trieb ihn: „Ich kann mir leicht vorstellen, Heiliger Vater, dass, sobald einige Menschen erfahren, dass ich in diesem Buch über die Revolutionen der Himmelskörper geschrieben habe, bestimmte Bewegungen der Erde zuschreiben, werden sie sofort behaupten, dass ich und meine Theorie abgelehnt werden müssen." ~ Nikolaus Kopernikus 2 Wir setzen unsere Reise fort - in die "Epoche der Vernunft". Immanuel Kant - einer der bedeutendsten Vertretern der abendländischen Philosophie - spielt hier eine besonders große Rolle, wenn es um die Aufklärung des Volkes ging. Ihm war bekannt, dass Aufklärung ein wichtiger Schritt in Richtung “Erwachsenwerden”, “Reife” und “vernünftiges Denken und Handeln" war. "Was war nun geschehen?" Man sah die Welt nun nicht mehr aus einer, sondern aus mehreren Perspektiven - dies war auch einer der Ziele der Aufklärung. Durch diese vielfältigen Perspektiven, die "Horizonterweiterung" des eigenen Denkens und das dadurch resultierende Wissen haben den Menschen vorangetrieben und sie viel bewusster gemacht. Auch die Aphorismen, welche gesellschaftskritische, selbstständige einzelne Gedanken, ein Urteil oder eine Lebensweisheit beinhalten konnten, gewannen mehr an Aufmerksamkeit: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube" Johann Wolfgang von 3 Goethe Es gab auch viele Gegner - wie die Strenggläubigen-, die sich gegen eine solche Aufklärung aussprachen. Sie standen der neuen “unreligiösen und antithetischen" Wissenschaft und damaligen Technologie, die zur Aufklärung dienen sollten, kritisch gegenüber. Doch Essay zur Aufklärung Philosophen wie Immanuel Kant plädierten weiterhin auf die vernünftige Aufklärung der Menschen. Sie sollen ihren eigenen Verstand nutzen, um sich Dinge, Themen etc. zu erklären. Auch die Vernunft jedes Einzelnen und die Offenheit gegenüber anderen Gedankenzügen und Meinungen sollten den Menschen zu einem stärkeren sowie Horizont erweiternden Denken und Handeln führen, zu einem individualistisches Denken treiben. "Sapere aude - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" ~ Immanuel 4 Kant Akzeptanz und Toleranz waren die Stichwörter. Zudem sollte man dadurch den gefährlichen Ideologien, wie dem Antisemitismus, den Rücken kehren und seinen eigenen individualistischen Standpunkt stabilisieren. Kant wollte aber damit nicht die Autorität des Staates so schwächen, dass es zu Revolutionen käme. Man brauche Menschen, die fest für den Staat einstehen, die den Staat aufrecht erhalten, sonst wäre der Staat oder die Regierung nicht mehr eine respektierte Autorität und es könne zum Anarchismus führen. Heute scheint unsere Gesellschaft gespalten zu sein: Auf der einen Seite haben wir den modernen Mensch, der sich auf wissenschaftlichen Ergebnissen und die hochentwickelte Technologie stützt, aber auf der anderen Seite haben wir auch diejenigen, die sich gegen die Wissenschaft stellen, wie z.B. die "Coronaleugner". Sie positionieren sich gegen die "staatlich gelenkte Lügenpresse" und sehen in der Wissenschaft nur “Märchen und Lügen”. Solche Gruppierungen - nicht nur Coronaleugner - sondern auch die “Kreationisten”, welche der festen Meinung sind, dass die Evolutionstheorie Darwins “inkorrekt sei" und die Schöpfungsgeschichte des Menschen durch Gott “die Wahrheit widerspiegelt". Sie nutzen ihre religiöse Auffassung als “Aufklärung”. Vieler solcher Gruppierungen stellen sich stark gegen die wissenschaftliche und philosophische Aufklärung der Welt und bilden ihre ganz eigene Definition von Aufklärung. Auch andere Kulturen und Völker besitzen eine völlig andere Auffassung von "Aufklärung". Ich stehe fest hinter der wissenschaftlichen und philosophischen Aufklärung, denn ihr kann ich Vertrauen und Treue schenken. Und das Beste der wissenschaftlichen und philosophischen Aufklärung ist, dass sie noch nicht vollendet ist. Das Zeitalter der Aufklärung ist noch lange nicht vorbei, da z.B. es immer wieder neue Dinge zu Entdecken gibt, neue Rätsel, die gelüftet werden können, neue Fragen entstehen, die der Mensch versucht sich selbst zu erklären. Neue Innovationen entstehen, der moderne Mensch strebt nach dem Neuen, dem Unbekannten. Die Wissenschaft wird es möglich machen, Dinge in der Zukunft noch besser und genauer zu erklären. Heute können wir aufgrund von Erfahrungen, gesammelten Wissen zwar auch nicht alle Fragen beantworten, doch dies wird vielleicht bald möglich sein und sich drastisch ändern. Jedoch bleiben bis heute Fragen zur Existenz und die Frage unseres Daseins unbeantwortet und dies wird wahrscheinlich immer so bleiben. "Leben wir in einem „Zeitalter der Aufklärung“ oder einem „aufgeklärten Zeitalter?". Dies war die Frage, die uns am Anfang gestellt wurde und wenn wir nun all die gegebenen Punkte betrachten stellen wir fest: Aufklärung kann von höheren Mächten ausgenutzt werden, sie kann Leute zum neuen Denken verleiten. Ob wir nun in einer "aufgeklärten Zeitalter" oder in Essay zur Aufklärung einem "Zeitalter der Aufklärung” hängt ganz von ihrem Standpunkt ab. Zu welchem werden Sie sich entscheiden? 1 https://beruhmte-zitate.de/zitate/2009748-nicolaus-copernicus-nachdem-ich-auf-dieses-s ehr-schwierige-und-fast-un/ 2 https://beruhmte-zitate.de/zitate/2009741-nicolaus-copernicus-ich-kann-mir-leicht-vorst ellen-heiliger-vater-da/ 3 https://www.aphorismen.de/zitat/277 4 https://beruhmte-zitate.de/zitate/128994-immanuel-kant-sapere-aude-habe-mut-dich-de ines-eigenen-verstan/ https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Kopernikus

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Die Kirche bestimmte ebenso den Tagesablauf, die Ordnung in der Gesellschaft, vermittelte christliche Werte sowie Normen den damaligen Menschen und in Politik und Wirtschaft war sie tätig. Wie eine “stützende Hand” sah man die Kirche an, denn die Angst vor der Hölle war groß und ganz besonders wollte man sich nicht den "teuflischen Versuchungen” hingeben. Auch wenn es um das Thema "Aufklärung” ging, sah man die Kirche als "Aufklärer", als jemanden, der auf alles eine Antwort parat hatte. Man wagte es sich nicht, die Kirche zu kritisieren oder zu hinterfragen, denn das könnte “Gotteslästerung" sein und "Schande und Pech über sein eigenen Haupte" bedeuten. Die Gesellschaft auch die Menschen entwickelte sich zwar weiter, jedoch schien es niemanden zu geben, welcher sich gegen die "Machenschaften" der katholischen Kirche stellte. Außer z.B. Martin Luther und auch anderer wenige Reformatoren. Sie kritisierten stark die Machtstellung der katholischen Kirchen, ihre Lehren und die Angebote, die sie den Bürgerinnen und Bürger kostenpflichtig zur Verfügung stellten (ich verweise auf die “Ablassbriefe", welche die Zeit im Fegefeuer reduzierten sollten und zusätzlich den Menschen schneller von seinen Sünden reinigen sollte). Die Reformationsbewegung gewann sehr viel an Zuspruch. Wir können hier - Essay zur Aufklärung feststellen, dass es ebenfalls Menschen gab, die nach ihrem eigenen Denken strebten und sich nicht weiterhin von der Religion beeinflussen lassen wollten. “Heißt das etwa nun, dass die Religionen ihre Art von Aufklärung ausnutzten, um die Menschen nicht in Versuchung bringen zu lassen, ihren eigenen Verstand zum Denken zu benutzen?” Dies ist nach allem recht nachvollziehbar und die vorherigen Aussagen könnte diese These unterstützen, aber es gibt auch eine Person, welche durch die Lehre einer Religion viele Erkenntnisse und Wissen sammeln konnte und auf das jeweilige wissenschaftliche Gebiet großen Einfluss hatte. Die Rede ist natürlich von Nikolaus Kopernikus (* 19. Februar 1473 in Toruń, Polen; † 1543 in Frauenburg, Polen), einer der bekanntesten und einflussreichsten Astronomen. Der Islam, mit seinen bisherigen Ergebnissen und Vermutungen, beeinflusste seine astronomischen Forschungen und Theorien erheblich. Er begann an der antike Astronomie stark zu zweifeln, jedoch kamen die Muslimen sowie Kopernikus zu dem Schluss, dass diese herausgestellten Ergebnisse nicht physikalisch begründet werden können. Aufgrund dieser Erkenntnis lässt sich erklären, weshalb beide Parteien zu ähnlichen Ergebnissen kamen. "Nachdem ich auf dieses sehr schwierige und fast unlösbare Problem eingegangen war, kam ich zu dem Schluss, dass es mit weniger und viel einfacheren Konstruktionen als den zuvor verwendeten gelöst werden könnte, wenn mir einige Annahmen (die als 1 Axiome bezeichnet werden) gewährt wurden." ~ Nikolaus Kopernikus Durch seine damaligen Ergebnisse konnten auch viele weitere Astronomen neuen Einfluss gewinnen und somit schuff er und der Islam auch ein Grundbaustein für die Aufklärung der Wissenschaft von den Gestirnen. Aber auch eine gewisse Angst und Sorge trieb ihn: „Ich kann mir leicht vorstellen, Heiliger Vater, dass, sobald einige Menschen erfahren, dass ich in diesem Buch über die Revolutionen der Himmelskörper geschrieben habe, bestimmte Bewegungen der Erde zuschreiben, werden sie sofort behaupten, dass ich und meine Theorie abgelehnt werden müssen." ~ Nikolaus Kopernikus 2 Wir setzen unsere Reise fort - in die "Epoche der Vernunft". Immanuel Kant - einer der bedeutendsten Vertretern der abendländischen Philosophie - spielt hier eine besonders große Rolle, wenn es um die Aufklärung des Volkes ging. Ihm war bekannt, dass Aufklärung ein wichtiger Schritt in Richtung “Erwachsenwerden”, “Reife” und “vernünftiges Denken und Handeln" war. "Was war nun geschehen?" Man sah die Welt nun nicht mehr aus einer, sondern aus mehreren Perspektiven - dies war auch einer der Ziele der Aufklärung. Durch diese vielfältigen Perspektiven, die "Horizonterweiterung" des eigenen Denkens und das dadurch resultierende Wissen haben den Menschen vorangetrieben und sie viel bewusster gemacht. Auch die Aphorismen, welche gesellschaftskritische, selbstständige einzelne Gedanken, ein Urteil oder eine Lebensweisheit beinhalten konnten, gewannen mehr an Aufmerksamkeit: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube" Johann Wolfgang von 3 Goethe Es gab auch viele Gegner - wie die Strenggläubigen-, die sich gegen eine solche Aufklärung aussprachen. Sie standen der neuen “unreligiösen und antithetischen" Wissenschaft und damaligen Technologie, die zur Aufklärung dienen sollten, kritisch gegenüber. Doch Essay zur Aufklärung Philosophen wie Immanuel Kant plädierten weiterhin auf die vernünftige Aufklärung der Menschen. Sie sollen ihren eigenen Verstand nutzen, um sich Dinge, Themen etc. zu erklären. Auch die Vernunft jedes Einzelnen und die Offenheit gegenüber anderen Gedankenzügen und Meinungen sollten den Menschen zu einem stärkeren sowie Horizont erweiternden Denken und Handeln führen, zu einem individualistisches Denken treiben. "Sapere aude - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" ~ Immanuel 4 Kant Akzeptanz und Toleranz waren die Stichwörter. Zudem sollte man dadurch den gefährlichen Ideologien, wie dem Antisemitismus, den Rücken kehren und seinen eigenen individualistischen Standpunkt stabilisieren. Kant wollte aber damit nicht die Autorität des Staates so schwächen, dass es zu Revolutionen käme. Man brauche Menschen, die fest für den Staat einstehen, die den Staat aufrecht erhalten, sonst wäre der Staat oder die Regierung nicht mehr eine respektierte Autorität und es könne zum Anarchismus führen. Heute scheint unsere Gesellschaft gespalten zu sein: Auf der einen Seite haben wir den modernen Mensch, der sich auf wissenschaftlichen Ergebnissen und die hochentwickelte Technologie stützt, aber auf der anderen Seite haben wir auch diejenigen, die sich gegen die Wissenschaft stellen, wie z.B. die "Coronaleugner". Sie positionieren sich gegen die "staatlich gelenkte Lügenpresse" und sehen in der Wissenschaft nur “Märchen und Lügen”. Solche Gruppierungen - nicht nur Coronaleugner - sondern auch die “Kreationisten”, welche der festen Meinung sind, dass die Evolutionstheorie Darwins “inkorrekt sei" und die Schöpfungsgeschichte des Menschen durch Gott “die Wahrheit widerspiegelt". Sie nutzen ihre religiöse Auffassung als “Aufklärung”. Vieler solcher Gruppierungen stellen sich stark gegen die wissenschaftliche und philosophische Aufklärung der Welt und bilden ihre ganz eigene Definition von Aufklärung. 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Jedoch bleiben bis heute Fragen zur Existenz und die Frage unseres Daseins unbeantwortet und dies wird wahrscheinlich immer so bleiben. "Leben wir in einem „Zeitalter der Aufklärung“ oder einem „aufgeklärten Zeitalter?". Dies war die Frage, die uns am Anfang gestellt wurde und wenn wir nun all die gegebenen Punkte betrachten stellen wir fest: Aufklärung kann von höheren Mächten ausgenutzt werden, sie kann Leute zum neuen Denken verleiten. Ob wir nun in einer "aufgeklärten Zeitalter" oder in Essay zur Aufklärung einem "Zeitalter der Aufklärung” hängt ganz von ihrem Standpunkt ab. 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