Die Entstehung von Goethes Faust
Johann Wolfgang von Goethe arbeitete über 60 Jahre an seinem Meisterwerk Faust. Die ersten Skizzen entstanden bereits 1770 im Sturm und Drang als sogenannter "Urfaust", der hauptsächlich die Gretchen-Tragödie beinhaltete. Die Inspiration dafür lieferte der wahre Fall der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt.
Die Faust Epoche erstreckt sich von der Weimarer Klassik bis in Goethes späte Schaffensphase. Nach seiner Italienreise vollendete er 1790 das "Faust Fragment", das bereits die Gelehrtentragödie enthielt. Die enge Zusammenarbeit mit Friedrich Schiller führte zur Fertigstellung des ersten Teils (1808), der das menschliche Streben und den Genuss thematisiert.
Hinweis: Der zweite Teil des Faust entstand zwischen 1823-1832 und wurde erst nach Goethes Tod veröffentlicht.
Die literarische Tradition des Faust reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Bereits 1587 erschien die "Historia von D. Johann Fausten". Der historische Faust lebte vermutlich von 1480-1540 in Knittlingen und kam bei alchemistischen Experimenten ums Leben. Christopher Marlowes "Faust-Tragödie" (1590) beeinflusste auch Goethes Version maßgeblich.




































