Faust Lernzettel

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 Analyse und Interpretation
Faust:
Gelehrter & Doktor ( hat alles, was damals möglich war zu studieren, studiert)
Weiß nichts mit seinem Wis

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-Faust -Mephisto -Menschenbilder -Zwei Seelen Problematik - Wette & Pakt

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Analyse und Interpretation Faust: Gelehrter & Doktor ( hat alles, was damals möglich war zu studieren, studiert) Weiß nichts mit seinem Wissen/Wissensdurst anzufangen >> depressiv - - - - FAUST - Lebenslanges Streben nach etwas Höherem (höhere Existenz ohne Begrifflichkeit) Kein typischer Wissenschaftler >> leidet am Wissenschaftstrieb Defizit an sozialen Erfahrungen durch Selbstisolation Repräsentant der Menschheit ( deutlich in ,,Prolog im Himmel") Dient als Demonstrationsobjekt der göttlichen Schöpfung - Steht exemplarisch für die Möglichkeiten und Grenzen des Menschen Mentale Krise stürzt ihn in tiefe Depressionen mit Selbstmordgedanken KRISE DER ERKENNTNIS: Leidet an der Begrenztheit seines Wissens -> Trotz seines enzyklopädischen Wissens ist er seinem Ziel, zu wissen, was die Welt im inneren zusammenhält, nicht näher gekommen Suche nach dem >Urprinzip ist metaphysisch & richtet sich nach dem Streben nach göttlicher Erleuchtung Sehnt sich nach unmittelbarer Erfahrung Zweifel an wissenschaftlichen Qualitäten Fausts >> ihm fehlen grundlegende Vorraussetzungen Lehnt wissenschaftliche Traditionen ab >> „Wissensqualm“, was andere vor ihm gedacht und verschriftlicht haben Bibelübersetzung = einzige wissenschaftliche Tätigkeit, selbst diese zeigt seine fragwürdige Arbeitsweise Versuche, durch Magie die Grenzen der Erkenntnis zu überwinden, scheitern Radikale Ich-Bezogenheit >> sieht nur sich selbst Zutiefst gespaltene Persönlichkeit, die mit sich selbst ringt Mephisto ist Produkt seiner Verzweiflung >> wird ihn auch nicht los, da er die andere Seite seiner Seele nicht abstreifen kann DEFIZIT AN LEBENSPRAXIS: Fausts Leben seit Kindheit der Wissenschaft verschrieben -> bereits als Kind mit seinem Vater als medizinischer...

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Helfer aufgetreten Verlässt selten seinen Lebensraum (enges, gotisches Zimmer; er selbst bezeichnet es als Kerker) Er umgibt sich nicht mit Menschen und wenn, ist die Distanz unüberbrückbar - Studentisches Leben ist ihm fremd (vgl. Auerbachs Keller) >> „Ich hätte Lust nun abzufahren" Triebstau und Wunsch nach sinnliches Erfahrungen durch Defizit Umgang mit Frauen ist ihm fremd >> bedrängt Gretchen körperlich (in „Straße“) ZWISCHEN LIEBE UND SINNLICHEM ERGEBNIS: Zustand der Dauererregung durch Hexentrank (in ,,Hexenküche") -> Mephisto hat ihm zum Opfer seiner Triebbefriedigung gemacht FAUST Analyse und Interpretation Mephisto: Listig, schlau, manipulativ, wortgewandt, emotionslos, ironisch dominant & frech Verführer und Begleiter von Faust Teil der Schöpfung Gottes Kritisiert Gottes Werk >> sieht die Gabe der Vernunft an Menschen als Fehler (plagen unnötig) Versteht Fausts Streben nicht >> kennt nur Triebhaftigkeit & nicht das Streben nach etwas Höherem Hat dei Aufgabe, das Streben von Menschen nach etwas Höherem wachzuhalten ROLLEN MEPHISTOS: - - - MEPHISTOS WELT- & MENSCHENBILD: - ,,Geist der stets verneint" (V 1338) Negiert die Lobeshymne der Engel auf die Schöpfung Findet alles auf der Welt ,,herzlich schlecht“ (V296) und sieht nur ,,wie Menschen sich plagen“ (V280) Leugnet, dass sich der Mensch „des rechten Weges wohl bewusst" (V329) sei -> Mensch ist nicht vernunftgeleitet sondern triebgesteuert, hält sich in Gottes Schöpfung als etwas Besseres, ist aber „tierischer als jedes Tier" (V286) Vertritt ein animalisches Menschenbild, dessen Streben vergeblich ist, da er ohne Verstand nicht von der Stelle komme Wegen diesem Menschenbild, versteht er Fausts Problematik nicht Wandlungsfähigkeit zieht Leser in den Bann -> kann sich sowohl Kleidungsmäßig als auch sprachlich verändern, sodass er nicht erkannt wird Paraderolle >> Schalk, der ironisiert und alles ins Lächerliche zieht -> parodiert bei der Unkiversitätssatire den Schüler Verkörpert die Doppelmoral der Gesellschaft Besitzt keine eigenen Gefühle Herr der dämonischen und sinnlich entfesselten Gegenwelt & Meister des Triebhaften MACHT: - - Macht ist begrenzt Besteht zu großen Teilen aus seinem Wissen >> Wissen als Macht -> ,,Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewusst“ (V 1582) Spezialgebiet >> listige Spionage Selbstdefinition - „Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war“ (V 1349 ff) -> Muss ihn um Erlaubnis fragen, Faust in Versuchung zu bringen - „Stets das Böse will und stets das Gute schafft“ (Studierzimmer, V 1336) -> scheitert offenbar permanent, Leben/Schöpfung setzt sich immer wieder durch - Erkenntnis der begrenzten Macht Mephistos hilft Faust, auf Augenhöhe mit dem Teufel zu verhandeln -> setzt das Böse an den Anfang, um eigene Wertigkeit zu erhöhen Mitspieler des Herrn, ihm deutlich untergeordnet GOTTS MENSCHENBILD: Mensch dient >> braucht zeit um Klarheit zu finden Mensch muss Irren und Streben Mensch wird immer den rechten Pfad wiederfinden Glaubt an das Gute im Menschen Tätigkeit/Schaffen = gut, Ruhe/Stillstand = schlecht - Böse und Gut in Abhängigkeit voneinander FAUST Der Pakt / Die Wette WETTE: (,,PROLOG IM HIMMEL") Wette um konkurrierende Menschenbilder zwischen Gott und Mephisto -> wegen der göttlichen Entelechie kann Mephisto die Wette nicht gewinnen Setzt Handlug der Tragödie in Gang Schöpfungsplan beinhaltet Streben und Irren, Schaffen und Zerstören des Menschen -> Mensch trägt das Gute in sich (Entelechie) Seele Fausts als Prototypen des Irrenden und strebenden Menschen -> gelingt es Mephisto Faust vom Streben abzubringen (Faulbett), gehört Fausts Seele ihm >> Beweis der Fehlbarkeit der Schöpfung - DER PAKT: - - Faust in existenzieller Krise (unglücklich über alles) Mephisto bietet Faust einen vermeintlichen Ausweg an >> will ihm das Schöne des Lebens zeigen Bietet an, sein Diener auf Erden zu sein (>> sinnlicher Genuss) Nach Enttäuschung (Erdgeist), sehnt sich Faust nach dem irdischen (will emotionalen Rausch erfahren, alles fühlen und erleben) - Faust glaubt nicht an Leben nach dem Tod >> Jenseits kümmert ihn nicht (ist an irdisches Ich gebunden) -> Wetteinsatz kümmert ihn nicht, denkt nicht verlieren zu können Faust geht davon aus, dass er ihn nicht vom Streben abbringen kann Mephisto glaubt, er müsse nur den Wunsch nach erleben befriedigen, um den Wunsch nach Erkenntnis zu stillen >> Mensch als triebgesteuertes Wesen Fausts Seele als Wetteinsatz -> schafft Mephisto es, Faust vom Streben abzubringen (Faulbett), bzw ihm einen schönen Augenblick zu bescheren, will dieser Sterben. Mephisto bekommt seine Seele (Faust als Diener im Jenseits) Wette exemplarisch für die Streitfrage zwischen Gott & Mephisto nach dem Sinn der menschlichen Existenz WARUM MEPHISTO DIE WETTE NICHT GEWINNEN KANN: Mephisto >> Instrument Gottes um durch das Stiften von Unruhe die Menschen zu reizen & sie immer zum Streben anzuregen >> befindet sich unbewusst im Dienste des Guten (Gottes) & verhindert damit unbewusst seinen eigenen Sieg ZWEI-SEELEN-PROBLEMATIK: - - FAUST - Permanentes Spannungsverhältnis (vgl. Prolog im Himmel) >> droht ihn zu zerreißen Gefangen in Polarität von Lebenshunger und dem Wunsch nach göttlicher Existenz Widersprüchlichkeit der Lebensideale lassen sich nicht aufheben - Mephisto versteht diese Problematik nicht Wettet mit dem Teufel auf seine fortdauernde Unzufriedenheit Konsequente Negationshaltung gegenüber der Möglichkeit, doch zufriedengestellt zu werden -> er ist fast selbst ,,Der Geist, der stets verneint" Muss angesichts des dualistischen Spannungsverhältnisses an sich selbst scheitern 1. SEELE (MENSCHLICHE SEELE) Gefühlsbetont Triebe Existenzhungrig, Wissbegierig Gleichbleibend Ausgeglichen Mephistophelischer Seelenanteil Materie - Sinnliches Genuss - Begrenzung Materielle BEGRENZUNG in der Identität als Mensch (V.1114 f.) ENTGRENZUNGSVERSUCHE FAUSTS: MAKROKOSMOS-SCHAU: Faust entdeckt das Zeichen des Makrokosmos im Buch des Nostradamos >> glaubt, sich in dem Zeichen wiederzuerkennen Euphorie über das Erkennen des gesamten Kosmos Ernüchterung folgt, da er einen Trugschluss in jenem Zeichen sieht 2. SEELE (TRANSZENDENTE SEELE) Fordernd Unendlich Strebend Leidenschaft ohne Verstand Trügerisch Grenzenlosigkeit SELBSTMORDVERSUCH: Gespräch mit Wagner bestärkt Bewusstsein für eigene Lage Will sich mit Gift das Leben nehmen - Glocken zum Osterfest erklingen Wecken Kindheitserinnerungen Heilende Wirkung >> verhindern Tod - - - Innere Zerrissenheit Fausts zwischen zwei Grundtrieben seiner Existenz Göttlicher Seelenanteil Geist Transzendenz - Entgrenzung Streben nach ENTGRENZUNG aus existenziellen Bedingtheiten BESCHWÖRUNG DES ERDGEISTES: Erblickt danach das Zeichen des Erdgeistes - Spricht das Zeichen aus & es gelingt ihm, diesen Geist zu beschwören >> Erdgeist erscheint Erscheinung für Faust kaum auszuhalten >> muss sich abwenden -> Wider seiner Erwartungen ist Fausts Magie nicht gewachsen Erdgeist verhöhnt ihn & verschwindet -> WETTE MIT MEPHISTO: Ergründen des Transzendenten durch Sinnlichkeit und Genuss FAUST Inhalt PROLOG IM HIMMEL: GELEHRTENTRAGÖDIE: - Himmelsgesindel lobt die Schöpfung trotz dunkler Elemente Mephisto kritisiert die Schöpfung ( Gabe der Vernunft) Gespräch über Faust als Prototypen (der strebende & irrende Mensch) Streit Gott & Mephisto (Menschenbild) >> Mephisto glaubt, Fausts streben beenden zu können Herr glaubt, dass die teuflische Versuchung des Menschen, Faust bewahren wird, sich zur Ruhe zu setzen Wette Gott & Mephisto Nacht: -> Faust ist unruhig = verzweifelt (Wissensdrang) -> Zuwendung zur Magie ( 3 Entgrenzungsversuche) Vor dem Tor: -> Faust & Wagner spazieren, finden Pudel Studierzimmer: -> Faust beschwört ihn (verwandelt sich in Mephisto >> erstes Aufeinandertreffen) -> Faust schlägt Pakt vor; Mephisto entzieht sich -> Pakt Mephisto & Faust (zweites Treffen) >> Fausts Seele an Mephisto, wenn dieser Fausts Streben stoppen kann (Blutbesiegelung) -> Aufbruch Welterkundung Auerbachs Keller: -> Mephisto & Faust im Weinkeller -> Faust wird nicht erheitert durch Alkohol und Musik Hexenküche: -> Verjüngungstrank für Faust -> Faust sieht Heldengestalt im Spiegel

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Auerbachs Keller) >> „Ich hätte Lust nun abzufahren" Triebstau und Wunsch nach sinnliches Erfahrungen durch Defizit Umgang mit Frauen ist ihm fremd >> bedrängt Gretchen körperlich (in „Straße“) ZWISCHEN LIEBE UND SINNLICHEM ERGEBNIS: Zustand der Dauererregung durch Hexentrank (in ,,Hexenküche") -> Mephisto hat ihm zum Opfer seiner Triebbefriedigung gemacht FAUST Analyse und Interpretation Mephisto: Listig, schlau, manipulativ, wortgewandt, emotionslos, ironisch dominant & frech Verführer und Begleiter von Faust Teil der Schöpfung Gottes Kritisiert Gottes Werk >> sieht die Gabe der Vernunft an Menschen als Fehler (plagen unnötig) Versteht Fausts Streben nicht >> kennt nur Triebhaftigkeit & nicht das Streben nach etwas Höherem Hat dei Aufgabe, das Streben von Menschen nach etwas Höherem wachzuhalten ROLLEN MEPHISTOS: - - - MEPHISTOS WELT- & MENSCHENBILD: - ,,Geist der stets verneint" (V 1338) Negiert die Lobeshymne der Engel auf die Schöpfung Findet alles auf der Welt ,,herzlich schlecht“ (V296) und sieht nur ,,wie Menschen sich plagen“ (V280) Leugnet, dass sich der Mensch „des rechten Weges wohl bewusst" (V329) sei -> Mensch ist nicht vernunftgeleitet sondern triebgesteuert, hält sich in Gottes Schöpfung als etwas Besseres, ist aber „tierischer als jedes Tier" (V286) Vertritt ein animalisches Menschenbild, dessen Streben vergeblich ist, da er ohne Verstand nicht von der Stelle komme Wegen diesem Menschenbild, versteht er Fausts Problematik nicht Wandlungsfähigkeit zieht Leser in den Bann -> kann sich sowohl Kleidungsmäßig als auch sprachlich verändern, sodass er nicht erkannt wird Paraderolle >> Schalk, der ironisiert und alles ins Lächerliche zieht -> parodiert bei der Unkiversitätssatire den Schüler Verkörpert die Doppelmoral der Gesellschaft Besitzt keine eigenen Gefühle Herr der dämonischen und sinnlich entfesselten Gegenwelt & Meister des Triebhaften MACHT: - - Macht ist begrenzt Besteht zu großen Teilen aus seinem Wissen >> Wissen als Macht -> ,,Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewusst“ (V 1582) Spezialgebiet >> listige Spionage Selbstdefinition - „Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war“ (V 1349 ff) -> Muss ihn um Erlaubnis fragen, Faust in Versuchung zu bringen - „Stets das Böse will und stets das Gute schafft“ (Studierzimmer, V 1336) -> scheitert offenbar permanent, Leben/Schöpfung setzt sich immer wieder durch - Erkenntnis der begrenzten Macht Mephistos hilft Faust, auf Augenhöhe mit dem Teufel zu verhandeln -> setzt das Böse an den Anfang, um eigene Wertigkeit zu erhöhen Mitspieler des Herrn, ihm deutlich untergeordnet GOTTS MENSCHENBILD: Mensch dient >> braucht zeit um Klarheit zu finden Mensch muss Irren und Streben Mensch wird immer den rechten Pfad wiederfinden Glaubt an das Gute im Menschen Tätigkeit/Schaffen = gut, Ruhe/Stillstand = schlecht - Böse und Gut in Abhängigkeit voneinander FAUST Der Pakt / Die Wette WETTE: (,,PROLOG IM HIMMEL") Wette um konkurrierende Menschenbilder zwischen Gott und Mephisto -> wegen der göttlichen Entelechie kann Mephisto die Wette nicht gewinnen Setzt Handlug der Tragödie in Gang Schöpfungsplan beinhaltet Streben und Irren, Schaffen und Zerstören des Menschen -> Mensch trägt das Gute in sich (Entelechie) Seele Fausts als Prototypen des Irrenden und strebenden Menschen -> gelingt es Mephisto Faust vom Streben abzubringen (Faulbett), gehört Fausts Seele ihm >> Beweis der Fehlbarkeit der Schöpfung - DER PAKT: - - Faust in existenzieller Krise (unglücklich über alles) Mephisto bietet Faust einen vermeintlichen Ausweg an >> will ihm das Schöne des Lebens zeigen Bietet an, sein Diener auf Erden zu sein (>> sinnlicher Genuss) Nach Enttäuschung (Erdgeist), sehnt sich Faust nach dem irdischen (will emotionalen Rausch erfahren, alles fühlen und erleben) - Faust glaubt nicht an Leben nach dem Tod >> Jenseits kümmert ihn nicht (ist an irdisches Ich gebunden) -> Wetteinsatz kümmert ihn nicht, denkt nicht verlieren zu können Faust geht davon aus, dass er ihn nicht vom Streben abbringen kann Mephisto glaubt, er müsse nur den Wunsch nach erleben befriedigen, um den Wunsch nach Erkenntnis zu stillen >> Mensch als triebgesteuertes Wesen Fausts Seele als Wetteinsatz -> schafft Mephisto es, Faust vom Streben abzubringen (Faulbett), bzw ihm einen schönen Augenblick zu bescheren, will dieser Sterben. Mephisto bekommt seine Seele (Faust als Diener im Jenseits) Wette exemplarisch für die Streitfrage zwischen Gott & Mephisto nach dem Sinn der menschlichen Existenz WARUM MEPHISTO DIE WETTE NICHT GEWINNEN KANN: Mephisto >> Instrument Gottes um durch das Stiften von Unruhe die Menschen zu reizen & sie immer zum Streben anzuregen >> befindet sich unbewusst im Dienste des Guten (Gottes) & verhindert damit unbewusst seinen eigenen Sieg ZWEI-SEELEN-PROBLEMATIK: - - FAUST - Permanentes Spannungsverhältnis (vgl. Prolog im Himmel) >> droht ihn zu zerreißen Gefangen in Polarität von Lebenshunger und dem Wunsch nach göttlicher Existenz Widersprüchlichkeit der Lebensideale lassen sich nicht aufheben - Mephisto versteht diese Problematik nicht Wettet mit dem Teufel auf seine fortdauernde Unzufriedenheit Konsequente Negationshaltung gegenüber der Möglichkeit, doch zufriedengestellt zu werden -> er ist fast selbst ,,Der Geist, der stets verneint" Muss angesichts des dualistischen Spannungsverhältnisses an sich selbst scheitern 1. SEELE (MENSCHLICHE SEELE) Gefühlsbetont Triebe Existenzhungrig, Wissbegierig Gleichbleibend Ausgeglichen Mephistophelischer Seelenanteil Materie - Sinnliches Genuss - Begrenzung Materielle BEGRENZUNG in der Identität als Mensch (V.1114 f.) ENTGRENZUNGSVERSUCHE FAUSTS: MAKROKOSMOS-SCHAU: Faust entdeckt das Zeichen des Makrokosmos im Buch des Nostradamos >> glaubt, sich in dem Zeichen wiederzuerkennen Euphorie über das Erkennen des gesamten Kosmos Ernüchterung folgt, da er einen Trugschluss in jenem Zeichen sieht 2. SEELE (TRANSZENDENTE SEELE) Fordernd Unendlich Strebend Leidenschaft ohne Verstand Trügerisch Grenzenlosigkeit SELBSTMORDVERSUCH: Gespräch mit Wagner bestärkt Bewusstsein für eigene Lage Will sich mit Gift das Leben nehmen - Glocken zum Osterfest erklingen Wecken Kindheitserinnerungen Heilende Wirkung >> verhindern Tod - - - Innere Zerrissenheit Fausts zwischen zwei Grundtrieben seiner Existenz Göttlicher Seelenanteil Geist Transzendenz - Entgrenzung Streben nach ENTGRENZUNG aus existenziellen Bedingtheiten BESCHWÖRUNG DES ERDGEISTES: Erblickt danach das Zeichen des Erdgeistes - Spricht das Zeichen aus & es gelingt ihm, diesen Geist zu beschwören >> Erdgeist erscheint Erscheinung für Faust kaum auszuhalten >> muss sich abwenden -> Wider seiner Erwartungen ist Fausts Magie nicht gewachsen Erdgeist verhöhnt ihn & verschwindet -> WETTE MIT MEPHISTO: Ergründen des Transzendenten durch Sinnlichkeit und Genuss FAUST Inhalt PROLOG IM HIMMEL: GELEHRTENTRAGÖDIE: - Himmelsgesindel lobt die Schöpfung trotz dunkler Elemente Mephisto kritisiert die Schöpfung ( Gabe der Vernunft) Gespräch über Faust als Prototypen (der strebende & irrende Mensch) Streit Gott & Mephisto (Menschenbild) >> Mephisto glaubt, Fausts streben beenden zu können Herr glaubt, dass die teuflische Versuchung des Menschen, Faust bewahren wird, sich zur Ruhe zu setzen Wette Gott & Mephisto Nacht: -> Faust ist unruhig = verzweifelt (Wissensdrang) -> Zuwendung zur Magie ( 3 Entgrenzungsversuche) Vor dem Tor: -> Faust & Wagner spazieren, finden Pudel Studierzimmer: -> Faust beschwört ihn (verwandelt sich in Mephisto >> erstes Aufeinandertreffen) -> Faust schlägt Pakt vor; Mephisto entzieht sich -> Pakt Mephisto & Faust (zweites Treffen) >> Fausts Seele an Mephisto, wenn dieser Fausts Streben stoppen kann (Blutbesiegelung) -> Aufbruch Welterkundung Auerbachs Keller: -> Mephisto & Faust im Weinkeller -> Faust wird nicht erheitert durch Alkohol und Musik Hexenküche: -> Verjüngungstrank für Faust -> Faust sieht Heldengestalt im Spiegel