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Gedichtianalyse/vergleich zu Reiselyrik - Unterwegssein

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Michelle

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Lernzettel

Gedichtianalyse/vergleich zu Reiselyrik - Unterwegssein

 UNTERWEGS SEIN-REISELYRIK
>Thematik des "Unterwegsseins" als anthropologische Grundkonstante im Leben verankert
ist etwas Essenzielles
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Lernzettel zu den einzelnen Epochen - Barock - Romantik - Moderne - Expressionismus - Postmoderne bis Gegenwart Methoden zur Gedichtanalyse und Gedichtvergleich Rhetorische Figuren Formulierungshilfen

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UNTERWEGS SEIN-REISELYRIK >Thematik des "Unterwegsseins" als anthropologische Grundkonstante im Leben verankert ist etwas Essenzielles wird im Laufe des Lebens unterschiedlich definiert EPOCHEN > spielen in den Interpretationen der Reiselyrik eine entscheidende Rolle > bieten die Möglichkeit, literaturhistorische Verbindungen herzustellen und Gedichte genauer in eine Zeit einzuordnen BAROCK >1600-1720 THEMEN: Diesseits und Jenseits > Schein und Sein Deutsch Klausur Erotik und Askese HISTORISCHER KONTEXT: > Dreißigjähriger Krieg (1618-1648) wurde durch die Abspaltung der protestantischen von der katholischen Kirche eingeleitet ein Drittel der deutschen Bevölkerung starb aus (größte Bevölkerungsschicht: Bauern und Bürger) > Gegensätzlichkeit: Luxus des Adels gegen Pessimismus und Armut der Bevölkerung Aufschwung von Kunst und Literatur geht weiter voran STILISTISCHE SPRACHE: ausdrucksstarke Bildsprache (viele sprachliche Mittel) >festgelegte Literaturmerkmale mussten eingehalten werden je gehobener die Sprache, desto höher der gesellschaftliche Stand Versuch der "Reinigung" der deutschen Sprache von fremden Einflüssen >starke Ambivalenz MOTIVE: > Vanitas (Vergänglichkeit des unbedeutenden, irdischen Lebens mit Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits) Memento Mori ("Bedenke, dass du sterben musst" →→Todesgedanke, Endlichkeit des Lebens) Carpe Diem ("Nutze den Tag" →→Hinwendung zum Bewusstsein der Diesseitigkeit) Antithese (Gegensatz zwischen Leben und Tod) >starke Gegensätze: prachtvoll und angstvoll bzw. ärmliche Verhältnisse BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Mensch auf Wanderschaft durch das vergängliche Leben >Flucht vor dem Krieg > Reisen als privilegierte Erfahrung VERTRETER: Martin Opitz >Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen Andreas Gryphius ROMANTIK >1795-1848 THEMEN: > das Geheimnisvolle, Liebevolle und Magische > Natur und Rückkehr in diese >...

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Wandern als Metapher des Lebens HISTORISCHER KONTEXT: >Industrialisierung führte zu Verstädterung und Landflucht Wiener Kongress (1815) legte Reformen fest, die die freiheitlichen Bestimmungen un STILISTISCHE SPRACHE: >detaillierte Erzählungen durch Nutzung vieler Adjektive und bildhafter Sprache viele Vergleiche zur Gegenüberstellung von Realität und Irrealität > Hyperbeln zur Vertiefung der Gefühlswelt Haustüren und Fenster als bedeutsame Symbole MOTIVE: Reise-Motiv (Gefühl der Heimatlosigkeit, Verlust von borgenheit Wanderschaft) > Traum-Motiv (Fantasiewelten sollten aufklärerische Grenzen sprengen) >Spiegelmotiv (Gegenüberstellung von Realität und Irrealität des Ich's) Natur-Motiv (suchen der Erkenntnis über Mensch und seinen Geist) > Nacht-Motiv (Schwarze Romantik verkörperte Tod, Vergänglichkeit und obskure Phänomene; magischer Zeitraum) > Sehnsucht und Fernweh (beschriebene Landschaften oft als Wunsch oder Ausdruck der Sehnsucht nach einem Ideal) BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Wandern in der Natur als Selbstfindungsprozess und Bindungsprozess > emotionale Rückkehr zum Glauben > Flucht vor der Realität in eine Traumwelt VERTRETER: > Joseph von Eichendorff Heinrich Heine E.T.A. Hoffmann > Jakob und Wilhelm Grimm MODERNE 1890-1920 THEMEN: > komplexes, individuelles Seelenleben (das Unterbewusste) >apokalyptische Endzeitbestimmung > individuelle Wahrnehmung > Pessimismus, Dekadenz, Verfall, Tod, Orientierungslosigkeit, Entfremdung > Sprachkritik ückten HISTORISCHER KONTEXT: Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert war von wissenschaftlichen Umbrüchen geprägt Psychoanalyse nach Freud Relativitätstheorie nach Einstein Abweichung von religiösen Vorstellungen und Idealen >Industrialisierung →Menschen wollen trotzdem Individualität bewahren STILISTISCHE SPRACHE: > Großstadtlyrik: negativ konnotierte Sprache zur Entwertung des modernen Stadtlebens eingeschränkte, sehr persönliche Äußerung von Erlebnissen > Abgrenzung von alten, literarischen Vorgaben viele unterschiedliche rhetorische Mittel, Erzähltechniken und Darstellungsformen MOTIVE: > Verfalls Dekadenz Motiv (negative Wendung in zahlreichen Lebenslagen) VERTRETER: Max Frisch Thomas Mann Franz Kafka > Frank Wedekind EXPRESSIONISMUS > 1905-1920 THEMEN: Angst und Isolation vor Kriegsausbruch →apokalyptische Endzeitbestimmung > Ausdruck des eigenen Innenlebens durch Gefühle > Symbolismus, Dekadenz, Authentizismus > Krieg, Leid, Zerfall, Katastrophenstimmung: negative Extreme (Tod, Zerstörung, Hinrichtung, Untergang, Suizid) HISTORISCHER KONTEXT: Starke politische Spannungen in den Jahren zwischen 1905 und 1925 führten zum Ersten Weltkrieg (1914) > Industrialisierung sorgte für Arbeitslosigkeit und Armut durch geringe Löhne > Verödung der Lebensräume; Verstädterung; wachsendes Leid der Bevölkerung STILISTISCHE SPRACHE: bildhafte Sprache, meist negativ konnotiert > kein durchgängig regelmäßiges Metrum, häufiger Verzicht auf Reime > häufige Missachtung der Syntax lyrisches Ich anonym und sachlich starke Übertreibungen und Worthäufungen (oft düstere Wörter) metaphorische Sprache und intensive Emotionen (moralisches Chaos) MOTIVE: Weltuntergangs-Motiv (Angst vor Ausbruch und Konsequenzen des Krieges) > Anonymitäts- Motiv (Enthumanisierung des Menschen durch Industrialisierung, Anonymität in der Großstadt und Identitätsverlust sowie Aufgeben traditioneller Weltbilder) > Traum-Motiv (Flucht vor Langeweile des Alltags) BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Landflucht > Heimatlosigkeit in der Großstadt VERTRETER: Gottfried Benn > Georg Heynn > Georg Trakl Franz Kafka POSTMODERNE-GEGENWART > 1890-2011 THEMEN: > Orientierungslosigkeit und Identitätsverlust > heterogene Entwicklung in Natur und Gesellschaft > Kritik an der modernen Welt > Emanzipation und Frauenbewegung > Auseinandersetzung mit Faschismus, Krieg und Schuldthematik Deutschlands am Krieg HISTORISCHER KONTEXT: > Kriegsliteratur Wiedervereinigung Deutschlands (1998) bedeutete das Ende des Kalten Krieges und den Sturz des Kommunismus >durch neue Freiheit verfielen idealisierte Rollen und Lebensmodelle > Technik, Kunst und Medien gewannen an Freiheit und Potenzial zur Selbstverwirklichung >Politisierung der Lyrik (in den sechziger Jahren) STILISTISCHE SPRACHE: > Verzicht auf festgelegte Formen wie Reimschema und Metrum >Zeitraffungen, Zeitdehnungen, Zeitsprünge, fragmentarische Erzählung Intertextualität: Verweise auf historische Ereignisse oder Werke bzw. Zitate anderer MOTIVE: > Sinnlosigkeits-Motiv (moderne Welt bietet keinen Platz für den Menschen) →Gefühlsbetontheit verfällt Rückzug in die Innerlichkeit BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: Heimatlosigkeit in der Großstadt VERTRETER: > Ulla Hahn > Patrick Süskind > Friedrich Dürrenmatt > Umberto Eco > Heinrich Böll ZEITLICHE EINORDNUNG > Barock 1600-1720 Aufklärung →1720-1800 > Romantik 1795-1848 > Expressionismus 1890-1920 (Post) Moderne 1890-2011 Expressionismus (Post) Moderne Barock Aufklärung Romantik I I | | J 1600 1650 1700 1750 1800 1850 1900 1950 2000 WICHTIG: eine exakte Einteilung der Epochen in einzelne Jahre ist nicht möglich, da sich einige Ereignisse überschneiden können > meist gehen die Epochen in einander über GEDICHTANALYSE >einen lyrischen Text im Hinblick auf verschiedene Aspekte, wie Inhalt, Form und Sprache analysieren > begründete Einordnung der Epoche >auf aufgabenbezogene Anforderungen eingehen EINLEITUNG: >aufgabenbezogener Einleitungssatz mit Angaben über Autor, Titel, Textsorte und Jahr der Veröffentlichung →gegebenenfalls Epocheneinordnung >Thema des Gedichts benennen >Sprechsituation beschreiben (auf lyrisches Ich bezogen) HAUPTTEIL: >Inhalt des Gedichts strophenweise darstellen → eventuell Gliederung der behandelten Themen Inhalte in einzelnen Strophen >formalen Aufbau des Gedichts darstellen Anzahl der Strophen, Verse (gegebenenfalls besondere Bennenung, z:B. Sonett) Metrum und nzen Reimschema Interpunktionen und Enjambements Wirkung Inwiefern passen Inhalt und Form (nicht) zueinander? Ist ein Wandel bzw. eine Wende zu erkennen? Was sagt dies für die Wirkung aus? > sprachlich rhetorische Gestaltung unter Berücksichtigung ihrer Funktion untersuchen bestimmte Gruppen von Nomen, Verben oder Adjektiven (Auffälligkeiten) positive oder negative Konnotationen → sprachliche Mittel Besonderheiten (z.B. Moduswechsel oder Tempuswechsel) > Epochenbezug zentrale Merkmale der jeweiligen Epoche erschließen und auf das vorliegende Gedicht beziehen insgesamte Deutung des Gedichts eventueller Bezug auf die angestrebte Akzentuierung in der zweiten Aufgabe SCHLUSS: > Zusammenfassung/Fazit der Analyseergebnisse >eventuell weiteres aufgabenbezogenes Kriterium erfüllen GEDICHTVERGLEICH > aspektorientierte Analyse eines zweiten Gedichts hinsichtlich aufgabenbezogener Kriterien > mit anschließendem Vergleich der beiden Gedichte im Hinblick auf genannte Besonderheiten und Kriterien EINLEITUNG: >aufgabenbezogene Überleitung, die Aspekte der Aufgabenstellung sinnvoll aufnimmt >beide Aufgaben inhaltlich und gegebenenfalls methodisch miteinander verbinden

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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UNTERWEGS SEIN-REISELYRIK >Thematik des "Unterwegsseins" als anthropologische Grundkonstante im Leben verankert ist etwas Essenzielles wird im Laufe des Lebens unterschiedlich definiert EPOCHEN > spielen in den Interpretationen der Reiselyrik eine entscheidende Rolle > bieten die Möglichkeit, literaturhistorische Verbindungen herzustellen und Gedichte genauer in eine Zeit einzuordnen BAROCK >1600-1720 THEMEN: Diesseits und Jenseits > Schein und Sein Deutsch Klausur Erotik und Askese HISTORISCHER KONTEXT: > Dreißigjähriger Krieg (1618-1648) wurde durch die Abspaltung der protestantischen von der katholischen Kirche eingeleitet ein Drittel der deutschen Bevölkerung starb aus (größte Bevölkerungsschicht: Bauern und Bürger) > Gegensätzlichkeit: Luxus des Adels gegen Pessimismus und Armut der Bevölkerung Aufschwung von Kunst und Literatur geht weiter voran STILISTISCHE SPRACHE: ausdrucksstarke Bildsprache (viele sprachliche Mittel) >festgelegte Literaturmerkmale mussten eingehalten werden je gehobener die Sprache, desto höher der gesellschaftliche Stand Versuch der "Reinigung" der deutschen Sprache von fremden Einflüssen >starke Ambivalenz MOTIVE: > Vanitas (Vergänglichkeit des unbedeutenden, irdischen Lebens mit Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits) Memento Mori ("Bedenke, dass du sterben musst" →→Todesgedanke, Endlichkeit des Lebens) Carpe Diem ("Nutze den Tag" →→Hinwendung zum Bewusstsein der Diesseitigkeit) Antithese (Gegensatz zwischen Leben und Tod) >starke Gegensätze: prachtvoll und angstvoll bzw. ärmliche Verhältnisse BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Mensch auf Wanderschaft durch das vergängliche Leben >Flucht vor dem Krieg > Reisen als privilegierte Erfahrung VERTRETER: Martin Opitz >Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen Andreas Gryphius ROMANTIK >1795-1848 THEMEN: > das Geheimnisvolle, Liebevolle und Magische > Natur und Rückkehr in diese >...

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Wandern als Metapher des Lebens HISTORISCHER KONTEXT: >Industrialisierung führte zu Verstädterung und Landflucht Wiener Kongress (1815) legte Reformen fest, die die freiheitlichen Bestimmungen un STILISTISCHE SPRACHE: >detaillierte Erzählungen durch Nutzung vieler Adjektive und bildhafter Sprache viele Vergleiche zur Gegenüberstellung von Realität und Irrealität > Hyperbeln zur Vertiefung der Gefühlswelt Haustüren und Fenster als bedeutsame Symbole MOTIVE: Reise-Motiv (Gefühl der Heimatlosigkeit, Verlust von borgenheit Wanderschaft) > Traum-Motiv (Fantasiewelten sollten aufklärerische Grenzen sprengen) >Spiegelmotiv (Gegenüberstellung von Realität und Irrealität des Ich's) Natur-Motiv (suchen der Erkenntnis über Mensch und seinen Geist) > Nacht-Motiv (Schwarze Romantik verkörperte Tod, Vergänglichkeit und obskure Phänomene; magischer Zeitraum) > Sehnsucht und Fernweh (beschriebene Landschaften oft als Wunsch oder Ausdruck der Sehnsucht nach einem Ideal) BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Wandern in der Natur als Selbstfindungsprozess und Bindungsprozess > emotionale Rückkehr zum Glauben > Flucht vor der Realität in eine Traumwelt VERTRETER: > Joseph von Eichendorff Heinrich Heine E.T.A. Hoffmann > Jakob und Wilhelm Grimm MODERNE 1890-1920 THEMEN: > komplexes, individuelles Seelenleben (das Unterbewusste) >apokalyptische Endzeitbestimmung > individuelle Wahrnehmung > Pessimismus, Dekadenz, Verfall, Tod, Orientierungslosigkeit, Entfremdung > Sprachkritik ückten HISTORISCHER KONTEXT: Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert war von wissenschaftlichen Umbrüchen geprägt Psychoanalyse nach Freud Relativitätstheorie nach Einstein Abweichung von religiösen Vorstellungen und Idealen >Industrialisierung →Menschen wollen trotzdem Individualität bewahren STILISTISCHE SPRACHE: > Großstadtlyrik: negativ konnotierte Sprache zur Entwertung des modernen Stadtlebens eingeschränkte, sehr persönliche Äußerung von Erlebnissen > Abgrenzung von alten, literarischen Vorgaben viele unterschiedliche rhetorische Mittel, Erzähltechniken und Darstellungsformen MOTIVE: > Verfalls Dekadenz Motiv (negative Wendung in zahlreichen Lebenslagen) VERTRETER: Max Frisch Thomas Mann Franz Kafka > Frank Wedekind EXPRESSIONISMUS > 1905-1920 THEMEN: Angst und Isolation vor Kriegsausbruch →apokalyptische Endzeitbestimmung > Ausdruck des eigenen Innenlebens durch Gefühle > Symbolismus, Dekadenz, Authentizismus > Krieg, Leid, Zerfall, Katastrophenstimmung: negative Extreme (Tod, Zerstörung, Hinrichtung, Untergang, Suizid) HISTORISCHER KONTEXT: Starke politische Spannungen in den Jahren zwischen 1905 und 1925 führten zum Ersten Weltkrieg (1914) > Industrialisierung sorgte für Arbeitslosigkeit und Armut durch geringe Löhne > Verödung der Lebensräume; Verstädterung; wachsendes Leid der Bevölkerung STILISTISCHE SPRACHE: bildhafte Sprache, meist negativ konnotiert > kein durchgängig regelmäßiges Metrum, häufiger Verzicht auf Reime > häufige Missachtung der Syntax lyrisches Ich anonym und sachlich starke Übertreibungen und Worthäufungen (oft düstere Wörter) metaphorische Sprache und intensive Emotionen (moralisches Chaos) MOTIVE: Weltuntergangs-Motiv (Angst vor Ausbruch und Konsequenzen des Krieges) > Anonymitäts- Motiv (Enthumanisierung des Menschen durch Industrialisierung, Anonymität in der Großstadt und Identitätsverlust sowie Aufgeben traditioneller Weltbilder) > Traum-Motiv (Flucht vor Langeweile des Alltags) BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: > Landflucht > Heimatlosigkeit in der Großstadt VERTRETER: Gottfried Benn > Georg Heynn > Georg Trakl Franz Kafka POSTMODERNE-GEGENWART > 1890-2011 THEMEN: > Orientierungslosigkeit und Identitätsverlust > heterogene Entwicklung in Natur und Gesellschaft > Kritik an der modernen Welt > Emanzipation und Frauenbewegung > Auseinandersetzung mit Faschismus, Krieg und Schuldthematik Deutschlands am Krieg HISTORISCHER KONTEXT: > Kriegsliteratur Wiedervereinigung Deutschlands (1998) bedeutete das Ende des Kalten Krieges und den Sturz des Kommunismus >durch neue Freiheit verfielen idealisierte Rollen und Lebensmodelle > Technik, Kunst und Medien gewannen an Freiheit und Potenzial zur Selbstverwirklichung >Politisierung der Lyrik (in den sechziger Jahren) STILISTISCHE SPRACHE: > Verzicht auf festgelegte Formen wie Reimschema und Metrum >Zeitraffungen, Zeitdehnungen, Zeitsprünge, fragmentarische Erzählung Intertextualität: Verweise auf historische Ereignisse oder Werke bzw. Zitate anderer MOTIVE: > Sinnlosigkeits-Motiv (moderne Welt bietet keinen Platz für den Menschen) →Gefühlsbetontheit verfällt Rückzug in die Innerlichkeit BEZUG ZUM UNTERWEGS SEIN: Heimatlosigkeit in der Großstadt VERTRETER: > Ulla Hahn > Patrick Süskind > Friedrich Dürrenmatt > Umberto Eco > Heinrich Böll ZEITLICHE EINORDNUNG > Barock 1600-1720 Aufklärung →1720-1800 > Romantik 1795-1848 > Expressionismus 1890-1920 (Post) Moderne 1890-2011 Expressionismus (Post) Moderne Barock Aufklärung Romantik I I | | J 1600 1650 1700 1750 1800 1850 1900 1950 2000 WICHTIG: eine exakte Einteilung der Epochen in einzelne Jahre ist nicht möglich, da sich einige Ereignisse überschneiden können > meist gehen die Epochen in einander über GEDICHTANALYSE >einen lyrischen Text im Hinblick auf verschiedene Aspekte, wie Inhalt, Form und Sprache analysieren > begründete Einordnung der Epoche >auf aufgabenbezogene Anforderungen eingehen EINLEITUNG: >aufgabenbezogener Einleitungssatz mit Angaben über Autor, Titel, Textsorte und Jahr der Veröffentlichung →gegebenenfalls Epocheneinordnung >Thema des Gedichts benennen >Sprechsituation beschreiben (auf lyrisches Ich bezogen) HAUPTTEIL: >Inhalt des Gedichts strophenweise darstellen → eventuell Gliederung der behandelten Themen Inhalte in einzelnen Strophen >formalen Aufbau des Gedichts darstellen Anzahl der Strophen, Verse (gegebenenfalls besondere Bennenung, z:B. Sonett) Metrum und nzen Reimschema Interpunktionen und Enjambements Wirkung Inwiefern passen Inhalt und Form (nicht) zueinander? Ist ein Wandel bzw. eine Wende zu erkennen? Was sagt dies für die Wirkung aus? > sprachlich rhetorische Gestaltung unter Berücksichtigung ihrer Funktion untersuchen bestimmte Gruppen von Nomen, Verben oder Adjektiven (Auffälligkeiten) positive oder negative Konnotationen → sprachliche Mittel Besonderheiten (z.B. Moduswechsel oder Tempuswechsel) > Epochenbezug zentrale Merkmale der jeweiligen Epoche erschließen und auf das vorliegende Gedicht beziehen insgesamte Deutung des Gedichts eventueller Bezug auf die angestrebte Akzentuierung in der zweiten Aufgabe SCHLUSS: > Zusammenfassung/Fazit der Analyseergebnisse >eventuell weiteres aufgabenbezogenes Kriterium erfüllen GEDICHTVERGLEICH > aspektorientierte Analyse eines zweiten Gedichts hinsichtlich aufgabenbezogener Kriterien > mit anschließendem Vergleich der beiden Gedichte im Hinblick auf genannte Besonderheiten und Kriterien EINLEITUNG: >aufgabenbezogene Überleitung, die Aspekte der Aufgabenstellung sinnvoll aufnimmt >beide Aufgaben inhaltlich und gegebenenfalls methodisch miteinander verbinden