Freiheit und Natur: Die zweite Strophe
Die zweite Strophe von Eichendorffs "Sehnsucht" führt neue Elemente ein, die die Thematik des Gedichts erweitern und vertiefen. Hier treten die wandernden Gesellen auf, die als Symbole der Freiheit fungieren.
Definition: Das Wandern ist in der Romantik ein Symbol des Aufbruchs und der Freiheit.
Die Strophe beginnt mit der Beobachtung der zwei Gesellen durch das lyrische Ich. Ihr Gesang durchbricht die Stille der Landschaft, was eine Antithese zur vorherigen Ruhe bildet. Ab Vers 12 teilt sich das Gedicht in zwei Sinnabschnitte: Die Wahrnehmung des lyrischen Ichs und der Inhalt des Liedes der Gesellen.
Example: "Wo die Wälder rauschen so sacht, [...]" - Dieser Vers enthält Alliterationen, die die sinnliche Atmosphäre unterstreichen.
Eichendorff personifiziert die Natur in dieser Strophe, was eine lebendige und bildhafte Vorstellung der Landschaft erzeugt. Die Natur spielt hier eine zentrale Rolle und wird durch Begriffe wie "Wälder" und "Quellen" repräsentiert.
Highlight: Der Neologismus "Waldesnacht" am Ende der Strophe vereint die romantischen Motive der Natur und der Nacht.
Die zweite Strophe verstärkt die Sehnsucht des lyrischen Ichs, indem sie die Freiheit und Schönheit der Natur dem eingeschränkten Dasein des Beobachters gegenüberstellt.



