Götz von Berlichingen - Szenenanalyse

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11/12/13

Klausur

Götz von Berlichingen - Szenenanalyse

 11de1
Name:
Note:
Kursarbeit im Grundkurs Deutsch
03.05.2021
Arbeitsauftrag:
Analysiere die Szene ,,Saal." des 3. Aktes (S. 79 unten bis S.

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Deutsch Gk Klausur : Szenenanalyse Akt 3 “Saal” mit Erwartungshorizont

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11de1 Name: Note: Kursarbeit im Grundkurs Deutsch 03.05.2021 Arbeitsauftrag: Analysiere die Szene ,,Saal." des 3. Aktes (S. 79 unten bis S. 82 oben) unter inhaltlichen und sprachlich-stilistischen Gesichtspunkten. Berücksichtige hierbei vor allem auch die Entstehungsepoche. Saal Götz, Elisabeth, Georg, Knechte bei Tische. Götz. So bringt uns die Gefahr zusammen. Laßt's euch schmecken, meine Freunde! Vergeßt das Trinken nicht. Die Flasche ist leer. Noch eine, liebe Frau. (Elisabeth zuckt die Achsel.) Ist keine mehr da? Elisabeth (leise). Noch eine; ich hab sie für dich beiseite gesetzt. Götz. Nicht doch, Liebe! Gib sie heraus. Sie brauchen Stärkung, nicht ich; es ist ja meine Sache. Elisabeth. Holt sie draußen im Schrank! Götz. Es ist die letzte. Und mir ist's, als ob wir nicht zu sparen Ursach hätten. Ich bin lange nicht so vergnügt gewesen. (Schenkt ein.) Es lebe der Kaiser! Alle. Er lebe! Götz. Das soll unser vorletztes Wort sein, wenn wir sterben! Ich lieb ihn, denn wir haben einerlei Schicksal. Und ich bin noch glücklicher als er. Er muß den Reichsständen die Mäuse fangen, inzwischen die Ratten seine Besitztümer annagen. Ich weiß, er wünscht sich manchmal lieber tot, als länger die Seele eines so krüppligen Körpers zu sein. (Schenkt ein.) Es geht just noch ein mal herum. Und wenn unser Blut anfängt, auf die Neige zu gehen, wie der Wein in dieser Flasche erst schwach, dann tropfenweise rinnt...

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(tröpfelt das Letzte in sein Glas), was soll unser letztes Wort sein? Georg. Es lebe die Freiheit! Götz. Es lebe die Freiheit! Alle. Es lebe die Freiheit! Götz. Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte - Georg. Da müßt's viel anders werden. Götz. So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben. Georg. Habt Ihr solche Herrn gekannt?, Götz. Wohl. Ich erinnere mich zeitlebens, wie der Landgraf von Hanau eine Jagd gab und die Fürsten und Herrn, die zugegen waren, unter freiem Himmel speisten und das Landvolk all herbeilief, sie zu sehen. Das war keine Maskerade, die er sich selbst zu Ehren angestellt hatte. Aber die vollen runden Köpfe der Bursche und Mädel, die roten Backen alle, und die wohlhäbigen Männer und stattlichen Greise, und alles fröhliche Gesichter, und wie sie teilnahmen an der Herrlichkeit ihres Herrn, der auf Gottes Boden unter ihnen sich ergetzte! Georg. Das war ein Herr, vollkommen wie Ihr. Götz. Sollten wir nicht hoffen, daß mehr solcher Fürsten auf einmal herrschen können? daß Verehrung des Kaisers, Fried und Freundschaft der Nachbarn und Lieb der Untertanen der kostbarste Familienschatz sein wird, der auf Enkel und Urenkel erbt? Jeder würde das Seinige erhalten und in sich selbst vermehren, statt daß sie jetzo nicht zuzunehmen glauben, wenn sie nicht andere verderben. Georg. Würden wir hernach auch reiten? Götz. Wollte Gott, es gäbe keine unruhige Köpfe in ganz Deutschland! wir würden noch immer zu tun genug finden. Wir wollten die Gebirge von Wölfen säubern, wollten unserm ruhig ackernden Nachbar einen Braten aus dem Wald holen und dafür die Suppe mit ihm essen. Wär uns das nicht genug, wir wollten uns mit unsern Brüdern, wie Cherubim mit flammenden Schwertern, vor die Grenzen des Reichs gegen die Wölfe die Türken, gegen die Füchse die Franzosen lagern und zugleich unsers teuern Kaisers sehr ausgesetzte Länder und die Ruhe des Reichs beschützen. Das wäre ein Leben! Georg! wenn man seine Haut für die allgemeine Glückseligkeit dransetzte. (Georg springt auf.) Wo willst du hin? Georg. Ach ich vergaß, daß wir eingesperrt sind - und der Kaiser hat uns eingesperrt - und unsere Haut davonzubringen, setzen wir unsere Haut dran? Götz. Sei gutes Muts. (Lerse kommt.) Lerse. Freiheit! Freiheit! Das sind schlechte Menschen, unschlüssige bedächtige Esel. Ihr sollt abziehen mit Gewehr, Pferden und Rüstung. Proviant sollt Ihr dahintenlassen. Götz. Sie werden sich kein Zahnweh dran kauen. Lerse (heimlich). Habt Ihr das Silber versteckt? Götz. Nein! Frau, geh mit Franzen, er hat dir was zu sagen. Hinweise zur Musterlösung: sprachlich: Markierungen und Hinweise im Text beachten! Besonders relevant für Gesamtdeutung: Weinmetaphorik (Stichwort letztes Abendmahl) und Ausruf ,,Es lebe die Freiheit!" (Motto / Antrieb für Götz im gesamten Stück) in Bezug auf Figuren: Götz: o Sprachantell und auch Ausdrucksweise charakterisieren ihn hier als Burgherr; dennoch relativiert er seine Stellung, indem er mit den Knechten an einem Tisch sitzt und Wein (symbolisch für Luxus, der nur den Herrschern zusteht) mit ihnen teilt. O In seiner Rede spiegeln sich seine Überzeugungen, seine Treue zum Kaiser, seine für ihn geltenden Werte und Normen. Er entwirft eine Utopie, in der Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit herrschen (Ideale des Sturm und Drang) und in der ritterliche Tugenden dennoch gelebt werden können (Jagd, Verteidigung gegen Feinde von außen). O Er beweist Heldenmut, versucht seine Untergebenen zu ermutigen, auch im Angesicht drohenden Todes, indem er auch das eigene Leben angesichts des großen Ganzen relativiert (Enkel, Zukunft...). Er wird dadurch zum Vorbild eines Kämpfers für eine gerechte Sache, selbst angesichts aller äußeren Schwierigkeiten. Die Szene nimmt sein Schicksal als eine Art Märtyrer vorweg. ● O Georg: O besitzt zwar wenig Redeanteil, hat aber sehr entscheidende Passagen: Er ist es, der den für die Szene aber auch für das gesamte Drama programmatischen Ausruf ,,Es lebe die Freiheit!" zuerst nennt. O In der ansonsten statischen Szene springt er als einziger auf →will, seinem Alter und seiner Begeisterung angemessen, handeln im Sinne der von Götz entworfenen Utopie. Szene bestätigt die Stellung Georgs als Figur, die Götz in den Reihen der jungen Männer spiegelt und damit Götz' Ideale aus der Vätergeneration heraus auch zu den Söhnen trägt (→ Sturm und Drang) übrige Figuren keine echte Relevanz, außer Bestätigung ihrer Loyalität zu Götz und ihrer Einstellung, die der seinen entspricht. O Gesamtdeutung: Schlüsselszene in Bezug auf die Darlegung von Götz' Motivation und Charakter: Kaisertreue trotz scheinbarer Gegnerschaft (kaiserliche Truppen belagern ihn!) Utopie eines Lebens in Einheit und Harmonie als gerechte Herrscher dafür kämpft Götz Treue, Loyalität, Opferbereitschaft gegenüber seinen Männern, auch wenn diese ihm untergeben sind (Teilen des Weins; Versuch, Mut zuzusprechen durch Hinweis auf die große Sache) Vorausdeutung auf Götz' Tod/Scheitern (christliche Metaphorik, Hinweis auf die folgende Generation, Verwendung des Konjunktivs) o sprachlich und auch inhaltlich typisch für die Epoche, die sich zupackende Helden wünscht, die für ihre Überzeugungen eintreten (im Zweifel bis zum Tod) und dabei Standesgrenzen und alte Normen überwinden. ооо O 11de1 des Götz Name: Note: Kursarbeit im Grundkurs Deutsch Arbeitsauftrag: Analysiere die Szene ,,Saal." des 3. Aktes (S. 79 unten bis S. 82 oben) unter inhaltlichen und sprachlich-stilistischen Gesichtspunkten. Berücksichtige hierbei vor allem auch die Entstehungsepoche. • Belagerung; Burg 03.05.2021 Saal Götz, Elisabeth, Georg, Knechte bei Tische. Götz. So bringt uns die Gefahr zusammen. Laßt's euch schmecken, meine Freunde! Vergeßt das Trinken nicht. Die Flasche ist leer. Noch eine, liebe Frau. (Elisabeth zuckt die Relativierung der asymm. Beziehung Achsel.) Ist keine mehr da? Elisabeth (leise). Noch eine; ich hab sie für dich beiseite gesetzt. Götz. Nicht doch, Liebe! Gib sie heraus. Sie brauchen Stärkung, nicht ich; es ist ja meine Sache. von Molto geht ihm awf Spiegelung Georg. Es lebe die Freiheit! Götz. Es lebe die Freiheit! Elisabeth. Holt sie draußen im Schrank! Götz. Es ist die letzte. Und mir ist's, als ob wir nicht zu sparen Ursach hätten. Ich bin lange nicht so vergnügt gewesen. (Schenkt ein.) Es lebe der Kaiser! Vorausdenterig Ende Treue, obwohl Reichsacht intel. Truppen ↳ teilt sellast aus, Alle. Er lebe! obwohl Frau/Unelte da Götz. Das soll unser vorletztes Wort sein, wenn wir sterben! Ich lieb ihn, denn wir haben einerlei Schicksal. Und ich bin noch glücklicher als er. Er muß den Reichsständen die Mäuse fangen, inzwischen die Ratten seine Besitztümer annagen. Ich weiß, er wünscht Melapher sich manchmal lieber tot, als länger die Seele eines so krüppligen Körpers zu Kaiser-Vectandn sein. (Schenkt ein.) Es geht just noch ein mal herum. Und wenn unser Blut anfängt, auf religiose die Neige zu gehen, wie der Wein in dieser Flasche erst schwach, dann tropfenweise rinnt (tröpfelt das Letzte in sein Glas), was soll unser letztes Wort sein? Metaphorik →letztes Abendmah Ausref, With. dient der größeren Sache, nicht persönlich Glüch Alle. Es lebe die Freiheit! Götz. Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so Georg. Da müßt's viel anders werden. Götz. So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben. theat. Frage Götz Antrieb edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte - Georg. Habt Ihr solche Herrn gekannt?, Götz. Wohl. Ich erinnere mich zeitlebens, wie der Landgraf von Hanau eine Jagd gab und die Fürsten und Herrn, die zugegen waren, unter freiem Himmel speisten und das. Landvolk all herbeilief, sie zu sehen. Das war keine Maskerade, die er sich selbst zu Ehren angestellt hatte. Aber die vollen runden Köpfe der Bursche und Mädel, die roten Backen alle, und die wohlhäbigen Männer und stattlichen Greise, und alles fröhliche von Tod Gesichter, und wie sie teilnahmen an der Herrlichkeit ihres Herrn, der auf Gottes Boden, wechsel zu Freude Glüch Wortfeld (Nopie, die Gotz winshunter ihnen sich ergetzte! Georg. Das war ein Herr, vollkommen wie Ihr. Götz. Sollten wir nicht hoffen, daß mehr solcher Fürsten auf einmal herrschen können? daß Verehrung des Kaisers, Fried und Freundschaft der Nachbarn und Lieb der Untertanen der kostbarste Familienschatz sein wird, der auf Enkel und Urenkel erbt? Jeder würde the Fe das Seinige erhalten und in sich selbst vermehren, statt daß sie jetzo nicht zuzunehmen glauben, wenn sie nicht andere verderben. Georg. Würden wir hernach auch reiten? Götz. Wollte Gott, es gäbe keine unruhige Köpfe in ganz Deutschland! wir würden noch immer zu tun genug finden. Wir wollten die Gebirge von Wölfen säubern, wollten unserm ruhig ackernden Nachbar einen Braten aus dem Wald holen und dafür die Suppe mit ihm essen. Wär uns das nicht genug, wir wollten uns mit unsern Brüdern, wie Cherubim mit flammenden Schwertern, vor die Grenzen des Reichs gegen die Wölfe Metaphen die Türken, gegen die Füchse die Franzosen lagern und zugleich unsers teuern Kaisers sehr ausgesetzte Länder und die Ruhe des Reichs beschützen. Das wäre ein Leben! Georg! wenn man seine Haut für die allgemeine Glückseligkeit dransetzte. (Georg springt auf.) Wo willst du hin? deifewrthing des Volkes Talen drang der Georg. Ach ich vergaß, daß wir eingesperrt sind - und der Kaiser hat uns eingesperrt- und jungen Generation Götz. Sei gutes Muts. Kontras unsere Haut davonzubringen, setzen wir unsere Haut dran? Realitat zusammengefasst scheinbar Ziel erreicht, doch Frecheit zur Bedingung eingespent cu sein -> Verkehrung des dusress (Lerse kommt.) 1 Lerse. Freiheit! Freiheit! Das sind schlechte Menschen, unschlüssige bedächtige Esel. Thr sollt abziehen mit Gewehr, Pferden und Rüstung. Proviant sollt Ihr dahintenlassen. Götz. Sie werden sich kein Zahnweh dran kauen. Lerse (heimlich). Habt Ihr das Silber versteckt? Götz. Nein! Frau, geh mit Franzen, er hat dir was zu sagen. Metapher (Dummheit der aufrührenden Truppen)

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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11de1 Name: Note: Kursarbeit im Grundkurs Deutsch 03.05.2021 Arbeitsauftrag: Analysiere die Szene ,,Saal." des 3. Aktes (S. 79 unten bis S. 82 oben) unter inhaltlichen und sprachlich-stilistischen Gesichtspunkten. Berücksichtige hierbei vor allem auch die Entstehungsepoche. Saal Götz, Elisabeth, Georg, Knechte bei Tische. Götz. So bringt uns die Gefahr zusammen. Laßt's euch schmecken, meine Freunde! Vergeßt das Trinken nicht. Die Flasche ist leer. Noch eine, liebe Frau. (Elisabeth zuckt die Achsel.) Ist keine mehr da? Elisabeth (leise). Noch eine; ich hab sie für dich beiseite gesetzt. Götz. Nicht doch, Liebe! Gib sie heraus. Sie brauchen Stärkung, nicht ich; es ist ja meine Sache. Elisabeth. Holt sie draußen im Schrank! Götz. Es ist die letzte. Und mir ist's, als ob wir nicht zu sparen Ursach hätten. Ich bin lange nicht so vergnügt gewesen. (Schenkt ein.) Es lebe der Kaiser! Alle. Er lebe! Götz. Das soll unser vorletztes Wort sein, wenn wir sterben! Ich lieb ihn, denn wir haben einerlei Schicksal. Und ich bin noch glücklicher als er. Er muß den Reichsständen die Mäuse fangen, inzwischen die Ratten seine Besitztümer annagen. Ich weiß, er wünscht sich manchmal lieber tot, als länger die Seele eines so krüppligen Körpers zu sein. (Schenkt ein.) Es geht just noch ein mal herum. Und wenn unser Blut anfängt, auf die Neige zu gehen, wie der Wein in dieser Flasche erst schwach, dann tropfenweise rinnt...

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(tröpfelt das Letzte in sein Glas), was soll unser letztes Wort sein? Georg. Es lebe die Freiheit! Götz. Es lebe die Freiheit! Alle. Es lebe die Freiheit! Götz. Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte - Georg. Da müßt's viel anders werden. Götz. So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben. Georg. Habt Ihr solche Herrn gekannt?, Götz. Wohl. Ich erinnere mich zeitlebens, wie der Landgraf von Hanau eine Jagd gab und die Fürsten und Herrn, die zugegen waren, unter freiem Himmel speisten und das Landvolk all herbeilief, sie zu sehen. Das war keine Maskerade, die er sich selbst zu Ehren angestellt hatte. Aber die vollen runden Köpfe der Bursche und Mädel, die roten Backen alle, und die wohlhäbigen Männer und stattlichen Greise, und alles fröhliche Gesichter, und wie sie teilnahmen an der Herrlichkeit ihres Herrn, der auf Gottes Boden unter ihnen sich ergetzte! Georg. Das war ein Herr, vollkommen wie Ihr. Götz. Sollten wir nicht hoffen, daß mehr solcher Fürsten auf einmal herrschen können? daß Verehrung des Kaisers, Fried und Freundschaft der Nachbarn und Lieb der Untertanen der kostbarste Familienschatz sein wird, der auf Enkel und Urenkel erbt? Jeder würde das Seinige erhalten und in sich selbst vermehren, statt daß sie jetzo nicht zuzunehmen glauben, wenn sie nicht andere verderben. Georg. Würden wir hernach auch reiten? Götz. Wollte Gott, es gäbe keine unruhige Köpfe in ganz Deutschland! wir würden noch immer zu tun genug finden. Wir wollten die Gebirge von Wölfen säubern, wollten unserm ruhig ackernden Nachbar einen Braten aus dem Wald holen und dafür die Suppe mit ihm essen. Wär uns das nicht genug, wir wollten uns mit unsern Brüdern, wie Cherubim mit flammenden Schwertern, vor die Grenzen des Reichs gegen die Wölfe die Türken, gegen die Füchse die Franzosen lagern und zugleich unsers teuern Kaisers sehr ausgesetzte Länder und die Ruhe des Reichs beschützen. Das wäre ein Leben! Georg! wenn man seine Haut für die allgemeine Glückseligkeit dransetzte. (Georg springt auf.) Wo willst du hin? Georg. Ach ich vergaß, daß wir eingesperrt sind - und der Kaiser hat uns eingesperrt - und unsere Haut davonzubringen, setzen wir unsere Haut dran? Götz. Sei gutes Muts. (Lerse kommt.) Lerse. Freiheit! Freiheit! Das sind schlechte Menschen, unschlüssige bedächtige Esel. Ihr sollt abziehen mit Gewehr, Pferden und Rüstung. Proviant sollt Ihr dahintenlassen. Götz. Sie werden sich kein Zahnweh dran kauen. Lerse (heimlich). Habt Ihr das Silber versteckt? Götz. Nein! Frau, geh mit Franzen, er hat dir was zu sagen. Hinweise zur Musterlösung: sprachlich: Markierungen und Hinweise im Text beachten! Besonders relevant für Gesamtdeutung: Weinmetaphorik (Stichwort letztes Abendmahl) und Ausruf ,,Es lebe die Freiheit!" (Motto / Antrieb für Götz im gesamten Stück) in Bezug auf Figuren: Götz: o Sprachantell und auch Ausdrucksweise charakterisieren ihn hier als Burgherr; dennoch relativiert er seine Stellung, indem er mit den Knechten an einem Tisch sitzt und Wein (symbolisch für Luxus, der nur den Herrschern zusteht) mit ihnen teilt. O In seiner Rede spiegeln sich seine Überzeugungen, seine Treue zum Kaiser, seine für ihn geltenden Werte und Normen. Er entwirft eine Utopie, in der Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit herrschen (Ideale des Sturm und Drang) und in der ritterliche Tugenden dennoch gelebt werden können (Jagd, Verteidigung gegen Feinde von außen). O Er beweist Heldenmut, versucht seine Untergebenen zu ermutigen, auch im Angesicht drohenden Todes, indem er auch das eigene Leben angesichts des großen Ganzen relativiert (Enkel, Zukunft...). Er wird dadurch zum Vorbild eines Kämpfers für eine gerechte Sache, selbst angesichts aller äußeren Schwierigkeiten. Die Szene nimmt sein Schicksal als eine Art Märtyrer vorweg. ● O Georg: O besitzt zwar wenig Redeanteil, hat aber sehr entscheidende Passagen: Er ist es, der den für die Szene aber auch für das gesamte Drama programmatischen Ausruf ,,Es lebe die Freiheit!" zuerst nennt. O In der ansonsten statischen Szene springt er als einziger auf →will, seinem Alter und seiner Begeisterung angemessen, handeln im Sinne der von Götz entworfenen Utopie. Szene bestätigt die Stellung Georgs als Figur, die Götz in den Reihen der jungen Männer spiegelt und damit Götz' Ideale aus der Vätergeneration heraus auch zu den Söhnen trägt (→ Sturm und Drang) übrige Figuren keine echte Relevanz, außer Bestätigung ihrer Loyalität zu Götz und ihrer Einstellung, die der seinen entspricht. O Gesamtdeutung: Schlüsselszene in Bezug auf die Darlegung von Götz' Motivation und Charakter: Kaisertreue trotz scheinbarer Gegnerschaft (kaiserliche Truppen belagern ihn!) Utopie eines Lebens in Einheit und Harmonie als gerechte Herrscher dafür kämpft Götz Treue, Loyalität, Opferbereitschaft gegenüber seinen Männern, auch wenn diese ihm untergeben sind (Teilen des Weins; Versuch, Mut zuzusprechen durch Hinweis auf die große Sache) Vorausdeutung auf Götz' Tod/Scheitern (christliche Metaphorik, Hinweis auf die folgende Generation, Verwendung des Konjunktivs) o sprachlich und auch inhaltlich typisch für die Epoche, die sich zupackende Helden wünscht, die für ihre Überzeugungen eintreten (im Zweifel bis zum Tod) und dabei Standesgrenzen und alte Normen überwinden. ооо O 11de1 des Götz Name: Note: Kursarbeit im Grundkurs Deutsch Arbeitsauftrag: Analysiere die Szene ,,Saal." des 3. Aktes (S. 79 unten bis S. 82 oben) unter inhaltlichen und sprachlich-stilistischen Gesichtspunkten. Berücksichtige hierbei vor allem auch die Entstehungsepoche. • Belagerung; Burg 03.05.2021 Saal Götz, Elisabeth, Georg, Knechte bei Tische. Götz. So bringt uns die Gefahr zusammen. Laßt's euch schmecken, meine Freunde! Vergeßt das Trinken nicht. Die Flasche ist leer. Noch eine, liebe Frau. (Elisabeth zuckt die Relativierung der asymm. Beziehung Achsel.) Ist keine mehr da? Elisabeth (leise). Noch eine; ich hab sie für dich beiseite gesetzt. Götz. Nicht doch, Liebe! Gib sie heraus. Sie brauchen Stärkung, nicht ich; es ist ja meine Sache. von Molto geht ihm awf Spiegelung Georg. Es lebe die Freiheit! Götz. Es lebe die Freiheit! Elisabeth. Holt sie draußen im Schrank! Götz. Es ist die letzte. Und mir ist's, als ob wir nicht zu sparen Ursach hätten. Ich bin lange nicht so vergnügt gewesen. (Schenkt ein.) Es lebe der Kaiser! Vorausdenterig Ende Treue, obwohl Reichsacht intel. Truppen ↳ teilt sellast aus, Alle. Er lebe! obwohl Frau/Unelte da Götz. Das soll unser vorletztes Wort sein, wenn wir sterben! Ich lieb ihn, denn wir haben einerlei Schicksal. Und ich bin noch glücklicher als er. Er muß den Reichsständen die Mäuse fangen, inzwischen die Ratten seine Besitztümer annagen. Ich weiß, er wünscht Melapher sich manchmal lieber tot, als länger die Seele eines so krüppligen Körpers zu Kaiser-Vectandn sein. (Schenkt ein.) Es geht just noch ein mal herum. Und wenn unser Blut anfängt, auf religiose die Neige zu gehen, wie der Wein in dieser Flasche erst schwach, dann tropfenweise rinnt (tröpfelt das Letzte in sein Glas), was soll unser letztes Wort sein? Metaphorik →letztes Abendmah Ausref, With. dient der größeren Sache, nicht persönlich Glüch Alle. Es lebe die Freiheit! Götz. Und wenn die uns überlebt, können wir ruhig sterben. Denn wir sehen im Geist unsere Enkel glücklich und die Kaiser unsrer Enkel glücklich. Wenn die Diener der Fürsten so Georg. Da müßt's viel anders werden. Götz. So viel nicht, als es scheinen möchte. Hab ich nicht unter den Fürsten treffliche Menschen gekannt, und sollte das Geschlecht ausgestorben sein? Gute Menschen, die in sich und ihren Untertanen glücklich waren; die einen edeln freien Nachbar neben sich leiden konnten und ihn weder fürchteten noch beneideten; denen das Herz aufging, wenn sie viel ihresgleichen bei sich zu Tisch sahen und nicht erst die Ritter zu Hofschranzen umzuschaffen brauchten, um mit ihnen zu leben. theat. Frage Götz Antrieb edel und frei dienen wie ihr mir, wenn die Fürsten dem Kaiser dienen, wie ich ihm dienen möchte - Georg. Habt Ihr solche Herrn gekannt?, Götz. Wohl. Ich erinnere mich zeitlebens, wie der Landgraf von Hanau eine Jagd gab und die Fürsten und Herrn, die zugegen waren, unter freiem Himmel speisten und das. Landvolk all herbeilief, sie zu sehen. Das war keine Maskerade, die er sich selbst zu Ehren angestellt hatte. Aber die vollen runden Köpfe der Bursche und Mädel, die roten Backen alle, und die wohlhäbigen Männer und stattlichen Greise, und alles fröhliche von Tod Gesichter, und wie sie teilnahmen an der Herrlichkeit ihres Herrn, der auf Gottes Boden, wechsel zu Freude Glüch Wortfeld (Nopie, die Gotz winshunter ihnen sich ergetzte! Georg. Das war ein Herr, vollkommen wie Ihr. Götz. Sollten wir nicht hoffen, daß mehr solcher Fürsten auf einmal herrschen können? daß Verehrung des Kaisers, Fried und Freundschaft der Nachbarn und Lieb der Untertanen der kostbarste Familienschatz sein wird, der auf Enkel und Urenkel erbt? Jeder würde the Fe das Seinige erhalten und in sich selbst vermehren, statt daß sie jetzo nicht zuzunehmen glauben, wenn sie nicht andere verderben. Georg. Würden wir hernach auch reiten? Götz. Wollte Gott, es gäbe keine unruhige Köpfe in ganz Deutschland! wir würden noch immer zu tun genug finden. Wir wollten die Gebirge von Wölfen säubern, wollten unserm ruhig ackernden Nachbar einen Braten aus dem Wald holen und dafür die Suppe mit ihm essen. Wär uns das nicht genug, wir wollten uns mit unsern Brüdern, wie Cherubim mit flammenden Schwertern, vor die Grenzen des Reichs gegen die Wölfe Metaphen die Türken, gegen die Füchse die Franzosen lagern und zugleich unsers teuern Kaisers sehr ausgesetzte Länder und die Ruhe des Reichs beschützen. Das wäre ein Leben! Georg! wenn man seine Haut für die allgemeine Glückseligkeit dransetzte. (Georg springt auf.) Wo willst du hin? deifewrthing des Volkes Talen drang der Georg. Ach ich vergaß, daß wir eingesperrt sind - und der Kaiser hat uns eingesperrt- und jungen Generation Götz. Sei gutes Muts. Kontras unsere Haut davonzubringen, setzen wir unsere Haut dran? Realitat zusammengefasst scheinbar Ziel erreicht, doch Frecheit zur Bedingung eingespent cu sein -> Verkehrung des dusress (Lerse kommt.) 1 Lerse. Freiheit! Freiheit! Das sind schlechte Menschen, unschlüssige bedächtige Esel. Thr sollt abziehen mit Gewehr, Pferden und Rüstung. Proviant sollt Ihr dahintenlassen. Götz. Sie werden sich kein Zahnweh dran kauen. Lerse (heimlich). Habt Ihr das Silber versteckt? Götz. Nein! Frau, geh mit Franzen, er hat dir was zu sagen. Metapher (Dummheit der aufrührenden Truppen)