Grundlagen und Inhalt
Lieutenant Gustl ist Schnitzlers Meisterwerk des inneren Monologs - du liest quasi ununterbrochen die Gedanken des Protagonisten mit. Keine Erzählerstimme, die dir hilft oder Überblick gibt - nur pure Gedankenverwirrung eines 23-jährigen Offiziers.
Die Handlung ist simpel aber genial: Gustl besucht ein Konzert, um sich von einem bevorstehenden Duell abzulenken. Beim Rausgehen gerät er mit einem Bäckermeister aneinander, der ihm am Säbel greift und ihn "dummer Bub" nennt. Nach dem damaligen Ehrenkodex ist das eine tödliche Beleidigung.
Das Problem: Mit einem Bäcker kann er als Offizier nicht duellieren - der ist nicht "satisfaktionsfähig". Gustl sieht nur einen Ausweg: Selbstmord. Die ganze Nacht irrt er durch Wien, bis er morgens erfährt, dass der Bäcker gestorben ist.
Wichtig für die Klausur: Die Novelle kritisiert den absurden Ehrenbegriff des k.u.k.-Militärs und zeigt, wie gesellschaftliche Konventionen Menschen in den Tod treiben können.






