Merkmale und historischer Hintergrund der Weimarer Klassik
Die Weimarer Klassik begann mit Goethes Italienreise 1786 und endete mit Schillers Tod 1805. Der Begriff leitet sich vom lateinischen "classicus" ab und steht für vorbildliche Qualität und zeitlose Gültigkeit.
Im Zentrum dieser Epoche steht das Menschenbild der Humanität. Die Klassiker strebten danach, Verstand und Gefühl sowie Wissenschaft und Kunst in harmonischer Weise zu verbinden. Weitere wichtige Motive der Weimarer Klassik waren Toleranz, Vollkommenheit und Selbstbestimmung, wobei man sich stark am Schönheitsideal der Antike orientierte.
Der historische Hintergrund dieser Epoche wurde maßgeblich durch die Französische Revolution 1789 geprägt. Die anfängliche Begeisterung für die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wich jedoch der Ernüchterung während der Schreckensherrschaft unter Robespierre. Mit der Machtergreifung Napoleons 1799 begann eine neue Zeit der Ordnung, die erst mit seiner Niederlage bei Waterloo 1815 endete.
Gut zu wissen: Das Drama war die bevorzugte literarische Gattung der Weimarer Klassik. In der Sprache achteten die Autoren auf formale Ordnung und eine einheitliche, geregelte Ausdrucksweise, bei der Form und Inhalt in harmonischem Einklang standen.



