Interpretation des Gedichts „die blaue Blume“ von Joseph von Eichendorff

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1. Halbjahr
Anaepher
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Die Blaue Blume (1818)
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Anapher Ich suche die blaue Blume, Motiv
Ich suche und finde sie nie,
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- Das Gedicht mit Notizen (Metrum, Reimschema, etc.) - Informationen zur Epoche - vollständige Interpretation

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Deutsch Q1 1. Halbjahr Anaepher leynisches Die Blaue Blume (1818) 1 Anapher Ich suche die blaue Blume, Motiv Ich suche und finde sie nie, Ich Die Blaue Blume von Joseph Freiherr von Eichendorff 5 Ich wandre mit meiner Harfe Durch Länder, Städt und Au'n, Ob nirgends in der Runde Die blaue Blume zu schaun. Erlojektion Epipher لا W W Mir träumt, dass in der Blume Mein gutes Glück mir blüh. Metapher ) Enjambre-Prochäus (betont- unbetont) m ment Alliteration m Ich wandre schon seit lange, 10 Hab lang gehofft, vertraut, Doch ach noch nirgends hab ich Die blaue Blum geschaut. on لیا W m veregelmäßiges / kein Aufzählung ) Enjambement Datum: Klimax j" Enjambement Reinschema Gversion hepotaktisches Aufgaben: 1) Lies das Gedicht „Die Blaue Blume“ des Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857) und halte jeweils erste Eindrücke dazu fest, wonach das lyrische Ich sucht und was die „blaue Blume" in diesem Zusammenhang versinnbildlicht. Formuliere basierend auf diesen Eindrücken eine Deutungshypothese - nutze hierzu ggf. den Hypothesen- generator (s. Lernplan). 2) Schaue dir den Kurzfilm „Symmetry“ an. Inwiefern verfolgt die Anordnung der jeweiligen Bildpaare eine Struktur? 3) Markiere in Eichendorffs Gedicht ebenso Gegensätze oder Überein- stimmungen. 4) Vertiefe dein Textverständnis mithilfe der Information zum Symbol „Blaue Blume" und setze diese im gemeinsamen Gespräch in Beziehung zum Gedicht von Eichendorff. Überarbeite anschließend deine Deutungs- hypothese. Blaue Blume Die Blaue Blume gilt als wichtiges Symbol der Romantik und wird demnach auch als die Blaue Blume der Romantik bezeichnet. Sie steht stellvertretend für die romantische Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, Unendlichen...

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sowie Unbedingten, wobei sie außerdem oftmals als Verbindung von Mensch und Natur gedeutet wird. Darüber hinaus entwickelte sich die Blaue Blume zu einem Symbol der Wanderschaft, das ebenso charakteristisch für die Epoche der Romantik ist. Dieses Motiv lässt sich auf eine altdeutsche Sage zurückführen¹, die besagt, dass man des Nachts die blaue Wunderblume finden könnte und dadurch reich belohnt werde. [...] Dieses Motiv wird von Novalis, [...], in seinem Romanfragment „Heinrich von Ofterdingen" aufgegriffen. Heinrich, der Protagonist des Werkes, wird von einer blauen Blume angezogen, woraus sich in der Folge das Sehnsuchts-Symbol der Romantik ableitete. [...] Bisher wurde das Symbol der Blume in die Sagenwelt des Deutschen und in das Werk Novalis' eingeordnet. [...] Hierbei ist anzunehmen, dass die Vertreter der Strömung Novalis' Werk kannten und somit durch das bloße Benennen der Blauen Blume auf ebendiese Sehnsucht seines Protagonisten Heinrich anspielen. [...] Folglich steht das Symbol der Wunderblume für eine ungeheure Sehnsucht nach einer unerreichbaren Sache. Teilweise ist nicht einmal ersichtlich, woher diese Sehnsucht kommt. Fakt ist nur, dass sie den jeweiligen Protagonisten stets begleitet. Dieses Schwanken zwischen dem Heimweh und Fernweh ist maßgeblich für die Epoche der Romantik. Dieses „Getriebenwerden" ist auch der Grund dafür, dass man in der Romantik von einem Wandermotiv spricht - der Mensch ist hierbei stets auf der Suche nach sich selbst, einem unklaren Ziel und pendelt somit zwischen den Stationen des eigenen Lebens. aus: https://wortfuchs.net/blaue-blume/ (22.08.2021) 1 In erster Linie gilt die thüringische Sage von der Blume des Kyffhäusers als die Grundlage für das Motiv der blauen Blume: Ein Schäfer findet beim Weiden seiner Herde am Kyffhäuser eine wunderschöne Blume. Er pflückt sie und steckt sie an seinen Hut. Da sieht er plötzlich die Öffnung einer Höhle, deren Boden mit Schätzen bedeckt ist. Er füllt seine Taschen, und als er wieder ins Freie treten will, hört er eine Stimme, die ruft ,,Vergiss das Beste nicht!" Er versteht den Sinn der Worte allerdings nicht, sucht nicht weiter, sondern verlässt schnell die Höhle, die sich sofort hinter ihm verschließt. Das Beste, die Wunderblume, hat der Schäfer in der Höhle verloren, wo sie für immer verschwunden blieb, ohne dass der Schäfer das merken konnte. https://www.revistas.usp.br/pg/article/view/73705/77374 (22.08.2021) Deutsch Interpretation Joseph von Eichendorff ist der Autor des Gedichtes,,Die Blaue Blume". Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1818 zurück. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes her kann der Text der Epoche Romantik zugeordnet wer- den. Das Gedicht thematisiert das Streben nach dem Unendlichen. Das vorliegende Gedicht besteht aus drei Strophen mit je vier Versen, wobei jede Strophe auch einen Sinn-. abschnitt bildet. Bereits der Titel, Die Blace Blume" (V.O) weist daraufhin, dass dieses Gedicht der Romantik entstam mt, da diese blave Blume ein typisches Symbol der Romantik ist, welches für Sehnsucht und das Streben nach dem Unendlichen steht, worauf vor allem das Adjektiv, blau" schließen lässt, welches sich mit dem unendlich großen Himmel in Verbindung setzen lässt. Die erste Strophe behandelt die Sehnsüchte des lyrischen Ichs, welches,,die blaue Blume" (V. 1) sucht, die auch hier eine Metapher für das Unendliche ist, nach dem das lyrische Ich strebt. Dass das lyrische Ich sie suche aber nie finde (vgl.V.2) ist ein Paradoxon, da es in der Gewissheit, seine Sehnsüchte niemals be- friedigen zu können, dennoch weiter sucht. Jeder Vers der ersten Strophe beginnt entweder mit einem. Personal- oder Possesivpronomen der ersten Person Singular, was darauf hindeutet, dass es sich um in- dividuelle Sehnsüchte handelt, da eben jeder Mensch nach anderen Dingen strebt. Das Verb, träumen". (V.3) verdeutlicht zum einen, dass es sich um einen Wunsch des lyrischen Ichs handelt und zum anderen, dass es jedoch ein Wunsch ist, dessen Erfüllung unrealistisch ist. Das lyrische Ich hofft dennoch, dass in der Erfüllung des Wunsches sein gutes Glück (ihm) blüh“ (V.4). Hier wird mit der Verwendung des Verbes ,, blüh(en)", ein verb aus dem Wortfeld der Natur gewählt, aus dem auch die Metapher der blauen Blume stammt, um zu verdeutlichen, dass erst das Erreichen des Unendlichen das lyrische Ich befridigen kann. Die Alliteration und auch Tautologie des „guten) Glück(s)"betont besonders die große Bedeutung, die das Erreichen des Unendlichen für das lyrische Ich hat. Dass das Glück von diesem Fund abhängig ist und mit diesem in Verbindung steht, macht das Enjambement in den Versen drei und vier deutlich. In der zweiten Strophe geht es genauer um die Suche. Das lyrische kh wandert mit seiner Harfe (vgl. V.S), welche ein sehr melodiøses Instrument ist, welches auch für Melancholie stehen könnte, die das lyrische ich auf der Suche begleitet. Die Antiklimax, dass das lyrische Ich durch ,,Länder, Städt und Au'n" (V.6) wanderte, zeigt, dass es gründlich und überall nachsieht, da es jede Möglichkeit das Glück zu finden nutzt. Dass es nachsieht, ob es die blave Blume wirklich nirgends findet (vgl. V.7.F.), zeigt, dass es an der Existenz dieser, also an der Möglichkeit das Unendliche zu erreichen zweifelt, aber dennoch weiter sucht. Das Enjambement kann in der Form die unendliche Suche zeigen. Die dritte Strophe thematisiert dann intensiver die Zweifel des lyrischen Ichs, welches schon seit lange" (V.9) auf der Suche ist, was zusätzlich durch die Anapher,,Ich wandere" zu Beginn der zweiten Strophe verdeutlicht wird. Die Wiederholung des Adverbs ,,lang" (V.10) betont, dass das lyrische Ich seit langer Zeit auf der bisher erfolglosen Suche ist. Die Verwendung des Perfekts, dass es // lang gehofft, vertraut Chabe)" (V.10), zeigt, dass das lyrische Ich im Verlaufe des Gedichtes die Hoffnung, seine Sehnsüchte zu befridigen, aufgibt, was an der Verzweiflung liegt, die auch durch die Interjektion ach" (V.11) ausgedrückt wird und welche dadurch verursacht wird, dass es noch nirgends [..]/Die blave Blum geschaut" (V.A.F.) habe, also noch nicht geschafft hat, die Sehnsüchte zu befriedigen. Vor allem sticht dabei der vorletzte Vers hervor, weil die ersten drei Silben dieses Satzes allesamt betont werden (vgl. V.11). Somit legt der Text besonderen Wert darauf, dass deutlich wird, dass die Suche ergebnislos ist und das lyrische, Ich zu zweifeln beginnt. Das Enjambement (vgl. V11.F.) kann hier noch einmal betonen, wie lang und unendlich die Suche des lyrischen Ichs ist. Als Metrum weist das Gedicht einen dreibeinigen Jambus vor, welcher jedoch Unregelmäßigkeiten in dem zweiten, achten und elften vers aufweist, welche ebenso wie das ungewönliche Reimschema, bei dem sich jeweils nur der zweite und vierte Vers jeder. Strophe reimt, die Unzufriedenheit und das Gefühl der Unvollkommenheit des lyrischen Ichs veranschaulichen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Suche nach dem Unendlichen, wie beispielsweise das Streben nach unendlichem Wissen, erfolglos ist, da es für den Menschen nicht möglich ist dieses zu erfahren. Um das zu beschreiben wird vor allem die Metapher der blauen Blume, die für dieses Streben steht und ein typisches Symbol der Romantik ist, genutzt. Inhaltlich merkt man, dass die anfängliche Hoffnung des lyrischen Ichs sich von Strophe zu Strophe zu Verzweiflung entwickelt. Auch die Form des Gedichts, wie beispielsweise die Enjambements und die Unregelmäßigkeiten in Reimschema und Metrum.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

- Das Gedicht mit Notizen (Metrum, Reimschema, etc.) - Informationen zur Epoche - vollständige Interpretation

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[...] Folglich steht das Symbol der Wunderblume für eine ungeheure Sehnsucht nach einer unerreichbaren Sache. Teilweise ist nicht einmal ersichtlich, woher diese Sehnsucht kommt. Fakt ist nur, dass sie den jeweiligen Protagonisten stets begleitet. Dieses Schwanken zwischen dem Heimweh und Fernweh ist maßgeblich für die Epoche der Romantik. Dieses „Getriebenwerden" ist auch der Grund dafür, dass man in der Romantik von einem Wandermotiv spricht - der Mensch ist hierbei stets auf der Suche nach sich selbst, einem unklaren Ziel und pendelt somit zwischen den Stationen des eigenen Lebens. aus: https://wortfuchs.net/blaue-blume/ (22.08.2021) 1 In erster Linie gilt die thüringische Sage von der Blume des Kyffhäusers als die Grundlage für das Motiv der blauen Blume: Ein Schäfer findet beim Weiden seiner Herde am Kyffhäuser eine wunderschöne Blume. Er pflückt sie und steckt sie an seinen Hut. Da sieht er plötzlich die Öffnung einer Höhle, deren Boden mit Schätzen bedeckt ist. Er füllt seine Taschen, und als er wieder ins Freie treten will, hört er eine Stimme, die ruft ,,Vergiss das Beste nicht!" Er versteht den Sinn der Worte allerdings nicht, sucht nicht weiter, sondern verlässt schnell die Höhle, die sich sofort hinter ihm verschließt. Das Beste, die Wunderblume, hat der Schäfer in der Höhle verloren, wo sie für immer verschwunden blieb, ohne dass der Schäfer das merken konnte. https://www.revistas.usp.br/pg/article/view/73705/77374 (22.08.2021) Deutsch Interpretation Joseph von Eichendorff ist der Autor des Gedichtes,,Die Blaue Blume". Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1818 zurück. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes her kann der Text der Epoche Romantik zugeordnet wer- den. Das Gedicht thematisiert das Streben nach dem Unendlichen. Das vorliegende Gedicht besteht aus drei Strophen mit je vier Versen, wobei jede Strophe auch einen Sinn-. abschnitt bildet. Bereits der Titel, Die Blace Blume" (V.O) weist daraufhin, dass dieses Gedicht der Romantik entstam mt, da diese blave Blume ein typisches Symbol der Romantik ist, welches für Sehnsucht und das Streben nach dem Unendlichen steht, worauf vor allem das Adjektiv, blau" schließen lässt, welches sich mit dem unendlich großen Himmel in Verbindung setzen lässt. Die erste Strophe behandelt die Sehnsüchte des lyrischen Ichs, welches,,die blaue Blume" (V. 1) sucht, die auch hier eine Metapher für das Unendliche ist, nach dem das lyrische Ich strebt. Dass das lyrische Ich sie suche aber nie finde (vgl.V.2) ist ein Paradoxon, da es in der Gewissheit, seine Sehnsüchte niemals be- friedigen zu können, dennoch weiter sucht. Jeder Vers der ersten Strophe beginnt entweder mit einem. Personal- oder Possesivpronomen der ersten Person Singular, was darauf hindeutet, dass es sich um in- dividuelle Sehnsüchte handelt, da eben jeder Mensch nach anderen Dingen strebt. Das Verb, träumen". (V.3) verdeutlicht zum einen, dass es sich um einen Wunsch des lyrischen Ichs handelt und zum anderen, dass es jedoch ein Wunsch ist, dessen Erfüllung unrealistisch ist. Das lyrische Ich hofft dennoch, dass in der Erfüllung des Wunsches sein gutes Glück (ihm) blüh“ (V.4). Hier wird mit der Verwendung des Verbes ,, blüh(en)", ein verb aus dem Wortfeld der Natur gewählt, aus dem auch die Metapher der blauen Blume stammt, um zu verdeutlichen, dass erst das Erreichen des Unendlichen das lyrische Ich befridigen kann. Die Alliteration und auch Tautologie des „guten) Glück(s)"betont besonders die große Bedeutung, die das Erreichen des Unendlichen für das lyrische Ich hat. Dass das Glück von diesem Fund abhängig ist und mit diesem in Verbindung steht, macht das Enjambement in den Versen drei und vier deutlich. In der zweiten Strophe geht es genauer um die Suche. Das lyrische kh wandert mit seiner Harfe (vgl. V.S), welche ein sehr melodiøses Instrument ist, welches auch für Melancholie stehen könnte, die das lyrische ich auf der Suche begleitet. Die Antiklimax, dass das lyrische Ich durch ,,Länder, Städt und Au'n" (V.6) wanderte, zeigt, dass es gründlich und überall nachsieht, da es jede Möglichkeit das Glück zu finden nutzt. Dass es nachsieht, ob es die blave Blume wirklich nirgends findet (vgl. V.7.F.), zeigt, dass es an der Existenz dieser, also an der Möglichkeit das Unendliche zu erreichen zweifelt, aber dennoch weiter sucht. Das Enjambement kann in der Form die unendliche Suche zeigen. Die dritte Strophe thematisiert dann intensiver die Zweifel des lyrischen Ichs, welches schon seit lange" (V.9) auf der Suche ist, was zusätzlich durch die Anapher,,Ich wandere" zu Beginn der zweiten Strophe verdeutlicht wird. Die Wiederholung des Adverbs ,,lang" (V.10) betont, dass das lyrische Ich seit langer Zeit auf der bisher erfolglosen Suche ist. Die Verwendung des Perfekts, dass es // lang gehofft, vertraut Chabe)" (V.10), zeigt, dass das lyrische Ich im Verlaufe des Gedichtes die Hoffnung, seine Sehnsüchte zu befridigen, aufgibt, was an der Verzweiflung liegt, die auch durch die Interjektion ach" (V.11) ausgedrückt wird und welche dadurch verursacht wird, dass es noch nirgends [..]/Die blave Blum geschaut" (V.A.F.) habe, also noch nicht geschafft hat, die Sehnsüchte zu befriedigen. Vor allem sticht dabei der vorletzte Vers hervor, weil die ersten drei Silben dieses Satzes allesamt betont werden (vgl. V.11). Somit legt der Text besonderen Wert darauf, dass deutlich wird, dass die Suche ergebnislos ist und das lyrische, Ich zu zweifeln beginnt. Das Enjambement (vgl. V11.F.) kann hier noch einmal betonen, wie lang und unendlich die Suche des lyrischen Ichs ist. Als Metrum weist das Gedicht einen dreibeinigen Jambus vor, welcher jedoch Unregelmäßigkeiten in dem zweiten, achten und elften vers aufweist, welche ebenso wie das ungewönliche Reimschema, bei dem sich jeweils nur der zweite und vierte Vers jeder. Strophe reimt, die Unzufriedenheit und das Gefühl der Unvollkommenheit des lyrischen Ichs veranschaulichen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Suche nach dem Unendlichen, wie beispielsweise das Streben nach unendlichem Wissen, erfolglos ist, da es für den Menschen nicht möglich ist dieses zu erfahren. Um das zu beschreiben wird vor allem die Metapher der blauen Blume, die für dieses Streben steht und ein typisches Symbol der Romantik ist, genutzt. Inhaltlich merkt man, dass die anfängliche Hoffnung des lyrischen Ichs sich von Strophe zu Strophe zu Verzweiflung entwickelt. Auch die Form des Gedichts, wie beispielsweise die Enjambements und die Unregelmäßigkeiten in Reimschema und Metrum.