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Interpretation Kurzgeschichte "Nachts schlafen die Ratten doch", Wolfgang Borchert

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 ,,Nachts schlafen die Ratten doch" ist eine von Wolfgang Borchert veröffentlichte Kurzgeschichte von
1947, welche damalige Kriegsfolgen kri

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Komplette Interpretation, war damals in der 8. Note 1

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,,Nachts schlafen die Ratten doch" ist eine von Wolfgang Borchert veröffentlichte Kurzgeschichte von 1947, welche damalige Kriegsfolgen kritisiert und beschreibt. Am Anfang der Kurzgeschichte trifft ein alter Mann auf einen Jungen, welcher seinen toten Bruder vor gefräßigen Ratten bewacht. Der Mann tischt dem Jungen eine Lügengeschichte auf, um ihn zu sich nach Hause zu locken und verspricht ihm dabei ein Kaninchen. Am Ende geht der Mann, um sein Versprechen zu halten und der Junge wartet auf ihn. Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Kurzgeschichte, da typische Charakteristiken für eine Kurzgeschichte erfüllt werden. So gibt es nur 2 handelnde Personen. Nämlich den Jungen und den alten Mann. Weiterhin spielt die Handlung an ein und demselben Ort, welcher als „Schuttwüste" bezeichnet wird. Der Erzähler ist ein allwissender Erzähler. Er erzählt zwar oft nur die Gedanken des Jungen, doch mit der Zeit erwähnt er die Gefühle des Mannes. In Verbindung mit diesen Charakteristiken steht die Momentaufnahme. So ist es durchaus vorstellbar, dass das die Handlung, welche uns in der Kurzgeschichte vorgestellt wir, innerhalb von Minuten oder Stunden geschah. Der Autor verwendet hierbei die Zeitdeckung, da die Kurzgeschichte im Imperfekt geschrieben ist und die Handlung der Nachempfindungszeit entspricht. Der zentrale Gegenstand, ist zwar schwer erkennbar, aber es sind die Kaninchen, da sich alles um diese dreht....

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Ein weiteres Merkmal dieser Kurzgeschichte ist die Offenheit. Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen und muss sich selbst ein Ende schaffen. Auffällig ist, dass der Text in drei, etwa gleichlange Abschnitte eingeteilt ist. Zu dem sprachlichen Aufbau lässt sich sagen, dass Borchert kurze, prägnante Sätze verwendet. Exemplarisch ist die Zeile, in welche gesagt wird „Jetzt haben sie mich, dachte er." So werden viele Interjektionen, wie „nein“ oder ,,oha" und Ellipsen, wie ,,Willst du?" verwendet. Interjektionen sind u.a. Einzelwörter, die oftmals Empfindungen verkörpern. Ellipsen sind unvollständige Sätze, bei welchen oftmals das Verb ausgelassen wird. Meiner Meinung nach verwendet Borchert die kurzen Sätze, um die Situation auf das Wichtigste zu beschränken. Andererseits benutzt er viele ausdruckstarke Adjektive, wie hohl, vereinsamt und ärmlich behost. Weiterhin auffallend sind Wortwiederholungen, die eine düstere Atmosphäre erzeugen. Zum Beispiel „Immer“ und „nein". Zu guter Letzt benutzt Borchert verschieden artige Farben, um eine Metaphorik zu erschaffen. Diese Farben sind zentral ausschlagend für die Wahrnehmung, der Umgebung. Die Umgebung wird von Borchert als sehr düster beschrieben. So hat die gesamte Kurzgeschichte einen dunklen und hoffnungslosen Eindruck. Diesen Eindruck vermittelt auch der Junge, welcher in den Trümmern hockt und seinen toten Bruder bewacht. Er will seinen Bruder vor den Ratten beschützen, denn er war noch so klein und wehrlos. Er hat den Tod nicht verarbeitet und nutzt dies als Art zu trauern. Im Allgemeinen findet man nur sehr wenig über die Personen heraus. Man erfährt, dass der Junge neun Jahre alt ist, er heißt Jürgen und bewacht seit Samstag seinen toten Bruder. In seiner Hand hält er einen großen Stock, womit er Vermutlich die Ratten vertreiben möchte. Er macht einen sehr erwachsenen und zugleich traurigen, sogar hoffnungslosen Eindruck, was möglicherweise an dem Vorfall des Bombeneinschlages liegt. Wenn so ein dramatisches Erlebnis durchlebt wurde, kann aus einem Kind ein Erwachsener werden. Die Kindheit eines unschuldigen geht verloren und dieser muss sein Leben nun mit diesem Ereignis verkraften. Man erfährt über den Bruder nur, dass dieser 4Jahre alt war und noch sehr klein und wehrlos war. Über den Mann, welcher in der Handlung vorkommt, erfährt man, dass er einen sehr ärmlichen Eindruck macht. Er ist alt, dies unterstützt die häufige Aussage „krumme Beine“. In der Handlung erfährt man, dass er einen Korb mit Kaninchenfutter und einem Messer bei sich trägt. Dieses Futter ist für seine 27 Kaninchen. Außerdem wird in der Geschichte erwähnt, dass er unruhig gewesen sei. Erklären kann ich mir seine unruhige Art durch die Lüge, welche er dem Junge auftischte. Der Mann wollte dem Jungen aber keines Wegs damit schaden, er wollte ihn nach Hause locken, damit er schlafen kann. Doch um das zu schaffen musste der Mann erstmal mit dem verschlossenen Jungen ins Gespräch kommen. Dieses erwies sich als recht einfach, als Kaninchen in das Gespräch kamen. Um nun sein Ziel zu erreichen, musste er dem Jungen die bereits erwähnte Lügengeschichte auftischen. Der Junge hatte Angst, dass sein Bruder von den Ratten gefressen wird, also nahm der Mann dem Jungen die Angst, indem er sagte, dass die Ratten nachts schlafen....was natürlich nicht der Fall ist. Der Junge willigte darauf hin ein nach Hause zu gehen, wenn er ein weißes Kaninchen bekommt. Die Farbe weiß hat in diesem Fall eine ganz besondere Bedeutung, welche der Dichter sich ausgedacht hat. Das weiß steht nämlich für Unschuld und Reinheit. Zum einen kann man sagen, dass das weiße Kaninchen dem Jungen möglicherweise ein Stück Kindheit wiedergeben soll und ihm helfen, das geschehene zu vergessen. Zum anderen, dass das Kaninchen für neue Hoffnung steht, welche der Junge braucht. Der Dichter verwendet in der gesamten Geschichte solche Farben, um die verändernde Stimmung aufzuweisen. So verwendet er am Anfang der Kurzgeschichte den Satz „Mit einmal wurde es noch dunkler", woraus man schließen kann das es davor schon dunkel war. Dieser Satz könnte eine Anspielung auf den Jungen gewesen sein, welcher hoffnungslos in der von Borchert beschrieben Schuttwüste stand. Denn in der Mitte der Geschichte wird gesagt,,Mit einmal war das Licht weg,,. Das alles ist auf den Verlust seines Bruders zurückzuführen. Mit der Frage ,,Ein weißes vielleicht", bestätigte der Junge die Suche nach Hoffnung. Der Satz „grünes Kaninchenfutter, das war etwas grau vom Schutt.", hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Die Farbe Grün steht für Zufriedenheit und Hilfsbereitschaft. Sie wirkt beruhigend, ohne zu ermüden. Die Farbe Grau soll in dem Falle möglicher Weise den Ballast darstellen, welcher auf den Menschen der Handlung lastet. Aus diesem Satz kann ich schließen, dass das Grau versucht das Grün, also die Zufriedenheit und Toleranz zu verdecken, aber das grelle Grün es trotz dessen schafft es hervor zu leuchten. Ich denke das die Geschichte gut ausgeht und der Mann sein Versprechen hält, da es hieß „Und der Korb schwankte aufgeregt ihn und her". Der Mann hielt den Korb und ich denke, er sich freut sich, möglicherweise wird das Wort „aufgeregt“ deshalb verwendet, da es für etwas Positives steht. Der Mann wird zurückkommen und den Jungen, das versprochene weiße Kaninchen überreichen. Sie werden zusammen nach Hause, zu den Jungen gehen und mit dem Vater sprechen. Ich denke der Vater wird sehr froh sein, dass sein Sohn zurückkommt. Der Hase wird neues Licht in die Familie bringen und bestimmt jeden ein wenig helfen, Geschehens zu verarbeiten. Was uns Wolfgang Borchert mit dieser Geschichte sagen möchte, ist etwas sehr Tiefgründiges. Er will uns zeigen, dass alle Generationen am Krieg und dessen Folgen beteiligt waren. Jeder musste mit Verlusten leben oder mit dem Wissen, jemanden umgebracht zu haben. Es war eine sehr erbarmungslose Zeit. Trotz dessen sagt uns Borchert, dass man niemals die Hoffnung aufgeben soll. Der Junge war noch klein und seine verunsicherte Art normal, nachdem was er erlebt hat. Ich denke, dass er versucht den Tod seines Bruders zu verarbeiten, indem er Tag und Nacht bei ihm ist und über ihn wacht. Aber auch er schöpft aber neue Hoffnung. Genau das möchte und Borchert mit auf den Weg geben. Das Leben ist viel zu kurz, um lang zu trauern. Auch wenn jemand stirbt, sollte man versuchen neue Hoffnung zu fassen, auch wenn es derzeitig aussichtslos erscheint.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Ein weiteres Merkmal dieser Kurzgeschichte ist die Offenheit. Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen und muss sich selbst ein Ende schaffen. Auffällig ist, dass der Text in drei, etwa gleichlange Abschnitte eingeteilt ist. Zu dem sprachlichen Aufbau lässt sich sagen, dass Borchert kurze, prägnante Sätze verwendet. Exemplarisch ist die Zeile, in welche gesagt wird „Jetzt haben sie mich, dachte er." So werden viele Interjektionen, wie „nein“ oder ,,oha" und Ellipsen, wie ,,Willst du?" verwendet. Interjektionen sind u.a. Einzelwörter, die oftmals Empfindungen verkörpern. Ellipsen sind unvollständige Sätze, bei welchen oftmals das Verb ausgelassen wird. Meiner Meinung nach verwendet Borchert die kurzen Sätze, um die Situation auf das Wichtigste zu beschränken. Andererseits benutzt er viele ausdruckstarke Adjektive, wie hohl, vereinsamt und ärmlich behost. Weiterhin auffallend sind Wortwiederholungen, die eine düstere Atmosphäre erzeugen. Zum Beispiel „Immer“ und „nein". Zu guter Letzt benutzt Borchert verschieden artige Farben, um eine Metaphorik zu erschaffen. Diese Farben sind zentral ausschlagend für die Wahrnehmung, der Umgebung. Die Umgebung wird von Borchert als sehr düster beschrieben. So hat die gesamte Kurzgeschichte einen dunklen und hoffnungslosen Eindruck. Diesen Eindruck vermittelt auch der Junge, welcher in den Trümmern hockt und seinen toten Bruder bewacht. Er will seinen Bruder vor den Ratten beschützen, denn er war noch so klein und wehrlos. Er hat den Tod nicht verarbeitet und nutzt dies als Art zu trauern. Im Allgemeinen findet man nur sehr wenig über die Personen heraus. Man erfährt, dass der Junge neun Jahre alt ist, er heißt Jürgen und bewacht seit Samstag seinen toten Bruder. In seiner Hand hält er einen großen Stock, womit er Vermutlich die Ratten vertreiben möchte. Er macht einen sehr erwachsenen und zugleich traurigen, sogar hoffnungslosen Eindruck, was möglicherweise an dem Vorfall des Bombeneinschlages liegt. Wenn so ein dramatisches Erlebnis durchlebt wurde, kann aus einem Kind ein Erwachsener werden. Die Kindheit eines unschuldigen geht verloren und dieser muss sein Leben nun mit diesem Ereignis verkraften. Man erfährt über den Bruder nur, dass dieser 4Jahre alt war und noch sehr klein und wehrlos war. Über den Mann, welcher in der Handlung vorkommt, erfährt man, dass er einen sehr ärmlichen Eindruck macht. Er ist alt, dies unterstützt die häufige Aussage „krumme Beine“. In der Handlung erfährt man, dass er einen Korb mit Kaninchenfutter und einem Messer bei sich trägt. Dieses Futter ist für seine 27 Kaninchen. Außerdem wird in der Geschichte erwähnt, dass er unruhig gewesen sei. Erklären kann ich mir seine unruhige Art durch die Lüge, welche er dem Junge auftischte. Der Mann wollte dem Jungen aber keines Wegs damit schaden, er wollte ihn nach Hause locken, damit er schlafen kann. Doch um das zu schaffen musste der Mann erstmal mit dem verschlossenen Jungen ins Gespräch kommen. Dieses erwies sich als recht einfach, als Kaninchen in das Gespräch kamen. Um nun sein Ziel zu erreichen, musste er dem Jungen die bereits erwähnte Lügengeschichte auftischen. Der Junge hatte Angst, dass sein Bruder von den Ratten gefressen wird, also nahm der Mann dem Jungen die Angst, indem er sagte, dass die Ratten nachts schlafen....was natürlich nicht der Fall ist. Der Junge willigte darauf hin ein nach Hause zu gehen, wenn er ein weißes Kaninchen bekommt. Die Farbe weiß hat in diesem Fall eine ganz besondere Bedeutung, welche der Dichter sich ausgedacht hat. Das weiß steht nämlich für Unschuld und Reinheit. Zum einen kann man sagen, dass das weiße Kaninchen dem Jungen möglicherweise ein Stück Kindheit wiedergeben soll und ihm helfen, das geschehene zu vergessen. Zum anderen, dass das Kaninchen für neue Hoffnung steht, welche der Junge braucht. Der Dichter verwendet in der gesamten Geschichte solche Farben, um die verändernde Stimmung aufzuweisen. So verwendet er am Anfang der Kurzgeschichte den Satz „Mit einmal wurde es noch dunkler", woraus man schließen kann das es davor schon dunkel war. Dieser Satz könnte eine Anspielung auf den Jungen gewesen sein, welcher hoffnungslos in der von Borchert beschrieben Schuttwüste stand. Denn in der Mitte der Geschichte wird gesagt,,Mit einmal war das Licht weg,,. Das alles ist auf den Verlust seines Bruders zurückzuführen. Mit der Frage ,,Ein weißes vielleicht", bestätigte der Junge die Suche nach Hoffnung. Der Satz „grünes Kaninchenfutter, das war etwas grau vom Schutt.", hat für mich eine ganz besondere Bedeutung. Die Farbe Grün steht für Zufriedenheit und Hilfsbereitschaft. Sie wirkt beruhigend, ohne zu ermüden. Die Farbe Grau soll in dem Falle möglicher Weise den Ballast darstellen, welcher auf den Menschen der Handlung lastet. Aus diesem Satz kann ich schließen, dass das Grau versucht das Grün, also die Zufriedenheit und Toleranz zu verdecken, aber das grelle Grün es trotz dessen schafft es hervor zu leuchten. Ich denke das die Geschichte gut ausgeht und der Mann sein Versprechen hält, da es hieß „Und der Korb schwankte aufgeregt ihn und her". Der Mann hielt den Korb und ich denke, er sich freut sich, möglicherweise wird das Wort „aufgeregt“ deshalb verwendet, da es für etwas Positives steht. Der Mann wird zurückkommen und den Jungen, das versprochene weiße Kaninchen überreichen. Sie werden zusammen nach Hause, zu den Jungen gehen und mit dem Vater sprechen. Ich denke der Vater wird sehr froh sein, dass sein Sohn zurückkommt. Der Hase wird neues Licht in die Familie bringen und bestimmt jeden ein wenig helfen, Geschehens zu verarbeiten. Was uns Wolfgang Borchert mit dieser Geschichte sagen möchte, ist etwas sehr Tiefgründiges. Er will uns zeigen, dass alle Generationen am Krieg und dessen Folgen beteiligt waren. Jeder musste mit Verlusten leben oder mit dem Wissen, jemanden umgebracht zu haben. Es war eine sehr erbarmungslose Zeit. Trotz dessen sagt uns Borchert, dass man niemals die Hoffnung aufgeben soll. Der Junge war noch klein und seine verunsicherte Art normal, nachdem was er erlebt hat. Ich denke, dass er versucht den Tod seines Bruders zu verarbeiten, indem er Tag und Nacht bei ihm ist und über ihn wacht. Aber auch er schöpft aber neue Hoffnung. Genau das möchte und Borchert mit auf den Weg geben. Das Leben ist viel zu kurz, um lang zu trauern. Auch wenn jemand stirbt, sollte man versuchen neue Hoffnung zu fassen, auch wenn es derzeitig aussichtslos erscheint.