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Interpretation „Notfalls Marmelade“ (Andreas Heidtmann)

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Interpretation „Notfalls Marmelade“ (Andreas Heidtmann)

 Interpretation „Notfalls Marmelade" (Andreas Heidtmann)
In der Kurzgeschichte „Notfalls Marmelade", die im Jahre 2006 von Andreas
Heidtmann

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Komplette Interpretation des Textes "Notfalls Marmelade" Diese Arbeit wurde nicht benotet, oder Korrektur gelesen!!!

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Interpretation „Notfalls Marmelade" (Andreas Heidtmann) In der Kurzgeschichte „Notfalls Marmelade", die im Jahre 2006 von Andreas Heidtmann verfasst wurde, geht es um eine Mutter mit ihrem Kind, die mit großen Geldsorgen leben müssen und nicht mehr aus ihrem Teufelskreis entkommen können, da sich die Probleme geradezu gegenseitig verstärken. Daher entscheidet die Mutter, mit ihrem Kind, die Stadt zu verlassen und fortan ohne wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Druck zu leben. Doch bald bemerkt sie, dass sie einen Fehler gemacht hatte und ihre Fantasie mit ihr durchgegangen ist. Glücklicher Weise treffen die beiden auf dem Weg einem Mann, der beide zurück nach Hause bringt und von jetzt an eine wichtige Rolle spielt. Zum formalen Aufbau der Kurzgeschichte lässt sich sagen, dass sie 139 Zeilen besitzt und dass man sie in zehn Sinnabschnitte unterteilen kann. Außerdem ist sie zum größten Teil im Präsens gehalten und wird von einem Personalen Erzähler wiedergegeben. Bereits in den ersten Zeilen wird sehr schnell klar, dass ein Notstand herrscht. Der Vater des Kindes ist weg, doch das Kind ist zu klein um das schon zu begreifen. Es hat noch keine Sorgen, anders als ihre Mutter. „Die Wohnung ist zu klein, um all die Mahnungen zu stapeln.“ (Z. 6-7), sofort wird hier deutlich, dass eine große Not vorhanden ist, aber dass diese nicht von der Mutter allein...

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bewältigt werden kann. Durch die nachfolgende Personifikation wird klar, dass auch ihre Wohnsituation nicht gerade dazu beisteuert aus der Not zu entkommen. „Manchmal greift sich der Wind ein Blatt und trägt es durchs offene Fenster hinaus“ (Z. 7-9), es macht klar das die Fenster alt und möglicherweise sogar nicht mehr vorhanden sind. Doch die beiden verschwenden keine großen Gedanken mehr daran, stattdessen muss die Mutter dafür sorgen, sich selbst und ihr Kind, mit wichtigen Gegenständen einzudecken. Doch das Geld reicht nicht für Schuhe und nicht einmal für Marmelade. Viel schlimmer jedoch ist, die Tatsache, dass aufgrund der bereits häufig geschickten Mahnungen und der nicht bezahlten Rechnungen, bald das Wasser und auch der Strom abgedreht wird. Essenzielle Dinge, wie Wasser, das normaler Weise jedem Lebewesen zur freien Verfügung steht wird ihnen weggenommen. Auch der Strom der in dieser Zeit unerlässlich geworden ist, wird ihnen weggenommen, „sodass sie sich wärmer anziehen müssen“ (vgl. 14-15). Jetzt brauchen sie wärmere Kleidung. Sie gehen und kaufen welche, aber es hilft nichts „das Minus auf dem Konto wächst" (vgl. 18-19). „Ohne Strom, weiß mein Kind, können wir keine Nachrichten sehen. Unsere Ungewissheit nimmt täglich zu. Fragt mein Kind, wer regiert unser Land, antworte ich: Wir haben keinen Strom.“ (Z. 20-23) Das sind wiederum schwerwiegende Folgen, am Meisten für Kinder, da viel Wissen elektronisch übertragen wird. „Weil die schönen Schuhe so teuer sind, weil die Marmelade ein Vermögen kostet, weil die Zeitung unbezahlbar ist, haben wir keinen Strom, und weil wir keinen Strom haben, sage ich, klaffen in unseren Köpfen Informationslücken, sodass wir nicht wissen, wem wir unsere liebe Not verdanken.“ (Z. 24-30), ein sehr gutes Beispiel dafür, dass dieser Teufelskreis, von Armut und noch größerer Armut, den man vielleicht nicht mal selbst geschaffen hat, einen nicht mehr entkommen lässt. So wie es auch in diesem Fall bei der Mutter mit ihrem Kind ist, die wahrscheinlich durch den Verlust des Vaters keine Finanziellen Möglichkeiten mehr hat. Auch in den Nachfolgen Zeilen 31-42 ist der Aufbau dieses Teufelskreises deutlich zu erkennen: Er zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn erst dann durchbrechen kann, wenn man einen Faktor im Kreis entfernt. In diesem Fall ist es das Geld, das fehlt um sich vernünftig anzuziehen und zu informieren um sich eine Arbeit suchen zu können. Ab Zeile 44 wird zur Geschichte noch eine Person hinzugefügt. Eine Freundin der Mutter. Die Freundin macht eher einen negativ gestimmten Eindruck, versucht nicht die Mutter ein bisschen zu unterstützen oder aufzuheitern. Doch der Mutter leuchtet ein was ihre Freundin ihr sagt und macht sich jetzt noch größere Sorgen, vor allem um ihre und die Zukunft ihres Kindes. „Mein Kind wird nicht in die reguläre Schule kommen. Es kann nur mit roten Zahlen rechnen und leckt die Marmelade vom Finger." (Z. 51-54), die große Sorge der Mutter wird hier sehr gut dargestellt und für diesen Moment vergisst sie ihre eigenen Sorgen. „Am Ende bleibt nur das Souterrain" (Z. 57), ein Euphemismus, der der Mutter hilft mit ihrer Lage klar zu kommen und noch ein bisschen Hoffnung zu schöpfen. Doch auch das Souterrain hält nicht lange, denn ,der Haushalt steckt voller Ungeheuer, die, gefräßig wie Staubsaugerrüssel, jeden Cent verschlingen." (Z. 63-65) Der Staubsaugerrüssel als Metapher dafür, dass alles Geld braucht, auch wenn man es nicht direkt benutzt. In der Zeile 66 ist ein „Sprung“ zu einem anderen Zeitpunkt. Die Mutter nimmt die Post an. Sie erhält eine Kündigung, „das Leben hat gekündigt". (vgl. 71) Es lässt sich erahnen, dass sich die Kündigung auf die Wohnung der beiden bezieht. „In Windeseile nehme ich meine Tochter an die Hand und laufe mit ihr hinaus.“ (Z. 73-74) Eine schnelle Reaktion der Mutter auf den Brief. Sie will sich das nicht auch noch nehmen lassen und beschließt zu gehen: „Was wir nicht haben, kann uns keiner nehmen." (Z. 77-78) Eine leichte Überreaktion der Mutter, man kann schon fast sagen ein psychotischer Schub, um Stress abzubauen. Das kann man an einigen Aussagen festmachen: „Die Nacht wäre unser Haus. (Z. 81-82), „Wir sind ab heute ohne Anschrift..." (vgl. 83), „Dein neues Zimmer hat Wände aus Luft ...“ (vgl. 88-89). Doch eigentlich hat sie Hoffnung, dass sich ihre Situation bessert sie will nämlich nicht weg gehen, sie hofft auf „einen Ritter in einem roten Ferrari". (vgl. 108) Dann begreift sie, was sie getan hat und kehrt um, bis zu einer Straße, an der ein Mann hält. „Das Auto ist rostig und klappert, aber es fährt uns zur Wohnung.“ (Z. 122-123), ihre hohen Ansprüche von vorhin sind es nicht, aber sie ist es doch gewohnt. Er ist wie sie und die Mutter und der Mann verstehen sich gut, „wir lieben uns leise, damit das Kind nicht erwacht." (Z. 131-132). Das ist ein Segen für die Mutter und ihr Kind, den vielleicht kann er „die Ungeheuer bändigen und die Haushaltslöcher stopfen“. (vgl. 132-133) Das ist das Problem der Mutter, sie versucht alles allein zu regeln und hat dabei vergessen, dass man auch Hilfe annehmen muss, damit das funktioniert. Meiner Meinung nach wollte der Autor mit dieser Kurzgeschichte Stellung zur Zeit des 21. Jahrhundert nehmen. Große Veränderungen stehen an und mit ihnen Folgen große Probleme, die in einem Chaos enden können. Das Thema ist nach wie vor ein sehr aktuelles Thema, da diese Probleme der Armut auch heute noch oft auftreten. Dieses Problem wird noch lange bestehen bleiben und kann auch nach aktuellem Stand der Wirtschaft und Gesellschaft nicht so schnell geändert werden. Das stellt ein großes Problem dar, weil viele Personen und Familien an ihrer Existenz zweifeln müssen.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Auch der Strom der in dieser Zeit unerlässlich geworden ist, wird ihnen weggenommen, „sodass sie sich wärmer anziehen müssen“ (vgl. 14-15). Jetzt brauchen sie wärmere Kleidung. Sie gehen und kaufen welche, aber es hilft nichts „das Minus auf dem Konto wächst" (vgl. 18-19). „Ohne Strom, weiß mein Kind, können wir keine Nachrichten sehen. Unsere Ungewissheit nimmt täglich zu. Fragt mein Kind, wer regiert unser Land, antworte ich: Wir haben keinen Strom.“ (Z. 20-23) Das sind wiederum schwerwiegende Folgen, am Meisten für Kinder, da viel Wissen elektronisch übertragen wird. „Weil die schönen Schuhe so teuer sind, weil die Marmelade ein Vermögen kostet, weil die Zeitung unbezahlbar ist, haben wir keinen Strom, und weil wir keinen Strom haben, sage ich, klaffen in unseren Köpfen Informationslücken, sodass wir nicht wissen, wem wir unsere liebe Not verdanken.“ (Z. 24-30), ein sehr gutes Beispiel dafür, dass dieser Teufelskreis, von Armut und noch größerer Armut, den man vielleicht nicht mal selbst geschaffen hat, einen nicht mehr entkommen lässt. So wie es auch in diesem Fall bei der Mutter mit ihrem Kind ist, die wahrscheinlich durch den Verlust des Vaters keine Finanziellen Möglichkeiten mehr hat. Auch in den Nachfolgen Zeilen 31-42 ist der Aufbau dieses Teufelskreises deutlich zu erkennen: Er zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn erst dann durchbrechen kann, wenn man einen Faktor im Kreis entfernt. In diesem Fall ist es das Geld, das fehlt um sich vernünftig anzuziehen und zu informieren um sich eine Arbeit suchen zu können. Ab Zeile 44 wird zur Geschichte noch eine Person hinzugefügt. Eine Freundin der Mutter. Die Freundin macht eher einen negativ gestimmten Eindruck, versucht nicht die Mutter ein bisschen zu unterstützen oder aufzuheitern. Doch der Mutter leuchtet ein was ihre Freundin ihr sagt und macht sich jetzt noch größere Sorgen, vor allem um ihre und die Zukunft ihres Kindes. „Mein Kind wird nicht in die reguläre Schule kommen. Es kann nur mit roten Zahlen rechnen und leckt die Marmelade vom Finger." (Z. 51-54), die große Sorge der Mutter wird hier sehr gut dargestellt und für diesen Moment vergisst sie ihre eigenen Sorgen. „Am Ende bleibt nur das Souterrain" (Z. 57), ein Euphemismus, der der Mutter hilft mit ihrer Lage klar zu kommen und noch ein bisschen Hoffnung zu schöpfen. Doch auch das Souterrain hält nicht lange, denn ,der Haushalt steckt voller Ungeheuer, die, gefräßig wie Staubsaugerrüssel, jeden Cent verschlingen." (Z. 63-65) Der Staubsaugerrüssel als Metapher dafür, dass alles Geld braucht, auch wenn man es nicht direkt benutzt. In der Zeile 66 ist ein „Sprung“ zu einem anderen Zeitpunkt. Die Mutter nimmt die Post an. Sie erhält eine Kündigung, „das Leben hat gekündigt". (vgl. 71) Es lässt sich erahnen, dass sich die Kündigung auf die Wohnung der beiden bezieht. „In Windeseile nehme ich meine Tochter an die Hand und laufe mit ihr hinaus.“ (Z. 73-74) Eine schnelle Reaktion der Mutter auf den Brief. Sie will sich das nicht auch noch nehmen lassen und beschließt zu gehen: „Was wir nicht haben, kann uns keiner nehmen." (Z. 77-78) Eine leichte Überreaktion der Mutter, man kann schon fast sagen ein psychotischer Schub, um Stress abzubauen. Das kann man an einigen Aussagen festmachen: „Die Nacht wäre unser Haus. (Z. 81-82), „Wir sind ab heute ohne Anschrift..." (vgl. 83), „Dein neues Zimmer hat Wände aus Luft ...“ (vgl. 88-89). Doch eigentlich hat sie Hoffnung, dass sich ihre Situation bessert sie will nämlich nicht weg gehen, sie hofft auf „einen Ritter in einem roten Ferrari". (vgl. 108) Dann begreift sie, was sie getan hat und kehrt um, bis zu einer Straße, an der ein Mann hält. „Das Auto ist rostig und klappert, aber es fährt uns zur Wohnung.“ (Z. 122-123), ihre hohen Ansprüche von vorhin sind es nicht, aber sie ist es doch gewohnt. Er ist wie sie und die Mutter und der Mann verstehen sich gut, „wir lieben uns leise, damit das Kind nicht erwacht." (Z. 131-132). Das ist ein Segen für die Mutter und ihr Kind, den vielleicht kann er „die Ungeheuer bändigen und die Haushaltslöcher stopfen“. (vgl. 132-133) Das ist das Problem der Mutter, sie versucht alles allein zu regeln und hat dabei vergessen, dass man auch Hilfe annehmen muss, damit das funktioniert. Meiner Meinung nach wollte der Autor mit dieser Kurzgeschichte Stellung zur Zeit des 21. Jahrhundert nehmen. Große Veränderungen stehen an und mit ihnen Folgen große Probleme, die in einem Chaos enden können. Das Thema ist nach wie vor ein sehr aktuelles Thema, da diese Probleme der Armut auch heute noch oft auftreten. Dieses Problem wird noch lange bestehen bleiben und kann auch nach aktuellem Stand der Wirtschaft und Gesellschaft nicht so schnell geändert werden. Das stellt ein großes Problem dar, weil viele Personen und Familien an ihrer Existenz zweifeln müssen.