Universalpoesie und Schwarze Romantik
Friedrich Schlegel (1772-1829), führender Theoretiker der Frühromantik, prägte den Begriff der "progressiven Universalpoesie". Diese Idee, dass "ein Lied in allen Dingen schläft", zeigt die allumfassende Poesie der Romantik. Schlegel veröffentlichte 1788 die Literaturzeitschrift "Athenäum", in der er die Grundzüge der romantischen Poesie entwarf.
Die Universalpoesie als wichtiges Konzept der Romantik beschreibt die Vermischung der literarischen Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik). So findet man in einem Reiseroman beispielsweise Naturlyrik, Volkslieder oder Elemente des Märchens und der Spukgeschichte wieder. Dieses Verschmelzen ist ein zentrales Merkmal, das den Unterschied Klassik Romantik Lyrik deutlich macht.
Die Schwarze Romantik bezeichnet eine besondere Strömung innerhalb der Epoche. Sie lässt in der kunstfeindlichen "Philisterwelt" eine geheimnisvolle, spukhafte und unheimliche Gegenwelt entstehen. Die Merkmale der Schwarzen Romantik umfassen das Groteske, Satiren und die Darstellung innerer Zerrissenheit des künstlerischen Menschen zwischen realer und phantastischer Welt.
Wichtig für die Klausur: Die Schwarze Romantik mit Autoren wie E.T.A. Hoffmann (Schwarze Romantik Werke: "Der goldene Topf", "Das Fräulein von Scuderi") ist ein beliebtes Thema in Gedichtanalyse Romantik Klausur 12. Der Konflikt zwischen Realität und Phantastik sowie die drohende Gefahr, der zerstörerischen Macht des eigenen Inneren zu verfallen, sind typische Motive.