Spracherwerbstheorien und ihre Vertreter
In diesem Abschnitt werden verschiedene Spracherwerbstheorien vorgestellt und mit Sapirs Position verglichen. Es werden vier Haupttheorien diskutiert:
- Behaviorismus (Skinner und Watson): Spracherwerb durch Imitation.
- Kognitivismus (Piaget, Grimm, Glaserfeld): Sprache als Teil der geistigen Entwicklung.
- Nativismus Spracherwerb (Chomsky, McNeill, Pinker): Angeborene Grundregeln der Sprache.
- Interaktionismus Spracherwerb (Snow, Bruner, Wygotsky): Spracherwerb durch Interaktion.
Definition: Nativismus Spracherwerb geht davon aus, dass die Grundregeln der Grammatik angeboren sind.
Definition: Interaktionismus Spracherwerb betont die Bedeutung der Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson für den Spracherwerb.
Sapirs Position wird als Mittelweg zwischen angeborenen Voraussetzungen und gesellschaftlichen Einflüssen dargestellt. Er erkennt die Bedeutung beider Faktoren für den Spracherwerb an.
Highlight: Sapir betont die Wichtigkeit sowohl angeborener Fähigkeiten als auch des sozialen Umfelds für den Spracherwerb.
Die Sapir-Whorf-Hypothese, auch bekannt als Linguistisches Relativitätsprinzip, wird im Kontext dieser Diskussion relevant, da sie die Beziehung zwischen Sprache und Denken untersucht.
Vocabulary: Sapir-Whorf-Hypothese - Die Theorie, dass die Struktur einer Sprache die Wahrnehmung und das Denken ihrer Sprecher beeinflusst.



