Kursarbeit Gedichtanalyse „Abend“ (Andreas Gryphius)

user profile picture

Elena Sofia

150 Followers
 

Deutsch

 

11/12/10

Klausur

Kursarbeit Gedichtanalyse „Abend“ (Andreas Gryphius)

 Bewertungsraster - Interpretation - ,,Der Abend" von Andreas Gryphius
A) Inhaltliche Leistung
Bewertungselement
1. Einleitungssatz: Gattung

Kommentare (4)

Teilen

Speichern

221

14 Punkte Kursarbeit Gedichtsanalyse „Abend“ mit Emblem Vergleich

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Bewertungsraster - Interpretation - ,,Der Abend" von Andreas Gryphius A) Inhaltliche Leistung Bewertungselement 1. Einleitungssatz: Gattung, Autor, Titel, Epoche, Thema 2. Form: Sonett, zwei Quartette mit sich wiederholendem, umarmendem Reim, Terzette: ccd,eed; sechshebiger Jambus mit Zäsur = Alexandriner; die Quartette zudem durch jeweils einen Zeilensprung verklammert. 3. Inhaltsangabe des Gedichts 4. Analyse / Deutung nach Form und Inhalt Strophe 1: Ausgangssituation entspricht dem Titel; Eindruck einer gewissen Dynamik, Personifizierung; schon in der zweiten Zeile eine gewisse Beruhigung im Verb ,,aufführen" und im Attribut ,,müde"; gegenläufige Bewegung zwischen Sternen und Menschen; danach ein weiterer Gegensatz zwischen belebter Natur (etwas seltsame Begriffskombination: Vögel = Tiere); starke Metapher mit Personifizierung: Kombination von Einsamkeit und Trauer. Überraschender Schluss als Thesen-Fazit des ersten Quartetts: Die Zeit ist vertan: Erklärungsansatz nötig: Falscher, zumindest nicht begründeter Gefühlseindruck, Abendeindruck überdeckt das ,,Werk" des Tages. Strophe 2: Eindruck des Abends wird übertragen auf das Leben; Bild des Lebenshafens Ende/Tod und des Menschen als Schiff; anschließend direkte Gleichsetzung durch den Sprecher; interessante Überleitungsmetapher ,,licht verfiel"; interessante Gruppierung aus ,,Ich“, „du", ,,was man hat" und ,,was man siht": Einbeziehung des Lesers, dazu eigener Besitz, erweitert auf ,,alles"; zweites Fazit: Bild des Lebens als ,,Renne-Bahn" = Wiederaufnahme von ,,der schnelle Tag", Frage, inwieweit Antithese Strophe 3: Bild von der Rennbahn wird noch einmal in einer Variante aufgenommen und zum Element eines Gebetes, zweifache Bitte:...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

nicht ausgleiten, nicht verleitet = verführt werden; entspricht christlicher Vorstellung des rechten Weges und der Verführungsgefahr; Chiasmus von Ach Leid+Pracht gegen Lust/Angst; 3. Bitte um eine Art göttlichen Schutzschild mit Elementen Ewigkeit (Gegensatz zu den Quartetten) und Helligkeit (Gegensatz zum Titel); Strophe 4: zweites Terzett: Wiederaufnahme der Elemente Müdigkeit und Abend - dagegen werden die Seele und das Wachen gesetzt (biblische Anspielung); dies entspricht Quartett 1, zweite Zeile nimmt Quartett 2 wieder auf; Schlusszeile: Gott als eine Art Helfer in letzter Sekunde - die Welt als ,,thal der Finsterniß"; Frage, inwieweit Synthese: eher These in den ersten beiden Quartetten in zwei Stufen, Terzette verlaufen parallel, erst der Tagesabend, dann der Lebensabend, jeweils mit Gegenelement: Wachen und Herausreißen. Zusammenfassung der Textintention: 1. Die kleinen Zeitzonen des Lebens sind eine Vorstufe des ganzen Lebens (Arbeit-Rennebahn, Müdigkeit/Schlaf-Tod). 2. Negative Sicht des Lebens: ,,Wie ist die Zeit verthan" - Rennbahn ohne Hinweis auf Sieg, Die Welt als ,,Thal der Finsterniß" 3. Dagegen Gott und seine Welt als fester, sicherer, rettender Bezugspunkt 4. Der Mensch muss aber auch etwas tun, ,,wachen", nicht gleiten" 5. Aber auch dort kann er auf Gott hoffen. 6. Fazit: sehr einseitige christliche Sicht, was völlig fehlt, ist ein Blick auf den Wert des Tages, auf die Welt als Gottes Schöpfung mit Sinn der diesseitigen Existenz Zusammenfassung der künstlerischen Mittel: Vor allem Bilder, häufig verbunden mit Personifizierung (,,Nacht schwingt ihre Fahn", ,,trawert itzt die Einsamkeit", der ,,Port des Lebens, der Körper des Menschen als ,,Kahn", Welt als ,,Laufplatz“ oder „,,Renne-Bahn" mit der Gefahr des Ausgleitens, ,,Thal der Finsterniß"; Zum Teil Akkumulation (Zeile 7, in Zeile 10 mit Chiasmus), Parallelismen sowohl im Strophenbau als auch in den Bitten am Ende; jeweils ein hervortretender Zeilensprung in den beiden Quartetten, der Dynamik ausdrückt. 5. Einordnung: Typisches Barockgedicht - sowohl in der Form (Sonett, Alexandriner) als auch im Inhalt, allerdings mit deutlicher Betonung des vanitas-Motivs, von carpe diem ist hier nicht viel zu spüren, eher Warnung, sich zu sehr mit dem ,,Tag" einzulassen. 6. Vergleich mit Emblem: Vanitas-Gedanke und memento mori im Vordergrund, allerdings kein Bezug zu Gott oder das Leben nach dem Tod. Insgesamt negativer als das Gedicht. Max.P Err. P 5 5 55 5 5 30 25 10 10 10 3 B) Darstellungsleistung Anforderung - kohärente, schlüssige, stringente und gedanklich klare Strukturierung des Aufsatzes angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen - Formulierung unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, logischer Zusammenhang Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang - Beachtung der Tempora - allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sichere und begrifflich differenzierte Ausdrucksweise - Formulierung lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) - Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren belegt (sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründender Funktion) - sprachliche Richtigkeit - äußere Form Summe Max. P 5 15 15 5 8 8 2 Err P 85 90 5 Summe insgesamt (inhaltliche Leistung und Darstellungsleistung): von 90 Punkten. Die Kursarbeit wird mit der Note Sehr gut / 14 USS-P.) bewertet. 24.10.24 5 2 85 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Synthese 11 12 13 14 15 16 17 M1: Andreas Gryphius Abend Memente mori, Vanitas Personifikationen ✓ Antithese Der schnelle Tag ist hin / die Nacht schwingt ihre Fahn/ Und führt die Sternen auff. Der Menschen müde Scharen Verlassen feld und werck/Wo Tier und Vögel waren Trawert itzt die Einsamkeit Wie ist die zeit verthan! Pesondikation Ausruf Metapher Der port¹ naht mehr und mehr sich / zu der glieder Kahn. Gleich wie dits licht verfiel/ so wird in wenig Jahren Ich /duy und was man hat/ und was man siht / hinfahren Diß Leben kömmt mir vor alß eine renne bahn. verglich Tod und Verganglichkeit Bitte ins Jenseits zu gelangen Antithese Laß// wenn der müde Leib entschläfft/ die Seele wachen/ Und wenn der letzte Tag wird mit mir abend machen/ So reiß mich auß dem thal der Finsterniß zu dir Metapher M2: Anapher Laß höchster Gott mich doch nicht auff dem Lauffplatz gleiten Laß mich nicht ach/ nicht pracht/ nicht lust / nicht angst verleiten. Dein ewig heller glantz sei vor und neben mir./Repetitio Lichtmetaphorik EX MAXIMO MINIMUM Aus dem Höchsten das Gringste HAL Sunt Relliquiae Sacrary, in quo Fertur viua Dei fuiße imago. ¹ Hafen Inscriptio Hace est illius, et domus ruina, In qua olim Ratio tenebat arcem. At nunc horribilis figura Mortis Ventosum caput, haud habens cerebrum -Tag und Nacht stehen sich antithetisch gegenüber Pictura -Menschen hören mit der Arbeit auf und die Einsamket bleft zurück -Das Jenseils kommt immer näher und jeder muss dort hin -Bitte an Golf von, den Qualen befreit zu werden und ins Jerseits zu kommen Das lebendive And Gottes gewesen sein soll Dies ist auch die Ruine jenes Hauses, Subscriptio C Aufgabenstellung: 1. Interpretieren Sie das Gedicht (M1), indem Sie - den Inhalt des Gedichtes wiedergeben, die formale, sprachliche und stilistische Gestaltung analysieren, eine Deutung in Zusammenhang von Inhalt und Form erarbeiten und abschließend das Gedicht inhaltlich und formal in seine Epoche einordnen! 2. Analysieren Sie das Embiem (M2) und vergleichen Sie dessen Aussage mit der Aussage des Gedichtes. Viel Erfolg! Carpe horam! Das von Andreas Gryphius geschriebene Gedicht. Abend" wurde im Zeitalter des Barocks verfasst und thematisiert die lebensauffassung Memento mori " sowie den Vergänglichkeits- gedanken, Vanitas". Das Gedicht stellt eine direkte Bitte dar, ins Jenseits zu gelangen Inhaltlich handelt das Gedicht in der ersten Strophe von der antithetischen Gegenüberstellung von Tag und Nacht. Die Men chen hören mit der Arbeit auf und die Einsamkeit bleibt zurück. In der zweiten Strophe kommt die Jenseits- sehnsucht zum Vorschein, da das Jenseits immer näher kommt und vor niemanden Halt macht. Zuletzt bittet in den letzten beiden Strophen das lyrische Ich Gott (an), von den Qualen befreit zu werden und zu Gott ins Jenseits zu kommen 56 Das Gedicht ist, typisch für das Barock Zeitalter, ein Sonett. Demnach ist es zu Beginn aus zwei Quartetten und zwei Teren aufgebaut. Als Metrum liegt ein sechshebiger. Jambus mit einer Zäsur nach der dritten Hebung vor und die Sh entspricht somit einem Alexandrinervers. Das Reimschema ist in den Quartetten ein umarmender Reim (abba) und in den Terzetten ein strophenübergreifender Schweifreim (ccd-eed). Die Kadenzen verlaufen parallel zu den dazugehörigen Reimen. Das Sonett ist überwiegend antithetisch aufgebaut. Dies bemerkt man direkt an den Antithesen Tag- Nacht (vgl. V. 1) und Leib- Seele (vgl. v. 15). Der Alexandrinervers unterstützt diese antithetische Aussage besonders gut, da hier im Übertragenen Formuliemy

Kursarbeit Gedichtanalyse „Abend“ (Andreas Gryphius)

user profile picture

Elena Sofia

150 Followers
 

Deutsch

 

11/12/10

Klausur

Kursarbeit Gedichtanalyse „Abend“ (Andreas Gryphius)

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 Bewertungsraster - Interpretation - ,,Der Abend" von Andreas Gryphius
A) Inhaltliche Leistung
Bewertungselement
1. Einleitungssatz: Gattung

App öffnen

Teilen

Speichern

221

Kommentare (4)

T

Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

14 Punkte Kursarbeit Gedichtsanalyse „Abend“ mit Emblem Vergleich

Ähnliche Knows

2

Andreas Gryphius: "Abend"

Know Andreas Gryphius: "Abend" thumbnail

1161

 

11

4

Gedichtsanalyse über das Gedicht ,,Abend"

Know Gedichtsanalyse über das Gedicht ,,Abend" thumbnail

1529

 

11

2

Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist"

Know Analyse "Es sehnt sich ewig dieser Geist" thumbnail

688

 

11/12

5

Gedichtsanalyse

Know Gedichtsanalyse  thumbnail

2482

 

8/9/10

Mehr

Bewertungsraster - Interpretation - ,,Der Abend" von Andreas Gryphius A) Inhaltliche Leistung Bewertungselement 1. Einleitungssatz: Gattung, Autor, Titel, Epoche, Thema 2. Form: Sonett, zwei Quartette mit sich wiederholendem, umarmendem Reim, Terzette: ccd,eed; sechshebiger Jambus mit Zäsur = Alexandriner; die Quartette zudem durch jeweils einen Zeilensprung verklammert. 3. Inhaltsangabe des Gedichts 4. Analyse / Deutung nach Form und Inhalt Strophe 1: Ausgangssituation entspricht dem Titel; Eindruck einer gewissen Dynamik, Personifizierung; schon in der zweiten Zeile eine gewisse Beruhigung im Verb ,,aufführen" und im Attribut ,,müde"; gegenläufige Bewegung zwischen Sternen und Menschen; danach ein weiterer Gegensatz zwischen belebter Natur (etwas seltsame Begriffskombination: Vögel = Tiere); starke Metapher mit Personifizierung: Kombination von Einsamkeit und Trauer. Überraschender Schluss als Thesen-Fazit des ersten Quartetts: Die Zeit ist vertan: Erklärungsansatz nötig: Falscher, zumindest nicht begründeter Gefühlseindruck, Abendeindruck überdeckt das ,,Werk" des Tages. Strophe 2: Eindruck des Abends wird übertragen auf das Leben; Bild des Lebenshafens Ende/Tod und des Menschen als Schiff; anschließend direkte Gleichsetzung durch den Sprecher; interessante Überleitungsmetapher ,,licht verfiel"; interessante Gruppierung aus ,,Ich“, „du", ,,was man hat" und ,,was man siht": Einbeziehung des Lesers, dazu eigener Besitz, erweitert auf ,,alles"; zweites Fazit: Bild des Lebens als ,,Renne-Bahn" = Wiederaufnahme von ,,der schnelle Tag", Frage, inwieweit Antithese Strophe 3: Bild von der Rennbahn wird noch einmal in einer Variante aufgenommen und zum Element eines Gebetes, zweifache Bitte:...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich Einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

nicht ausgleiten, nicht verleitet = verführt werden; entspricht christlicher Vorstellung des rechten Weges und der Verführungsgefahr; Chiasmus von Ach Leid+Pracht gegen Lust/Angst; 3. Bitte um eine Art göttlichen Schutzschild mit Elementen Ewigkeit (Gegensatz zu den Quartetten) und Helligkeit (Gegensatz zum Titel); Strophe 4: zweites Terzett: Wiederaufnahme der Elemente Müdigkeit und Abend - dagegen werden die Seele und das Wachen gesetzt (biblische Anspielung); dies entspricht Quartett 1, zweite Zeile nimmt Quartett 2 wieder auf; Schlusszeile: Gott als eine Art Helfer in letzter Sekunde - die Welt als ,,thal der Finsterniß"; Frage, inwieweit Synthese: eher These in den ersten beiden Quartetten in zwei Stufen, Terzette verlaufen parallel, erst der Tagesabend, dann der Lebensabend, jeweils mit Gegenelement: Wachen und Herausreißen. Zusammenfassung der Textintention: 1. Die kleinen Zeitzonen des Lebens sind eine Vorstufe des ganzen Lebens (Arbeit-Rennebahn, Müdigkeit/Schlaf-Tod). 2. Negative Sicht des Lebens: ,,Wie ist die Zeit verthan" - Rennbahn ohne Hinweis auf Sieg, Die Welt als ,,Thal der Finsterniß" 3. Dagegen Gott und seine Welt als fester, sicherer, rettender Bezugspunkt 4. Der Mensch muss aber auch etwas tun, ,,wachen", nicht gleiten" 5. Aber auch dort kann er auf Gott hoffen. 6. Fazit: sehr einseitige christliche Sicht, was völlig fehlt, ist ein Blick auf den Wert des Tages, auf die Welt als Gottes Schöpfung mit Sinn der diesseitigen Existenz Zusammenfassung der künstlerischen Mittel: Vor allem Bilder, häufig verbunden mit Personifizierung (,,Nacht schwingt ihre Fahn", ,,trawert itzt die Einsamkeit", der ,,Port des Lebens, der Körper des Menschen als ,,Kahn", Welt als ,,Laufplatz“ oder „,,Renne-Bahn" mit der Gefahr des Ausgleitens, ,,Thal der Finsterniß"; Zum Teil Akkumulation (Zeile 7, in Zeile 10 mit Chiasmus), Parallelismen sowohl im Strophenbau als auch in den Bitten am Ende; jeweils ein hervortretender Zeilensprung in den beiden Quartetten, der Dynamik ausdrückt. 5. Einordnung: Typisches Barockgedicht - sowohl in der Form (Sonett, Alexandriner) als auch im Inhalt, allerdings mit deutlicher Betonung des vanitas-Motivs, von carpe diem ist hier nicht viel zu spüren, eher Warnung, sich zu sehr mit dem ,,Tag" einzulassen. 6. Vergleich mit Emblem: Vanitas-Gedanke und memento mori im Vordergrund, allerdings kein Bezug zu Gott oder das Leben nach dem Tod. Insgesamt negativer als das Gedicht. Max.P Err. P 5 5 55 5 5 30 25 10 10 10 3 B) Darstellungsleistung Anforderung - kohärente, schlüssige, stringente und gedanklich klare Strukturierung des Aufsatzes angemessene Gewichtung der Teilaufgaben in der Durchführung gegliederte und angemessen gewichtete Anlage der Arbeit schlüssige Verbindung der einzelnen Arbeitsschritte schlüssige gedankliche Verknüpfung von Sätzen - Formulierung unter Beachtung der fachsprachlichen und fachmethodischen Anforderungen begründeter Bezug von beschreibenden, deutenden und wertenden Aussagen, logischer Zusammenhang Verwendung von Fachtermini in sinnvollem Zusammenhang - Beachtung der Tempora - allgemeinsprachlich präzise, stilistisch sichere und begrifflich differenzierte Ausdrucksweise - Formulierung lexikalisch und syntaktisch sicher, variabel und komplex (und zugleich klar) - Aussagen durch angemessenes und korrektes Zitieren belegt (sinnvoller Gebrauch von vollständigen oder gekürzten Zitaten in begründender Funktion) - sprachliche Richtigkeit - äußere Form Summe Max. P 5 15 15 5 8 8 2 Err P 85 90 5 Summe insgesamt (inhaltliche Leistung und Darstellungsleistung): von 90 Punkten. Die Kursarbeit wird mit der Note Sehr gut / 14 USS-P.) bewertet. 24.10.24 5 2 85 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Synthese 11 12 13 14 15 16 17 M1: Andreas Gryphius Abend Memente mori, Vanitas Personifikationen ✓ Antithese Der schnelle Tag ist hin / die Nacht schwingt ihre Fahn/ Und führt die Sternen auff. Der Menschen müde Scharen Verlassen feld und werck/Wo Tier und Vögel waren Trawert itzt die Einsamkeit Wie ist die zeit verthan! Pesondikation Ausruf Metapher Der port¹ naht mehr und mehr sich / zu der glieder Kahn. Gleich wie dits licht verfiel/ so wird in wenig Jahren Ich /duy und was man hat/ und was man siht / hinfahren Diß Leben kömmt mir vor alß eine renne bahn. verglich Tod und Verganglichkeit Bitte ins Jenseits zu gelangen Antithese Laß// wenn der müde Leib entschläfft/ die Seele wachen/ Und wenn der letzte Tag wird mit mir abend machen/ So reiß mich auß dem thal der Finsterniß zu dir Metapher M2: Anapher Laß höchster Gott mich doch nicht auff dem Lauffplatz gleiten Laß mich nicht ach/ nicht pracht/ nicht lust / nicht angst verleiten. Dein ewig heller glantz sei vor und neben mir./Repetitio Lichtmetaphorik EX MAXIMO MINIMUM Aus dem Höchsten das Gringste HAL Sunt Relliquiae Sacrary, in quo Fertur viua Dei fuiße imago. ¹ Hafen Inscriptio Hace est illius, et domus ruina, In qua olim Ratio tenebat arcem. At nunc horribilis figura Mortis Ventosum caput, haud habens cerebrum -Tag und Nacht stehen sich antithetisch gegenüber Pictura -Menschen hören mit der Arbeit auf und die Einsamket bleft zurück -Das Jenseils kommt immer näher und jeder muss dort hin -Bitte an Golf von, den Qualen befreit zu werden und ins Jerseits zu kommen Das lebendive And Gottes gewesen sein soll Dies ist auch die Ruine jenes Hauses, Subscriptio C Aufgabenstellung: 1. Interpretieren Sie das Gedicht (M1), indem Sie - den Inhalt des Gedichtes wiedergeben, die formale, sprachliche und stilistische Gestaltung analysieren, eine Deutung in Zusammenhang von Inhalt und Form erarbeiten und abschließend das Gedicht inhaltlich und formal in seine Epoche einordnen! 2. Analysieren Sie das Embiem (M2) und vergleichen Sie dessen Aussage mit der Aussage des Gedichtes. Viel Erfolg! Carpe horam! Das von Andreas Gryphius geschriebene Gedicht. Abend" wurde im Zeitalter des Barocks verfasst und thematisiert die lebensauffassung Memento mori " sowie den Vergänglichkeits- gedanken, Vanitas". Das Gedicht stellt eine direkte Bitte dar, ins Jenseits zu gelangen Inhaltlich handelt das Gedicht in der ersten Strophe von der antithetischen Gegenüberstellung von Tag und Nacht. Die Men chen hören mit der Arbeit auf und die Einsamkeit bleibt zurück. In der zweiten Strophe kommt die Jenseits- sehnsucht zum Vorschein, da das Jenseits immer näher kommt und vor niemanden Halt macht. Zuletzt bittet in den letzten beiden Strophen das lyrische Ich Gott (an), von den Qualen befreit zu werden und zu Gott ins Jenseits zu kommen 56 Das Gedicht ist, typisch für das Barock Zeitalter, ein Sonett. Demnach ist es zu Beginn aus zwei Quartetten und zwei Teren aufgebaut. Als Metrum liegt ein sechshebiger. Jambus mit einer Zäsur nach der dritten Hebung vor und die Sh entspricht somit einem Alexandrinervers. Das Reimschema ist in den Quartetten ein umarmender Reim (abba) und in den Terzetten ein strophenübergreifender Schweifreim (ccd-eed). Die Kadenzen verlaufen parallel zu den dazugehörigen Reimen. Das Sonett ist überwiegend antithetisch aufgebaut. Dies bemerkt man direkt an den Antithesen Tag- Nacht (vgl. V. 1) und Leib- Seele (vgl. v. 15). Der Alexandrinervers unterstützt diese antithetische Aussage besonders gut, da hier im Übertragenen Formuliemy