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Kurzgeschichte Ausarbeitung , Wie sag ich es Anita - Martin Suter

Kurzgeschichte Ausarbeitung , Wie sag ich es Anita - Martin Suter

 Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltswiedergabe
2. Erzählperspektive
3.
Martin Suter
Wie sag ich es Anita
6.
7.
4.
zeitliche Einordnung
5. Figurenc

Kurzgeschichte Ausarbeitung , Wie sag ich es Anita - Martin Suter

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Ausarbeitung

Ein ausführliches Handout mit zsm. gefassten Anlyse Aspekten zu Martin Suters "Wie sag ich es Anita"

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Inhaltsverzeichnis 1. Inhaltswiedergabe 2. Erzählperspektive 3. Martin Suter Wie sag ich es Anita 6. 7. 4. zeitliche Einordnung 5. Figurencharakterisierung 5.1 Randfiguren 8. 9. 2.1 Zeilenbelege 2.2 Autor Intention Sprache 3.1 Begrifflichkeiten 3.2 Dialog Entwicklung 3.2.1 Wendepunkt 3.2.2 Höhepunkt 3.2.3 Insgesamt Thesen der Klasse Martin Suter 7.1 Aussagen Schluss These & Interpretation Quellen S.2 S.2 S.2 S.3 S.3 S.3 S.3 S.4 S.4 S.4 S.4 S.5 S.5 S.6 S.6 S.7 S.8 S.9 1 Inhaltswiedergabe Decker setzt sich im eigenen Wohnzimmer, zu seiner Frau Anita aufs Sofa. Er versucht durch ein von ihm geplantes & gelenktes Gespräch -& etwas Rotwein-, seiner Frau Anita schonend beizubringen, dass er seinen Job verloren hat. Decker nimmt im Gespräch untypischerweise Anitas Position zur Unvereinbarkeit von Familie und Karriere ein, um ihr seine Kündigung als etwas Positives zu verkaufen. Anita entschlüsselt dann zum Ende der Geschichte, schockiert die schreckliche Nachricht selbst, bevor Decker dies Aussprechen kann. Erzählperspektive Martin Suter Wie sag ich es Anita Auktorialer Erzähler - Allwissend Der allwissende Erzähler kann in alle seine Figuren hineinschauen und erzählen, was sie denken und fühlen. Er weiß also alle Details über sie. Er kann deshalb Zusammenhänge, Rückblenden und Zukünftiges darstellen. Äußere und innere Einblicke Anita Z. 9-10 Z. 24 Z. 28 „Das kannst du laut sagen", antwortet Anita, überrascht, dass er es ist, der davon anfängt. Das ist sonst ihr Thema. Das sind neue Töne für Anita. Sie schaltet den Fernseher ab und nimmt einen Schluck Wein. Z. 32-39 Anita braucht nicht zu antworten. Der Satz ist wörtlich aus ihrem Repertoire übernommen Äußere und innere Einblicke Decker + zukünftiges Geschehen Z. 13-14 Decker ist die Anekdote nicht neu. Aber...

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er erwähnt es nicht. Das Gespräch läuft in die richtige Richtung. Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem Decker Anita beibringen will, dass ihm Sager heute eröffnet hat, dass er, Decker, das Synergieopfer ist, das die Regionen - Zusammenlegung in der Regionalverwaltung Ost fordern wird. Er wird es natürlich nicht so formulieren. Er wird sagen, dass die Regional restrukturierung ihm endlich die Chance bietet, einen Marschhalt einzulegen und sich neu zu orientieren. Spät, aber wie er hoffe, nicht zu spät, habe er die Notbremse gezogen und die Voraussetzungen geschaffen, die es ihm erlauben, die Prioritäten neu zu setzen. 2 Autor Intention Da es sich um eine Wirtschaftssatire handelt, kann angenommen werden, dass Martin Suter diese Erzählperspektive des auktorialen - allwissenden Erzählers wählte, um die dargestellten Figuren nur indirekt zu kritisieren bzw. über diese zu spotten. Die Meinung des Erzählers ist nicht eindeutig herauszulesen, er mischt sich nicht in Form von Kommentaren in das Erzählte ein bzw. es ist keine kommentierende oder wertende Erzählerstimme vorhanden, die den Leser durch die Geschichte führt. Allerdings lenkt Suter durch den allwissenden Erzähler, das Erscheinungsbild der Figuren. Er zeigt dem Leser nur die von ihm gewählten Bruchteile der Figuren, um seine Kritik, seinen Spott zu bestätigen und den Leser zu unterhalten. Die von ihm dargestellten Figuren machen sich also ganz selbstständig - durch die von ihm gelenkten Einblicke - zur Lachnummer. Sprache Begrifflichkeiten Sager - verbreiteter Nachname, Oder auch bemerkenswerter (pointierter, lustiger, umstrittener) Ausspruch, oder im Kontext Decker's Vorgesetzter - beschreibt das Zusammenwirken verschiedener Kräfte zu einer Gesamtleistung / einem Ergebnis. Anekdote - kurz und knappe Erzählung einer Begebenheit oder Handlung. Ihre Hauptintention ist es dabei, den Charakter einer Person zu verdeutlichen. Synergie Repertoire Marschhalt Synergieopfer Zusammenlegung - - persönlicher Vorrat an Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. - Synonym für Denkpause Restrukturierung ein Versager / Verlierer zwei Produktionsbetriebe oder Abteilungen werden zu einem Ganzen vereint. wird als Euphemismus (beschönigendes Wort) benutzt, steht für Arbeitnehmer Entlassungen in einem Unternehmen. Dialog Entwicklung Schon Gleich zu Beginn, sind die Anspannungen ihrer Beziehung zu spüren. Nachdem Decker sich zu Anita aufs Sofa setzt, herrscht eine Weile lang Stille bevor er Rotwein einschenkt und sein geplantes Gespräch mit ihr beginnt. Es scheint also üblich zu sein, dass die beiden sich anschweigen. Weiterhin antwortet Anita nur mit kurzen Worten, welche teils sarkastisch und schnippisch sind. Sie erscheint also passiv aggressiv und auch teilnahmslos durch das dauerhafte durchzappen der Fernsehprogramme. Jedenfalls nimmt Decker dann Anitas Position zur Unvereinbarkeit von Familie und Karriere ein, um sie gefügig zu machen und auf die schlechte Nachricht – seine Kündigung – vorzubereiten, indem er diese in einem positiven Licht verkauft. Sie geht darauf ein und bestätigt spitz, sein übermäßiges Arbeiten und dessen Konsequenzen. 3 Wendepunkt In Z. 24-25 wird es ernst. Sie schaltet den Fernseher ab, nimmt einen Schluck Wein, fragt ob alles Okay ist & hört ihm aufmerksam zu. Kurz bevor Decker seine Kündigung beichten will, verkauft er ihr die letzte perfekte Illusion eines Traumurlaubs mit der ganzen Familie. Er legt dabei auch einen Arm um Sie. Anita ist verwundert & wird stutzig. Höhepunkt Jetzt ist für Decker der perfekte Zeitpunkt gekommen von der Kündigung zu erzählen, denn er hat seines Erachtens nach die perfekten Voraussetzungen dazu geschaffen. Er will die „,wunderbare Nachricht“ mitteilen, doch Anita kommt ihm zuvor. Sie hat sein Verhalten durchschaut. „Sag bitte nicht, die haben dich rausgeschmissen!" sagt sie schockiert. Somit ist in Z. 40-41 der Höhepunkt, die Pointe und auch der Schluss der Geschichte erreicht. Insgesamt Wir beobachten.... Wie Decker zunächst nervös und unsicher versucht seinen Plan durchzusetzen, Anita schonend von seiner Kündigung zu erzählen. Dieser ist gemäß Anitas Reaktion zunächst zum Scheitern verurteilt, doch Decker wird immer selbstbewusster und siegessicherer, mit seiner Taktik des Meinungsumschwungs. Er meint schon gewonnen zu haben und Anita die Kündigung als etwas Positives verkaufen zu können, doch das Endergebnis ist eine schockierte Anita und ein misslungener plan. ● wie Anita zunächst teilnahmslos, sarkastisch und schnippisch reagiert. Sie nimmt nichts ernst, doch im Verlauf des Gesprächs nimmt sie an, das Decker's Meinungsumschwung ernst gemeint ist. Sie wird stutzig, als er ihr den Arm umlegt und von Traum Urlaub erzählt. Sie ahnt, etwas ist im Busch. Als Decker dann kurz davor ist die Kündigung zu beichten, fügt sie die Puzzleteile in ihrem Kopf zusammen und hat einen schockierenden Geistesblitz. Sie durchschaut sein Verhalten und dessen Intention. Zeitliche Einordnung Die Geschichte wurde 2001 veröffentlicht. Durch das Vokabular lässt sich erschließen, dass es sich um alltägliche, moderne Umgangssprache handelt. Die dargestellten Figuren und ihre Eigenschaften lassen interpretieren, dass die Geschichte zwischen 1980 - heute spielt. Decker ist der typische, arbeitende Vater & Anita die typische Mutter. Die Geschlechter- rollen werden traditionell eingehalten. Da Anita sehr schnippisch ihrem Mann gegenüber antwortet und auch Scheidung als eine übliche Sache gilt ist klar, dass die Figuren sich in einem fortgeschrittenen Zeitalter der Emanzipation befinden. Geschlechterrollen und die Diskussion über Unvereinbarkeit von Karriere und Familie sowie Satire über z.B. Wirtschaft & Wirtschaftler, sind zeitlose Themen. Die Geschichte reicht somit über seine Entstehungs- zeit hinaus bis heute und auch in die Vergangenheit zurück. 4 Figurencharakterisierung Äußere Merkmale Innere Merkmale Sozialer Status Werte & Motive Beziehung zueinander Randfiguren lan & Kinder Sager Christoph & Eltern - Decker¹ - deutsch, weiß, 40-50 - geleckte haare - trägt immer Anzug - sehr gepflegt - Kleidung & Auto sauteuer - kleines Glied (muss kompensieren) - Spießer Alman - unlustig - pingelig/Regel liebend - Arbeitssüchtig - egoistisch - traditionell - emotional unreif, eingeschränkt - uneinsichtig Manager - Irgendwas mit Finanzen & BWL studiert. - Mittelstand denkt aber ist Elite - bedacht auf Image - braucht Status Symbole auf Arbeit hoch angesehen Stellt seine eigenen Bedürfnisse vor deren anderer, in einem ungesunden Maß. Karriere und Geld sind das wichtigste. Familie nur für die schönen Aspekte. Will nichts zurückstecken. Decker liebt seine Frau, aber hält sie und die Familie für selbstverständlich, da er es so gelernt hat. Er denkt er sei Hoch zu schätzen, weil er eine Karriere vorzuweisen hat. Er hat Defizite in emotionaler Intelligenz & Feinfühligkeit. Er hat Probleme mit Kompromissen. Ihm fällt es schwer oft präsent zu sein. Anita - deutsch, weiß, fit, 35-40 - groß, blond, blauäugig - sehr gepflegt, ungeschminkt Haus sauteuer - konservativ aber gut gekleidet - sanftes Gesicht - Naiv - unterwürfig - traditionell - liebevoll, Romantisch - Familienorientiert - großzügig - Prinzipien treu - oberflächlich - In Mutterzeit oder Hausfrau. - Angestellte Arbeiterin (z.B. Sekretärin) - ein gepflegtes Haus ist wichtig - perfektionistisch - bedacht auf Image - wird als Frau nicht angesehen Mutter sein ist Frau sein Stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinter deren anderer, in einem ungesunden maß. Familie ist das wichtigste. Denkt, muss jederzeit allen Anforderung nachgehen und diese perfekt erfüllen. Sie fühlt sich von Decker im Stich gelassen & ungeliebt. Sie möchte zwar, dass er seinen Job mag, aber auch, dass er ein guter Vater & Ehemann ist. Sie ist verletzt, enttäuscht und resigniert. Sie haben Kommunikationsschwierigkeiten. Ihre Illusion eines perfekten Familien - lebens sind schon lange zerplatzt. wird vom Vater vernachlässigt, versteht nicht warum. ist Decker's Vorgesetzter und musste ihm seine Kündigung eröffnen. ist lan's Freund und wird im Kontext seines geschiedenen Vaters erwähnt. Anita nutzt seine geschiedenen Eltern als Anekdote. 1 Meine Vorstellung von Decker: https://youtu.be/KkWOgXVPhog & https://youtu.be/YnMPDF41Ur4 5

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2. Erzählperspektive
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Martin Suter
Wie sag ich es Anita
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Inhaltsverzeichnis 1. Inhaltswiedergabe 2. Erzählperspektive 3. Martin Suter Wie sag ich es Anita 6. 7. 4. zeitliche Einordnung 5. Figurencharakterisierung 5.1 Randfiguren 8. 9. 2.1 Zeilenbelege 2.2 Autor Intention Sprache 3.1 Begrifflichkeiten 3.2 Dialog Entwicklung 3.2.1 Wendepunkt 3.2.2 Höhepunkt 3.2.3 Insgesamt Thesen der Klasse Martin Suter 7.1 Aussagen Schluss These & Interpretation Quellen S.2 S.2 S.2 S.3 S.3 S.3 S.3 S.4 S.4 S.4 S.4 S.5 S.5 S.6 S.6 S.7 S.8 S.9 1 Inhaltswiedergabe Decker setzt sich im eigenen Wohnzimmer, zu seiner Frau Anita aufs Sofa. Er versucht durch ein von ihm geplantes & gelenktes Gespräch -& etwas Rotwein-, seiner Frau Anita schonend beizubringen, dass er seinen Job verloren hat. Decker nimmt im Gespräch untypischerweise Anitas Position zur Unvereinbarkeit von Familie und Karriere ein, um ihr seine Kündigung als etwas Positives zu verkaufen. Anita entschlüsselt dann zum Ende der Geschichte, schockiert die schreckliche Nachricht selbst, bevor Decker dies Aussprechen kann. Erzählperspektive Martin Suter Wie sag ich es Anita Auktorialer Erzähler - Allwissend Der allwissende Erzähler kann in alle seine Figuren hineinschauen und erzählen, was sie denken und fühlen. Er weiß also alle Details über sie. Er kann deshalb Zusammenhänge, Rückblenden und Zukünftiges darstellen. Äußere und innere Einblicke Anita Z. 9-10 Z. 24 Z. 28 „Das kannst du laut sagen", antwortet Anita, überrascht, dass er es ist, der davon anfängt. Das ist sonst ihr Thema. Das sind neue Töne für Anita. Sie schaltet den Fernseher ab und nimmt einen Schluck Wein. Z. 32-39 Anita braucht nicht zu antworten. Der Satz ist wörtlich aus ihrem Repertoire übernommen Äußere und innere Einblicke Decker + zukünftiges Geschehen Z. 13-14 Decker ist die Anekdote nicht neu. Aber...

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Die Meinung des Erzählers ist nicht eindeutig herauszulesen, er mischt sich nicht in Form von Kommentaren in das Erzählte ein bzw. es ist keine kommentierende oder wertende Erzählerstimme vorhanden, die den Leser durch die Geschichte führt. Allerdings lenkt Suter durch den allwissenden Erzähler, das Erscheinungsbild der Figuren. Er zeigt dem Leser nur die von ihm gewählten Bruchteile der Figuren, um seine Kritik, seinen Spott zu bestätigen und den Leser zu unterhalten. Die von ihm dargestellten Figuren machen sich also ganz selbstständig - durch die von ihm gelenkten Einblicke - zur Lachnummer. Sprache Begrifflichkeiten Sager - verbreiteter Nachname, Oder auch bemerkenswerter (pointierter, lustiger, umstrittener) Ausspruch, oder im Kontext Decker's Vorgesetzter - beschreibt das Zusammenwirken verschiedener Kräfte zu einer Gesamtleistung / einem Ergebnis. Anekdote - kurz und knappe Erzählung einer Begebenheit oder Handlung. Ihre Hauptintention ist es dabei, den Charakter einer Person zu verdeutlichen. Synergie Repertoire Marschhalt Synergieopfer Zusammenlegung - - persönlicher Vorrat an Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen. - Synonym für Denkpause Restrukturierung ein Versager / Verlierer zwei Produktionsbetriebe oder Abteilungen werden zu einem Ganzen vereint. wird als Euphemismus (beschönigendes Wort) benutzt, steht für Arbeitnehmer Entlassungen in einem Unternehmen. Dialog Entwicklung Schon Gleich zu Beginn, sind die Anspannungen ihrer Beziehung zu spüren. Nachdem Decker sich zu Anita aufs Sofa setzt, herrscht eine Weile lang Stille bevor er Rotwein einschenkt und sein geplantes Gespräch mit ihr beginnt. Es scheint also üblich zu sein, dass die beiden sich anschweigen. Weiterhin antwortet Anita nur mit kurzen Worten, welche teils sarkastisch und schnippisch sind. Sie erscheint also passiv aggressiv und auch teilnahmslos durch das dauerhafte durchzappen der Fernsehprogramme. Jedenfalls nimmt Decker dann Anitas Position zur Unvereinbarkeit von Familie und Karriere ein, um sie gefügig zu machen und auf die schlechte Nachricht – seine Kündigung – vorzubereiten, indem er diese in einem positiven Licht verkauft. Sie geht darauf ein und bestätigt spitz, sein übermäßiges Arbeiten und dessen Konsequenzen. 3 Wendepunkt In Z. 24-25 wird es ernst. Sie schaltet den Fernseher ab, nimmt einen Schluck Wein, fragt ob alles Okay ist & hört ihm aufmerksam zu. Kurz bevor Decker seine Kündigung beichten will, verkauft er ihr die letzte perfekte Illusion eines Traumurlaubs mit der ganzen Familie. Er legt dabei auch einen Arm um Sie. Anita ist verwundert & wird stutzig. Höhepunkt Jetzt ist für Decker der perfekte Zeitpunkt gekommen von der Kündigung zu erzählen, denn er hat seines Erachtens nach die perfekten Voraussetzungen dazu geschaffen. Er will die „,wunderbare Nachricht“ mitteilen, doch Anita kommt ihm zuvor. Sie hat sein Verhalten durchschaut. „Sag bitte nicht, die haben dich rausgeschmissen!" sagt sie schockiert. Somit ist in Z. 40-41 der Höhepunkt, die Pointe und auch der Schluss der Geschichte erreicht. Insgesamt Wir beobachten.... Wie Decker zunächst nervös und unsicher versucht seinen Plan durchzusetzen, Anita schonend von seiner Kündigung zu erzählen. Dieser ist gemäß Anitas Reaktion zunächst zum Scheitern verurteilt, doch Decker wird immer selbstbewusster und siegessicherer, mit seiner Taktik des Meinungsumschwungs. Er meint schon gewonnen zu haben und Anita die Kündigung als etwas Positives verkaufen zu können, doch das Endergebnis ist eine schockierte Anita und ein misslungener plan. ● wie Anita zunächst teilnahmslos, sarkastisch und schnippisch reagiert. Sie nimmt nichts ernst, doch im Verlauf des Gesprächs nimmt sie an, das Decker's Meinungsumschwung ernst gemeint ist. Sie wird stutzig, als er ihr den Arm umlegt und von Traum Urlaub erzählt. Sie ahnt, etwas ist im Busch. Als Decker dann kurz davor ist die Kündigung zu beichten, fügt sie die Puzzleteile in ihrem Kopf zusammen und hat einen schockierenden Geistesblitz. Sie durchschaut sein Verhalten und dessen Intention. Zeitliche Einordnung Die Geschichte wurde 2001 veröffentlicht. Durch das Vokabular lässt sich erschließen, dass es sich um alltägliche, moderne Umgangssprache handelt. Die dargestellten Figuren und ihre Eigenschaften lassen interpretieren, dass die Geschichte zwischen 1980 - heute spielt. Decker ist der typische, arbeitende Vater & Anita die typische Mutter. Die Geschlechter- rollen werden traditionell eingehalten. Da Anita sehr schnippisch ihrem Mann gegenüber antwortet und auch Scheidung als eine übliche Sache gilt ist klar, dass die Figuren sich in einem fortgeschrittenen Zeitalter der Emanzipation befinden. Geschlechterrollen und die Diskussion über Unvereinbarkeit von Karriere und Familie sowie Satire über z.B. Wirtschaft & Wirtschaftler, sind zeitlose Themen. Die Geschichte reicht somit über seine Entstehungs- zeit hinaus bis heute und auch in die Vergangenheit zurück. 4 Figurencharakterisierung Äußere Merkmale Innere Merkmale Sozialer Status Werte & Motive Beziehung zueinander Randfiguren lan & Kinder Sager Christoph & Eltern - Decker¹ - deutsch, weiß, 40-50 - geleckte haare - trägt immer Anzug - sehr gepflegt - Kleidung & Auto sauteuer - kleines Glied (muss kompensieren) - Spießer Alman - unlustig - pingelig/Regel liebend - Arbeitssüchtig - egoistisch - traditionell - emotional unreif, eingeschränkt - uneinsichtig Manager - Irgendwas mit Finanzen & BWL studiert. - Mittelstand denkt aber ist Elite - bedacht auf Image - braucht Status Symbole auf Arbeit hoch angesehen Stellt seine eigenen Bedürfnisse vor deren anderer, in einem ungesunden Maß. Karriere und Geld sind das wichtigste. Familie nur für die schönen Aspekte. Will nichts zurückstecken. Decker liebt seine Frau, aber hält sie und die Familie für selbstverständlich, da er es so gelernt hat. Er denkt er sei Hoch zu schätzen, weil er eine Karriere vorzuweisen hat. Er hat Defizite in emotionaler Intelligenz & Feinfühligkeit. Er hat Probleme mit Kompromissen. Ihm fällt es schwer oft präsent zu sein. Anita - deutsch, weiß, fit, 35-40 - groß, blond, blauäugig - sehr gepflegt, ungeschminkt Haus sauteuer - konservativ aber gut gekleidet - sanftes Gesicht - Naiv - unterwürfig - traditionell - liebevoll, Romantisch - Familienorientiert - großzügig - Prinzipien treu - oberflächlich - In Mutterzeit oder Hausfrau. - Angestellte Arbeiterin (z.B. Sekretärin) - ein gepflegtes Haus ist wichtig - perfektionistisch - bedacht auf Image - wird als Frau nicht angesehen Mutter sein ist Frau sein Stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinter deren anderer, in einem ungesunden maß. Familie ist das wichtigste. Denkt, muss jederzeit allen Anforderung nachgehen und diese perfekt erfüllen. Sie fühlt sich von Decker im Stich gelassen & ungeliebt. Sie möchte zwar, dass er seinen Job mag, aber auch, dass er ein guter Vater & Ehemann ist. Sie ist verletzt, enttäuscht und resigniert. Sie haben Kommunikationsschwierigkeiten. Ihre Illusion eines perfekten Familien - lebens sind schon lange zerplatzt. wird vom Vater vernachlässigt, versteht nicht warum. ist Decker's Vorgesetzter und musste ihm seine Kündigung eröffnen. ist lan's Freund und wird im Kontext seines geschiedenen Vaters erwähnt. Anita nutzt seine geschiedenen Eltern als Anekdote. 1 Meine Vorstellung von Decker: https://youtu.be/KkWOgXVPhog & https://youtu.be/YnMPDF41Ur4 5