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Kurzgeschichtenanalyse "Und in Arizona geht die Sonne auf"

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Kurzgeschichtenanalyse "Und in Arizona geht die Sonne auf"

 In der Kurzgeschichte ,,Und in Arizona geht die Sonne auf" von Sibylle Berg aus dem Jahr 2000, geht es
um einen Mann, der sich seiner Männl

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Eine Kurzgeschichtenanalyse zu der Kurzgeschichte "Und in Arizona geht die Sonne auf" von Sibylle Berg

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In der Kurzgeschichte ,,Und in Arizona geht die Sonne auf" von Sibylle Berg aus dem Jahr 2000, geht es um einen Mann, der sich seiner Männlichkeit beraubt fühlt und lieber ein anderes Leben hätte. Der Protagonist der Geschichte erzählt, wie unzufrieden er mit seinem Leben ist. Er sitzt mit seiner Frau und Tochter am Esstisch und hört ihren Gesprächen zu. Danach steigt er in sein Auto und fährt los. Im Auto wird ihm bewusst, dass er lieber ein anderes Leben haben würde. In dem Text sind typische Merkmale einer Kurzgeschichte vorhanden, so beginnt der Text unmittelbar am Frühstückstisch der Familie (vgl. Z. 1ff.). Es treten nur wenige Personen auf, wobei man den Mann als Hauptcharaktere ansehen kann (vgl. Z. 1 ff.). Weiterhin wird ein alltägliches Problem angesprochen, uns war geht es um eine Person, die mit ihrer Lebenslage nicht zufrieden ist und lieber eine andere Person wäre (vgl. Z. 18 ff.). Zu Schluss gibt es ein offenes Ende, man erfährt nicht, ob der Mann etwas in seinem Leben verändern wird oder weiterhin so Leben wird wie bisher. Die Kurzgeschichte wird von einem Er/Sie - Erzähler (vgl. Z.10), aus der Perspektive eines personal - Erzählers erzählt. Dies erkennt man daran, dass der Erzähler die Gefühle und Gedanken des Protagonisten kennt und sie wiedergibt...

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(vgl. Z.41 f.). Dadurch kriegt man einen genauen Einblick auf das Leben des Mannes, es wird offensichtlich, wie er denk, fühlt und wie er mit seinen Problemen umgeht. Die Erzählzeit beträgt ungefähr 5 Minuten und die Erzählte - Zeit geschätzt 1 Stunde. Es gibt also eine Zeitraffung. Hinsichtlich der Raumgestaltung gibt es verschiedene Auffälligkeiten. Der Handlungsraum ist das Haus des Mannes und sein Auto (vgl. Z. 1ff. und Z. 18). Zuhause ist der Protagonist ungern, da er sich seiner Familie fremd fühlt (vgl. Z. 6-7). Im Auto hingegen sitzt der Mann in einem Kontrastraum, eine fiktive Welt, in der er der Mann sein kann, der er gerne sein würde. Oft ist der Mann auch in seinem Gedankenraum, in der er Dinge wahr werden lässt, die in der Realität gar nicht erst möglich wären (vgl. Z. 48). Der Hauptcharakter ist ein Mann mittleren Alters und trägt ein Hemd und eine enge Krawatte (vgl. Z. 1-2). Er lebt zusammen mit seiner Frau und Tochter (vgl. Z. 6) in einem Haus (vgl. Z. 50). Aus der Geschichte kann man viele Entschlüsse über den Charakter des Hauptcharaktersziehen. Der Mann hat keine besonderen Hobbys oder Vorlieben, er tut die Dinge, die viele Menschen machen und dadurch klingt sein Leben sehr eintönig und langweilig. Die Selbstzweifel des Mannes werden an verschiedenen Stellen sichtbar, so wie in Zeile 10 „Er stört“. Er denkt, dass er jeden und alles stört, ohne großartig etwas zu machen, beispielsweise „stört“ er andere, indem er Sport schaut (vgl. Z. 10 ff.). Das zeigt, wie wenig selbstbewusst sein er hat und wie unwohl er sich in seiner eigenen Haut fühlt. Sein Hass auf sein eigenes Leben wird auch nochmal in den Zeilen 40- 43 verdeutlicht. Er hasst sein Leben so sehr, dass er weinen möchte und es nicht so wie es ist, akzeptieren möchte. Er redet davon, wie ihm jemand dieses Leben heimlich in die Tasche gesteckt hat und zeigt damit, dass er es selbst nie so haben wollte und lieber ein anderes Leben führen würde. Ebenfalls sagt der Mann ,,Er kennt den Typen nicht" (Z. 42), das weist nochmal darauf hin, dass er eigentlich eine ganz andere Person sein möchte und sich gar nicht mit seinem jetzigen „ich“ identifizieren kann. Um seinen realen Leben und seinen Selbstzweifeln zu entkommen, lebt er gedanklich in einer fiktiven Welt (vgl. Z 19). Dort kann er die Person sein, die er schon als kleiner Junge sein wollte (vgl. Z. 45 f.). Diesen Ort bezeichnet er auch als seine „Heimat“ (vgl. Z.36). Der Protagonist fühlt sich nur in seinergedanklichen Welt wie ein richtiger Mann (vgl. Z. 23 f.). Er hat eine recht altmodische Ansicht auf das perfekte Bild eines Mannes, wenn man be denkt, dass er Frauen und „Schwuchteln“, wobei „Schwuchteln“ eine Beleidigung gegenüber homosexuellen Menschen ist, in einen Topf wirft (vgl. Z. 31). Seine Ansichten und sein Wunsch männlicher zu sein, sind auf seine Beziehung zu seiner Familie zurückzuführen. Der Hauptcharakter hat eine schlechte Beziehung zu seiner Frau und Tochter. Obwohl er mit seiner Frau ins Theater geht und nach außen hin, wie ein glücklicher Ehemann erscheint (vgl. Z. 40 ff.), fühlt er sich seiner Familie fremd (vgl. Z. 6 f.). In der Beziehung erkennt man nochmal seine Selbstzweifel. ,,Er versteht nichts von wichtigen Dingen" (Z. 8), der Mann fühlt sich seiner Frau und Tochter unterlegen, während die beiden reden, hält er sich zurück und möchte nicht auffallen, weil er die Themen sowieso nicht verstehen würde (vgl. Z. 5 ff.). Obwohl er vor seiner Familie flüchten will (vgl. Z. 40), traut er sich nicht etwas zu sagen. Er beteuert seiner Frau, dass ihm sein Leben so gefällt und er es nicht anders haben würde (vgl. Z. 15). Dadurch das er zuhause seiner Männlichkeit beraubt wurde, sucht er sie in seiner fiktiven Welt. Dort dominiert er (vgl. Z.22) und ist der ,,perfekte" Mann der er sein wollte (vgl. Z. 24 ff.). Um der Kurzgeschichte mehr Ausdruck zu verleihen, hat die Autorin verschiedene sprachliche Merkmale verwendet. Sie verwendet fast nur Parataxen (kurze Sätze), um die Gefühle des Hauptcharakters besser zum Ausdruck zu bringen. Zum Anfang des Textes werden viele negative Nomen (vgl. Z.8) und Adjektive (vgl. Z.2) verwendet, so wird deutlich, dass der Protagonist eine negative Einstellung gegenüber seiner jetzigen Lebenssituation hat. Sobald er aber in seiner fiktiven Welt ist, werden viele Verben (vgl. Z. 21ff.) benutzt, die zum Ausdruck bringen, dass er dort über alles herrscht und das Sagen hat. Außerdem verwendet die Schriftstellerin auch viele Stilmittel. So vergleicht der Protagonisten sich selbst in der Zeile 4 mit einem Hund, das zeigt, dass er in seinem Haus nur die Rolle eines Tieres spielt und kein großer Wert auf ihn gelegt wird. Dass er kein Recht hat mitzureden und unwichtig ist, wird mit einer Metapher verdeutlicht ,,Sie sehen ihn nicht“ (Z. 8). In den Augen seiner Familie ist der Mann unsichtbar und existiert kaum. Das der Protagonist das Gefühl hat wie eine Puppe zu leben, wird anhand einer Hyperbel (vgl. Z.12) sichtbar. AM besten sollte der Mann nichts tun, damit er andere nicht stört (vgl. Z. 10 ff.). Ebenso werden seine Selbstzweifel mithilfe einer Ellipse in der Zeile 10 unterstrichen. In der Zeile 2 wird durch eine Personifikation bewusst, wie schwer der Mann es im Leben hat und es kaum mehr aushält. Er fühlt sich vom Leben bedrängt. Unterstützt wird diese Aussage mit einer Wiederholung,,...kratzen, kratzen...“ (Z.2). Wie schlimm sein Hass gegenüber seinem Leben ist, wird nochmals mit einer Metapher (vgl. 42) gestärkt. Der Protagonist erkennt sein Leben nicht als sein eigenes an und sagt, dass es ihm untergejubelt wurde. Dass der Mann sich nicht für die Gespräche seiner Frau und Tochter interessiert und sie für unnötig hält, wird mithilfe einer Anapher und einer ironischen Äußerung (vgl. Z. 6 f.) ersichtlich. Durch eine Rhetorische Frage (vgl. Z.14) wird es klar, dass der Mann versucht sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden, um endlich glücklich leben zu können. Mithilfe von Metaphern (vgl. Z. 19 und 48) macht die Verfasserin deutlich, dass der Hauptcharakter innerlich eine andere Person ist. Um zu zeigen, dass er in seiner fiktiven Welt eine Person sein kann, die er selbst akzeptiert, verwendet der Autor viele Personifikationen (vgl. 20 und 21). Es wird durch sie auch klar, dass sein Auto der einzige Ort ist, an dem er die Macht hat und über andere herrscht. In Zeile 22 wird dies mit einer Anapher unterstüzt „Er steuert, er lenkt", dass zeigt das der Protagonist die Macht über das Auto hat und nur er allein entscheiden darf wohin das Auto fährt. An verschiedenen stellen verwendet die Autorin das Stilmittel „Klimax“ (vgl. Z. 33 ff. und 39 ff.), um die Gier nach Macht zum Ausdruck zu bringen. Mit der Kurzgeschichte möchte die Autorin sagen, dass viele Menschen nach außen hin glücklich erscheinen aber innerlich gebrochen sind. Der Protagonist der Geschichte, scheint ein glückliches Leben zu führen, aber durch einen Einblick in seiner Gedanken sieht man, dass er in Wirklichkeit sein Leben hasst und lieber ein anderes führen würde. Der Titel „Und in Arizona geht die Sonne auf" bezieht sich auf das Gefühl, dass der Mann in seinem Auto hat. Nur in seinem Auto fühlt er sich frei und hat das Gefühl fliegen zu können (vgl. Z. 48). Sobald der Protagonist die Sonne sieht, fängt er an zu lächeln (vgl. Z. 52) und durch den Titel wird klar, dass die Sonne in Richtung Arizona aufgeht.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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In der Kurzgeschichte ,,Und in Arizona geht die Sonne auf" von Sibylle Berg aus dem Jahr 2000, geht es um einen Mann, der sich seiner Männlichkeit beraubt fühlt und lieber ein anderes Leben hätte. Der Protagonist der Geschichte erzählt, wie unzufrieden er mit seinem Leben ist. Er sitzt mit seiner Frau und Tochter am Esstisch und hört ihren Gesprächen zu. Danach steigt er in sein Auto und fährt los. Im Auto wird ihm bewusst, dass er lieber ein anderes Leben haben würde. In dem Text sind typische Merkmale einer Kurzgeschichte vorhanden, so beginnt der Text unmittelbar am Frühstückstisch der Familie (vgl. Z. 1ff.). Es treten nur wenige Personen auf, wobei man den Mann als Hauptcharaktere ansehen kann (vgl. Z. 1 ff.). Weiterhin wird ein alltägliches Problem angesprochen, uns war geht es um eine Person, die mit ihrer Lebenslage nicht zufrieden ist und lieber eine andere Person wäre (vgl. Z. 18 ff.). Zu Schluss gibt es ein offenes Ende, man erfährt nicht, ob der Mann etwas in seinem Leben verändern wird oder weiterhin so Leben wird wie bisher. Die Kurzgeschichte wird von einem Er/Sie - Erzähler (vgl. Z.10), aus der Perspektive eines personal - Erzählers erzählt. Dies erkennt man daran, dass der Erzähler die Gefühle und Gedanken des Protagonisten kennt und sie wiedergibt...

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(vgl. Z.41 f.). Dadurch kriegt man einen genauen Einblick auf das Leben des Mannes, es wird offensichtlich, wie er denk, fühlt und wie er mit seinen Problemen umgeht. Die Erzählzeit beträgt ungefähr 5 Minuten und die Erzählte - Zeit geschätzt 1 Stunde. Es gibt also eine Zeitraffung. Hinsichtlich der Raumgestaltung gibt es verschiedene Auffälligkeiten. Der Handlungsraum ist das Haus des Mannes und sein Auto (vgl. Z. 1ff. und Z. 18). Zuhause ist der Protagonist ungern, da er sich seiner Familie fremd fühlt (vgl. Z. 6-7). Im Auto hingegen sitzt der Mann in einem Kontrastraum, eine fiktive Welt, in der er der Mann sein kann, der er gerne sein würde. Oft ist der Mann auch in seinem Gedankenraum, in der er Dinge wahr werden lässt, die in der Realität gar nicht erst möglich wären (vgl. Z. 48). Der Hauptcharakter ist ein Mann mittleren Alters und trägt ein Hemd und eine enge Krawatte (vgl. Z. 1-2). Er lebt zusammen mit seiner Frau und Tochter (vgl. Z. 6) in einem Haus (vgl. Z. 50). Aus der Geschichte kann man viele Entschlüsse über den Charakter des Hauptcharaktersziehen. Der Mann hat keine besonderen Hobbys oder Vorlieben, er tut die Dinge, die viele Menschen machen und dadurch klingt sein Leben sehr eintönig und langweilig. Die Selbstzweifel des Mannes werden an verschiedenen Stellen sichtbar, so wie in Zeile 10 „Er stört“. Er denkt, dass er jeden und alles stört, ohne großartig etwas zu machen, beispielsweise „stört“ er andere, indem er Sport schaut (vgl. Z. 10 ff.). Das zeigt, wie wenig selbstbewusst sein er hat und wie unwohl er sich in seiner eigenen Haut fühlt. Sein Hass auf sein eigenes Leben wird auch nochmal in den Zeilen 40- 43 verdeutlicht. Er hasst sein Leben so sehr, dass er weinen möchte und es nicht so wie es ist, akzeptieren möchte. Er redet davon, wie ihm jemand dieses Leben heimlich in die Tasche gesteckt hat und zeigt damit, dass er es selbst nie so haben wollte und lieber ein anderes Leben führen würde. Ebenfalls sagt der Mann ,,Er kennt den Typen nicht" (Z. 42), das weist nochmal darauf hin, dass er eigentlich eine ganz andere Person sein möchte und sich gar nicht mit seinem jetzigen „ich“ identifizieren kann. Um seinen realen Leben und seinen Selbstzweifeln zu entkommen, lebt er gedanklich in einer fiktiven Welt (vgl. Z 19). Dort kann er die Person sein, die er schon als kleiner Junge sein wollte (vgl. Z. 45 f.). Diesen Ort bezeichnet er auch als seine „Heimat“ (vgl. Z.36). Der Protagonist fühlt sich nur in seinergedanklichen Welt wie ein richtiger Mann (vgl. Z. 23 f.). Er hat eine recht altmodische Ansicht auf das perfekte Bild eines Mannes, wenn man be denkt, dass er Frauen und „Schwuchteln“, wobei „Schwuchteln“ eine Beleidigung gegenüber homosexuellen Menschen ist, in einen Topf wirft (vgl. Z. 31). Seine Ansichten und sein Wunsch männlicher zu sein, sind auf seine Beziehung zu seiner Familie zurückzuführen. Der Hauptcharakter hat eine schlechte Beziehung zu seiner Frau und Tochter. Obwohl er mit seiner Frau ins Theater geht und nach außen hin, wie ein glücklicher Ehemann erscheint (vgl. Z. 40 ff.), fühlt er sich seiner Familie fremd (vgl. Z. 6 f.). In der Beziehung erkennt man nochmal seine Selbstzweifel. ,,Er versteht nichts von wichtigen Dingen" (Z. 8), der Mann fühlt sich seiner Frau und Tochter unterlegen, während die beiden reden, hält er sich zurück und möchte nicht auffallen, weil er die Themen sowieso nicht verstehen würde (vgl. Z. 5 ff.). Obwohl er vor seiner Familie flüchten will (vgl. Z. 40), traut er sich nicht etwas zu sagen. Er beteuert seiner Frau, dass ihm sein Leben so gefällt und er es nicht anders haben würde (vgl. Z. 15). Dadurch das er zuhause seiner Männlichkeit beraubt wurde, sucht er sie in seiner fiktiven Welt. Dort dominiert er (vgl. Z.22) und ist der ,,perfekte" Mann der er sein wollte (vgl. Z. 24 ff.). Um der Kurzgeschichte mehr Ausdruck zu verleihen, hat die Autorin verschiedene sprachliche Merkmale verwendet. Sie verwendet fast nur Parataxen (kurze Sätze), um die Gefühle des Hauptcharakters besser zum Ausdruck zu bringen. Zum Anfang des Textes werden viele negative Nomen (vgl. Z.8) und Adjektive (vgl. Z.2) verwendet, so wird deutlich, dass der Protagonist eine negative Einstellung gegenüber seiner jetzigen Lebenssituation hat. Sobald er aber in seiner fiktiven Welt ist, werden viele Verben (vgl. Z. 21ff.) benutzt, die zum Ausdruck bringen, dass er dort über alles herrscht und das Sagen hat. Außerdem verwendet die Schriftstellerin auch viele Stilmittel. So vergleicht der Protagonisten sich selbst in der Zeile 4 mit einem Hund, das zeigt, dass er in seinem Haus nur die Rolle eines Tieres spielt und kein großer Wert auf ihn gelegt wird. Dass er kein Recht hat mitzureden und unwichtig ist, wird mit einer Metapher verdeutlicht ,,Sie sehen ihn nicht“ (Z. 8). In den Augen seiner Familie ist der Mann unsichtbar und existiert kaum. Das der Protagonist das Gefühl hat wie eine Puppe zu leben, wird anhand einer Hyperbel (vgl. Z.12) sichtbar. AM besten sollte der Mann nichts tun, damit er andere nicht stört (vgl. Z. 10 ff.). Ebenso werden seine Selbstzweifel mithilfe einer Ellipse in der Zeile 10 unterstrichen. In der Zeile 2 wird durch eine Personifikation bewusst, wie schwer der Mann es im Leben hat und es kaum mehr aushält. Er fühlt sich vom Leben bedrängt. Unterstützt wird diese Aussage mit einer Wiederholung,,...kratzen, kratzen...“ (Z.2). Wie schlimm sein Hass gegenüber seinem Leben ist, wird nochmals mit einer Metapher (vgl. 42) gestärkt. Der Protagonist erkennt sein Leben nicht als sein eigenes an und sagt, dass es ihm untergejubelt wurde. Dass der Mann sich nicht für die Gespräche seiner Frau und Tochter interessiert und sie für unnötig hält, wird mithilfe einer Anapher und einer ironischen Äußerung (vgl. Z. 6 f.) ersichtlich. Durch eine Rhetorische Frage (vgl. Z.14) wird es klar, dass der Mann versucht sich selbst und den Sinn des Lebens zu finden, um endlich glücklich leben zu können. Mithilfe von Metaphern (vgl. Z. 19 und 48) macht die Verfasserin deutlich, dass der Hauptcharakter innerlich eine andere Person ist. Um zu zeigen, dass er in seiner fiktiven Welt eine Person sein kann, die er selbst akzeptiert, verwendet der Autor viele Personifikationen (vgl. 20 und 21). Es wird durch sie auch klar, dass sein Auto der einzige Ort ist, an dem er die Macht hat und über andere herrscht. In Zeile 22 wird dies mit einer Anapher unterstüzt „Er steuert, er lenkt", dass zeigt das der Protagonist die Macht über das Auto hat und nur er allein entscheiden darf wohin das Auto fährt. An verschiedenen stellen verwendet die Autorin das Stilmittel „Klimax“ (vgl. Z. 33 ff. und 39 ff.), um die Gier nach Macht zum Ausdruck zu bringen. Mit der Kurzgeschichte möchte die Autorin sagen, dass viele Menschen nach außen hin glücklich erscheinen aber innerlich gebrochen sind. Der Protagonist der Geschichte, scheint ein glückliches Leben zu führen, aber durch einen Einblick in seiner Gedanken sieht man, dass er in Wirklichkeit sein Leben hasst und lieber ein anderes führen würde. Der Titel „Und in Arizona geht die Sonne auf" bezieht sich auf das Gefühl, dass der Mann in seinem Auto hat. Nur in seinem Auto fühlt er sich frei und hat das Gefühl fliegen zu können (vgl. Z. 48). Sobald der Protagonist die Sonne sieht, fängt er an zu lächeln (vgl. Z. 52) und durch den Titel wird klar, dass die Sonne in Richtung Arizona aufgeht.