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Leben des galilei Bild 14

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 Dialoganalyse Bild 14 – Die Discorsi
In dem Drama "Leben des Galileis" von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1939 geht es um einen Konflikt
zwisc

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Dialoganalyse Bild 14 – Die Discorsi In dem Drama "Leben des Galileis" von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1939 geht es um einen Konflikt zwischen der Wissenschaft und der Kirche. Der mir vorliegende Textausschnitt beinhaltet die Situation aus der 14. Szene. Diese Szene spielt sich im Jahr 1633 ab, indem Galilei als lebenslänglicher Gefangener der Inquisition mit seiner Tochter und einen Mönch, der ihn überwacht, in einem Landhaus in der Nähe von Florenz, lebt. In dem Landhaus trifft Galilei auf seinen ehemaligen Schüler Andrea Sarti, der nun Mann mittleren Alters ist. Diese Begegnung spielt sich nach einigen Jahren nach seinem Widerruf seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich des Kopernikanischen Weltbildes ab. In dem Dialog zwischen Galilei und Andrea werden die verschiedenen Ansichten des Widerrufs angesprochen und versuchen die Frage, ob der Widerruf zum Wohl der Menschheit beigetragen hat oder nicht, zu beantworten. Die Szene lässt sich thematisch nach dem Widerruf von Seiten Galileis und vor dem Überqueren der Discorsi über die italienische Grenze einordnen. Szene 14 lässt in vier Teile einteilen, denen man jeweils einen eigenen Schwerpunkt zuordnen kann. Die Szene beginnt damit, dass ein Unbekannter auf der Durchreise Galilei zwei Gänse schenkt, welche durch Virginia an ihn übergeben werden (S. 117. Z.24f.). Galilei unterhält sich mit seiner Tochter Virginia über das Geschenk und diktiert im Anschluss ihr seinen Antwortbrief...

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an den Erzbischof. Dies wird aber durch den Besuch von Galileis ehemaligen Schüler Andrea Sarti unterbrochen. Andrea besucht Galilei, weil er Fabrizius' Auftrag sich nach seinem Befinden zu erkundigen erfüllen möchte. Galilei befindet sich wohl und beschönigt die kirchliche Aufsicht, als "große Aufmerksamkeit” (S.121, Z. 7-8). Während Galilei versucht bei der ersten Begegnung nach vier Jahren eine vertrauliche und unkontrollierte Gesprächssituation zu schaffen, in dem er Andrea duzt und persönliches Interesse an ihn zeigt, ist Andrea distanziert und hat kein persönliches Mitteilungsbedürfnis, da er Galilei nicht aus eigenem Interesse besucht. Seine Haltung wird unteranderem durch die Regieanweisung “kühl” (S. 121, Z. 1), durch das Ignorieren von Galileis Aufforderung von seiner Arbeit zu erzählen und durch die sehr formale Sprache deutlich. Im Verlauf des Gesprächs ist Andrea weiterhin distanziert und abweisend informiert Galilei aber über dem Ausmaß der Konsequenzen für viele Wissenschaftler in und außerhalb Italiens. Seine Missbilligung des Widerrufs verdeutlicht er durch das nennen für ihn erstandenen Probleme. Andrea ist sehr ehrgeizig und will wissenschaftlich vorankommen, weshalb er nach Holland muss (S. 122, Z. 1-2). Galilei versteht Andrea und äußert seine Bedenken, denn er sorgt sich auch um seine wissenschaftlichen Kollegen. Die beiden sortieren ihre Gedanken immer wieder neu, welches durch die Regieanweisungen “Pause" (S.121, Z. 34, S. 122, Z. 8 und 13) beschrieben wird. Galilei versucht weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zu Andrea herzustellen, nach dem er Virginia "barsch” (S. 122, Z. 19) dazu aufgefordert hat nach den Gänsen zu schauen, um neue Themen anzuschneiden. Mit dieser Aufforderung von Seiten Galileis wird der Wendepunkt in dieser Szene eingeführt. Das Gespräch findet nun ohne Mithörer statt, weshalb Galilei kundgibt, dass er die Discorsi fertig geschrieben hat (S.123, Z.1). Er gibt nur schrittweise Informationen weiter und lässt dadurch Andrea zappeln. Andrea hat großes Interesse an der Discorsi, genauso wie Amsterdam, London und Prag. Er ist überrascht, dass Galilei weitergeschrieben hat und äußert Unglauben und Betroffenheit. Aufgrund des großen Interesses der Discorsi folgt Andrea der indirekten Aufforderung Galileis, die Discorsi mit nach Holland zu nehmen. Dies wird durch die Regieanweisung “Andrea ist zum Globus gegangen. Er holt die Abschrift” (S.124, Z.7 -8) beschrieben. Durch die Aufforderung überträgt Galilei die Verantwortung auf Andrea. Als Andrea nun die Discorsi in der Hand hält, wird ihn einiges Klar. Er gesteht Galilei persönliche Schuld, weil er Galilei als Verräter gesehen hat und seine Stimme am lautesten gegen ihn war (S.124, Z. 19-20). Andrea bewertet den Widerruf nun als Plan von Galilei und erklärt ihn als Sieger. Galilei lässt Andrea seine Theorie erläutern, gibt ihm aber zwischendurch Impulse und fragt nach, um zum einen Andreas Theorie zu verstehen und zum anderen damit Andrea seinen Gedankengang weiterentwickelt. Als Andrea seine Theorie erläutert hat, offenbart Galilei ihn den wahren Grund warum er widerrufen hat. Galilei erklärt, dass er keinen Plan verfolgt hat sondern Angst vor den Instrumenten hatte, die ihn gezeigt wurden. Andreas Sprachlosigkeit wird durch die Regieanweisung "Pause" (S.126, Z. 2) beschrieben. Zum Ende der Szene reflektiert Galilei sein Verhältnis zur Wissenschaft und die Wahrheit in der Vergangenheit, dabei ist er sehr hart zu sich und redet schlecht über sich. Er hinterfragt Andreas Ethik, dass die Wissenschaft den Zweck des Selbstwillens erfüllt und die Wissenschaft nur ein Gebot kennt: den wissenschaftlichen Beitrag (vgl. S. 126, Z. 3f.). Galilei widerspricht Andrea um ihn zu belehren, dabei erklärt er Andrea seine Ethik, denn er auf der anderen Seite versteht die Wissenschaft als Gesellschaftliche Verantwortung, weil die Wissenschaft zum Wohl der Menschen beitragen soll. Aufgrund dieses wissenschaftlichen Verständnisses stellt er Vermutungen auf was wäre, wenn er nicht widerrufen hätte. Andrea ist während dieser Rede ein aufmerksamer Zuhörer, gibt eine persönliche Wertung zu Galileis Selbstreflexion ab und bringt seine Wertschätzung zum Ausdruck in dem er sich wieder zu Galilei wendet und ihn sogar die Hand bietet (vgl. S. 128, Z. 31-32). Am Ende dieser Szene findet nun ein echter Austausch statt, durch das Wiederherstellen des alte vertraute Lehrer-Schüler-Verhältnis welches wir aus der ersten Szene kennen. Diese Szene hat eine große Bedeutung für die gesamte Handlung des Dramas, weil zum einen durch Galileis Rede die moralische Verantwortung der Wissenschaft nochmals erklärt wurde, in die es hauptsächlich in dem Drama geht. Die Szene verdeutlicht eine große Wende in der Wissenschaft und auch gleichzeitig in der ganzen Welt dar. Durch die Discorsi, die Andrea mit sich trägt gibt es eine indirekte Rückkehr von Galilei, die anderen Wissenschaftlern wieder neuen Mut geben wird, die Welt mit kritischen Augen zu sehen. Was mir als Leser erst am Ende dieser Szene deutlich wurde ist das Andrea ein unterschiedliches Wissenschaftsverständnis hat als Galilei obwohl jahrelang sein Schüler war und viel von ihm gelernt hat. Durch dieses unterschiedliche Wissenschaftsverständnis ist es auch klar, dass die beiden die Frage, ob der Widerruf zum Wohl der Menschen beigetragen hat oder nicht, unterschiedlich beantwortet hätten. Galilei hätte die Frage mit Nein beantwortet, weil die Menschen immer noch unter der Macht der Kirchen standen und sich nichts verändert hat. Andrea auf der anderen Seite aber hätte die Frage mit Ja beantwortet, weil dadurch die Wissenschaft in seinen Augen gerettet wurde und er persönlich sein Wissen vermehren konnte.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Im Verlauf des Gesprächs ist Andrea weiterhin distanziert und abweisend informiert Galilei aber über dem Ausmaß der Konsequenzen für viele Wissenschaftler in und außerhalb Italiens. Seine Missbilligung des Widerrufs verdeutlicht er durch das nennen für ihn erstandenen Probleme. Andrea ist sehr ehrgeizig und will wissenschaftlich vorankommen, weshalb er nach Holland muss (S. 122, Z. 1-2). Galilei versteht Andrea und äußert seine Bedenken, denn er sorgt sich auch um seine wissenschaftlichen Kollegen. Die beiden sortieren ihre Gedanken immer wieder neu, welches durch die Regieanweisungen “Pause" (S.121, Z. 34, S. 122, Z. 8 und 13) beschrieben wird. Galilei versucht weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zu Andrea herzustellen, nach dem er Virginia "barsch” (S. 122, Z. 19) dazu aufgefordert hat nach den Gänsen zu schauen, um neue Themen anzuschneiden. Mit dieser Aufforderung von Seiten Galileis wird der Wendepunkt in dieser Szene eingeführt. Das Gespräch findet nun ohne Mithörer statt, weshalb Galilei kundgibt, dass er die Discorsi fertig geschrieben hat (S.123, Z.1). Er gibt nur schrittweise Informationen weiter und lässt dadurch Andrea zappeln. Andrea hat großes Interesse an der Discorsi, genauso wie Amsterdam, London und Prag. Er ist überrascht, dass Galilei weitergeschrieben hat und äußert Unglauben und Betroffenheit. Aufgrund des großen Interesses der Discorsi folgt Andrea der indirekten Aufforderung Galileis, die Discorsi mit nach Holland zu nehmen. Dies wird durch die Regieanweisung “Andrea ist zum Globus gegangen. Er holt die Abschrift” (S.124, Z.7 -8) beschrieben. Durch die Aufforderung überträgt Galilei die Verantwortung auf Andrea. Als Andrea nun die Discorsi in der Hand hält, wird ihn einiges Klar. Er gesteht Galilei persönliche Schuld, weil er Galilei als Verräter gesehen hat und seine Stimme am lautesten gegen ihn war (S.124, Z. 19-20). Andrea bewertet den Widerruf nun als Plan von Galilei und erklärt ihn als Sieger. Galilei lässt Andrea seine Theorie erläutern, gibt ihm aber zwischendurch Impulse und fragt nach, um zum einen Andreas Theorie zu verstehen und zum anderen damit Andrea seinen Gedankengang weiterentwickelt. Als Andrea seine Theorie erläutert hat, offenbart Galilei ihn den wahren Grund warum er widerrufen hat. Galilei erklärt, dass er keinen Plan verfolgt hat sondern Angst vor den Instrumenten hatte, die ihn gezeigt wurden. Andreas Sprachlosigkeit wird durch die Regieanweisung "Pause" (S.126, Z. 2) beschrieben. Zum Ende der Szene reflektiert Galilei sein Verhältnis zur Wissenschaft und die Wahrheit in der Vergangenheit, dabei ist er sehr hart zu sich und redet schlecht über sich. Er hinterfragt Andreas Ethik, dass die Wissenschaft den Zweck des Selbstwillens erfüllt und die Wissenschaft nur ein Gebot kennt: den wissenschaftlichen Beitrag (vgl. S. 126, Z. 3f.). Galilei widerspricht Andrea um ihn zu belehren, dabei erklärt er Andrea seine Ethik, denn er auf der anderen Seite versteht die Wissenschaft als Gesellschaftliche Verantwortung, weil die Wissenschaft zum Wohl der Menschen beitragen soll. Aufgrund dieses wissenschaftlichen Verständnisses stellt er Vermutungen auf was wäre, wenn er nicht widerrufen hätte. Andrea ist während dieser Rede ein aufmerksamer Zuhörer, gibt eine persönliche Wertung zu Galileis Selbstreflexion ab und bringt seine Wertschätzung zum Ausdruck in dem er sich wieder zu Galilei wendet und ihn sogar die Hand bietet (vgl. S. 128, Z. 31-32). Am Ende dieser Szene findet nun ein echter Austausch statt, durch das Wiederherstellen des alte vertraute Lehrer-Schüler-Verhältnis welches wir aus der ersten Szene kennen. Diese Szene hat eine große Bedeutung für die gesamte Handlung des Dramas, weil zum einen durch Galileis Rede die moralische Verantwortung der Wissenschaft nochmals erklärt wurde, in die es hauptsächlich in dem Drama geht. Die Szene verdeutlicht eine große Wende in der Wissenschaft und auch gleichzeitig in der ganzen Welt dar. Durch die Discorsi, die Andrea mit sich trägt gibt es eine indirekte Rückkehr von Galilei, die anderen Wissenschaftlern wieder neuen Mut geben wird, die Welt mit kritischen Augen zu sehen. Was mir als Leser erst am Ende dieser Szene deutlich wurde ist das Andrea ein unterschiedliches Wissenschaftsverständnis hat als Galilei obwohl jahrelang sein Schüler war und viel von ihm gelernt hat. Durch dieses unterschiedliche Wissenschaftsverständnis ist es auch klar, dass die beiden die Frage, ob der Widerruf zum Wohl der Menschen beigetragen hat oder nicht, unterschiedlich beantwortet hätten. Galilei hätte die Frage mit Nein beantwortet, weil die Menschen immer noch unter der Macht der Kirchen standen und sich nichts verändert hat. Andrea auf der anderen Seite aber hätte die Frage mit Ja beantwortet, weil dadurch die Wissenschaft in seinen Augen gerettet wurde und er persönlich sein Wissen vermehren konnte.